Western-Lok von Minitrix 2080: Leiser Motor und sichere Strom-Aufnahme. 🚂

Sieben Achsen hat die Lok, aber nur über zwei Achsen nimmt sie den Strom auf, den Achsen 1 und 3 der Lok. Dass das hübsche Ding ab Werk andauernd stehen bleibt (und so vermutlich bei vielen N-Bahnern für Frust gesorgt hat) muss so nicht bleiben. Und auch den lauten Antrieb kann man verbessern…

Ich habe Achs-Kontakte von original-Minitrix verwendet. An diese lassen sich nämlich die Litzen problemlos anlöten. Dagegen widerstanden die hippen ‚Train-O-Matic‘ Radkontakte allen meiner Löt-Versuchen… 

Lautloser Antrieb der Lok

Als Alternativ-Antrieb wählte ich das Set von dm-toys/micromotors, dessen Schrauben etwas zu lang waren, sodass der Motoradapter nicht fest an der Wand hielt. Also habe ich den Motorhalter mit dünnen Plastikstreifen auf die richtige Höhe gebracht und das Set zusammengesetzt. 

Lautlos und geschmeidig – so macht’s noch mehr Spaß. 😃🚂

Die Litzen blau und rot habe ich gekürzt und direkt an den Decoder angelötet, anstelle der Litzen orange und blau. Vor dem Kürzen die richtige Fahrtrichtung überprüfen.

Stromaufnahme im Tender

Zum Ordnen der Litzen habe ich mittig unter den Tender einen vorab geschrumpften Schrumpfschlauch 😉 als Kabel-Kanal geklebt, aus demselben Material eine kleine Öse vorn mittig.

Befestigen der Achskontakte

Für eine gewisse Bewegungsfreiheit der Litzen habe die ich die Lötstellen nach hinten zeigen lassen, jeweils links und rechts. Nach Erkalten der Litzen-Lötstellen werden die Kontakte direkt in die Drehgestelle eingeklebt, natürlich so, dass später die Schrauben einwandfrei hindurchpassen. Mit einer Schere werden die ausladenden Achskontakte sinnvoll gekürzt, dabei Maß halten!

Das hätte 1978 ab Werk so sein sollen. Jaja, Sparsamkeit ist kein Geiz… 🙄

Verlegen der Litzen

Die hintere Litze verlegt man zwischen Schraub-Öffnung und Wackel-Schutz weiter durch den kleinen Schrumpfschlauch und durch die Öse nach vorn. Auch der vorderen Litze gönnt man eine Bewegungs-Schlaufe und fädelt sie an der Schraub-Öffnung vorbei durch die Öse.

Richtiges Einsetzen der Achsen

Beim Einsetzen der Achsen unbedingt darauf achten, dass die klarsichtigen Isolier-Buchsen pro Drehgestell auf derselben Seite liegen, wie im Foto gezeigt. 

Lässt man die Kontakte wie gewohnt von oben auf die Achsen drücken wird das Tendergehäuse etwas entlastet und wackelig. Deswegen lasse ich die Achskontakte die Achsen von unten mit sanftem Druck kontaktieren, hier muss man vielleicht etwas hin und her justieren. Im Ergebnis liegt der Aufbau nun satt auf den Drehgestellen.

Anschluss in der Lok

Wer so klug ist, von Anfang an mit überlangen Litzen zu arbeiten kann sie von unten in die Lok fädeln, entlang des Motors bis zur vorderen Platine führen und dort anlöten.

Hier fehlt noch der Plastik-Steg, um Lok und Tender solide zu verkuppeln. ☺️

Ich war so dusselig, die Litzen minimal zu kurz zu halten, also musste ich sie direkt auf die Kontakte des Decoders löten. Dabei muss man sehr achtsam sein; es ist wirklich nicht empfehlenswert, trotz meines Erfolges: Lieber die Litzen überlang lassen und ein bisschen der Verschwendung fröhnen. Dafür bleibt der Decoder außer Gefahr. 

Die Decoder-Kontakte habe ich mit einem Streifen Zellkautschuk abgesichert. Nun kann man das Gehäuse wieder aufsetzen.

Sichere, entschärfte Verbindung

Ich habe einen stabilen Plastik-Streifen unter die Lok geklebt, dort, wo der Tender an einem Stift an die Lok gekuppelt ist.  Der Zweck ist, dass Lok und Tender wirklich sicher zusammenbleiben und im Extremfall nicht etwa nur die Litzen die Fahrzeuge zusammenhalten. Ein kleines Loch im Plastik lässt den Stift hindurch.

Der Verbindungssteg zwischen Lok und Tender kommt mir sehr scharfkantig vor. Damit der nicht heimlich an den Litzen herumsäbelt sollte man seine Kanten mit einer Feile oder ähnlichem brechen. Schwarzes Einfärben lässt ihn optisch wieder verschwinden.

Fazit: Schon bei der erste Probefahrt atmet man erleichtert auf, endlich rollt die hübsche Lok sicher und geschmeidig über die N-Gleise, und das Licht leuchtet zuverlässig, ohne zu flackern.

Es mag ja sein, dass derzeit auch in N immer feinere Modelle gefordert werden, aber diese kleine, bunte Lok bereitet zumindest mir wirklich viel Freude. Natürlich wird sie nun weitere Minitrix-US-Waggons aus zeitgenössischer Fertigung erhalten. Ich denke noch darüber nach, die vielen Hohlräume der Lok mit gequetschten Gewichts-Kügelchen zu füllen (Dank an Andreas für diesen Tipp! 😃).

Mehr zur ‚Western‘-Lok von Minitrix: https://blog.mobaz.de/2023/05/12/minitrix-western-lokomotive-2080-digital-und-mit-licht/

Schade, dass märklin der Minitrix solche Spiel-Modelle nicht mehr zugesteht. 😏🚂