Aus dem Internet darf man alles klauen?

Erst verwendet eine obskure Firma, die womöglich ebay zuarbeitet, ein Foto aus meinem Blog, ungefragt natürlich, nun bediente sich ein Tschechischer Händler meiner TT-Gleispläne. Ungefragt natürlich. Urheberrechte sind offenbar heutzutage Pupskram. Höflichkeit ebenfalls.

Dass im Internet eine Gratis-Mentalität herrscht ist einer der ultimativen Web-Fehler (sic!) des ganzen Prinzips.

Eine junge Frau verteidigte mir gegenüber ihren Spotify Account mit dem Satz „ich kann mir aber nicht alle Musik leisten, die ich hören will!“ Ja, dann HÖR SIE NICHT, egozentrisches Geschöpf; so ist das eben im Leben 🙄.

Zudem, beim Spotify-Streaming verdienen die Künstler wirklich gar nichts, am Verkauf physischer Tonträger aber sehr wohl. Und wer nichts dran verdient gibt sich irgendwann keine Mühe mehr. Einfach mal das Radio einschalten und staunen.

Dass aber Firmen sich frech der Arbeiten privater User bedienen, im US-Amerikanischen Sinne von ‚Verklag‘ mich doch!‘, zeigt, was für eine Kinderstube diese Menschen genossen haben. Nämlich keine. Ich meine, man kann ja wenigstens fragen, oder? Kann man, tut man aber nicht.

Höflichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr…? Von wegen.

Im Fall des Händlers ist es für ihn besonders heikel, denn man hat meine Eigentums- bzw. Autoren Kennzeichen entfernt. Und das ist klar illegal. Die Verwendung fremder Arbeit auf eigenen Websites ist übrigens keine Muschi-Nummer, wie jeder hier nachlesen kann: https://www.anwalt-suchservice.de/rechtstipps/foto-urheberrechte_loeschen_von_bildern_im_internet_20601.html

Bei jedem einzelnen Roco-ex-kuehn-Gleis hatten diese Leute meine Pläne eingefügt – die Gründe dafür sind klar. Auf eine Email von mir mit Fristsetzung wurde nicht reagiert, erst das Einwirken von dritter Seite (Danke dafür!) brachte Ergebnisse.

Das fiel mir schon öfter auf; Menschen allgemein reagieren eher auf Institutionen, als auf Ihresgleichen.