TT BR 212 / V100 DB von Tillig mit Next18 und Lichtabschaltung seitenweise.

Tilligs Bundesbahn 212 wird noch immer mit der anachronistischen Schnittstelle nach NEM651 ausgeliefert. Die verwinkelte Zuleitung verbraucht unnötig Platz. Das geht besser.

Material: Man braucht nur die ab Werk verkabelte Next18 Schnittstelle von Esu 51993 und einen kleinen Decoder, wie zum Beispiel von D&H:

https://blog.mobaz.de/2023/10/11/guenstige-dcc-decoder-fuer-n-tt-von-dh-bei-dm-toys/ 

Liebhaber von Lok-Geräuschen finden einen passenden kleinen Decoder bei Zimo MS591N18.

https://www.zimo.at/web2010/products/ms-sound-decoder.htm

Umbau: Man klippst das Gehäuse ab und lötet die vier Kabel der Drehgestelle von der Platine ab, ebenso die beiden Motor-Kontakte. Dann die Platine nach Lösen der zwei Schrauben herausnehmen.

Die geknickten Leiterbahnen direkt von der Haupt-Platine ablöten und entsorgen. Die Platine mit einem Streifen Doppelklebeband auf der Arbeitsplatze fixieren und dann sorgfältig dort zwei Trennstellen setzen, wo im Foto die hellblauen Pfeile hinzeigen. Auf der jeweiligen Leiterbahn Richtung der LED etwas Schutzlack wegkratzen und wenig Lötzinn aufbringen. 

Hellblaue Pfeile: Trennstellen setzen. Orangefarbener Pfeil: Bauteil komplett entfernen (hier schon geschehen).

Das kleine schwarze Bauteil herauslöten, auf dessen ehemaligen Platz im Foto der orangefarbene Pfeil zeigt.

Nun die Esu-Buchse wie im Bild gezeigt mit gekürzten Litzen an die sechs Kontakte der Schnittstelle anlöten. 

Anschließend die drei Litzen blau, grün und violett gekürzt an die Lötpunkte anlöten, wie im Foto gezeigt, die Litzen dabei sauber verlegen.

Die Platine wieder auf das Chassis setzen, darauf achten, nichts zwischen Platine und Metall einzuklemmen. Festschrauben und dann die beiden Kontakte zum Motor und die vier Drehgestell-Litzen wieder anlöten.

Grün, Violett und Blau so verlegen, dass nichts klemmt und die Schwungmassen frei drehen können. (Sieht hier anders aus, isses aber nicht.)

Nun den Decoder einklipsen, und ihn und die Schnittstelle mit einem gekürzten Stück des beiliegenden Schrumpfschlauches schützen. Diesen dann kurz mit einem Fön (!) erwärmen. Decoder und Buchse seitlich im Rahmen verstauen.

Einen Lautsprecher kann man in der nun leeren Bodenwanne unterbringen, die beiden braunen Litzen führt man seitlich im Schacht dorthin. Das war es schon.

Hier in der Bodenwanne kann man nun einen Lautsprecher oder mehr Gewicht unterbringen.

Die Programmierung erfolgt nun dem jeweiligen Decoder entsprechend. Meine Lok fährt mit dem langen Vorbau ‚vorwärts‘ nach links – ich könnte nun die Kabelanschlüsse tauschen oder aber einfach spezielle Werte einstellen. Wer einen Programmer hat wird Lösung B bevorzugen. 

Für D&H Decoder gelten die folgende Werte, mit Abweichungen zum bekannten Artikel:

CV33 = 05 (weiß vorn und rot hinten simultan), CV34 = 10 (weiß hinten und rot vorn simultan).

Seitenweises Licht-Abschalten: Zuerst die roten LED von den Tasten F1 und F2 entkoppeln, CV35 = 00, CV36 = 00.

Dann das Abschalten sinnvoll aktivieren: CV113 = 02, so schaltet F1 das weiße Licht vorn aus. CV115= 02, so schaltet F1 das rote Licht vorn aus.

CV114 = 01, so schaltet F2 das weiße Licht hinten aus, Cv116 = 01, so schaltet F2 das rote Licht hinten aus.

Langer Vorbau als vorwärts CV29 = 07.

Damit beim Rangiergang (Taste F4) beidseitig nur weißes Licht leuchtet: CV38 = 131 (beidseitig wird weißes Licht eingeschaltet, wenn Taste F4 aktiv), CV121 = 08 (rote LED werden beidseitig zugleich abgeschaltet, wenn F4 aktiv).

Die Mittengeschwindigkeit wird über die Beschleunigungskurve eingestellt: CV48 = 00 (gerade) bis 07 (konkav)

Vmax-Rangiergang gleich wie normale Vmax: CV05 und CV61 auf identische Werte programmieren, maximal 127.

🙂🚂