TT – Pimp Your Hornby TT:120 HST 125

Der schnellste Dieselzug der Welt gelangte erstmals 1973 auf britische Gleise, und schon immer hat er mir gut gefallen; Design und (original-) Farben sind einzigartig. Hornbys TT-Modell ist ebenfalls ganz cool, bis auf ein paar ‚aber‘. Manches lässt sich leicht beheben.

Mittelwaggons entwackeln: Wagenkästen, die auf Weichenstraßen unruhig herumwackeln stören die elegante Erscheinung. Auch diese Fahrzeuge ‚ruhen‘ keineswegs auf ihren Drehgestellen. Also habe ich kleine Rechtecke aus Moosgummi auf die Drehgestelle geklebt und mich dabei langsam an die richtige Höhe herangetastet. Bei 2,6mm ist der Effekt erreicht, dennoch können sich die Drehgestelle frei bewegen. So soll’s sein.

so hat es sich ausgewackelt.

Mehr Gewicht für die Mittelwaggons: Man hat es hier wirklich mit Leichtgewichten zu tun. Laut ‚Morop‘ Norm soll das Gewicht eines TT Waggons soviel betragen, wie die Wagenlänge mit 0,25 multipliziert ergibt. (Auf Ideen kommen die Leute! 🙂) Das wären hier 4,75 Gramm. Zuwenig für die IC Waggons, finde ich zumindest.

Die Klebeschicht muss entfernt werden, mit einem Bastelmesser oder Schraubendreher.

Also habe ich in jeden Waggon mittig eins der bewährten, kleinen Gewichte von fünf Gramm eingeklebt. Dazu muss die aufgebrachte Klebeschicht entfernt werden, damit alles passt. Nicht gasendes (!) Sekundenkleber Gel (!) zum Beispiel von Pattex hält die kleinen Plättchen fest an ihrem Platz. Sicherheitshalber eine Stunde festziehen lassen. Fertig.

Von außen unsichtbar besitzt jeder Waggon jetzt mehr Substanz. …das bleibt natürlich nicht so, wie hier zu sehen. 😉

Exakter Sitz der Kupplungen: Mein Eindruck wird in Foren bestätigt, das Zusammenkuppeln klappt nicht wirklich zuverlässig; meistens muss man händisch nachhelfen.

Das gravierendste Problem ist die unexakte (um höflich zu bleiben) Konstruktion der Kupplungsträger. Die Kupplungskammer selbst sitzt zu weit Richtung Fahrzeug-Ende; daran kann man erstmal nichts ändern, denn dafür braucht man ein neu konstruiertes Formteil.

Aber das Problem des nicht-Ankuppelns lässt sich lösen. Denn die Kupplungsträger haben zuviel Spiel oben in ihrer Kulisse. Deswegen hängen sie herab. Und das lässt sich ändern, mit etwas Aufwand und Feinarbeit.

Diese Verpackungen für LED etc. sind Dank ihrer glatten Oberfläche oft nützlich.

Das Ergebnis vorweggenommen: Meine Fahrzeuge kuppeln nun einwandfrei, zuverlässig und ohne zickerei. Einen einzigen Kupplungskopf musste ich wegen Fertigungs-Mängeln tatsächlich austauschen, kein Problem.

Also, Demontage: Die Drehgestelle vorsichtig herausklippsen, dabei die drei (?!) Leitern meiden, die sind leider festgeklebt. Dann die Sprungfedern entfernen, am Besten mit einer feinen aber griffigen Pinzette. Anschließend die vier Schräubchen der Kulissen herausdrehen und die Kupplungsträger herausnehmen.

Dort wird das kleine Plastik-Quadrat platziert, man sieht, dass in der Fertigung das untere Gewinde überdreht worden ist…

Aus der üblichen Plastik-Verpackung von Elektronik-Bauteilen kleine Quadrate ausschneiden und diese jeweils mit sehr (!) wenig (!!) Kleber auf der jetzt obenliegenden Unterseite der Kupplungsträger platzieren, wie im Foto gezeigt. Fest andrücken, dabei keinen Kleber ausquellen lassen; wenn das passiert, muss alles gesäubert werden, und man beginnt neu. Den Kleber unbedingt durchtrocknen lassen. 

Dann alls wieder zusammenbauen; in die Kulissen und auf die Plastik-Plättchen habe ich jeweils noch ein Tröpfchen Öl gegeben. Teflon-Schmiermittel wie von Faller wäre vermutlich besser geeignet, hatte ich aber nicht greifbar.

Und so versteckt es sich, so wenig ‚Material‘ reicht schon aus, damit die Kupplungen auf Normhöhe bleiben und sicher zusammenfinden.

Beim Anziehen der Schrauben achtsam vorgehen; zu fest legt die Kulissen still (oder beschädigt die Gewinde), zu locker ergibt keinen Sinn. Also gerade so weit anziehen und wenige ‚Grad‘ wieder lösen, dass die Kulisse frei arbeiten kann aber auf der genormten Höhe bleibt.

Halbe Länge, wie hier gezeigt, reicht völlig aus.

Abschließend habe ich noch sämtliche Kupplungshaken auf die Hälfte reduziert. Dafür verwende ich einen kleinen, kräftigen Seitenschneider. Die Fahrzeuge kuppeln danach schneller ein und halten meiner Erfahrung nach dennoch sicher zusammen. 

Einfärben der Einrichtung: Wie bei mir üblich lackiere ich die Einrichtung in möglichst passenden Farben. Dabei geht es mir nicht um Perfektionismus sondern um einen stimmigen Eindruck von außen.

Via Google habe ich nur wenig über die Einrichtung dieser Züge im Originalzustand herausgefunden. Außer, dass die Sitze im Speisewagen und in der ersten Klasse orange waren und in der zweiten Klasse blau-grün gemustert. Letzteres lässt sich mit vertretbarem Aufwand unmöglich darstellen (obwohl das tatsächlich richtig beeindruckend aussähe!).

Speisende folgen. ☺️

Die Tischdecken im Restaurant wurden ’signalweiß‘ lackiert, in den Personenwagen hatten die Tischplatten Farben passen zu den Sitzen, verziert mit weißen Umrandungen. Ob ich mir diese Fummelarbeit letztlich tatsächlich antue wird die Zeit zeigen. ☺️

…wird später ergänzt.

Also habe ich für die Sitze der ersten Klasse (die markierten Wörter führen zu einem Shop!) Hellrotorange verwendet und in der zweiten Klasse Grünblau. Die Wände der ersten Klasse sind beige lackiert, die der zweiten Klasse Chromoxidgrün

Zur eigentlichen Produkt-Qualität wird ein eigener Text folgen. Eins nachm annern. 😉

Einen tollen Film über den HST 125 der British Raul kann man sich auf YouTube anschauen:

https://youtu.be/22VawS-FRis

🙂🚂