Roco H0 geoLine Gleispläne.

Die Geometrie von geoLine ist wirklich bestechend klug erdacht. Fast jede (un-)mögliche Figur geht auf, und nicht nur Einsteiger können sich als ‚Strecken-Planer‘ richtig austoben.

Mir sind ein paar geometrische Tricks aufgefallen, die dieses Gleis sehr wohl empfehlen für das beliebte ‚Teppich-Bahning‘ wie auch für kompakte Modellbahn-Anlagen, auf denen etwas los sein soll. Nicht jeder steht auf gepflegte Langeweile perfekter Ausgestaltung…

Was den optischen Eindruck der Gleise betrifft, da kann man nachhelfen. Dazu mehr weiter unten.

So kann man eine geoLine Weiche mit einer kurzen R2 in einen Halb-Kreis R3 einsetzen.

Eine Gebogene R3 lässt sich oft ersetzen durch eine Weiche plus einer kurzen Gebogenen R2. Dabei auf den Längenausgleich achten: Wo sich oben eine lange 200mm Gerade findet, braucht es unten eine kurze Gerade mit 185mm. Das war es.

Mit diesem Trick kann man das zweite Gleis des typischen ersten Modellbahn-Bahnhofs außen entlang führen. Man erspart sich und seinen Zügen die wenig eleganten S-Kurven, und die Bahnhofsgleise sind direkt um zwei Geraden länger.

So einfach verlegt man das Bahnhofs-Gleis nach außen: Die hellblauen Gebogenen entsprechen dem R2, die dunkelblauen dem R3, die dunklen geraden 185mm, die hellen 200mm. Eine prima Geometrie!

normale Weichen als Bogenweichen! Ernsthaft, wie cool ist DAS denn!

Sogar in geschlossenen Ovalen lässt sich der Gleis-Abstand für breitere Bahnsteige vergrößern, alles bleibt geometrisch sauber. Auf Höhe der kurzen, orangefarbenen Geraden unten ließe sich ein Brücken-Stellwerk errichten, mit dem Stützpfeiler zwischen den Gleisen.

Viele Bahnhofs-Gleise, eingerahmt von unerwarteten Weichen-Kombinationen: Man beachte die Doppelweiche (oder auch ‚DKW‘) links unten und die Bogenweiche rechts. Alles passt ineinander.

Kehr- oder Wendeschleifen lassen sich sehr einfach mit geoLine aufbauen; hier ein dezent über-aufwändiger Entwurf. Wer es schlichter mag, sucht sich das Passende heraus.

Rocos klassische Bogenbrücken lassen sich in die geoLine Geometrie einpassen, darin werden natürlich die RocoLine Gleise (ohne Bettung) montiert. Das geht geometrisch so perfekt auf, dass man Absicht vermuten darf. Zum Anschluss der Brücken-Gleise (also Roco Line) an geoLine empfehlen sich die geoLine-Übergangsgleise.

Die rosa-farbenen Gleise oben symbolisieren Rocos große Bogenbrücke, darauf sind RocoLine-Geraden ohne Bettung, Länge jeweils 23cm. Auch hier alles geometrisch einwandfrei.

Lokschuppen mit engem Gleis-Abstand erfordern mit geoLine den nachfolgenden Trick. Screenshot (c)Viessmann-Modell.

geoLines Parallel-Gleise haben einen Abstand von rund 77mm, für Lokschuppen mit 57mm Mitten-Abstand setzt man einfach die hier gezeigten kurzen R3 Gebogenen ein.

Für breitere Bahnsteige wie von Kibri oder Pola/Faller vergrößert man den Abstand der Parallelgleise, wie hier gezeigt. Die dunklen Geraden haben 185mm, die hellen Geraden 200mm, die hellen ‚Halben‘ 100mm und die gelben Kurzen 76,5mm. So einfach ist das.

Eine klassische ‚Platten-Alternative‘ mit lebendigem Strecken-Verlauf.

So ein L macht immer Spaß, weil die Züge um den Modellbahner herum fahren.

Eine L-Alternative mit Straßenbahn-Strecke aus altem 2,5mm-Roco-Gleis…

…und hier in Farbe, im Stil klassischen Kartoffeldrucks. 🙂

Ikea Tische aus der ‚Lack‘ Serie eignen sich als Module: Die geoLine Gleise passen ganz genau darauf. So können Freunde jeweils ihre Tisch-Module in aller Ruhe aufbauen und zu Treffen mitbringen, egal wie weit die gestalterische Arbeit vorangeschritten ist.

Zur optischen Verbesserung der Gleise: