…und der Alexx hatte doch recht. ☺️
Marktfähige Ideen treffen öfter mal auf Ignoranz bis Unverständnis; das Gegenüber meint stets, es besser zu wissen. Und rund 20 (!) Jahre später kommen Andere drauf, gleich zweimal. DAS Geld hätte man früher verdienen können…
Vor 20 Jahren wollte man bei märklin den klassischen Antrieb mit Motor im Drehgestell durch das ‚Roco-Prinzip‘ mit Kardan-Wellen ersetzen, und ich war entsetzt. Obwohl selber kein ‚märklinist‘ war mir damals klar: Der ‚gemeine märklin Kunde‘ legte Wert auf ruhiges Fahrwasser und leichtes Reparieren. (…und vielleicht ist das insgeheim noch heute der Fall…) Da brächte so ein Bruch mit der Kultur unnötige Unruhe.
In einem persönlichen Gespräch äußerte ich einem der Verantwortlichen gegenüber einen konkreten Gegenvorschlag: Das Prinzip des Antrieb-Drehgestells beibehalten, aber jeweils neu konstruiert mit leisem Getriebe und neuem, leisem 5pol-Motor mit Schwungmasse. Vergleichbar mit sbModellbau.
So könnte man alle Loks konstruktiv erhalten aber mit höherem Fahrkomfort, und die märklin-Kunden bekämen Vertrautes und Optimiertes zugleich. Zusätzlich ließen sich auf Basis der BR111 auch die gut gemachten Trix Gehäuse der BR 110/140/112 verwenden, natürlich mit passenden Drehgestell-Blenden.
Brüsk wurde mein Vorschlag vom Tisch gewischt und für Blödsinn erklärt; es war, als wolle man der klassischen märklin H0 den Garaus machen. Es gibt eben Menschen, die lieber wegwerfen als reparieren.
Was aber ich als Ziel erkannte: ‚Roco‘ aus Göppingen. Absurd, klar. Nur außer mir war offenbar niemand dagegen. Oder niemand traute sich.

Die Folgen des neuen Antriebs, der neuen Wagenlänge, der neuen, und neuen Zentrale UND des Trix C Gleises ließen sich dann am Abschmieren der Umsatzzahlen ablesen, bis zur Halbierung. Tja.
Und nun 2026 kommt genau das: Die Diesellok der BR216, konstruktiv aus den 60er Jahren (!), erhält ein neues, leises Antriebs-Drehgestell. Genau so hatte ich das gemeint! Auch als ‚Neigschmeckter‘ kann man gute Ideen haben… 😉
Zudem: Schon 2025 wurde die klassische Dampflok der BR 003 mit einem leisen Antrieb aufgewertet. Die Kundschaft war erst überrascht und dann sehr angetan.
Womöglich braucht die Mehrheit der Modellbahner nichts „perfektes“, denn sonst wäre Roco ‚Marktführer‘. Was sie nicht sind. Sondern geschmeidig fahrende, solide gemachte Modellbahnen mit Identifikations-Faktor, das zusammen bringt den Erfolg. Für beide Seiten.
Man hätte den märklin Kunden ihre Ruhe gönnen sollen. Weniger Ego, mehr Tradition.
Und dann der zwei-Kanal Sounddecoder. Als jemand damals neue Decoder machen wollte, sprach ich direkt eine Stereo-Idee an. Zweikanalton, das würde nicht nur echter und satter klingen, man könnte auch in den Loks lustige Ideen verwirklichen mit vorne-hinten Herumgelatsche, etc. Früher nannte man sowas geringschätzig ‚Knüppel-Stereofonie‘, aber für Modellbahnen genau richtig. Die Soundfiles könnte man einkaufen, wie Andere das auch tun.
Aber auch hier völliges Desinteresse, mit einer unüberhörbaren Spur von Hochnäsigkeit: „…auf so engen Platz hört man doch keinen Unterschied.“ Ja, doch.

Hört man: Kopfhörer auf den Tisch legen, Musik an, und dann mal einen der Lautsprecher abdecken. Ob sich das wohl anders anhört…? Klar, man kann alles ignorieren, selbst eindeutige Sinnes-Eindrücke.
Und nur 15 Jahre später brachte Zimo so einen Decoder, den MS460. Oder in 2026 den ganz neuen MS420.
Was sagen uns diese Beispiele? Dass ich der Zeit etwa 20 Jahre voraus bin? Dass man in der Modellbahn-Branche alles ablehnt, was nicht der eigenen Birne entspringt? Auch dafür gibt es Vokabeln…
🤷🏻♂️🚂