märklin 29065 mit DHG 500, Tipps & Tricks.

märklin produziert immer wieder neue Varianten der hübschen Rangierlok ‚DHG 500‘. Aktuell gibt es sie auch in rot in einer Startpackung. Ein paar Kleinigkeiten lassen sich nachbessern.

Mehr Gewicht für mehr Zugkraft: Nur eine Achse dieser Lok ist angetrieben, mit zusätzlichen Gewichten lässt sich die Zugkraft erhöhen. 

Wie verlinkt beschrieben kommen zwei 5 Gramm Plättchen unter das Fahrwerk (Klebeschicht entfernen, Kupplungs-Klippse rückseitig vorsichtig flachfeilen), bei märklin Loks mit Decoder klebt man zwei Plättchen ins Führerhaus zwischen grüner Drossel und LED Platine. Die flexible Klebeschicht hält wirklich gut fest und isoliert. 

Sanftes Ein- und Ausschalten der Spitzenlichter: In diesen Loks ist nicht der aktuelle Decodertyp verbaut sondern der Vorgänger, der mld – also ohne ‚3‘. Das ist völlig in Ordnung, denn die Lok fährt damit ganz prima. 

Für den gewünschten Effekt programmiert man einfach die CV 112 und 115 (!) jeweils auf den Wert 08. Das sieht schon mal besser aus, wenngleich die halbe Auf- und Abblend-Zeit vorbildnäher wäre. Könnte märklin auch ab Werk so liefern.

…wieder mal, in echt sieht das geschmeidiger aus, als hier, wo sich Bildrate des Smartphones und Decoder-Frequenz ins Gehege kommen.

Beleuchtung für Rangiergang: Beim Vorbild schaltet man zum Rangieren beidseitig die Spitzenlichter ein. Das kann man leicht im Modell nachvollziehen. Dazu einfach die CV 277 und 377 jeweils auf den Wert 67 programmieren: 03 für beidseitiges Licht + 64 für das Aussetzen der Verzögerungen. 

Sobald man nun die Taste F4 drückt, um den Rangiergang einzuschalten (also die Verzögerungen auszuschalten) leuchten beidseitig die weißen LED. Auch dies könnte märklin ab Werk so liefern. 

Tipp: Wer möchte kann zur F4 die Höchstgeschwindigkeit herabsetzen. Man addiert jeweils zur 67 den Wert 128, schreibt also in die CV 277 und 377 den Wert 195. Ich persönlich finde das allerdings unnötig; gerade bei störrischen Kupplungen ist ein Stups manchmal hilfreich. Oder die einzige Lösung…

kleine Reminiszens an die ‚3080‘. 😉

rote Räder: Weil es nett aussieht (und vorbildgerecht sein könnte) habe ich die Radscheiben rot ausgelegt (Revell matt 36). Nach dem Trocknen die Radreifen mit wenig Verdünner im Wattestäbchen säubern.

rote Räder soll man… haben. ☺️

Option digitale Rangierkupplung: Die kleine Lok besitzt Normschächte für die Kupplungen, also ließen sich auch Digitalkupplungen von märklin oder Esu einsetzen. Zumindest kurze Waggons bereiten auf engen Standard-Gleisradien trotz der nicht schwenkbar angebrachten Kupplungen keine Sorgen; lange Waggons probiert man besser aus. Ob der Werks-Decoder überhaupt eine zusätzliche Schaltfunktion besitzt muss ich noch checken.

Prinzipdarstellung.

Fazit: 1967 kam märklins Modell dieser Diesellok von Henschel erstmals auf den Markt. Die Ausgestaltung des Gehäuses kann auch heute noch überzeugen. Das inzwischen überarbeitete Fahrwerk erfreut vor allem durch fast lautlose Funktion. Klar Sache: märklins DHG 500 ist auch heutzutage eine rundum hübsche Lokomotive, die beweist, dass es längst nicht immer ‚High End‘ sein muss, um Spaß an der Modellbahn zu haben. Natürlich wäre eine zweite angetriebene Achse sinnvoll. Und Branchen-Standard.

Die möglichen, komfortablen Lichtfunktionen muss der Modellbahner selber einprogrammieren, dabei könnte märklin diese seinen Loks ab Werk mitgeben. Der Decoder gibt das schließlich her, und solange die Kunden um solche Funktionen nicht wissen fragen sie auch nicht danach. Aber wenn man es ihnen zeigt, finden sie diese Kleinigkeiten sehr klasse. Also! Vielleicht ist das ein netter Tuning-Tipp für Händler, die eine CS3 im Zugriff haben, was eine Neu-Prägung binnen Sekunden erlaubt.

🙂🚂

Bedauerlich ist nur, dass märklins deutlich neueres Modell der artverwandten E-Lok von Henschel EA 500 im Vergleich so primitiv gemacht wurde. Das kräftige Vorbild hat eine bessere Nachbildung verdient – ohne Steckteile, auf dem Niveau dieser schönen Diesellok.

Siehe hier: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5b/RAG_290_1.jpg

Mehr zur Historie des märklin Modells findet man hier: https://tischbahn.de/farbenfroh-die-werkslokomotiven-aus-den-60er-jahren/