märklins Digitaldruck Vol. II.
märklin baut inzwischen sehr aufwändige Modellbahnen, die anspruchsvolle Zielgruppe dürfte sich freuen. Was märklin aber leider in den Sand setzt ist die Farbgebung via Digitaldruck. Und das muss echt nicht sein.
Das mit dem ‚Sand‘ ergibt Sinn, wenn man sich die Fotos anschaut. Denn noch 2014 lieferte märklin Schnellzugwagen in blau/elfenbein aus, die ihren Vorbildern würdige Nachbildungen waren.


Inzwischen verzichtet märklin gern auf schablonierte Lackierungen, man bevorzugt Digitaldruck. Aber allein der eigenen Bequemlichkeit wegen die mögliche Schönheit der Modelle derartig drastisch zu reduzieren, das ist das Gegenteil der Außendarstellung, die märklin mit jeder aktuellen Publikation und jedem Video betont.


Das ist übrigens kein oft so genanntes ‚märklin Bashing‘, denn märklin konnte es ja mal viel besser, wie ich hier mit Vergleichs-Fotos zeige. Nein, diese Waggons aus den letzten zwei Jahren sind im wahrsten Sinne des Wortes ’schäbbisch‘. Leider.


Zudem sogar die Reihenfolge des Aufbringens der Farben keinen Sinn ergibt: Wieso grundiert märklin ozeanblau, um erst anschließend elfenbein aufzubringen…? Ist doch zwingend, dass danach nicht nur die Struktur störend aussieht, sondern das eigentliche schöne Elfenbein grünlich wirkt.
Roco und Fleischmann lackieren diese Fahrzeuge fast immer mit Elfenbein als Grundfarbe und Ozeanblau darauf. Deswegen sehen diese Modelle so gut aus.

Ein Effekt, der sich beim älteren, spritzlackierten märklin Waggon aus 2014 eben nicht einstellt. Dieses Fahrzeug ist in jeder Hinsicht ’schön‘ lackiert, trotz der unpraktischen Reihenfolge. Auf diesem Schönheits-Niveau hätte märklin verbleiben sollen.

Ach ja, wer jetzt behauptet „den Unterschied sieht man nur auf Fotos“, der lügt sich in die eigene Tasche. Fanboys gibt es leider in allen Generationen.
😕👎🏻