Roco Donnerbüchsen mit LED-Beleuchtung

Roco Donnerbüchse gleichmäßig mit LED beleuchtet.

Rocos „Donnerbüchsen“ gibt es zwar schon seit den 70er Jahren. Man gab sich damals aber so viel Mühe mit der optischen Gestaltung, dass diese Modelle auch heute noch neben aktuellen Konstruktionen bestehen können. Zudem gibt es vier verschiedene Fahrzeug-Typen, was die Züge schön abwechslungsreich aussehen lässt.

Um diese Fahrzeuge innen zu beleuchten, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man verwendet Rocos Set mit altmodischen Glühlampen, das außerdem zwei neue Achsen erfordert. Oder man sucht sich das passende Zubehör zusammen, was mir persönlich im Ergebnis besser gefällt: Eine günstige LED-Lichtleiste (pufferbar) und Radschleifer von Esu. Dazu ein Elko. Da Rocos Modellgenerationen dieser Waggons stark artverwandt sind, dürfte diese Anleitung für alle seit Erstauslieferung verfügbaren Waggons passen. Falls nicht, bitte ich um Hinweise. 🙂

Einbau

Zuerst wird das Waggon auseinandergenommen. Das Dach fasst man an den Enden an und zieht es sanft drehend nach oben. Dann nimmt man den Wagenkasten ab, die Klippse finden sich innen unten. Der Kunststoff älterer Waggons ist manchmal etwas spröde, hier sollte man die Klippse sanft mit einem Schraubendreher entriegeln.

Der Elko wird mit Doppelklebeband in das Abort-Abteil geklebt und seine Anschlüsse gekürzt. Für den elektrischen Anschluss braucht man insgesamt sechs Litzen. Um entspannt arbeiten zu können, sollte die Länge viermal 14cm (f+r die Radkontakte) und zweimal 7cm (für den Anschluss des Elkos) betragen.

Oben kommen die Litzen herein, unten der Flackerschutz.

Die langen Litzen lötet man bereits jetzt an die Radschleifer, noch bevor diese befestigt werden. Die kurzen Litzen lötet man an den Elko.

Während die Lötstellen abkühlen, entfernt man oben aus dem Gehäuse alle Querverbindungen, weil diese dem Licht im Weg sein können. Das Gehäuse bleibt auch ohne diese Streben stabil.

Nun fädelt man die Kabel der Radkontakte seitenweise von außen nach innen durch den Wagenboden und gibt Kleckse des Sekundenklebers auf die Querstreben der Bremsklötze. Die Radkontakte richtet man darauf so aus, dass sie mittig sitzen. Hier sollte man sich von einer Achse zur Anderen vorarbeiten. Nicht gleich beide mit Kleber versehen. Das mittige Ausrichten dauert schon ein paar Sekunden.

Die Radschleifer von Esu klebt man auf die Querstange.

Wenn alles festsitzt, zieht man die Litzen weiter durch den Wagenboden. Zwei Streifen Tesafilm halten sie geordnet. Die Litzen einer Waggonseite (zum Beispiel beide Kabel aus in Fahrtrichtung links) sollte man ganz am Ende der Litze mit einem kleinen Knoten markieren. Im Elko-freien Abort wird mit der heißen Lötspitze ein Loch in den Boden gestochen. Dort hindurch fädelt man die vier Litzen nach oben und setzt oder klebt die Einrichtung auf den Wagenboden. Nun das Gehäuse wieder aufklippsen.

Die Lichtleiste befestigt man mit dickem Doppel-Klebeband im Dach, schön mittig. Etwaige Anguss-Reste mit einer kräftigen Zange umfassen und drehend entfernen. Wer mag, kann den Poti zuvor gegen einen festen Widerstand austauschen, z.B. 2kOhm.

Alles gleichmäßig beleuchtet.

Die Litzen werden nun so weit gekürzt, dass das Dach später noch abgenommen werden kann, zusammengebaut die Kabel aber unsichtbar bleiben. Die langen Litzen gehören natürlich an das äußerste Ende der Lichtleiste, die kurzen Litzen vom Elko sollte man direkt an den hinteren Kontakten des Gleichrichters anlöten, dabei unbedingt die Polarität beachten. Die Kabel nun vorsichtig etwas zur Seite streichen und das Dach aufklippsen.

‚Goldweiße‘ LED passen gut zur älteren Waggon-Art.

Fertig ist der Umbau, und ein älterer Waggon ist modern illuminiert.

Material

Autor: info@mobaz.de

...jetzt bloggt er auch noch! 😁 Die kleinen Züge sind für mich das Größte überhaupt, und ich spiele mit der Modelleisenbahn, soweit ich mich zurückerinnern kann. Von Spielzeug-Zügen bis zu filigranen Großserien-Modellen war und ist alles dabei. Ich nehme mir also eine Menge Zeit für Modell(eisen)bahnen. Die Erfahrungen daraus gebe ich nun an dieser Stelle gerne weiter. 🙂 Ich möchte meine Leser dazu inspirieren, ihr Modelleisenbahn-Hobby mit mehr Freude und Gelassenheit zu erleben und dabei eigene Ideen und eine eigene Sichtweise zu entwickeln. Denn nicht die Hersteller bestimmen, wie man ein Hobby auslebt, sondern der Hobbybahner selbst. Auf den Austausch mit freundlichen Artgenossen, gleich welchen Alters, freue ich mich. Wer Kontakt aufnehmen möchte, kann das gerne per Email tun. Sprachnachrichten auf Cassette oder MiniDisc akzeptiere ich ebenfalls. ;-) Übrigens, Cookies interessieren mich tatsächlich nur dann, wenn man sie essen kann. 🍪 😋 Alexander Kath