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märklins neue Kurzkupplung – jetzt mit Ergänzungen.

Tradition verpflichtet. 😌

Hier der erweiterte Text: https://blog.mobaz.de/2022/02/17/maerklins-neue-kurzkupplung-72000-001/

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Allgemein Gedanken H0 DC(C) märklin & friends

„nie wieder Kriegsspielzeug“

So lautete es bei märklin über Jahrzehnte, richtig so. 

Übel, dass es Jemandem möglich war, diesen Schwur aufzuheben, offenbar als Angriff auf einen Mittbewerber. Das ist schon reichlich geschmacklos, bei so einem sensiblen Thema die eigenen, ehernen Statuten zu ignorieren, zumal als global verehrtes Wahrzeichen deutscher Spielzeug-Marken.

Nun waren die avisierten Markt-Gegner seit jeher eher schmerzfrei, was Militärisches betrifft: Des Rocos Gründers‘ erstes Produkt waren nämlich ausgerechnet Panzer – und die auch noch lediglich abgekupfert, verkleinerte Kopien deutscher Produkte. Hier nachzulesen, in einem der unteren Absätze:

https://www.toymarkt.de/RocoGeschichte.html

Das Nachahmungs-Prinzip sollte sich übrigens später in Rocos Modellbahn-Sortiment fortsetzen.

Denn so sehr ich das Vorhandensein einer Berufs-Bundeswehr wertschätze, die schreibende Kreative wie mich beschützen kann, so wenig mag ich Modell-Panzer, vor allem in harmloser Umgebung wie märklins Modellbahn-Sortiment. 

Wie fragil Frieden ist, das sehen wir heute. Es ist wichtig, auf Frieden hinzuarbeiten und ihn zu bewahren.

Deswegen finde Kriegs-Gerät im Modellbahn-Zimmer in der Tat geschmacklos; seit gestern erst recht.

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Lego ist praktisch.

Was man alles mit Lego anfangen kann…

Viele klassische Lokomotiv-Modelle besitzen den Motor direkt in einem Drehgestell. Zum Reparieren oder Umbauen möchte man diese vielleicht genauer bei der Arbeit beobachten, als das auf einem Oval möglich ist. Diese im Foto gezeigte, absolut professionelle Konstruktion hilft dabei.

Unten zwei Platten mit jeweils 2×3 Noppen. Passt perfekt auf die H0 Gleise.

Lego würde jetzt vermutlich eine Anleitung in sechs Schritten abbilden, aber ich glaube, meine Leser kriegen das auch mit einem Blick hin.😉

(…es gibt ‚Zweier‘ in doppelter Höhe? Was man alles verpassen kann!)

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märklins neue Kurzkupplung 72000 (001)

Die neue Kupplung von märklin ist offenkundig der bewährten Kupplung von RTS nachempfunden. Zwei derart verschiedene Konzepte vertragen sich nur bedingt miteinander.

Es heißt, die roten Kupplungs-Muster würden von märklin derzeit ausgegeben, um durch Feedback etwaige Fehler ausmerzen zu können, bevor die Serien-Fertigung beginnt. Soweit eine gute Idee. Während andernorts bereits die Lobhudelei eingesetzt hat, frage ich mich, inwieweit die Konstrukteure überhaupt selber mit der Modellbahn spielen.

Das erste mir zur Verfügung gestellte Pärchen zeigte schon bei seiner Ankunft in alle Richtungen verbogene Metall-Bügel. Beim sorgfältigen Zurechtbiegen bemerkte ich, wie irritierend weich das Metall ist.

Nach dem vorsichtigen ‚Geradebiegen‘ folgten Ankuppel-Tests in einem Club, auf einer K-Gleis Anlage. In fast allen Fällen drückten sich die Bügel gegenseitig hoch, so das Ankuppeln verhindernd. Vier interessierte Zeugen grinsten natürlich: „Jung, isch denke, dat iss neu…?“ ☺️

Sobald die Fahrzeuge dann doch mal angekuppelt waren, wirkte die Verbindung unerwartet eng, mit sehr wenig, fein akzentuiertem Spiel.

Zum Lösen einfach den Waggon nach oben wegschwenken, das klappt nach wie vor nicht, im Gegenteil: Die Fahrzeuge halten superfest zusammen. Zum freien Entkuppeln braucht man entweder den märklin-Löffel, oder man greift drunter.

Beim vorsichtigen Herausziehen aus dem Kupplungs-Schacht zerbrach dann der erste Bügel seitlich, und der zweite gab beim Transport nach hause auf. An identischer Stelle. Das Metall ist entweder zu weich oder zu dünn. Die Biester sitzen übrigens extrem stramm im Schacht.

Gerade bei märklin sollte man voraussetzen können, dass man bei der Auswahl von Metall als Werkstoffe professionell vorgeht. Das hier verwendete Material ist für den alltäglichen Betrieb womöglich untauglich, märklins bislang verwendeten Kupplungen sind zumindest stabil. Das sollte auch für diese Kupplungen möglich sein.

Die Kante des Plättchens zeigt viele Fransen.

Schließlich erhielt ich weitere Kupplungen, und auch die ließen mich eher ratlos zurück. So sehr ich märklin als Firma, als Marke und auch die Produkte an sich wertschätze, diese Kupplung frustriert mich. Denn sie erfüllt selbst ihre ureigenste Funktion nur selten zuverlässig, das Ankuppeln ist Glückssache.

Das Plättchen zeigt zu steil nach unten.

Zunächst störten einige Plättchen der Vorentkupplung, diese waren so weit nach unten gebogen (Handarbeit?), dass der Bügel der anderen Kupplung zuverlässig darüber hinweg gleiten konnte. Mit einer Pinzette kann man das vorsichtig nachbessern, aber will man das müssen? Die vielen Fransen lassen sich nur bei sauberer Fertigung abstellen, denn auch daran kann sich ein Bügel verfangen.

Übrigens: Ich frage mich, ob die Funktion der ‚Vorentkupplung‘ überhaupt wirklich Flächen deckend genutzt wird, oder ob das nicht eher ein Werbe-Argument der 80er Jahre gewesen ist…?

Ist der Haken ist rückseitig zu dick...?

Man bekommt den Eindruck, dass der Kupplungs-Haken auf der Rückseite etwas zu dick geraten ist, als dass der Bügel sicher herabfallen könnte. Oder man hat die Aussparung im Bügel zu eng dimensioniert. Mit einem Schubs klappt das Ankuppeln oft, aber heutige Lokomotiven fahren wunderbar sanft. Auch Rangierloks. Sogar von märklin. 😉 Und dann beginnt die Nerverei.

Kleiner Seitenhieb: Die RTS Kupplungen kuppeln superweich ein, und ihre Bügel liegen artig aufeinander.

Die RTS Kupplungen zum Vergleich, sogar unter 303mm langen Waggons von ‚Roco‘ passen sie hindurch.
RTS, wie man sich das wünscht. 😀👍🏻

Den genannten zweiten Schwung Kupplungen habe ich an allen möglichen Fahrzeugen ausprobiert, aber es macht einfach keinen Spaß. Dazu ein paar Wackel-Videos, die ‚in echt‘ zeigen, wie widerborstig sich diese neue Kupplung von märklin tatsächlich benimmt.

  1. Der märklin Klassiker: Die Bügel heben sich gegenseitig hoch. Immer und immer wieder.
Ja, ich wurde dann schon etwas sauer… 😏

2a. Die neue KK verschmäht sogar die Haus-eigene Relex-Kupplung:

Ob sanft oder fest – die neue Kupplung ignoriert jeden Test...

2b. Im Vergleich: Die RTS Kupplung braucht einen Schubs, aber es klappt.

‚HabDich!‘ 🙂

3. Frust-Deluxe. Alles märklin, die Waggons, die Gleise, die neuen Kupplungen. Ergebnis:

ob sanft oder mit Gewalt, die neue Kupplung lässt das alles kalt. 🥳

Natürlich stand auch ein Kompatibilitäts-Test mit der ‚Klotz-Telex‘ an. (Manche Vokabeln sind einfach großartig!) Das Ergebnis kann man sich leider denken, dabei hatte ich meine Klotz-Kupplungen sogar seitlich und innen etwas ausgespart, damit sie einwandfrei mit der von mir favourisierten RTS Kupplung harmonieren. Diese Kombination zumindest funktioniert klasse, so bereitet das Rangieren Freude. märklins neue Kupplung (wieso hat die eigentlich keinen Namen bekommen? Gibt märklin seine Traditionen auf?) zickt, weil der Bügel in vielerlei Hinsicht fehlgeformt ist. Wenigstens Marken-intern sollte es funktionieren. Aber:

Klotz-Telex an RTS, innen und seitlich etwas ausgespart. Funktioniert und macht auch den Vögeln Spaß. ☺️
Vor 40 Jahren hätte man gesagt „Das bockt nicht.“ Obwohl, leider genau das.

Das Anschauen tut schon ein bisschen weh. Aber ohne diese Videos würde man die Kritikpunkte vermutlich in bewährter Manier einfach abstreiten: „Haben wir nicht feststellen können!“ oder „Sie sind der Einzige, der sich beschwert“, Branchen-weit beliebte wenngleich respektlose Mantren.

Was fehlt:

Diese Kupplung wurde entwickelt mit Blick auf die Modellbahner, die ohne Mittelleiter fahren. Denen sagt man einen höheren Vorbild-Bezug nach (Stichwort Puffer-Höhe), das mag sogar stimmen. Aber wenn das so ist, wieso versäumt man dann, für die oft verwendeten, speziellen Kupplungs-Aufnahmen Kupplungen anzubieten?

Wozu hat märklin einen ehemaligen Roco-Mitarbeiter eingestellt, wenn der jetzt nicht dafür sorgt, dass die ehedem betreuten Fahrzeuge mit besonderer Schwalbenschwanz-Aufnahme ebenfalls märklin-Kupplungen erhalten können? Ebenso fehlen Adapter für Fleischmanns Schlitz- oder Zapfen-Aufnahmen – mit integriertem Normschacht wohlgemerkt. Das wären mal richtig Markt-integere Produkte. Anstatt den H0 Markt vollumfänglich zu bedienen und gelassen Stärke zu zeigen bleibt man bei märklin nur unter sich. Ich dachte, die 80er seien vorbei…

Mir erschließt sich diese Kupplung nicht. Wenn man das RTS-Original entweder nicht verstanden hat oder aber dessen spezifischen Eigenheiten absichtlich ignoriert, dann braucht man sich über Ergebnisse wie hier gezeigt nicht zu wundern. Die Detail-Liste erspare ich dem Leser an dieser Stelle.

Einerseits ist es angenehm, dass man bei märklin inzwischen auf Hinweise von außen reagiert und die Bereitschaft zeigt, das eigene Sortiment von Unzulänglichkeiten zu befreien. Aber das Rad (oder eben eine Kupplung) neu zu erfinden, das ist Quark. Man hätte einfach die RTS Kupplung zur neuen märklin-Kupplung erklären können, vielleicht sogar mit einer zeitlich begrenzten Umtausch-Aktion, und basta. Aber man wusste es besser.

Es bleibt zu hoffen, dass sich märklin noch besinnt und dieses Produkt so nicht ausliefert. märklin kann es besser, vor allem, wenn sie bei sich und ihrer klaren Linie bleiben. Dann sind sie sogar richtig gut. 🙂👍🏻

Eine neue, coole Kupplung von märklin wäre der Knüller. Diese Muster sind … es nicht.

Um einen Hörspiel-Klassiker zu bemühen: ‚Briefe muss man eben lesen können‘. 😉

Lesehinweis: Pikos eigene Kupplung betrachte ich hier: https://blog.mobaz.de/2020/07/31/pikos-neue-h0-kurz-kupplung-56046/

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Neuheiten 2022, oder: Au Backe.

Die Neuheiten-Auswahl 2022 ist das Langweiligste, Ödeste, zum Teil Anmaßenste, das sich die Branche jemals getraut hat. Natürlich stehen wir alle unter vor allem psychischen Belastungen durch die nervige Corona-Pandemie; das allein aber rechtfertigt keine Ideenlosigkeit.

Ein Schnappschuss, deswegen so verwaschen: Modellbahnen machen Freude, auf diese … oder jene Weise. 😼

Rühmliche Ausnahmen sind viele schöne Artikel von NOCH („lost places“!) und einige Pola-Wiederauflagen bei Faller. ❤️

Viessmann stellt ein neues Auto-System vor; das kann noch spannend werden.

Dass ‚Roco‘ und Tillig TT sich seit Ewigkeiten selbst zitieren, das kennt man, und dass Auhagen und Busch hauptsächlich Vorbilder des Unrechtsstaates „DDR“ nachbilden, auch das ist nichts Neues; wenngleich für die Mehrheit der Modellbahner unbedeutend.

Dazu fällt mir Fallers neuer Bahnhof ein, dessen Baustil frappierend an den alten „DDR“ Bausatz für TT ‚Dosse Nord‘ erinnert, der nach Aussage von Auhagen vor und nach 1989 als Neu-Auflage ein Flop war. Das hätte man bei Faller wissen können.

Bei märklin, bislang eine sichere Bank für ansprechende Ideen, herrscht offenbar Inspirations-Ebbe. Für die derzeit beliebte Epoche 4 gibt’s ein paar Standard-Güterwagen, zumeist als Nummern-Variante, dazu eine Rangierlok (!) zum unfassbaren Listenpreis von €359.- Tipp: Mit Soundloks zu rangieren macht einen wegen der im Sound unterstützten, Anfahr- und Bremsverzögerungen quasi irre. Und eine Rangierlok befindet sich auf der Coolness-Skala nicht gerade weit oben, sodass sie überhaupt Sound bräuchte. Nochwas: Den sich drehenden Lokführer hat märklin bei Lenz-Elektronik abgeschaut. Seltsames Produkt.

Eine BR 103 ohne Schnickschnack? Fehlanzeige. Eine BR 01 mit Neubaukessel? Nö. InterRegio (1987 vorgestellt) wäre cool gewesen, aber nüscht. Was der Zirkus-Zug soll, das kann man sich Fragen; Rocos ähnliche Modelle liegen zum Teil seit 30 Jahren bei Händlern herum. Die technisch und optisch schlichte 101 gehörte eigentlich ins ‚Klassiker‘ Sortiment. Oder zielt dieses nur auf Rentner?

märklins Boss Florian Sieber hat über den florierenden Gebrauchtmarkt mit märklin-Produkten geklagt, andererseits lässt er Preise ansetzen, die normale Familienväter geradezu zwingen, auf Ebay oder in der Gebraucht-Abteilung zu stöbern… Sagen und Sein passen hier nicht zusammen.

E-Loks kostet jetzt gefühlt €350.-, große Dampfloks gefühlt €500.-. Damit zielt märklin zwar erfolgreich auf die ehedem avisierten „Ärzte & Rechtsanwälte“, die sich gerne etwas ‚Exklusives‘ leisten, aber sie überfordern damit die Kaufkraft derjenigen, die in Mitteleuropa typischerweise Modellbahnen kaufen: Die Mittelschicht. Die Menschen also, die märklin H0 großgemacht haben und noch immer lieben. Und jetzt preislich überfordert sind:

Händler sagten mir bereits in 2020, märklins Preise „tun den Kunden inzwischen richtig weh“ (O-Ton). Muss das so sein? Modellbahn ist kein Upper-Class Hobby. Modellbahnen sind zum Spielen da, für Jedermann.

Ähnlich sieht es in märklins StartUp Programm aus; dort gibt’s keine moderne Lok mehr, die zu den weißen IC Waggons passt. Die BR 216 ist eine olle Schabracke. Die solide BR 185, die man damals mit großem Erfolg für €109.- ins Programm brachte, wurde später erst mit einem, natürlich, Sounddecoder auf €239.- (!) angehoben und schließlich eliminiert. Man könnte meinen, man gönnt bei märklin jungen Modellbahnern keine modernen Loks, die sie sich leisten können. Der ICE 2 genießt offenkundig Bestands-Schutz.

Dass ich als Marvel-Fan jetzt ausgerechnet DC Superhelden auf der märklin-Bahn finde… da muss ich wohl durch. Schaffe ich schon. Aber ausgerechnet ‚Green Lantern‘ ist dabei… Offenbar hat niemand in Göppingen den grütze-Streifen dazu gesehen. Aber auch das ist keine Entschuldigung. Nein, nein. ☺️

Eine sensationelle Neuheit von märklin gibt es allerdings doch, und das ausgerechnet in N von Minitrix: Eine BR 103 mit heb- und absenkbaren Pantographen! In N! Für so ein aufwändiges Modell mag der Preis von knapp über €400 angemessen sein, davon werden eben weniger gebaut, als in H0.

Pikos H0 Programm liest sich, wie ein Best-of der Programme von märklin und Roco der letzten 25 Jahre. Wie ‚die Prinzen‘ schon gesungen haben: „Alles nur geklaut“. Pikos Gleise kamen mit Bettung ähnlich Roco Line, Pikos Lok-Kartons sind inzwischen denen von märklin zum Verwechseln ähnlich konstruiert. Und sogar die Denke wird übernommen; Loks für das Mittelleiter-Gleise kommen jetzt fast ausschließlich mit Sounddecoder. Warum? Erstens will längst nicht jeder Sound (und die Piko-Decoder schon mal gar nicht), zweitens verteuert Sound Pikos Loks derart, dass märklin-Fahrer gleich zum Original-Produkt greifen können. Auch angesichts Pikos Rassel-Schleifern. Ob da zuviele Einsager am Werk sind? Mir ist das alles viel zu verkopft und ‚gerissen‘. Anstelle einen eigenen Flow zu finden kopiert Piko einfach Stilbildendes der Anderen. Uncool.

Aber den Ober-Knüller hat ESU hingelegt. Die neue ‚kleine‘ Zentrale wird mit einem stabilen Listenpreis von €519.- angegeben. Prinzipiell ist das Gerät aus dem ehemaligen Piko-Digital-Programm bekannt und wurde technisch wohl verbessert, aber mir ist schleierhaft, wer das kaufen soll zu solch‘ einem Preis. Fünf. Hundert. Euro. Für so ein Teil; eigentlich belustigend, wenn es nicht so eine vertane Chance wäre. Denn angesichts der vielen Lokmäuse und Mobile Stations, die mit Start Sets ausgeliefert werden und die zugleich die Markenbindung festigen, bemerkenswert irritierend. ☺️

Das Jahr wird zeigen, wie und wofür die Modellbahner wirklich ihr Geld ausgeben. Sollte diese Pandemie tatsächlich ihr Ende finden, könnte das für besonders habgierige Anbieter eine Bruchlandung bedeuten. Denn dann geben die Menschen ihr Geld beherzt wieder für Urlaube und Ausgehen aus – und nicht für extrateure Modellbahnen, deren Image dann womöglich von einem Tag auf den anderen „nur für Reiche“ lautet.

Dafür ist das Hobby aber viel zu schade, um von Zahlen-Menschen, die nichts verstehen von der Liebe zur Modellbahn, aus Kurzsichtigkeit und Habgier demoliert zu werden. 🚂

So Mancher hat Modellbahnen zum Fressen gern. Leider. 😸
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Trix 21523, ein schönes Startset von märklin.

Bereits 2012 hat märklin über den Discounter ‚Netto‘ ein richtig schönes Startset angeboten. Einen derartigen Flop hat märklin wohl selten erlebt.

Eine der besten Ideen von märklin. Brilliantes Preis-Leistungs-Verhältnis!

Dabei ist alles drin, was man braucht, um wirklich ‚Modell-Eisenbahn‘ zu spielen: Die märklin- Diesellok in klassischem blau, drei Waggons zum Rangieren, ein analoges Fahrgerät und ein Gleis-Oval mit Weiche und Prellbock. 

Alles drin! 👍🏻

Dazu ein Bastelbogen (als Kind habe ich Bastelbögen geliebt!) für drei bunte Papp-Container, die man abwechselnd auf den Flachwagen verladen kann. Die Tüte mit … Zeug für die Kipplore halte ich geschlossen. Das Ganze für unter 100 Euro. 

Heute bietet märklin Vergleichbares für über 300 Euro an – was für Haushalte meinen die damit eigentlich? Digital ist in 2022 längst keine Zauberei mehr, und auch Sound ist, dank märklin, eher allgegenwärtig; leider möchte man sagen: in Bezug auf märklins Sound-Qualität, und weil man sich diesen für mich eher lästigen Zusatz noch immer fürstlich bezahlen lässt. Alles Unsinn. Ich höre lieber Musik als quakende Loks.

Die blaue Diesellok befindet sich seit den 60er Jahren in märklins Sortiment, inzwischen natürlich technisch mehrfach modernisiert (und inzwischen fährt sie leise!). Für Kinderhände ideal stabil, mit Beleuchtung auf beiden Seiten.

‚märklin Gleichstrom‘ kann Spaß machen.

Zwar ist die Lok nur auf einer Achse angetrieben, aber dafür fährt und zieht sie recht ordentlich. Das Set ist schließlich zum Spielen konzipiert, nicht für Höchstleistungen. 

Die drei Waggons tragen die märklin-übliche Relex-Kupplung, die sich gegen die hauseigene Kurzkupplung tauschen lässt oder – noch besser – gegen neue Wagenböden mit echten KK-Kulissen, wie ich hier beschrieben habe:

KKK für Hobby oder StartUp Waggons von märklin.

Um die Trix-Gleise sauber zu halten empfiehlt sich ein sanfter aber wirksamer Jörger-Filz, diese hochwertigen Profile der Trix-C Gleise brauchen keinen ‚Rubber‘.

Das Anschlusskabel zum Gleis sollte man überarbeiten und alle Kabel in dieselbe Richtung zeigen lassen.
…denn so passt das Teil wirklich sauber unter die Gleise.
Sogar ein nettes Prellbock-Gleis ist dabei.

Für die typischen Netto-Kunden war die blaue Lok wohl zu blass, als dass fachfremde Impuls-Käufer zugreifen würden. Man ist eben knallrote Loks gewohnt. Vermutlich deswegen wird dieses Set bis heute nagelneu angeboten, es sieht so aus, als habe ein Händler vor einiger Zeit die Restbestände aufgekauft.

Für rund 80 Euro erhält man noch immer einen wunderbaren ‚bespielbaren‘ Einstieg in die DC Welt, mit schönen und stabilen Gleisen, auf denen meiner Erfahrung nach alle anderen aktuellen und viele ältere Gleichstrom-Fahrzeuge ebenfalls einwandfrei rollen. 

Ordentlich Strecke ist dabei.

„Märklin-Gleichstrom“ wäre wesentlich erfolgreicher, wenn auf den märklin-Produkten ‚märklin-DC‘ (oder so) draufstünde. Und nicht das Feigenblatt-Logo ‚Trix‘. 

Denn den meisten Leuten ist es auf Dauer zu kompliziert, jedesmal zu denken ‚ich kaufe Trix, aber eigentlich ist das märklin; nur märklin will ja nicht, dass man ohne Mittelleiter märklin fährt‘. Obwohl das in Z und H0 und 1 seit 50 Jahren der Fall ist, ne? Immer diese Fakten, schon lästig.

Als offizielles ‚märklin-DC‘ Produkt wäre diese Startpackung sicher ein Erfolg geworden; gerade wegen der blauen Lok. Es ist für junge Modellbahner wirklich so viel drin, um das Hobby Modellbahn kennenzulernen. Meine klare Kauf-Empfehlung! 👍🏻

Das Motiv wäre auch als Poster schick.

Die Lok lässt sich durch kundige Hände leicht mit einem Decoder versehen. AC Bahner sollten wissen, dass die Lok naturgemäß einseitig isolierte Achsen besitzt und so für Gleisbesetzt-Meldungen untauglich ist. Von der in dem Fall reduzierten Stromabnahme ganz zu schweigen.

Decoder Einbau in die DHG500 von Trix.

Das seitliche rote Kabel wird mit dem Pad der Radkontakte verlötet.
  • Alle Kabelverbindungen und Entstör-Teile ablöten, auch von der grünen Platine. 
  • Glühlampen herausziehen und ihre Sockel von unten herausdrücken
  • LED Platinen mit Sekundenkleber-Gel befestigen und Öffnungen nach unten mit schwarzem Karton verschließen
Die kleinen LED Platinen stammen von (zu) langen LED-Beleuchtungen. Und ja, das Geländer habe ich wieder geradegebogen. 😏
  • Lok-Decoder mit Doppelklebeband unter der Platine befestigen.
  • Das rote Kabel an das Kontakt-Pad für den Radkontakt anschließen
  • Kabel sinnvoll ablängen und anschließen. Ungenutzte Kabel kürzen und mit einem Schrumpfschlauch gesichert verstauen.
  • die Vorbauten innen entweder cremefarben anpinseln oder mit beigefarbenem Papier auskleiden, damit die Beleuchtung keinen Blaustich kriegt
  • Mit dünnem Schaumstoff habe ich das Führerhaus innen über Platine und Decoder abgedeckt, damit die Beleuchtung nicht durchscheint.
  • Meinen Lokpilot V5 habe ich per Programmer auf die kleine Lok abgestimmt; der Rangiergang schaltet die Beleuchtung beidseitig an.
  • Und testfahren! 🙂👍🏻
Die losen bunten Kabel links müssen noch mit einem Schrumpfschlauch gebändigt werden.
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Die derzeit beste Kurzkupplung für H0 Modellbahnen. RTS.

So gleitet die RTS-Kupplung unter Rocos langen Waggons durch.

märklin hat eine neue Kupplung angekündigt, aber eine auffallend bauähnliche existierte längst: Eine Kupplung, die mit einem weltweit riesigen Anteil an H0-Modelleisenbahnen ohne Einschränkungen funktioniert.

Wieder einmal war es der Zufall, der mir geholfen hat: In einem Kästchen lungerten diverse Austauschkupplungen herum. Mehr gelangweilt probierte ich einige davon aus, unter anderem irgendwas mir Unbekanntes mit der Prägung „RTS“.

Ich lernte: Es gibt Varianten mit und ohne Strom-Übertragung. Letztere steckte ich in so ziemlich alle H0 Fahrzeug-Fabrikate mit Normschächten, die ich besitze. Das Ergebnis war schnell klar: DAS ist DIE Kupplung. 🙂

Sanftes Einkuppeln, ohne Hakelei in Kurven, und optisch relativ unauffällig – wie konnte mir das über Jahre entgehen! 😁

Die RTS-Kupplung ähnelt zwar der Kurzkupplung von märklin und ihren Nachahmungen von Roco und Esu. Aber der RTS-Metallbügel ist zur Abwechslung unglaublich intelligent konstruiert. Sämtliche Probleme der genannten Kupplungen sind eliminiert. Sämtliche.

märklin hatte lange die RTS-Kupplung mit Strom-Kontakt als märklin-Produkt angeboten. Später setzte man den breiten märklin-Bügel auf den RTS-Kopf, anstelle konsequent die RTS Kupplung ins Sortiment zu übernehmen und damit sämtliche Nervereien mit Fahrzeugen anderer Hersteller abzustellen (und nebenher die Pufferhöhe eigener Loks endlich zu berichtigen).

RTS mit Lima (70er Jahre). Passt. 🙂

Vorteile:

  • Die RTS-Kupplungen schwenken frei unter allen Puffern durch, auch bei den extra-langen 32cm Speisewagen. Der Bügel klappt nämlich nicht einfach rauf und runter, sondern er besitzt Langlöcher. Mit diesen kann er sich leicht bewegen und liegt immer gerade auf, sowohl auf dem eigenen Kupplungs-Kopf als auch auf dem Bügel der Gegenüber-Kupplung.
  • Der RTS-Bügel kuppelt neben aktuellen Normkupplungen auch ältere Fahrzeuge sicher an, wie z.B. Spielzeug-Züge von Lima oder Jouef. Er besitzt zum Kuppeln eine herkömmliche Öse, kein einseitig offenes L-Bauteil. So macht das Hobby noch mehr Spaß, weil man alles querbeet mischen kann.
  • Die gesamte Kupplung wirkt filigran und weniger auffällig, als märklins Version mit dem überbreiten Bügel oder gar Rocos graue Universal-Kupplung. Denn die Öse selbst ist schön schmal gehalten.
  • Das Einkuppeln erfolgt supersanft: Vorn an der Öse befindet sich eine unauffällig angebrachte Verdickung, eine Art Nase. Diese erzeugt nur wenig Reibung.
  • Auf Vorentkupplung wurde verzichtet – gut so. Ich kenne niemanden, der diese Funktion wirklich nutzt: Entweder, die Waggons rollen in einer Senke plötzlich davon, oder aber die Lok ruckelt kurz und vergrößert dabei den Abstand zu den Waggons, die Kupplungen legen sich wieder in Ausgangsstellung. Ungewollt kuppelt die Lok die Waggons wieder an. Frust.
  • Schwarzer Kubststoff sieht edler aus, als Rocos Uni-Kuppler im Grauschleier.
RTS mit märklin-KK. Passt. 🙂
RTS mit Röwa (70er Jahre). Passt. 🙂

Nachteile:

  • Mit der bislang bekannten Digitalkupplung von Roco klemmt die RTS-Kupplung. Offenbar muss man die Digi-Kupplungen etwas angleichen.
  • Der dicke Kupplungshaken sorgt dafür, dass die Kupplungen recht fest zusammensitzen – ohne das lästige Längs-Spiel wie bei Rocos Unikupplung oder gar bei Esus Interpretation. Das wirkt schon mal seriöser als in sich schlackernde Erzzüge. Aber im Zusammenspiel mit anderen Fabrikaten kann es zu eng werden.
  • Die Stege zum Befestigen im Normschacht sind ebenfalls recht solide. Wenn sich ein Fahrzeug dem Einsatz also widersetzen sollte, dann kann man einfach einen Teil der Klipps-Enden des RTS-Bügel abtrennen und die Kupplung mit Kunststoff-Kleber im Normschacht des betreffenden Fahrzeugs fixieren. Diese Kleber sind selten ‚bombenfest‘.

Artverwandtes:

Die RTS-Kupplung ohne Strom-Kontakt, richtig prima zum Modellbahn-Spielen.
Die märklin-KK mit dem Bügel des Anstoße(n)s. Nervig seit 1987.
Rocos Universalkupplung; offensichtlich ein wenig attraktiver Nachbau der märklin-KK.
Die Kupplung von Esu. Ohne den Vorentkupplungs-Bügel, der sanftes Ankuppeln verhindert.

Fazit:

Die isses. 🙂 Ich bin davon überzeugt, dass mit dieser Kupplung die berühmten „85% der Kunden“ rundum zufrieden sein könnten. Es gibt diese Kupplungen sogar noch zu kaufen, via Ebay oder über eine Privatperson, 👉🏻 elke.luik@web.de .

Vor allem filigrane Fahrzeuge gewinnen durch die RTS Kupplung.
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Kurzkupplung für StartUp- und Hobby- Waggons von märklin: Trix 66733

So kurz kann man auch günstige märklin-Waggons zusammenkuppeln.

märklin produziert seit Jahrzehnten viele günstige Waggons auf immer demselben, zweiachsigen Fahrgestell-Typ. Diesen Wagenboden gibt es inzwischen auch mit Kulissen für Kurzkupplung.

Trix 66733 – alles original märklin.

Viele ‚Märklinisten & Freunde‘ möchten ihre hübschen, oft bunten Waggons gern auf sicheren ‚KK‘ Betrieb umstellen – aber sie werden wohl nie erfahren, wie einfach das geht.

Alles dabei, was man braucht, leider nur für einen Waggon.

Denn märklin bietet dafür zwar eine professionelle Lösung an, versteckt dieses märklin-Produkt aber irgendwo tief im Trix-Sortiment und druckt auf den Karton auch noch deutlich den ‚Express‘ Schriftzug.

Das ist natürlich unsinnige Irreführung; denn die Zahl der ‚Express‘-Fahrer ist inzwischen recht überschaubar; sehr wohl aber dürfte eine große Zahl der märklin-Fans interessiert sein, auch diese Sorte Waggons zu professionalisieren. Nur möchte märklin das vielleicht gar nicht, weil die Kunden dann, einmal angefixt, Derartiges ab Werk haben wollen. Tjaja…

Herabhängende alte Kupplungen nerven.

Denn fast alle seit den 80er Jahren bis heute produzierten Hobby-Waggons wie Kühlwagen 4415, Kesselwagen, Containerwagen, Flachwagen und Kipploren rollen auf identischem Fahrgestell, mal mit mal ohne Sprengwerk. Für diese Fahrzeuge ist das Trix Set 66733 gedacht.

Kupplungsträger einsetzen.

Ich habe probehalber zwei meiner ‚Hobby‘ / ‚StartUp‘ Waggons mit diesen Sets umgebaut und bin sehr angetan: Pro Waggon braucht man nur eine Pinzette und rund fünf Minuten Zeit.

Sprungfedern einhängen – gute Augen und eine Pinzette sind vonnöten.

Der Umbau ist wirklich einfach und geht ratzfatz: Man setzt in den neuen Wagenboden die beiden Kupplungsträger ein, befestigt die zwei Sprungfedern (das einzig Fummelige) und gibt vier Tröpfchen Schmiermittel an die beweglichen Stellen. Dann legt man das Gewicht ein. 

Sechs Klebe-Kleckse fixieren das Gewicht im Wagenboden.

Das Gewicht habe ich mit nicht-gasendem (!!) Sekundenkleber an sechs Punkten am Wagenboden fixiert; im Foto mit rosa Kreuzchen markiert. Natürlich darf kein Kleber in die Kulissenbereich gelangen! Am Besten ein paar Sekunden lang das Gewicht an den Stellen auf das Fahrgestell drücken, bis der Kleber wirklich angezogen hat.

Nur Container und Radsätze werden vom alten Waggon übernommen.

Nun vom Original-Waggon den Aufbau abnehmen; dieser ist meist nur geklippst.

Kesselwagen sind oft mittig zusätzlich mit sehr wenig Kleber befestigt.

Die Klippse befinden sich jeweils am Wagenende mittig auf der Unterseite des Fahrgestells. Entweder man drückt diese sanft minimal zusammen und zieht dabei den Aufbau nach oben ab, aber dabei besteht die Gefahr, dass man zu beherzt vorgeht und die Klippse abbricht.

Hier sieht man den Spalt, den man mit Kleber wegbekommt.

Besser man zieht den gesamten Aufbau mit sanfter Gewalt horizontal hin und her wiegend erst vorn dann hinten vom Fahrgestell. 

Diesen Aufbau positioniert man vorsichtig auf dem neuen Fahrgestell, die Klippse beider Seiten nacheinander achtsam über den Öffnungen ausrichten, und erst wenn sie richtig sitzen: Festdrücken. (In der Lesezeit hat man schon drei Wagen fertig…)

Erst jetzt die Puffer einstecken (in meinen Sets waren es jeweils vier gleiche Flach-Puffer) und natürlich die Radsätze des Spender-Waggons rüberholen. Abschließend die gewünschten Kurzkupplungen einstecken, fertig!

So finden Waggons und Lokomotive sicher zusammen.

So lässt sich der hübsche Containerwagen ganz wunderbar eng mit einem Kesselwagen zusammenkuppeln. Rangierbetrieb ist nun möglich, ohne dass es zu Entgleisungen kommt, weil sich fortan keine wackelige Kupplungen mehr verheddern, sondern alles kontrolliert abläuft.

Diese Wagenböden mit KK-Kulissen ergeben ein tolles Produkt, das märklin augenblicklich ins eigene AC- und internationale DC- Sortiment übernehmen sollte. Im 50er-Set. 

Gibt es Kritik? Nur zwei Sachen. 

  1. Das Sprengwerk (diese schwarzen Plastik-Linien unter dem Fahrgestell) bricht zu schnell durch. märklin hatte hier früher stabilisierende Querstreben angebracht, die müssen da wieder hin, denn schon beim Umbau oder auch später beim Spielen brechen diese langen dünnen Linien mittig schnell kaputt. 
  2. Im Preis sollten alle Teile für zwei komplette Waggons enthalten sein – anstelle der anachronistischen Express-Kupplungen. Denn für den Kunden sieht es blöd aus, den zweiten Wagenboden mangels Kleinteilen entsorgen zu müssen PLUS dem alten Wagenboden, der ja ohnehin überflüssig wird. Schon bei zwei Waggons ist der Abfall-Berg mehr als fragwürdig.
Das alles bleibt übrig – inakzeptabel.

Kurz: Sehr empfehlenswertes Produkt, nur mit zuwenig Teilen und falschem Logo am Markt: märklin sollte diese Wagenböden mit Kleinkram-Tütchen im 50er Pack anbieten und unter ‚märklin H0‘ vermarkten.

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Roco Z21 & Wlan Mäuse – vier Stunden Frust.

Kurzer Info-Eintrag: Gestern haben wir zu dritt mit allen möglichen Tricks versucht, zwei sogenannte ‚Wlan Mäuse‘ der Marke ‚Roco‘ mit ihren Router zu verbinden.

Vier. Stunden. Lang. Weder Anleitungen noch Google noch selbst gebackene Kekse konnten uns Dreien helfen.

Da hat also ein fast 80jähriger rund 600 Euro ausgegeben für drei Produkte, die ihm vier plus x Stunden Frust eingebracht, und die noch nie miteinander funktioniert haben. Trotz Einsendung an den Hersteller (!).

Ob man in Österreich jemals ausprobiert hat, wie sich AirPods von Apple mit einem Iphone verbinden? Es läuft alles automatisch, alles. Ein einziger Bestätigungs-Tipp auf dem Display reicht. Läuft.

Kein IP-Getippe, kein Gesuche, kein Nervkram. Sondern höchst charmant, fix und zuverlässig. Wlan-Mäuse sind das genaue Gegenteil, kompliziert, zickig und verbindungsunwillig. Das Internet ist voller Beschwerden über dieses Connection-Problem. 

Schlussendlich haben wir drei dann aufgegeben, und ich habe dem Herrn kabelgebundene Geräte empfohlen, an denen sich seine Digital- und Sound-Loks mit ihren Funktionen automatisch anmelden, denn das war ihm ein weiterer Graus: Alle Soundfunktionen in die Z21 App einzugeben.

Es gibt sehr komfortable Steuergeräte für die Modellbahn, allerdings nicht von Roco.

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Schlampige Trix C Gleis Fertigung.

märklin will das ‚Trix‘ Sortiment stärken. Heißt es. Man habe dazu sogar extra einen ‚Roco‘-Mitarbeiter eingestellt. Ausgerechnet. Und dennoch: Zurück nach 2007.

In einem nagelneuem Trix C Gleis-Set fanden sich heute (mindestens) fünf Gleise, die den Spielbetrieb zunächst vereitelten:

märklin verwendet beim Trix Gleis nämlich dieselben äußeren Strom-Kontakte, wie bei seinem Mittelleiter-Gleis, und diese müssen für die Trix Gleise natürlich aufgetrennt sein, damit international kompatible Loks überhaupt fahren können. Soweit die Theorie.

nix knipps.

Dies ist hier nämlich reihenweise nicht erfolgt; ein Problem, das seit 2007 eigentlich aus der Welt sein sollte.

Natürlich ist man bei märklin in der Lage, gute Gleise zu produzieren. (nur Weichenantriebe können sie eher nicht so), aber dieser Produktions-Fehler ist wirklich dramatisch, denn Einsteiger wissen nicht, was zu tun ist.

Diese denken ‚Trix funktioniert nicht‘ und lassen eventuell direkt das Hobby sein. Dieser Fehler ist deswegen so gemein, weil Unkundige den Übeltäter nicht erkennen können, der dennoch alles lahmlegt. Originelle Metapher, nicht wahr? Sehr 2021. :-))

Wenigstens in Bezug auf die Gleise kann man sich selbst behelfen; mit einem kleinen, kräftigen Seitenschneider zwickt man die orange unkreiselte Stelle durch und biegt den Kontakt platt.

Offenbar muss man diese Sache noch immer bei jedem Neukauf von Trix Gleisen kontrollieren. Warum eigentlich? Weil man sich bei märklin noch immer weniger Mühe gibt, sobald die märklin-eigenen Produkte im ‚Trix‘ Umkarton landen? …so80s.

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Roco Z21 + App – Die Daten-Krake.

Ich wollte über die Z21 schreiben. Mache ich aber nicht. Warum? Weil die aktuelle App persönliche Daten verschickt, die „Roco“, oder wie die sich gerade nennen, nichts angehen.

Die alte Z21 App, also diese bunte, ist okay. Soweit ich weiß, ist die harmlos.

Es geht hier um die neuere App, die ab Werk in schwarz-orange daherkommt.

Diese App schickt die gesamten, persönlich einprogrammierten Daten zu Lokomotiven etc. an die ‚Modelleisenbahn GmbH‘. Nicht immer, natürlich nicht, aber doch, wenn man es nicht erwartet:

Tippt man nämlich auf „Fehler melden“ liest man, die „Aktive Anlage“ werde mitgeschickt. Da denkt man sich erstmal nichts dabei.

Ein Mitarbeiter der Firma teilte mir auf meine Verständnisfrage ausdrücklich mit, dies bedeute, dass Folgendes mitgeschickt werde: 1. die komplette Lokliste, 2. alle persönlich dazu eingegebenen Daten wie Decodertyp, Kaufdatum, Anmerkungen etc.. Der Grund sei, dass man nur so bestimmten Fehlern auf den Grund käme.

Auch eine Wahrheit ist, dass diese Firma, die man unter ‚Roco‘ kennt, sich auf diese dreiste Weise höchst persönliche Informationen über ihre Kunden erschleicht, die ihnen sonst verwehrt blieben.

Denn natürlich mit Absicht verschleiert man diesen Daten-krakigen Vorgang unter dem kryptischen Begriff „aktive Anlage“.

So aber erhalten die freundlichen und sehr neugierigen Österreicher eine Unmenge an klaren Aussagen darüber, welche Modelle sich nicht nur gut verkaufen, sondern welche tatsächlich aktiv genutzt werden – und womöglich, wenn der Kunde vertrauensselig genug war, mit welchem Decodertyp – und wer die Lok geschenkt hat.

Ich finde das unerträglich, wie feist hier vorgegangen wird.

Um sicherzugehen, dass ich das Alles richtig verstanden habe, bat ich um eine Erklärung. Aus dem Screenshot kann man sich eine eigene Meinung bilden. Man beachte die Vokabel „großteils“.

Angesichts der Daten-Skandale großer Firmen wie beispielsweise SONY kann man natürlich darauf vertrauen, dass „Roco“ die Userdaten ganz besonders hermetisch abriegelt. Nicht.

Ich habe mein komplettes Digitalzeug von Roco augenblicklich verkauft. Mein Hobby, meine Entscheidungen. Empfehlungen für Andere kann ich hier natürlich nicht aussprechen. Aber Denken, das darf ich, ne?

Randnotiz: Bei märklin telefonisch nachgefragt, ob sie Nutzer-Daten aus MS2 oder CS3 speichern, kam die Antwort: „Wir freuen uns ja, wenn wir sehen, dass jemand viele Loks besitzt. Aber welche das sind, das interessiert uns wirklich nicht.“ So soll’s sein. 👍🏻

Man muss in Österreich schon sehr verzweifelt sein. Oder gewissenlos.

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Märklins angeknackster Zauberstab

märklin-Digital ist eine große Nummer. Seit 1984. Zwischenzeitlich von Esu versorgt, führt märklin längst alles wieder in einer Regie. Man möchte meinen: Leider.

So sieht das aus, mit verkehrt aufgedrucktem Logo und aufgestecktem Decoder, der sich nicht programmieren lässt.

Auch bei märklin-Digital, ob nun mit oder ohne Mittelleiter verwendet, kommt schnell der Wunsch auf, die Decoder nach eigenem Gusto einzustellen und ein paar Gimmicks einzustellen.

Märklin offeriert dafür einen relativ günstigen Programmer in Form eines zweiteiligen USB-Sticks. Die Software bietet märklin gratis zum Download an; das wirkt erstmal alles sehr professionell. Bis man mit märklins Denke zusammenprallt.

Das ist nämlich das eigentliche Problem von Software: Sie offenbart ungeschönt das Denken und die Mentalität ihrer Entscheider und Entwickler.

In märklins Fall hat man es hier mit vielen Verboten, Grenzen und Kompliziertheiten zu tun.

Lieferumfang. Plus marginal-Anleitung.

Software – neue Software.

Also, ich installiere die Software und erfahre danach via PopUp, dass es eine neue Version gibt. Okay, die lade ich ebenfalls runter und warte. Nichts passiert.

Denn nein, die installiert sich nicht eigenständig, das soll ich selber anschubsen. Aber wie, denn wo ist sie hin?

Schließlich finde ich die Datei, irgendwo auf dem PC, in irgendeinem Ordner, von dessen Existenz ich bis dahin nichts wusste. Leicht grummelig deswegen installiere ich das Zeug. So jetzt aber. Schaut nett aus, kein weiteres PopUp. …bisschen viel Aufwand, um einen sanften Lichtwechsel einzustellen.

Hier genau hinschauen.

USB-Stick und Schnittstellen-Aufnahme sitzen sehr locker aneinander, denkt man so. Irgendwann entdecke ich eine winzige Abstufung. Mit sanfter Gewalt eingepresst klickt es leise, und die Teile sind fest verbunden. Alles sehr … subtil.

Programmieren mit dem Programmer verboten.

Decoder aus der MHI-247 in den Schnittstellen-Abschnitt eingesetzt, den in den USB-Stick, und auslesen… Ah, wie schön, ein neues PopUp:

kein Nachrüstdecoder“. Ja, ich WEISS, Schätzchen!

Ja, stimmt. Ist ja aus der gekauften Lok, ne? Dasselbe verzählt mir das Programm beim Decoder der recht aktuellen BR 120. „kein Nachrüstdecoder“. Keine weitere Erklärung. Ich schaue auf Amazon nach einem Box-Sack.

Erst via Google erfahre ich, dass Decoder aus märklin-Loks, die ab Werk mit Decoder kommen (ähm, also inzwischen alle) nicht mit diesem Programmer programmiert werden können. An sich schon mal wenig Kunden-nah. Aber:

Anstelle genau! diese! Info! in das verflixte PopUp reinzuschreiben, steht da… Sie wissen schon.

Märklin nannte mir am Telefon „rechtliche Gründe“ als Ursache für diese Sperre, damit Kunden ihre Loks nicht (ausdrücklich kein O-Ton aber sinngemäß) ‚kapputtprogrammieren‘.

Allerdings kann man die genannten Decoder laut Service sehr wohl per CS3 individuell programmieren oder alternativ per CV Programmierung zum Beispiel mit meinem ProfiBoss von Fleischmann (!) wie gewünscht verändern. Da hegt man bei märklin in klarer Logik keine rechtliche Bedenken Mit Letzterem aber nicht fest einschreiben, wie mit dem märklin-Programmer theoretisch möglich.

Also, Märklin macht es mal wieder unnötig kompliziert. Es wird aber noch besser.

CV-Empfehlungen bleiben märklins Geheimnis.

Fragt man beim märklin Service nach, welcher CV Einstellungen ein märklin-Decoder aktueller oder vorheriger Bauart bedarf, um einem (seltsam hüpfenden) märklin-StartUp ICE2 zu optimalen Fahreigenschaften zu verhelfen, heißt es wörtlich „…gibt es keine Tabellen für die Einstellungen der verschiedensten Modelle. Dies muss ein Umrüster sich selbst erarbeiten.“ Wie bitte?

Der Zug ist tausendfach verkauft worden, aber märklin gibt die optimalen CV Werte nicht preis? Und sorry, „erarbeiten“ werde ich mir gar nichts.

Andere Decoder-Hersteller geben klare Empfehlungen, was wie zu programmieren ist, damit die Lokomotiven optimal fahren. Und märklin orientiert sich an Helmut Kohl „i sag’s net!'“? Das ist ablehnend bis autoritär. Es geht aber noch weiter.

DOS-Niveau mit Windows-Optik.

Für eine decoderfreie Lok kaufte ich einen märklin-mld3 Decoder; wenigstens der sollte sich ja einfach programmieren lassen, ne? Ziel:

F0: Licht an, weiß / rot, mit der Fartrichtung wechselnd, sanfter Lichtwechsel.

F1: Alle Lichter auf Lokseite 1 aus.

F2: Alle Lichter auf Lokseite 2 aus.

F3: Digital schaltbare Kupplungen

F4: Verzögerungen aus, rote lichter aus, weiße Lichter beidseitig an.

Klingt praxisnah, oder? Ließe sich als Projekt abspeichern und in so ziemlich sämtliche soundfreien Bundesbahn-Loks einprogrammieren, sozusagen hineinstempeln. Soweit die Theorie.

Denn diese Software ist so kryptisch konzeptioniert, dass man keine Chance hat, zu verstehen, wie sich das konkrete und keinesfalls sonderlich ambitionierte Ziel erreichen lässt. Anstelle klarer Ansagen findet man eine Fach-Terminologie vor. Für ein solches Produkt einer derart bekannten und beliebten Firma ist das inakzeptabel.

Den sanften Lichtwechsel und die Motor-Einstellungen habe ich hingekriegt. Aber dann… 🤬 …ich überlege, ob anstelle des Box-Sackes ein Trampolin mehr Effekt hätte? Und was werden die Leute gegenüber sagen…? 🙀

Natürlich beschied mich der märklin-Service auf eine Anfrage abschlägig, „keinesfalls“ erstelle man individuelle Decoderprojekte.

Eine Anfrage in einem märklin Fan-Forum brachte keinerlei Erkenntnissse – außer, dass bereits eine Vielzahl an Modellbahnern an dieser Software gescheitert ist. Das ist also ein sehr, sehr schlechtes Produkt!

Was mich daran so aufregt, das ist die Attitude, mit der sowas auf die Kunden losgelassen wird: märklin erwartet in 2021, dass der Kunde sich in die Materie „einarbeitet“. Dabei besitzen die Menschen, die so etwas entscheiden, allesamt sicher Smartphones und wissen sehr genau, was intuitive Bedienen bedeutet: Das Gegenteil von märklins Decoder Tool.

Nach vielen, vielen frustrierenden Versuchen habe ich das Projekt erstmal abgebrochen.

Der letzte Versuch. 🙂

Ich sollte eine Lok mit einem märklin mld3 Decoder umbauen. Großspurig gab ich an, das Ding „narrensicher“ mit den neuen Werten ’stempeln‘ zu können – ich habe ja den Programmer. Und beäuge online eine Schachtel Valium, ist weniger Aufwand.

Mir war bekannt, dass man in die seitliche Schraubenleiste der Schnittstellenplatine viele viele Kabel einbringen muss, um den Decoder zu programmieren. Aber irgendwozu muss ja diese achtpolige Steckdose ja gut sein. Also, Kabel sinnig gekürzt, die nicht gebrauchten zusammen in einem Schrumpfschlauch gebändigt, und ab mit dem Decoderstecker in die Platine. …Sie können es sich denken, oder? Genau. Nüscht.

Decoder antwortet nicht“.

Also denke ich mir, ‚gut, der Decoder hat ja seine Buchsenleiste drauf, also einfach das Schutzgummi wegschneiden und den Decoder mit seiner 21poligen Schnittstelle in die Platine stecken. Was man eben so denkt. Was ich aber dann sah, fand ich optisch schon etwas eklig:

Von oben so…
…von unten so: Die Litzen wurden in den Buchsen der 21poligen Schnittstelle hineingelötet.

märklin hat die Kabel IN die Buchsen hineingelötet, Bah. Unelegant und irgendwie 50er Jahre Niveau.

Zum Programmieren muss man die Litzen VOR dem Einbau hier einschrauben. Ergebnisse mal eben in der Lok ausprobieren iss nich.

Fazit: Der Programmer von märklin ist nett günstig, aber er darf zuwenig, und er bringt eine kryptische, geheimnisvolle Software mit. Liebhaber von Textaufgaben dürften ihre Freude daran haben.

Man hält den Kunden womöglich absichtlich unfrei, um entweder mehr Geld zu verdienen (Kauf der CS3) oder um sich vor angeblichen Service-Fällen zu schützen. Man hat viel Angst bei märklin.

Den Kunden doof zu halten, das war sogar Apple langfristig zu doof, und mit der MP3-Fähigkeit wurde der IPod erfolgreich. Man kann daraus lernen. Ob märklins Denke jemals wirklich in 2021 ankommt?

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Lautlose N-Loks (02)

Für Fleischmanns ICE Triebköpfe 7440 / 7450 / 7452 bietet micromotors.eu einen Umbausatz an, inklusive Porto bezahlt man dafür rund 35 Euro. Mit neuen Schnecken und einer Schwungmasse ist alles dabei.

Man braucht eigentlich keine Anleitung. Ich habe alles nach Gefühl und mit Ausprobieren zusammengesteckt und zusammengeklebt. Der gesamte Umbau hat inklusive Löten nur etwa eine halbe Stunde gedauert.

Auseinander:

  1. Triebkopf demontieren.
  2. Herumdrehen und die Drehgestelle herausnehmen, dazu die seitlich eingesteckten Stangen entfernen.
  3. Die Platine herausnehmen, dazu die Klippse von oben vorsichtig zur Seite schieben.
  4. Den Fleischmann-Motor herausnehmen, dabei die zwei großen Zahnräder beiseite legen und nach Wahl die schwarzen Kunststoff-Schnecken von der Welle abziehen.
Original-Antrieb by Fleischmann. Decoder ist bereits eingebaut.
Auch hier sieht man den Kohle-Abrieb des Fleischmann-Motors. Den dadurch entstehenden Problemen entgeht man durch den Einbau des Glockenanker-Motors.

Neu zusammen:

  1. Den neuen Motor mit einem winzigen Klecks Sekundenkleber in seinem gedruckten Gehäuse fixieren, und zwar so, dass die Kabelanschlüsse waagerecht angeordnet sind.
  2. Das beiliegende schwarze Kabel mittig durchschneiden, beide Enden kurz ablängen, die Litzen verzinnen und jeweils ein Ende an den Motor löten.
  3. Auf die neuen Adapter-Röhrchen entweder Fleischmanns schwarze Schnecken komplett aufdrücken oder die neuen Messingschnecken komplett aufschieben und dabei festkleben.
  4. Auf ein Röhrchen die Schwungmasse aufschieben aber noch NICHT verkleben.
  5. Den Motorblock locker in seinen Platz im Metall-Rahmen legen und das Röhrchen ohne Schwungmasse einkleben, sodass die Schnecke mittig über dem Drehgestell-Halter liegt. Immer wieder in der Länge abgleichen hilft.
  6. Nun dasselbe mit dem zweiten Röhrchen.
  7. Erst wenn der Kleber das Röhrchen wirklich fixiert den Ort für die Schwungmasse mit der Aussparung im Rahmen abgleichen, einen kleinen Klecks Kleber auf das Röhrchen geben, die Schwungmasse draufschieben und – warten, bis alles wirklich fest ist.
  8. Nun Fleischmanns Motorkontakte von der Platine abbrechen und die kurzen Kabel vom Motor dranlöten.
  9. Platine sorgfältig wieder aufsetzen und mit allen Metall-Klippsen fixieren.
  10. Drehgestelle wieder einbauen; ein paar kleine Tröpfchen Öl auf die bewegten Teile schaden nicht.
  11. Sollte das Fahrzeug sich in Bezug auf die Beleuchtung falsch herum bewegen einfach die Motor-Kabel auf der Platine vertauschen, nicht unnötig direkt am Motor herumbraten. Das war es schon.
So sieht der neue Antrieb von micromotor.eu aus. Passt.
So werden die neuen Anschlusskabel für den Motor verstaut.
Decoder-Anschlüsse für Motor und Stromversorgung; auf der Platine müssen zwei Schnitte gesetzt werden, pink gekennzeichnet.
So habe ich die neuen LED angeschlossen. Etwas wüst, funktioniert aber prima. 🙂

Ich habe noch einen D&H Decoder eingebaut und die beiden Glühlampen gegen 19V LED ausgetauscht. Diese sind mir persönlich für diesen Zug aber zu funzelig, da kommt also noch Besseres.

Nun bewegt sich der ICE leise über die Gleise; nur das typische das Getriebegeräusch bleibt. Mir gefällt der Zug jetzt noch besser.

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Lautlose N-Loks (01).

Robust aber laut, so kennt man die klassischen Antriebe von Arnold oder Minitrix. Neue, günstige Motor-Sets lassen die sägenden Geräusche schnell vergessen.

Diese unscheinbare Anordnung bewirkt exzellente Fahreigenschaften auch ältester N-Loks.

Drei neue Anbieter, tramfabriek, 1001-digital und micromotor, liefern für 25 bis 30 Euro alle Teile, um die originalen Krach-Motore zu ersetzen. Dabei sind ein (tatsächlich) fünfpoliger Glockenanker-Motor, ein Adapter für den Einbau aus dem 3D Drucker, eine oder zwei Röhrchen als Adapter sowie fallweise neue Schnecken oder sogar Schwungmassen.

Der Umbau geht meistens leicht von der Hand. Schnell sind die Einzelteile zusammengesetzt, dabei ist nur ein gewisses Augenmaß gefragt.

Eine Fachwerkstatt sollte diese Schnecken entfernen (für den Schnappschuss nur locker aufgesteckt). Diese vielen Beschädigungen sind das Resultat. Tja, wo ‚Engel‘ draufsteht kann eben viel Ego und eben ‚Bengel‘ drinsein.

Einziger Nerv-Faktor der Minitrix Motore sind ihre Schnecken. Sie werden oft wiederverwendet, sitzen aber extremst fest auf den Wellen. Diverse konsultierte Optiker, Schlüsseldienste und Feinmechaniker sind beim Versuch, die Wellen abzuziehen, an dieser Technik ‚Made in Germany‘ gescheitert, zumeist recht amüsiert („wieso muss das SO fest sein, wie lang sind die die Züge, meine Güte?!“) . Also vertraut man die Motore einer Modellbahn-Fachwerkstatt an, über Google und Ähnliche findet man welche.

Ich werde nun nach und nach verschiedene Umbau-Vorschläge zeigen, dabei beginne ich mit der einfachsten Möglichkeit, dem reinen Motortausch. Das Objekt ist eine blaue Kasten- 110 von Minitrix, produziert in Nürnberg 2002.

Obwohl die Form der Minitrix 110 seit Jahrzehnten existiert, gefällt mir die Lok ganz prima.

Anleitung:

  1. zwei lange, freie Litzen an den Motor löten
  2. den Motor vorsichtig in das 3D-Druck Gehäuse drücken, dabei die Litzen herausfädeln
  3. die Minitrix-Schnecken sauber auf die Enden der Röhrchen (‚Adapter‘ genannt) kleben
  4. die Adapter mit sehr (!) wenig Kleber auf den Motorwellen befestigen, zuvor immer wieder an der Lok die exakte Position prüfen
  5. Motorsatz vorsichtig seitlich in die Lok einschieben, dabei auf die Litzen durchfädeln
  6. Litzen sinnvoll kürzen und auf die Platine löten. Fertig.

Nun also zur Probefahrt. Der Effekt ist verblüffend: Eine zuvor nervig knurrende 110 von Minitrix bewegt sich nun angenehm geschmeidig und ohne jedes Geräusch über die Strecke. Das Fehlen der Schwungmasse macht sich nicht negativ bemerkbar, denn das war vorher nicht anders. Dynamisch und gleichmäßig fährt die Lok über die Anlage.

Und man lernt, dass der Mensch tatsächlich eine Art Gewohnheits-Tier ist: Nach Jahren mit lauten N-Loks meint man beim ersten Losfahren mit dem neuen Motor doch wieder etwas zu hören. Natürlich blanker Unsinn, denn Einbildung ist eben keine Bildung.

Also, die Lok ist leise. Man hört wirklich gar nichts, nur bei sehr hoher Geschwindigkeit bemerkt man dezent die Messing-Zahnräder arbeiten. Aber das klingt sogar ganz nett.

Ich bin rundum zufrieden. Die N-Bahn hätte ein viel besseres Image, wenn die Hersteller nicht über Jahrzehnte so schnarrende Antriebe eingebaut hätten.

Nach wenigen Tagen Fahrbetrieb bereits zeigte sich in der damals neuen Minitrix 110 Kohle-Abrieb. Die neuen Motore ersparen einem solche Erfahrungen.

Minitrix hat dieses Fahrwerk über Jahrzehnte baugleich verwendet für Lokomotiven der Baureihen 110, 111, 112, 114, 139 und 140. So ist es also möglich, einen großen Teil älterer und auch stein-alter Lokomotiven mit aktueller Antriebstechnik aufzuwerten und die alten Schätzchen neu zu entdecken. Antriebs-Sets für weitere Lokomotiven findet man auf den Websites, und es kommen fortlaufend neue Varianten dazu.

Hinweis: Meine blaue 110 war ein eigensinniger Fall, muss am Besitzer liegen. Denn nach dem Umbau saß der Motor noch minimal zu hoch, sodass die Schnecken lediglich die Zahnrad-Spitzen berührten. Diversen 3D-Gehäuse-Varianten später (danke nochmal an Sven!) griff ich zum Cutter und nahm mir autoritär das 3D Gehäuse vor:

So habe ich den Boden ausgeschnitten. Auch die Stirnseiten wurden leicht angepasst.

Boden sowie die stirnseitigen Aufnahmen des 3D-Gehäuses schnitt ich so weit aus, dass der Motor tief genug einsinken konnte. Eine gewisse Menge Sekundenkleber fixiert den Motor dann endgültig in seinem schwarzen Gehäuse, und alles passt.

Ob man bei Trix damals den Rahmen geändert hat, keine Ahnung. Wie gesagt: Ältere Auflagen der 110 / 111 / 112 / 140 lassen sich ganz einfach durch Umstecken umrüsten.

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Roco Line mit Bettung reloaded.

Seit einiger Zeit gibt es das Roco Line Gleis wieder mit der Gummibettung zu kaufen. Zeit für eine Betrachtung.

Roco Line mit Bettung: Serie (vorn) und Prototypen (hinten)

Zur Messe 1989 präsentierte Roco ein neues Gleis-System namens Roco Line. Dabei fielen zwei Features besonders auf: Das niedrige Schienenprofil von 2,1mm, damals eine Sensation, und natürlich die überbreite Bettung.

Nun könnte man eine gewisse Verschwörung wittern, weil die Zeitschrift ‚eisenbahn magazin‘ schon Jahre zuvor den Schlachtruf „herunter von der hohen Schiene“ begründet hatte und die dortigen Testberichte bereits seit Jahren auffallend pro-Roco verfasst waren. Beweisen lässt sich das alles natürlich nicht, aber denken darf man, newahr?

Roco Line ohne Gummi-Bettung ist ein wirklich schönes, solides Produkt. Diese Weiche mit 10° stammt aus dem Jahr 1991. Darauf rollt eine Diesellok BR 212 von Trix aus aktueller Fertigung.

Das Gleis-System selbst, also ohne die Bettung, ist eine schöne, solide Erfindung; etwas verkopft konzipiert, aber das ist bei Roco seit jeher der Fall.

Die zierlichen Schienen mit ausgerundetem Kopf-Profil auf schön gestalteten Schwellen machen etwas her, und praktischerweise bleiben die beiden Konzepte der Weichenformen 15° und 10° in identischem Gleismitten-Abstand, während das C-Gleis von märklin und Trix hier unterschiedliche Abstände liefert.

Diese Herzstücke sind wahlweise Strom führend. Ohne Aussetzer rollen darauf Loks mit NEM-Rädern, wie Roco selbst sie leider keineswegs immer einbaut.
…und hier wird das Herzstück auf Wunsch mit Strom versorgt. Sehr durchdacht.

Grandios sind die vielen verschiedenen Weichenformen, die Roco Line bietet: Nicht einfach Standard- und Bogen-, Dreiweg- und Doppel-Kreuzungsweichen, sondern eben auch ‚Einfache Kreuzungs-Weichen‘ – und dies jeweils für mindestens zwei Konzepte; es gibt inzwischen vier verschiedene Bogenweichen-Typen und die meisten Weichen-Typen sind sowohl in 15° als auch in 10° Version erhältlich. Wer mehr will, als nur herumfahren, wird hier geradezu verwöhnt mit der Auswahl an ‚Abzweig-Möglichkeiten‘.

Dazu gebogene Gleise in fünf (plus drei) Radien, und ein klares Sortiment an Geraden. Alles da und sogar mehr, als man braucht. Das ist HighEnd in Großserie, das habe ich andernorts schonmal so formuliert. 😉

Aber bereits an dieser Stelle findet man auch einen Kritikpunkt: Die vielen unterschiedlichen Mini-Gleise D2, D4, D5, D8 und D12 – sorry, geht’s noch?

Hätte Roco genauer bei märklins K-Gleis nachgeschaut, wäre ihnen schon damals der Gedanke einer lang-kurz-Geometrie gekommen. Heutzutage kann man am PC so lange herumklicken, bis es schließlich zusammenpasst. Aber 1989 war derartiges für die meisten Modellbahner nicht einmal vorstellbar.

Angenehm war, dass Roco das Line-Gleis nachträglich immer mal wieder modernisierte: So erhielten die Weichen zwischenzeitlich Radlenker aus Metallschienen, und in den Bettungs-Weichen experimentierte man mit Magneten anstelle von herkömmlichen Federn.

Ein weiterer und für so Manchen der k.o.-Kritikpunkt sind die Preise der Antriebe für Roco Line Weichen ohne Bettung. Diese kommen nämlich mit schlackernden Weichenzungen und verursachen so Zusatzkosten, selbst für Spielbahner:

Der Handantrieb kostet heute acht Euro, der elektrische fast €30, was teurer ist, als Mitbewerber für eine Weiche aufrufen.

Außerdem kosten heute manche Line-Weichen ohne Bettungen nicht nur nicht weniger, als die mit Bettungen, sondern manchmal sogar mehr, die EKW zum Beispiel.

Die teuren Antriebe verkommen zudem zum Wegwerf-Artikel, sobald man die Gleise fest auf einer Anlage installiert und die Antriebe unsichtbar unter der Platte anbringen möchte.

Einen Unterflur-Satz, wie für das alte 2,5mm Gleis, bietet Roco für das Line Gleis nicht an. Eigentlich unglaublich.

Mit diesen Produkten ließen sich die Antriebe der alten 2,5mm Weichen unter die Platte verlegen. Für Roco Line böte sich das ebenfalls an, eventuell bräuchte man nur die Form-Unterseite anzupassen. Quelle: Roco Katalog 1991.

Also, Roco Line ist ein wirklich gutes Gleis, das ich gerne empfehle. Es übertrifft die Produkte der Mitbewerber Tillig und Piko sowohl optisch wie auch technisch, und auch qualitativ ist Roco Line höher angesiedelt. Nur die Preispolitik sowie die ausbleibende Vermarktung sollten an die Realität angeglichen werden. Denn einen Markt für Gleise ohne Bettungen gibt es ja – wie die Genannten beweisen.

Wer ein schönes (!) Schotterbett wünscht, findet dieses bei Merkur:

https://www.merkur-styroplast.de/Gleisbett-Zubehoer/Roco-Line-H0:::46_74.html

Mehr über die Styroplast-Bettung für Roco-Line Gleise hier:

Ach ja, die Line-Bettung. Oh je.

Roco Line mit Bettung mit „unsichtbarem“ Gleis-Übergang.

Roco hatte sich damals „Maßstäblichkeit“ als Alleinstellungs-Merkmal auserkoren, vermutlich von irgendeinem wichtigtuerischen Marketing-Typ so eingeredet. Ohne die Nebenwirkungen zu beachten.

Denn so schön maßstäblich lange Fahrzeuge sind, angesichts der Abmessungen in den meisten Wohnungen und den Geometrien der Gleis-Systeme passen sie längst nicht immer in die Gegebenheiten.

Nicht einmal zu Roco Line, wo sich hauseigene 303mm / 312mm Waggons bei der Begegnung auf Bogenweichen 36cm/42cm berühren.

Mich beschleicht der Verdacht, dass man die Bettung nachträglich unter das fertige Line-Gleissystem konstruiert hat. Vermutlich, um die Spielbahner, die gern auf dem Teppich fahren, nicht alleine märklin (alpha-Gleis) und Fleischmann (Profi-Gleis) zu überlassen.

Mit dieser qualitativ leider reduzierten Diesellok startete Roco sein neues Gleis-System.

Spielbahner aber waren noch nie die Zielgruppe von Roco, und man hat sich auch später nie wirklich um diese gekümmert, was völlig okay ist, jedem das seine. Aber dann bitte nicht so tun, als ob.

Wer ein teures feines Gleis kauft, beginnt natürlich mit einer Zirkus-Welt (hier V2). …oder etwa nicht?
Eine sehr gute Idee (von Trix abgeguckt): Bastelbögen für die ersten Gebäude.
Diese Lok besitzt immerhin wieder zwei angetriebene Drehgestelle (Yay!), aber dennoch nur eine Glühlampe. Was für ein Quatsch.

Die Bettung von Roco Line ist also in etwa maßstäblich breit, mit vorbildnahem Böschungswinkel, und sie besteht aus einem Sockel aus hartem Plastik und der weichen Schotter-Nachbildung. Das ist sehr aufwändig, also teuer in der Fertigung.

Der Effekt der Gummibettung ist natürlich eine sensationelle Dämpfung der Rollgeräusche fahrender Züge. Zwischen Sockel und Brett sollte man eine Schicht Zellkautschuk verlegen, damit die Schwingungen sich nicht doch auf das Holz übertragen. Und Verschrauben ist natürlich verboten, ein guter Kleber reicht völlig aus.

Roco Line Gleis, Sockel, Bettung.

Dieses Konzept hat zwei Nachteile: Der Pastik-Sockel wurde relativ flexibel ausgeführt, was die Gleise bei mehrmaligem Auf- und Abbauen verbiegt – und so belässt. Richtig plan wird das nie wieder.

Schade, schade, schade. Bitte die Torte.

Außerdem sieht die Schotter-Nachbildung irgendwie picklig aus, nicht wie Schotter-Steine, und einheitlich ist das Ergebnis auch nicht: Die Bettungen R2 und G1 sind besonders gut gemacht, andere Bettungsteile aber weniger aufwändig, und besonders die Bettung der Gebogenen R10 wirkt recht flach.

G1 links und R10 rechts mit unterschiedlich starker Körnung.

Wegen der maßstäblich breiten Bettung hat sich Roco das Abschneiden des Materials bei Merkur abgeschaut. Klingt einfach, ist es aber nicht; kaum jemand schafft das wirklich exakt, und bei Bogenweichen kriegt man ne echte Krise, zumal Roco selbst das ab Werk auch nicht bewältigt, wie das Foto zeigt:

Schnippel-Fail, made by Roco 1989.

Überall bekommt man gebrauchte, abgeschnippelte Bettungsgleise zu kaufen, weil die Modellbahner nicht fortwährend an ihre vergeblichen Versuche, Perfektion zu erreichen, erinnert werden wollen und lieber neues Material einkaufen.

Roco hat ignoriert, dass man auch Weichen mal probehalber direkt aneinanderstecken möchte, um Pläne auszuprobieren, und gerade die Weichen anzuschnippeln, das trauen sich Viele nicht. Man baut also immer dasselbe auf. Frustrierend.

Und Roco hat mal wieder den Faktor ‚Mensch‘ vergessen.

Original und Neu-Auflage: Links ein Gleis aus 1989, rechts aus der aktuellen Neuauflage.

Bis heute gibt es keine Bettungen als Ersatzteile zu kaufen, angeboten wird lediglich so ein popeliges Reparatur-Set. Piko macht das besser.

Außerdem sieht man die Gleis-Übergänge überdeutlich, entgegen dem, was Rocos Pubikationen tapfer behaupteten.

Hier zu schnippeln erfordert Mut.

Ein wichtiger Kritikpunkt war und ist die Farbe der Bettung. Ursprünglich war Roco Line mit braunen Bettungen angekündigt, die der beliebten Bettung von Merkur sehr ähnlich sahen. So sehen vielbefahrene Gleise eben aus.

So attraktiv hätte Roco 1989 durchstarten können. Man wollte es anders, in jeder Hinsicht.

Aber nur drei Monate nach Ankündigung ließ Roco auf der Dortmunder Messe 1989 über die Farbgebung der Bettung abstimmen. Ich selbst war damals nicht vor Ort, aber ein zeitgenössischer Leserbrief im ‘eisenbahn magazin’ berichtete, Roco habe drei verschiedene Farbgebungen zur Abstimmung gebracht, zwei aufwändig gesprenkelte graue Bettungen sowie das bereits bekannte Braun. Was nicht gezeigt wurde, war die später realisierte blaugraue Farbe, von der Roco dann aber feist behauptete, diese entspreche dem ausdrücklichen Wunsch der Mehrheit der Modellbahner. Man nennt sowas: Lüge.

Roco Line hätte auch mit Bettung sympathisch sein können. Tja.

Dass eine unsympathische, leblose Farbe durchgeboxt wurde, obwohl märklin und Fleischmann als Platzhirsche ihre Bettungen in sympathischer Colorierung anboten, das kann man nur mit emotionaler Armut der Entscheider erklären.

Roco HighEnd 1989.

Denn die normalen Modellbahner kaufen nach Sympathie, nicht nach technischen Daten. Und tatsächlich wurde und wird kaum jemand mit diesem Blaugrau wirklich warm. Emotionen spielen bei der Kaufentscheidung eine große Rolle, wie ich erfahren durfte:

Mitte der 90er Jahre jobbte ich in einem Fachgeschäft und stieß trotz meiner wohlwollenden Empfehlungen fortwährend auf Ablehnung des RocoGleises durch die Neukunden: Rocos Bettung sehe “zu künstlich” aus. Wie sagt man heute? ‚Bäm!‘ Und dann kaufte man mir entweder Fleischmanns Startsets „des Jahres“ mit dem Profi-Gleis ab oder, natürlich, märklin-Sets, auch mit Metallgleis. Stichwort Farbe, wem fällt was auf? Genau.

Fazit: Roco Line ist ein tolles Gleis, wenn man es ohne Bettungen kauft. Dann kann man die Gleisfiguren frei aufbauen. Die Preise für die passenden Antriebe sollte man bei Roco dringend überdenken.

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Die Ming-Vase der Sparda-Bank.

Mitte der Nullerjahre entdeckte ich im Schaufenster einer Bank diesen knall-orangefarbenen Werbe-Waggon, hergestellt von Roco. Neugierig erkundigte ich mich in der Filiale, ob das Fahrzeug dort erhältlich sei.

Wider Erwarten gab man sich extrem distanziert. Anstelle das Werbe-Ding als solches zu bewerten, nuschelte man irgendwas von „Sammlerstück“ und „sehr selten“, und nein, das gute Stück sei zu 100% unverkäuflich. Ah ja.

Nun ist mir eine gewisse Sturheit zueigen, also rief ich bei der Sparda-West in Düsseldorf an. Ooh-ha, da war ich ja an die Richtige geraten: Geradezu pikiert (Düsseldorf, Sie wissen schon) wehrte sie mein Ansinnen ab, denn dieses Fahrzeug sei „außerordentlich selten, bei Sammlern heißbegehrt und keinesfalls einfach so verkäuflich“. Ah ja.

Kurzerhand rief ich bei der Sparda-Bank in Hamburg an, nur so aus Neugier, und wieder zeigte sich, dass Düsseldorfer zwar gern den Hamburger Stil hätten, aber eben nur Düsseldorfer bleiben. Denn die freundliche Hanseatin amüsierte sich hörbar über ihre rheinischen Kolleginnen und sagte wörtlich „…tut mir ja sehr leid, aber mit so einer ‚Ming-Vase der Sparda-Bank‘ können wir nicht dienen!“ Sehr cool. So muss das! 🙂

Wenige Tage später entdeckte ich diese ‚Ming-Vase‘ auf der ausschließlich in echten Insiderkreisen bekannten Handelsplattform für seltene Kunstobjekte (ebay) und gab ein ‚Vermögen‘ von knapp fünf Euro dafür aus.

„freundlich“? „fair“? Gewiss.

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Lost Places – gammelige Online-Shops.

Modellbahn-Artikel, die vor Längerem produziert worden sind, kann man über Google (oder so) finden. Das klingt sehr praktisch. Leider lassen viele Händler zuviele alte Daten in ihren Shops stehen.

Dieser Artikel ist nicht mehr lieferbar!“ …warum ist er dann noch online!?

Dieser Artikel kann für Sie bestellt werden!“ …nee, kann er NICHT, er ist seit Jahren nicht mehr lieferbar.

Ausverkaufte Artikel online stehen zu lassen bedeutet entweder, dass diese Modellbahn-Händler das Internet noch nicht begriffen haben. Oder sie wähnen sich überschlau.

Denn Google zeigt diese Dinge zwar als Such-Ergebnisse an, aber sie bleiben genau das: Such-Ergebnisse. Keine Find-Ergebnisse. Selbst die Google-Ansage ‚lieferbar‘ ist in 99% der Fälle Quark.

Es gibt Händler, die haben im Wortsinn seitenweise Artikel als ’nicht lieferbar‘ gekennzeichnet; wie schlampig zum Kuckuck kann man seinen Shop eigentlich aussehen lassen? Extrem ermüdend ist es, zwischen lauter ‚Nieten‘ nach einem ‚Gewinn‘ zu suchen. Irgendwann lässt man das sein – und diese Händler links (oder rechts) liegen.

Bemerkenswert sind Webshops, die die Existenz von Smartphones ignorieren: Zur Anzeige des Such-Ergebnisses soll man ewig lange nach unten scrollen, weil das Anpassen des Shops an Smartphone-Technik zu teuer sei. Ah ja. ‚Neuland‘, Sie wissen schon.

Besonders brilliante Händler nutzen spezielle Werkzeuge, um in den Suchergebnissen ganz weit oben zu stehen. Obwohl sie die in der Suche angezeigten Artikel nicht da haben. …achso.

Offenbar gehen diese Damen und Herren davon aus, dass der Modellbahner, schon mal auf der Website, die vielen schönen anderen Sachen anschaut und kauft…

Hinweis 1: Modellbahner sind keine manipulierbaren Kleinkinder. Ich suche grad‘ DIESEN EINEN verflixten Waggon, und nichts Anderes. 🙂

Hinweis 2: Ein Online-Shop ist die offizielle Visitenkarte und in den meisten Fällen der erste Kontakt überhaupt zu einem Geschäft. Das aber ist vielen vor allem älteren Herr- und Damenschaften offensichtlich egal.

So verkehrt sich diese pseudo-ausgefuchste Werbe-Idee ins Gegenteil, sie vertreibt Kunden.

Es gibt natürlich auch ganz wunderbare Web-Shops, die klar und übersichtlich ihr Angebot darstellen. Diese dürfen sich gerne von diesem Blog-Eintrag ausgeklammert fühlen. denn DORT kauft man gerne ein. 🙂

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Kibri-Bahnsteige mit RocoLine und Piko A-Gleis.

Trotz der Vielzahl an Bahnsteig-Bausätzen für die Modellbahn gefallen mir die Kibri-Produkte noch immer am Besten. Beispielhaft beschreibe ich, wie sich diese Bahnsteige zwischen Piko- und RocoLine-Gleisen unterbringen lassen.

Kibris Bahnsteige sind meistens 5,5cm breit, das wirkt um Einiges vorbildnäher, als die üblichen 38mm Plattformen, zum Beispiel für die C-Gleise. Den erforderlichen Gleis-Abstand erzielt man bei den Gleis-Systemen Roco-Line und Piko-A durch Einsetzen der 119mm langen ‚Diagonalgerade‘ zwischen Weiche und Gegenbogen.

Oder durch eine Kombination von vier Weichen und der hübschen Kreuzung mit 30°. Diese eindrucksvolle Kombination bleibt Dank Pikos relativ niedrigen Preisen für Gleise ohne Schotterbett sogar günstig. Zwar vergrößert sich der Gleis-Abstand, dennoch lassen sich solche Kombinationen auch in Parallel-Strecken unterbringen, wie die folgenden bunten Entwürfe zeigen. Pikos Geometrie ist schon recht ausgefuchst.

Bei RocoLine ist es ähnlich, wenngleich vom Material her teurer, dafür qualitativ hochwertiger. Auch hier ein Geometrie-Beispiel.

Piko selbst bietet zwar ebenfalls einen Bahnsteig an, aber in Überbreite. Um den zwischen die Parallelgleise zu setzen, benötigt man sogar zwei Diagonal-Geraden und verschenkt so viel Platz.

Viessmann-Modell legt die Kibri-Bausätze immer mal wieder in Varianten auf, dabei gibt es zwei Grund-Versionen: Eine altmodische Variante mit vielen (meistens grünen) Metallsäulen unter dem Spitzdach und die „moderne“ Form (der 60er / 70er Jahre) mit jeweils zwei mittigen Betonstützen. Dazu kommen noch Plattformen ohne Dach aber mit Öffnung für eine Bahnsteigleuchte, gerade und gebogene Endstücke und ein kurzes, mittig abgesenktes Plattform-Teil, das ein besonderes Element ermöglicht:

Auch C-Gleise von märklin und Trix können sich mit Kibris Bahnsteigen schmücken.

Der sehr klug erdachte Übergang von Bahnsteig zu Bahnsteig aus Nachbildungen von Holzbohlen. Beim Vorbild konnte hier das Bahn-Personal, und natürlich nur dieses, mal eben den Bahnsteig wechseln. Kibri hat diese Übergänge in der Ausdehnung modular aufgebaut. Spezielle Einsätze ermöglichen die Verwendung alternativ sowohl für internationale Gleise als auch für märklin Gleise. Die Nachbildungen der runden Warnschilder bringen echte Bundesbahn-Atmosphäre auf die Bahn.

Hinweis für märklins C-Gleise: Hier sind die Punktkontakte niedriger, als bei M- und K-Gleisen. Es kann also vorkommen, dass die schmalen Kunststoff-Einsätze zu hoch sind und so einen sicheren Kontakt verhindern. Viessmann sollte diese Teile dezent flacher fertigen. Modellbahner behelfen sich mit Flachfeilen oder, tja, weglassen bzw. Ersetzen.

Aktuell erhältlich ist hier die Jubiläums-Variante (unbedingt zu empfehlen für Modellbahnen der Epoche 3 bis 5):

https://viessmann-modell.com/font-color-ffdd00-b-125-jahre-kibri-b-font/sondermodelle/2708/h0-bahnsteig-altbach?c=0

Und ohne den Bohlen-Übergang aber mit grünen Stützen:

https://viessmann-modell.com/sortiment/spur-h0/gebaeude/bahn/448/h0-bahnsteig-hofheim?c=0

oder hier:

https://viessmann-modell.com/sortiment/spur-h0/gebaeude/bahn/450/h0-bahnsteig-kienbach?c=0

Aber auch andere Details sind hübsch, wie die zeitgenössisch typischen achteckigen Blumenkästen, Namensschilder der Station, runde Abfalleimer und die recht feinen Schutzgitter rund um die Treppen-Abgänge. Blumen auf dem Bahnsteig, eigentlich eine nette Sache. Die Schaumstoff-Flocken, die Blumen darstellen sollen, kann man vielleicht später für Anderes verwenden – richtig tolle Blumen-Nachbildungen gibt es im Sortiment der Firma Busch.

Nun lassen sich diese Bahnsteige ewig lang aneinanderrreihen. Ich empfehle, dazu die grauen rechten Winkel unter den Plattformen vorsichtig und sauber abzutrennen. Denn oft verhindern sie exaktes Ausrichten der Plattformen.

Die Farbgebung der Einzelteile war weder zu Kibris Zeiten, noch jetzt bei Viesmann wirklich überzeugend. Während Viessmann zu knallige Farbtöne verwendet, wählte man bei Kibri eher langweilige und manchmal absurde Farben: Stationsschilder waren beim Vorbild aus grau gestrichenem Metall und nicht braun, Telefonzellen gelb und nicht grün, und warum die Plattformen zu jeder Zeit aus bläulichgrauem Kunststoff gefertigt wurden erschließt sich nicht wirklich. Wohl dem, der Airbrushen kann. Oder einen Freund hat, der das kann. Oder der einfach gut pinseln kann.

Ein echter Klassiker von Kibri / Viessmann. Kann man nie genug von haben…

Beim Aufbauen sollte man sehr sorgfältig sein: Natürlich müssen die Gleise überall exakt parallel zueinander verlegt sein. Die Plattformen sind fortlaufend in exakt identischem Abstand zu den Gleisen zu befestigen, denn sonst können Fahrzeuge mit ihren Trittstufen hängenbleiben. An den Enden kann man nach Wahl die kurzen geraden Stücke verwenden oder eben die längeren, Gebogenen.

Wichtiger Tipp: Unbedingt mit langen Waggons ausprobieren, ob diese an der Ausrundung vorbeikommen, sonst dieses Bauteil immer weiter nach innen versetzen, bis alles klappt. Pikos ICE4 Waggons (einer reicht!) oder Rocos ‚Kakadu‘ Speisewagen sind besonders lang und besitzen tiefgezogenen Schürzen. Auch einzelne, seitliche Gerätekästen unter dem Wagenboden können stören. Dampfloks mit (zu) breit angeordneten Zylindern sind ebenfalls geeignete Test-Objekte.

Die geraden Plattformen lassen sich einfach mit der Bastelsäge kürzen. Die Fugen kann man mit Revell-Spachtel verschwinden lassen. Danach lackiert man alles sauber in einem angenehmen Mittel-Grau, die Ränder setzt man hell ab, und als Belohnung erhält man einen wirklich schönen, echt wirkenden Bahnsteig.

Abschließend passt man den Bohlen-Weg ein; zeitgenössische Fotos zeigen, wie das früher ausgesehen hat. Farbliches Nach-Arbeiten schadet nicht, denn Holz sieht nach ein paar Jahren eben nicht mehr glänzend-schokoladig aus. Für die Warnschilder gibt es passende Schiebebilder bei Nothaft:

https://www.modellbahndecals.de/alles-sonstige/Rund-um-Bahnhof-und-Bw/Nass-Schiebebilder–10-Warnschilder-rund–Ueberschreiten-der-Gleise-fuer-Unbefugte-verboten—Artikel-Nummer–0177.html

Die Imitationen der Bahnsteigleuchten sollte man natürlich gegen funktionsfähige Dinger austauschen, dazu ein Tipp: Manche Leuchten aus dem H0 Sortiment können etwas zu hoch wirken. Das ist natürlich eine Geschmacksfrage. Artverwandtes aus dem TT Sortiment kann stimmiger aussehen.

Für die Beleuchtung der bedachten Plattformen kann man sich der bekannten Lichtleisten bedienen, die eigentlich für Waggons gedacht sind. Sauber separiert man die Bereiche mit LED und Lötpunkten, klebt diese von unten jeweils beidseitig innen in die Dachschräge und verbindet sie wieder mit dünner grauer Litze. Für die Kabelführung sind bereits diskrete Löcher im Längsbalken vorhanden, und in den beiden Säulen führt man lange Litzen von Dach nach unten, wo die Hauptplatine sitzt. Unter der Plattform lassen sich günstige Schaltdecoder unterbringen, wie zum Beispiel dieser:

https://modellbahnshop.moba-digital.de/epages/12489450.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/12489450/Products/Schaltdecoder

Und unten im angedeuteten Quergang kann eine kaltweiße LED Beleuchtung das typische Flair der Neonröhren aus den 70er und 80er Jahren andeuten.

Fazit: So kann man einen Bahnsteig, der vor Jahrzehnten konstruiert wurde, auch auf aktuellen Modellbahnen einsetzen. Viel Spaß! 🙂

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Klassisches Märklin – Spielen und Sammeln mit Charme.

Ein Wettrüsten hat eingesetzt: Einige Hersteller überbieten sich gegenseitig mit technischen Features. Während sich der normale Modellbahner freut, alte Schätzchen auf neuen Gleisen fahren zu lassen. Am Besten digital, und das geht auch günstig.

*RRRRRR* 🙂 Technik, die man versteht, und die man (gerne) hört. Ohne Sounddecoder.

Für einen Bekannten sollte ich eine alte E-Lok von märklin auf digital umbauen, mit im Paket lag der günstige Umrüstsatz 60760. Ich ahnte Schreckliches, aber ich wurde belehrt. Denn nur wenig Mehr-Arbeit und diese €30.- Zutaten entlocken so einer alten Maschine einen Charme, den man als ach-so-abgeklärter DC-Bahner nicht erwartet. Zu der dem Decoder beiliegenden Anleitung hier ein paar ergänzende Hinweise.

Motor (Die Umsetzung dieses Tipps ausdrücklich auf eigene Gefahr!)

So glatt sollte der Kollektor aussehen.

Wie immer bei märklins klassischem Motor sollte man den kupfernen Kollektor sorgsam glätten. Denn ab Werk besitzt dieser sehr scharfe Kanten, die die Schleifkohlen abfräsen. Der Staub setzt sich in die Spalten und sorgt irgendwann für Verdruss. Also: Entweder Polierleinen besorgen, zum Beispiel 6000 und 14000, den Anker vorsichtig (!!) mit dem Zahnrad in eine kleine Bohrmaschine spannen, dabei das Zahnrad optimalerweise heile lassen, und auf den sich drehenden Kollektor mit Polierleinen einwirken. Oder eine Polierfeile kaufen, zum Beispiel bei ‚dm‘:

https://www.dm.de/ebelin-polierfeile-p4058172785436.html

Polierfeilen sind sehr praktisch. 🙂 Foto (c) ‚dm‘.

Erst mit der ‚Reinigen‘-Seite die Kollektor-Kanten brechen, und dann mit ‚Glätten‘ und ‚Polieren‘ den Anker spiegelglatt nacharbeiten. Das dauert insgesamt nur etwa eine Minute. Leider spart sich märklin das Glätten seit Jahrzehnten und brockt den Modellbahnern wissentlich und recht gleichgültig Frust ein; nett ist das nicht.

Polierleinen gibt es dort: http://www.meshy.de/

Getriebe

Alte Lokomotiv-Modelle haben oft bereits viele Stunden Freude bereitet. Entsprechender Schmutz hat sich im Getriebe angesammelt. Mit dem bekannten Dampf- und Reinigungsöl SR24 und Wattestäbchen lässt sich diese Schmiere wirksam entfernen. Auch märklin-Loks, die sich keinen Millimeter bewegen, weil sie im märklin-Werk mit dem berüchtigten „Getriebe-Kleber“ versehen wurden (‚Öl‘ genannt), lassen sich mit SR24 und vor allem Geduld wieder ins Leben zurückholen. Vor dem richtigen Ölen sollte man alle Spuren des SR24 von bewegten Metallteilen mit reinem Alkohol und weiteren Wattestäbchen entfernen.

Beleuchtung

Aktuelle LED in einer alten märklin-Lok. Harmoniert wunderbar.

Klassischerweise sind diese Lokomotiven mit Glühlampen beleuchtet. Ich habe statt derer kleine LED-Plättchen aus einer längeren Lichtleiste verwendet. Diese kann man dank ihres Widerstandes direkt an die Kabel des märklin-Digitaldecoders anschließen. Mit Sekundenkleber von Pattex habe ich die Plättchen direkt auf den Metallboden geklebt. Auf die Polung muss man natürlich achten, die Kabel grau und gelb jeweils an die Kontakte der LED, orange als Masse (im Foto schwarz) an die Kontakte der Widerstände.

Karton gegenüber der LED verteilt das Licht gleichmäßig; die Karton-Farbe beeinflusst dabei die Farb-Temperatur.

Damit das Licht gleichmäßiger auf die Lichtleiter reflektiert wird, habe ich in die Fronten der Lok gegenüber der LED cremefarbenen Karton geklebt.

Anfahr- und Bremsverzögerung

Es ist sinnvoll, diese Werte etwas heraufzusetzen. Die Maschine benimmt sich dann wesentlich eleganter.

Die passende Ergänzung: Alte Waggons in blau/elfenbein.

Fürnehme Distanz: So sah das eben Anfang/Mitte der 80er Jahre aus. Und es funktioniert.

So eine alte Maschine sieht vor nagelneu gekauften Waggons natürlich ein bisschen seltsam aus. Aber via Ebay, Hood oder auf Modellbahn-Börsen kann man sich gebrauchte, zeitgenössische Waggons besorgen. Oft zu fairen Preisen.

Die im Bild gezeigten Fahrzeuge besitzen nicht einmal die Mechaniken für Kurzkupplungen, sie sind also wirklich angejahrt und damit perfekt geeignet als Ergänzung der gezeigten Lokomotive. Jeder Waggon besitzt seinen eigenen Schleifer, aber die Zugkraft der schweren 140 steckt das locker weg. (meine Ohren dafür umso weniger…)

Leicht abgerockt aber mit großem Spaßfaktor! Gleichstrom-Fahrer bekommen DC Achsen unter der märklin-Nummer E700580. Damit rollen diese Waggons auch auf Trix C Gleisen, Fleischmann Profi, Roco geoLine und Line und natürlich dem Piko A Gleis.
Waggons mit Innenbeleuchtung machen mehr Spaß, gerade im Dunklen quer durch die Wohnung.

Oft besitzen diese Waggons bereits eine Innenbeleuchtung von märklin mit Glühlampen. Das Alles kann man im Prinzip so belassen und nutzen, aber für den Digitalbetrieb bietet es sich an, diese Glüh(!)Lampen gegen baugleiche moderne LED-Alternativen auszutauschen. Auf Ebay einfach mal die Suchbegriffe „märklin LED Glühlampe“ eingeben, dann findet man zum Beispiel das:

Screenshot Ebay.
Mit diesen Schrauben ist das Gehäuse befestigt. Es wäre möglich, Kurzkupplungen aus 7205 einzusetzen.
Hier verstecken sich die Glühlampen, die man gegen warmweiße LED austauschen kann. …und ein bisschen sollte. 🙂
So werden die Laufflächen wieder sauber – ähnlich, wie früher die Tonköpfe vom Cassettendeck.

Die Räder haben oft über die Jahre eine dicke schwarze Schmutzschicht aufgebaut. Mit dem SR24 und einer beachtlichen Anzahl von Wattestäbchen kriegt man die alten Räder prima sauber.

Sanft hilft der Roco Rubber dem Schleifer zu gutem Kontakt.

Den Schleifer kann man auch damit reinigen; in hartnäckigen Fällen einfach einen Roco-Rubber verwenden zum Sauberpolieren.

Fazit: Die klassische märklin-Modellbahn mit Drehgestell-Antrieb und vernehmbar arbeitendem Getriebe mag aus einer anderen Zeit stammen, aber sie macht noch immer viel Spaß.

Freidenker bekommen eine Auswahl dieser alten Fahrzeuge für DC Gleise (Fleischmann, Piko, Roco, Trix) oft gebraucht unter der Bezeichnung märklin Hamo. Spaß mit märklin kann man haben mit und ohne Mittelleiter. 🙂

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Maßstäblichkeit – Pflicht oder Kür? Fleischmann 4169.

Vor Kurzem besuchte mich ein Dampflok-Modell von Fleischmann, sozusagen. Diese schicke Lok ist bekanntlich noch in 1:85 konstruiert, also dezent zu groß. Na und?

Links Fleischmann, rechts Roco. Rechts maßstäblich, links gerade Griffstangen: Who’s Bad?

Im direkten Vergleich mit einem passenden Modell von Roco fällt vor allem auf, dass die Fleischmann-Maschine noch immer gut mithalten kann – angesichts ihrer Konstruktion von …? 1970?

Fleischmanns leicht zu große Loks erklären sich übrigens aus einem Zeitgeist der 60er, als die Schienenprofile noch extrem dick waren, und man davon ausging, dass sich das nie ändern würde. Man wollte den Eindruck der Loks auch auf diesen Gleisen erhalten.

Heute kommt einem das eigenartig vor, aber das Denken der Menschen ändert sich eben: Auch Smartphones werden uns nicht ewig begleiten; die Klötze werden irgendwann durch Eleganteres abgelöst.

Links Fleischmann, rechts Roco. Fleischmanns Pufferhöhe ist schon amüsant, fällt aber im normalen Betrieb nicht auf.

Ende der 80er Jahre bekamen viele Fleischmann-Dampfloks diese feineren Räder, mir gefällt dieses Modell wirklich gut. Sogar der angeblich ungeliebte Rund-Motor arbeitet schön leise, geschmeidig und lässt die Lok ordentlich ziehen. Keine Ahnung, was die Leute habem, außer…

…moralinsauer auf Perfektion-ab-Werk zu bestehen. Tut das Not? Gäb‘ es diese Lok zu einem fairen, ihrem Alter angemessenen Kurs zu kaufen, sie würde ihre Käufer finden. Das Totschlag-Argument ‚unmaßstäblich‘ verwenden ohnehin nur Modellbahner, die aus Arroganz und geistiger Bequemlichkeit ihre Ansprüche Andersdenkenden überdäuen wollen – ohne drüber nachzudenken, welche praktischen Gründe es gibt, Personenwagen zum Beispiel zu verkürzen.

Man kann Dinge auch trotz oder wegen ihrer unperfekten Mach-Art wertschätzen; so besitzen auch Blechwagen von märklin ‚Charme‘. 🙂

Oben Fleischmann, unten Roco. Die Kürze ist wirklich da, trotz der Kamera-Perspektive – na und?

Längst nicht alles, was früher mal beliebt war, wird auf Dauer ausrangiert: Schallplatten sind auch wieder da. Marke und Produkte von Fleischmann H0 hätten zeitnah ein Comeback verdient, unter kundigem Management versteht sich.

Kurz: Wer so ein Modell angeboten bekommt, kann beruhigt zugreifen. Die Lok mag etwas bullig aussehen (sozusagen vorbildgemäß), aber ihre Qualität, hergestellt in Nürnberg zu Zeiten ohne österreichischen Einfluss, kann auch heute noch überzeugen.

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Märklin H0 Vectron 36292 für „internationale“ Gleise.

märklin bringt ja öfter schöne Fantasie-Modelle heraus. Mit ist es schnuppe, ob Andere Derartiges ablehnen, weil es „das beim Vorbild nicht gegeben“ habe – mir gefällt’s. Und es ist ja MEINE Modellbahn, ne? Also.

Eine Fantasie-Lackierung auf echtem Karo-Block. 🙂

Für 2020 bietet märklin eine Diesellok aus der Vectron-Familie an, die in Bundesbahn-Farben lackiert worden ist. Sie entspricht in etwa den Farben des Triebzuges ET11, leider ohne dessen hellgraues Dach. Mir gefiel diese Lok auf Anhieb, und es sind lediglich kleinere Löt-Arbeiten notwendig, um sie auf Fleischmann-, Roco- oder gar hauseigenen Trix-Gleisen einzusetzen.

Märklin-Qualität ist nämlich tatsächlich ganz cool. Allein: Mit dem ollen Schlitter-Schleifer fange ich nichts an, wozu auch. Im traditionellen Sinne hat das Prinzip seine Berechtigung. Aber im Sinne der Evolution von Modellbahnen ist der Mittelschleifer ein lästiger Anachronismus der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts, dem märklin selbst in sämtlichen Baugrößen bereits abgeschworen hat bzw. Alternativen zeigt.

Dieses Vectron-Modell ähnelt technisch den ‚Hobby‘ Traxx-Loks, die märklin erstmalig Mitte der Nullerjahre präsentierte. Sie waren eine Antwort auf Pikos Billig-Aktionen; das krasseste Beispiel waren Piko-Loks für das märklin-System mit Decoder für €25 (!). Sorry, alles hat seine Grenzen. Märklin reagierte auf eigene Art mit einer modernen BR 185 mit solidem Metallgehäuse, Antrieb durch Mittelmotor auf beide Drehgestelle (für manche ‚Märklinisten‘ vermutlich ein Kultur-Schock) und lastgeregeltem Decoder – für 99 Euro. Definitiv das seriösere Angebot.

Antrieb auf alle Achsen, Stromaufnahme über alle Räder – internationaler Standard ist auch bei märklin längst Usus. Man beachte die Bremsscheiben…

Diese Loks besitzen Achsen aus Kunststoff, darauf aufgepresst sitzen die Räder aus Metall. Außerdem besitzen Viele (aber nicht alle) dieser Räder recht niedrige Spurkränze, sodass sie selbst auf RocoLine Gleisen nicht über die Klein-Eisen hoppeln; Ausprobieren hilft. Wer also Metall-Modelle mag, findet hier ein inzwischen umfangreiches Sortiment.

Aktuelle märklin-Decoder verstehen fast immer auch DCC, und viele ältere ‚Hobby‘-Loks kann man mit einfachen (und original-Märklin-) Mitteln mit Schnittstelle und DCC-Decoder umbauen. Das macht dann sogar Spaß.

märklin ohne Mittelleiter, eine prima Sache, die Spaß macht und nicht rasselt.

Umbau auf oM – ohne Mittelleiter.

Das geht ganz fix: Entfernen des Schleifers & Ordnen der Kabel-Verbindungen zur Platine. Das isses. Die einzelnen Schritte:

  • Gehäuse abschrauben (vier Schrauben)
  • Schleifer abklipsen
  • Kontaktplättchen herausnehmen und Kabel abtrennen
  • Das Kabel des Mittelschleifers nach oben herausziehen und von der Platine ablöten
  • Blenden der Drehgestelle sicherheitshalber abhebeln, Achsen zur Seite legen
  • Kabel-Brücken der Rad-Kontakte ablöten oder aufzwicken (diese schwarzen Kabelverbindungen verstecken sich quasi unsichtbar eng anliegend auf den Getriebe-Gehäusen!)
  • Kabelverbindungen herstellen zwischen den zwei freien Radkontakte und Platinenkontakten
  • Achsen wieder einsetzen, jeweils etwas Schmiermittel dazu
  • Drehgestellblenden einklipsen
  • Gehäuse aufsetzen, festschrauben
  • Adresse 03 anwählen und losfahren.

So fährt die schöne Lokomotive über meine Gleise nach internationalem Standard, angesteuert mit DCC durch einen Fleischmann-ProfiBoss. Die Kupplung von märklin sitzt in einem Normschacht und lässt sich so einfach gegen Andere austauschen. Der quakige Original-Lautsprecher könnte später durch eine Bassreflexbox ersetzt werden.

Die rosa Kreise zeigen, wo die Kabel von den Radkontakten angelötet werden müssen.

Glänzende Bremsscheiben für Hobby Traxx Lok von märklin / Trix.

Die brünierten Bremsscheiben dieser Modelle sollten natürlich silbern aussehen; hier spart märklin seit 15 Jahren an der falschen Stelle. Bei diesen aktuellen Lokomotiven sind es ja gerade die Räder, die den ‚Hingucker‘ darstellen; diese dunkel zu belassen, das ist schon feist.

So glänzend sollten Bremsscheiben aussehen. Nicht grau, nicht brüniert (!).

Abraten möchte ich von Pinseleien; das Anmalen der Bremsscheiben kann eine Sauerei werden.

Ich habe mich an 1:1 orientiert und die Bremsscheiben blank poliert, vorsichtig und mit Augenmaß. Vorbildgetreuer geht es nicht.

Das geht sehr einfach; am Besten mit einem zweiten Modellbahner als Hilfe: Man besorgt sich Polierleinen (6000 & 12000) zum Beispiel bei http://www.meshy.de/ und schneidet sich davon Streifen ab, die in etwa der Breite der Bremsscheiben entsprechen. Außerdem braucht man ein Holzstäbchen in gleicher Breite.

Nun legt man die Lok mit den Rädern nach oben in eine Lokliege und gibt Strom auf die Räder bzw. Räder und Schleifer, dazu kann man ein normales Anschlussgleis verwenden.

Mit der einen Hand hält man ein Drehgestell gerade und drückt mit der anderen Hand das Stäbchen mit 6000er Polierleinen sanft (!) gegen die Bremsscheibe, bis sie gleichmäßig blank poliert ist.

Nicht zu sehr aufdrücken, einfach mit Muße die Brünierung entfernen. Die Vertiefungen bleiben dabei netterweise dunkel, sodass endlich die schöne Struktur der Radscheiben überhaupt zu sehen ist. Und beim Diesel-Vectron hat märklin die Bremsscheiben tatsächlich anders dargestellt, als bei den Traxx E-Loks.

märklins ICE2 sieht mit polierten Bremsscheiben wirklich schick aus.

Für einen ICE2 aus einem Startset gab es neue DC-Räder, die zwar eigentlich falsch sind aber sehr genau in die ebenfalls falschen Drehgestell-Blenden passen. Blenden, die von der BR185 stammen – märklin zeigt da schon eine gewisse krimin… kreative Energie. Also, dessen Bremsscheiben habe ich ebenfalls poliert. Und auch, wenn es nicht so wirklich vorbildgerecht ist: Es sieht wirklich cool aus. 🙂👍🏻

Abschließend mit 12000er Polierleinen die Oberfläche glätten und glätten, bis sie blitzt und glänzt, wie bei den Vorbildern. Die Wirkung ist verblüffend, und man bekommt ein ganz neues Gefühl zu den schönen Modell-Lokomotiven.

…märklin könnte diese Loks natürlich auch so ab Werk ausliefern – wozu sonst sind märklins Räder komplett aus Metall, nicht wahr?

So bereitet mir märklin H0 Freude – auf „internationalem“ Gleis (nicht zwangsläufig genau diesem), in solider Qualität.
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Allgemein Anlagenbau Gedanken Gleise Spur N

Minitrix Gleis-Geometrie, aufgeräumt & lang-kurz.

So einfach könnte es sein. Minitrix mit lang-kurz Geraden. Ja, eine Dreiwegweiche gab es mal…

Die Minitrix-Gleise sind eine solide Basis für die Modellbahn in Spur N, und im Gegensatz zu vielen anderen Gleis-Konzepten lassen sie dem Modellbahner viele kreative Freiheiten. Aber dass die vielen Minigleise für Weichenstraßen nicht zu Standard-Geraden zusammengefasst werden, das kann einem schon auf den Wecker gehen.

Das macht die Sache unpraktisch und belastet das Budget unnötig, denn bereits mit den vorhandenen Gleisen und nur wenigen Ergänzungen könnte märklin den Aufbau der Minitrix Anlagen dramatisch einfacher und sympathischer werden lassen.

Als ich vor einiger Zeit die Minitrix-Weichen 15° genauer betrachtete, fiel mir auf, dass diese dank ihrer geometrischen Konzeption die Möglichkeit für die praktische lang-kurz-Geometrie bieten. Wie es sie seit Langem bei märklin K, märklin-C, Trix-C, Roco geoLine und Piko-A gibt.

Also entwarf ich ein Gleis-Konzept, das sich hier etwas kunterbunt zeigt, dafür aber eindeutig zu erkennen ist:

Praktisch und klar. So sollte es sein.

Anstelle der bislang eingesetzten R4 als Gegenbogen zu Weichen nimmt man einfach die R5, dazu nur vier gerade Gleise in neuer Standard-Länge (wie bei anderen Gleis-Systemen auch) – und das war es schon. Vorbei ist die Stückelei.

Hier mit Bahnsteig-Gleisen:

Die Minitrix Gleis-Geometrie ist wirklich klasse.

Wäre doch nett, wenn die Minitrix-Bahner ihre Anlagen auch mit diesem Komfort aufbauen könnten, oder? 🙂

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Allgemein Anlagenbau Gedanken

TT Häuser der Marke ‚kibri’…

Während meiner Tätigkeit für einen der TT-Anbieter hatte ich mir in der Gebrauchtwaren-Abteilung eines Modellbahnhändlers eine große Zahl bereits zusammengeklebter Häuser-Bausätze älteren Datums in H0 und N genauer betrachtet und mit TT-Figürchen und einer TT-Lok noch vor Ort abgeglichen. Verblüffend, wie viele Häuser wirklich zu 1:120 passten. Andere explizit dafür Angebotene allerdings nicht.

Denn das Verfahren der Häuser-Schrumpfung handhabte man unterschiedlich: Faller reduzierte oft die äußeren Abmessungen, beließ aber Türen und Fenster in H0 Größe; vermutlich, damit die Figürchen besser dazu passten. Kibri hingegen reduzierte die Größe der damaligen (!) Gebäude recht konsequent, sodass sich TT-Bahner auch heute noch eines netten Fundus bedienen könnten. Wenn man sie nur ließe. Sofern man sich überhaupt für TT interessierte… Aber schließlich gibt es ja ebay und Börsen.

Natürlich gibt es noch weitere Hersteller, deren Gebäude sich prima für TT 1:120 eignen (vor allem Faller & Heljan); deren Nummern reiche ich später nach. Man bedenke beim Betrachten älterer Katalog-Abbildungen, dass dort hin und wieder gemogelt wurde, um Größe vorzutäuschen: Mal stehen N Figuren vor so genannten H0 Häusern, und mal sind direkt N Gebäude im H0 Bereich abgebildet.

Nun hatte ich vor rund zehn Jahren der Firma Viessmann ein Konzept gemailt, das beschrieb, welche der vorhandenen Kibri-Formen sich meinen Kenntnissen nach ohne oder mit nur wenigen Anpassungen für die Baugröße TT 1:120 anbieten ließen. Als Antwort erreichte mich von dort prompt ein Anruf; man klang sehr erfreut und versprach mir eine Menge – und dann folgte das große Nichts. ‚Branchenüblich‘, so möchte man sagen. Ausdrückliche Ausnahme: märklin. Mit denen habe ich mehrfach bessere, weitaus angenehmere Erfahrungen gemacht.

Nachfolgend zeige ich meine Seiten, wie ich sie ähnlich damals an Viesmann verschickt hatte; hier in überarbeiteter Form. Wer also die TT Bahn liebt und seine TT-Anlage mit sehr unterschiedlichen Bausätzen schmücken möchte, der mag sich hier gern Inspirationen holen. Viel Spaß! 🙂

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Allgemein Anlagenbau Gedanken Gleise H0 DC(C) märklin & friends Spur H0

Merkur Bettung ‚Styroplast‘

Seit Mitte der 80er Jahre fertigt die Firma Merkur Fertig-Bettungen für Modellbahn-Gleise. Diese sind tatsächlich ewig haltbar und sehen gut aus.

Die Styrpoplast Bettung für Roco Line. Sehr schick!

Unter https://www.merkur-styroplast.de/ findet man eine stattliche Auswahl an Bettungen für H0- und Z-Gleise. Die einst erhältlichen N-Bettungen für Minitrix und Arnold werden derzeit leider nicht produziert. Besonders beliebt sind die Bettungen für das märklin-K-Gleis (ja, das verkauft sich auch noch).

Sogar für Roco Line und Pikos A-Gleis gibt es komplette Sortimente. Denn die Gummibettungen der Roco Line Gleise bzw. Weichen verlieren durch das Abschnippeln schnell ihren Wert, oft sogar für ihren Besitzer. Die blaugraue Farbgebung sieht aauch keinesfalls vorbildgerecht aus. Umso angenehmer, dass Merkur für Rocos Gleise bereits seit den 90er Jahren Fertig-Bettungen anbietet und inzwischen eben auch für das A-Gleis von Piko.

Links Roco Line ohne, rechts mit Gummibettung. 10:0 für Styroplast.

Das Prinzip ist einfach: Pro Gleis erhält man eine Bettung, die aus einem festen, haltbaren Material (‚Styroplast‘) besteht. Passend zum Gleisstück oder zur Weiche sind Vertiefungen eingebracht, die das Gleis ganz einfach festklemmen. Drumherum ist Korkschotter aufgebracht.

Prinzip-Darstellung.

Manchmal muss man am Gleis-Ende kleine Vertiefungen einschneiden, für die Querstege der Gleise. Das ist mit einem kleinen Cutter schnell erledigt. So lassen sich auch schnell Vertiefungen für Schalt-Kontakte oder Anschlussklemmen einbringen.

Vorn rechts erkennt man die Vertiefungen für Rocos Querstege. Diese sind nur bei Geraden notwendig, weil diese als Mehrfach-Längen angeboten werden.

Es gibt Spezial-Teile für Parallel-Strecken, gebogene wie auch gerade. Bei Geraden des A-Gleises muss man genau auf die Artikelnummern achten, weil Piko leider unterschiedliche Abstände der Schwellen umgesetzt hat. Außerdem bietet Merkur für Gebogene Überhöhungsstreifen an, damit’s noch eleganter aussieht.

Piko-A-Gleis Weiche in Styroplast Bettung. Ein bisschen extra-Schotter perfektioniert den Eindruck.
Für Pikos Weichen war man besonders vorsichtig, was die Bewegungs-Freiheit betrifft. Aber auch hier kann man mit einer dünnen Schicht losen Kork-Schotters die Optik weiter verbessern.

Außerdem bietet Merkur noch längliche Schotterplatten an, mit denen sich zwischen den Gleisen einheitliche Flächen darstellen lassen. Klar muss man diese Platten mit Schnitten in die Umgebung einpassen. Aber die Schnittstellen werden unsichtbar durch den erwähnten losen Schotter, den man diskret verklebt.

So genau passt ein A-Gleis in die Bettung.
Dieses hätte ebenfalls gepasst, wenn ich das mit den Schwellen gewusst hätte…

An Weichen-Verzweigungen muss man die Bettungen sauber abschneiden und die Schnittstelle mit dem separat erhältlichen Merkur-Schotter für H0 tarnen. So war das bei Merkur schon immer, und sofort fallen einem die Parallelen zum erst 1989 erschienenen RocoLine Gleis mit Bettung auf – die natürlich rein zufällig so wirken.

Sowohl das A-Gleis als auch RocoLine sehen in der Merkur-Bettung attraktiver aus, als mit ihren grauen Werks-Bettungen. Die ganze Modellbahn-Anlage bekommt augenblicklich eine angenehme und professionelle Wirkung. Und der eigene Rücken dankt es einem…

Ein Piko-Waggon auf RocoLine in Merkur-Bettung. Eine bunte Welt. 🙂

Man erspart sich mit diesen Bettungen eine Menge Arbeit, was das nervige Einschottern betrifft ( gibt’s leider noch keine App für…), und das Ergebnis überzeugt rundherum, mich wenigstens.

Man verklebt die Bettungen auf der Anlagenbrett und drückt die Gleise nur hinein – für einen Umbau nimmt man die Gleise einfach wieder heraus, raspelt man die Bettungen weg, verklebt neue Bettungen und drückt die neuen Gleise hinein. Fertig.

Vorteile der Styroplast-Bettung:

  1. Vorbildgerechtes Aussehen
  2. vollständige Auswahl
  3. einfach zu verarbeiten
  4. ersparen viel Arbeit
  5. seit Jahrzehnten bewährt
  6. ihren Preis wert
  7. keine Rückenschmerzen
  8. Wert der eigenen Gleise bleibt erhalten
Die Schotterplatte der Weiche gleicht man mit separaten Böschungsschrägen an die Anschlussgleise an.

Der einzige, allerdings kleine Kritikpunkt, der mir einfällt, ist das Geräusch der fahrenden Züge: In der Merkur-Bettung erzeugen sie durch das verwendete Material ein etwas helleres Roll-Geräusch, als man das von Gummibettungen kennt. Aber es ist noch immer leiser, als beim C-Gleis von märklin und Trix. Oder geoLine… Insofern: Irgendwas ist immer, und Soundloks machen meist‘ eh‘ mehr Krach. 🙂

Rechts erkennt man rosa eine (miese) Schnittstelle. extra Schotter lässt diese unsichtbar werden.

Fazit: So kritisch ich auch manchmal Produkte bewerte, hier ist das völlig anders: Die Merkur-Bettungen empfehle ich für jede Modellbahn-Anlage mit reinem Gewissen! 🙂

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Plastik-Pest bei Roco (4) BR042

Eine meiner Dampfloks blieb letztens schlagartig stehen. Bei der Ursachen-Forschung fand ich im Tender-Getriebe ein Stück Kunststoff. Herkunft ungewiss.

Zwischen den Zahnrädern fand sich der kleine schwarze Klipps.

Interessant ist, dass sowas nur bei relativ neuen Roco-Modellen vorkommt. Ich habe Fahrzeuge von Roco, die in den 70er, 80er und 90er Jahren produziert worden sind. Deren Kunststoffe sind einwandfrei.

Vielleicht sollte man also lieber ältere Roco Modelle kaufen…. Oder Alternativen von Piko.

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Pikos neue H0 Kurz-Kupplung 56046.

Diese Woche hat Piko eine eigene, neu entwickelte Kurzkupplung ausgeliefert. Hier eine kurze Besprechung.

Vor Längerem sandte ich der Firma Piko ein Pärchen älterer Kurzkupplungen als Produkt-Vorschlag. Hergestellt von Fleischmann in den 70er Jahren, die sogenannten ‚Fox-Kupplungen‘. Dessen Patente dürften längst abgelaufen sein.

Meine Idee war, dass Piko, bis dato ohne eigene Kupplung, diese Fox-Kupplung neu nachbauen könnte, aber dann eben 100% kompatibel zu Fleischmanns Kurz-Kupplung, deren Ankuppel-Verhalten bis heute eher reproduzierten Auffahrunfällen gleicht… So hätte der Markt endlich eine tolle, kompatible Kupplung, und Piko hätte sich als gewitzter Verbesserer inszenieren können (das liegt denen ja eigentlich).

Kurz, ich bekam meine Muster zurück mit der Anmerkung, man habe kein Interesse an einer Kupplung. Na gut, in Ordnung.

Dann folgten die nächsten Neuheiten, und darin fand sich eine V60 mit spezieller digital lösbarer Kupplung – die passte zwar zu kaum einer der bekannten Kurzkupplungen, war aber immerhin eine gute Idee.

Und im Jahr 2020 stellte Piko nun eine völlig neukonstruierte KK vor. Übrigens ohne dabei an ein Entkupplungsgleis für das hauseigene A-Gleis zu denken. Was finden wir also vor?

Die neue Kupplung

Man fühlt sich an eine ganze Reihe bereits vorhandener Kupplungen erinnert. Die klare Vorlage ist Fleischmanns bekannte Kurzkupplung, aber man findet auch Elemente der Roco-KK wieder. Dazu die zerklüftete Optik der aktuellen TT-Kupplung.

Aussehen

Mich erinnert Pikos neue KK an einen Hirschhornkäfer. Und sie ist in etwa auch genau so attraktiv. Mir gefallen diese ausladenden ‚Greif-Arme‘ nicht, aber Geschmäcker sind eben verschieden.

Der Kupplungskopf wurde weit unten angeordnet, damit die Puffer keinesfalls berührt werden. Ob auf Mittelleiter-Weichen die Pukos berührt werden können, das ist noch zu verifizieren.

Auf Puko-Weichen könnte das knapp werden…

Auswahl

Es gibt nur Steckkupplungen, nach Wahl mit oder ohne Strom-Übertragung. Höhenverstellbare

Kupplungen wie für viele Roco-Fahrzeuge notwendig, sind noch nicht angekündigt. Ebenso gibt es noch keine Digitalkupplung.

Funktion

Das Ankuppeln erfolgt ähnlich Fleischmann nur mit Schwung. Sanft Gegenrollen und Ankuppeln funktioniert nicht. Die Konstruktion mit zwei kleinen Kunststoffteilen, die sich im Kopf gegenseitig verschieben bewirkt keine Verbesserung gegenüber Vorhandenem. Dabei wäre es so einfach gewesen, aber ich will hier niemandem die Arbeit abnehmen.

Oben der Entkupplungs-Stift, unten der kleine Kupplungs-Haken.

Da in einem YouTube-Video das Einkuppeln als „gerade im Vergleich zur Fleischmann Profi-Kupplung angenehm leicht“ beschrieben wird, bitte ich die Leser darum, die betreffende Szene genau zu betrachten: Zum Ankuppeln wird ein Waggon händisch gegen eine stehende Lok geschoben. Ein ziemlich billiger Trick, sowas nennt man: Schummeln. Zumal im Fazit dann doch Kritik geäußert wird.

Die Kupplungs-Verbindung bleibt meiner Erfahrung nach sicher zusammen, dennoch kann man die Fahrzeuge sogar nach oben herausnehmen, ähnlich Fleischmann oder Roco.

In den Entkupplungsstegen zeigen sich kleine Ösen. Der Verdacht liegt nahe, dass Digital-Kupplungen folgen werden. Aber die normalen Kupplungen hätte man ohne diese Ösen ausliefern sollen. Das sieht wie ein Bastel-Rest aus.

Schön ist anders.

Die oft genannte Funktion der Strom-Übertragung ist wohl nur für märklin-Fahrer interessant, die nicht unter jedem Wagen mit Licht einen Schleifer haben wollen. Aber märklin hat bereits eigene Strom führende Kupplungen, ein-, zwei- und vierpolig. Dort herrscht also wirklich kein Bedarf.

Zusammengekuppelt von oben. Nett gemeint.

2L Fahrer brauchen keine Mittelschleifer, das funktioniert bekanntlich alles über die Räder. Jeden Wagen mit eigener Versorgung auszustatten ist auf jeden Fall eleganter, als um die Kulissen mit Kabeln herumzuheddern, die irgendwann durch die fortwährende links-rechts-Bewegung abreißen können. Dann lieber die Kabel im Drehgestell jeweils nach oben führen, und die Sache hält (fast) ewig. Und ja, ich habe eigene Erfahrungen mit solchen Kupplungen.

Kompatibilität:

Nix da. Pikos Kupplung ist zu keiner anderen Kupplung kompatibel. Piko reißt eine völlig eigene Baustelle auf, wie auch schon mit der fragwürdigen Spezial-Schnittstelle im ICE4. Piko möchte die eigenen Kunden in Abhängigkeiten bringen. Aber: Was bei märklin (noch) funktioniert, das empfinden 2L-Fahrer schnell als Bevormundung.

Anstelle sich an den Gegebenheiten des Marktes zu orientieren und sich dort einzugliedern, um gemeinsam erfolgreich zu werden, hält man bei Piko eigensinnige Wege für den Schlüssel zum Erfolg.

Man kann das mutig finden. Oder auch anmaßend.

In jedem Fall bringt es Unruhe, und genau die brauchen die Menschen in diesen Zeiten schon mal gar nicht.

Fazit:

Um Herrn Grönemeyer zu zitieren: „Was soll das?“ Pikos neue Kurzkupplung sieht weder besonders fein aus, noch kuppelt sie sanft ein. Andere, zum Teil Jahrzehnte ältere Lösungen sind praxisnäher konstruiert. Dazu kommen recht hohe Preise, während gerade Roco seine Kupplungen in Großpackungen besonders günstig anbietet. Ich habe den Eindruck: Das war nichts, leider.

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Allgemein Anlagenbau Gedanken Spur N

Herpa N – Epoche 4 für 1:160

Typische Gebäude für die frühe Epoche 4 hatte herpa im Programm – und zwar zeitgenössisch, schon in den 70er Jahren. Heute schlummern die Formen dieser schönen Bauten bei Faller.

ex-herpas Bahnhofs-Ensemble 601, dazu passend ein ET403 (Lima N).

Mit Geschmack ist das so eine Sache. Obwohl gerade in der Baugröße N schon immer ‚moderne‘ Züge unterwegs waren und sind, entsprechen die dazu angebotenen Gebäude-Bausätze eher weit zurückliegenden Epochen. Weil die Anbieter der Meinung sind, die Modellbahner wollten das so. Zum Glück gab und gibt es Ausnahmen.

Das Stadt-Cafe 605 von herpa. Sehr schick in Szene gesetzt.

Natürlich sind zum Beispiel Fallers Stadthäuser sensationell gemacht; ihr ursprünglicher Hersteller Pola hatte in den 80er Jahren ganze Arbeit geleistet: Pola versorgte damals die N-Bahner mit Gründerzeit-Häusern in feiner Gestaltung, ähnlich wie sie das zeitgleich in H0 gestartet hatten. Endlich konnte man den bis dahin bestimmenden Fachwerk-Häusern entkommen.

Vollmer bot diesen Stadt-Bahnhof unter der Nummer 7500 an. Auf älteren Kartons stand N / TT – aber nur zu N passen die Größenverhältnisse wirklich.

Auch unter ‚Vollmer‘ gibt es ein Stadt-Sortiment, allerdings deutlich moderner, nämlich im typischen Stil der 50er/60er Jahre. Im Maßstab zum Teil leicht geschrumpft passen diese Bausätze nicht unbedingt direkt neben die Pola-Häuser, obwohl der Stil-Mix an sich in deutschen Städten so vorkommt. Aber vor allem als stilfestes Ensemble sind diese Bausätze wirklich schön anzusehen: Viessmann bietet sie noch heute unter dem Logo ‚Vollmer‘ fast komplett an. Leider fehlt noch immer der kultverdächtige grüne ‚Kachel‘-Stadtbahnhof 7500; den bekommt man aber noch oft via Ebay.

Häuser nach Vorbildern der 70er bis 90er Jahre sind in N sehr selten, dabei wären diese dank vereinheitlichten Baustils in Nord und Süd gleichermaßen gut verkäuflich.

Was für ein spektakuläres Titelbild. 😀

Nun fiel mir vor Jahren ein herpa-Katalog aus den 70er Jahren in die Hände. Ich war gerade neugierig dabei, die Baugröße N auf ’neueste Neuigkeiten‘ zu checken. Und wie das so sein kann im Leben, das genaue Gegenteil fand mein Interesse: Herpa hatte nämlich Ende der 60er Jahre begonnen, für die damals nagelneue N-Bahn Gebäude zu entwickeln, die dem zeitgenössischen Stil entsprachen. Herpa war also höchst aktuell „am Puls der Zeit“, wie man so sagte.

Die Bahnhofs-Halle von herpa. Im Hintergrund ein ‚TEE‘.

Augenblicklich faszinierte mich das Foto des Bahnhofs: Im sachlichen Stil der 60er Jahre, hoch aufbauend und mit großen Fensterflächen machte das Gebäude richtig was her. Dazu gab es zwei passende Anbauten ‚Post‘ und ‚Bank‘ und zudem zwei artverwandte Stellwerke. Das gefiel mir über alle Maßen. Dass man gegen die durchleuchtenden Wände etwas tun müsste, das war mir schnell klar.

Die Post von herpa. Mit TEE. Mehr Epoche 3 / 4 geht nicht, oder?

Außerdem entdeckte ich die Reihenhäuser, die seit langer Zeit Fallers Sortiment bereichern, das ‚Atelier-Haus‘ und auch Alpenländisches… Nicht zu vergessen, das coole Stadt-Café mit seinem runden Vorbau. Für mein Dafürhalten hatte man bei herpa damals ein goldenes Händchen. Augenblicklich wurde Google doch noch mein Freund…

Eine Zeichnung aus herpas Anleitung.

…und in relativ kurzer Zeit erwarb ich für angenehm niedrige Preise sämtliche Bausätze dieser Serie und untersuchte sie auf Konzeption und Qualität.

so ein schönes klassisches Konzept.


Dabei fand ich heraus, dass man zu der Zeit konstruktiv wirklich anders gedacht hat, als heute. Oft müssen Wände einfach stumpf aneinander geklebt werden. Und man muss beim Zusammenbau mit viel Bedacht vorgehen:

Faller hat das Brückenstellwerk von herpa neu aufgelegt. Und leider mit sehr alten Modellen dekoriert.

Ende der 60er Jahre setzte man ein gutes Vorstellungsvermögen voraus. Insbesondere auch, was die Anleitungen betraf, die heutigen Einsteigern eher kryptisch vorkommen dürften. Prompt unterliefen mir beim Zusammenbau ein paar Fehlerchen, aber das ist nicht weiter schlimm: 1. Man lernt nie aus und 2. hatte ich mir ohnehin jeweils zwei Bausatz-Exemplare an Land gezogen. ?

Schließlich stand der Bahnhof komplett vierteilig auf seinen Plattformen (mit Treppen!) vor mir, und ich war zum ersten Mal seit langer Zeit über ein Modellbahn-Produkt so richtig glücklich, obwohl steinalt (die Bausätze, nicht ich). Genau so hatte ich mir meinen Modell-Bahnhof immer gewünscht. Nix hier mit ’niedlicher Kleinstadt‘, sondern klare, sachliche Moderne, wie sie zum Beispiel im ehemals zerstörten Ruhrgebiet noch heute üblich ist – und überdies extrem signifikant für die Zeit und das Land, in der / dem ich aufgewachsen bin.

Nebengebäude 1: Die ‚Post‘. Das Dach wird später natürlich angeklebt. Fegen schadet nicht. Der Sendemast…
...sendet offenbar schräge Programme. *harr harr*.

Neugierig erkundigte ich mich bei herpa nach etwaigen Vorbildern. Netterweise kam postwendend (das sagt man heute gar nicht mehr, oder?) die Antwort, nein, konkrete Vorbilder gebe es nicht; man habe sich vom damals aktuellen Baustil inspirieren lassen. Tja, ich würde mal sagen: Guter Job! 😀 Denn auch 50 Jahre später kann man diese Bausätze aus Originalfertigung noch immer richtig klasse finden. 🙂 Stilistisch erinnert der Bahnhof ein bisschen an Heidelberg.

Die Empfangs-Halle mit zeitgenössischem VW-Käfer (Wiking).
Aus der vor-Graffiti Zeit. Alles schön sauber. 🙂 Diese Fenster mit bräunlichen Rahmen oben-innen ließen sich zu Durchgängen in die beiden Nebengebäude umgestalten…

Nun höre ich von Hersteller-Seite oft zur Frage nach modernen Bauten, auch in Bezug auf die Jetztzeit, „sowas will doch keiner“. Ist das wirklich so? Die stets moderne N-Bahn muss großteils an Gebäuden vorbeifahren, die überhaupt nicht mehr zu ihnen passen. Vorbildtreue hört ja nicht bei den Fahrzeugen auf.

Nebengebäude 2, ehemals auch als Sparkasse erhältlich. Man sieht, dass die Treppen der zusätzlichen Bodenplatten keineswegs einheitlich sind, obwohl alle unter der Nummer ‚612‘ angeboten worden sind. Bei einer Neuauflage könnte man auf Einheitlichkeit achten.

Mir gehen Geschmacks-Diktatoren sowieso auf den Keks. Warum manche Zeitgenossen Anderen ständig vorschreiben wollen, was sie zu mögen und vor allem abzulehnen haben, das erschließt sich mir nicht.


Wieviele N-Bahner kriegen im Handel zu hören „Kaufen Sie sich endlich mal eine ordentliche Modellbahn, H0 oder so!“ Sogar ein Fachzeitschriften-Schreiber äußerte sich wörtlich so zu mir. Kann ja nicht jeder reflektiert sein. Oder auch nur respektvoll.

So sieht die herpa Bahnhofsgrundplatte 612 aus. Klug erdacht. 🙂

Derzeit genießt die Epoche 4 bei Modellbahnern eine ungeahnte Popularität. In H0, TT und N erscheinen derzeit viele neue Modelle nach Vorbildern der 70er und 80er Jahre. Da sollte die Umgebung schon dazu passen. Und die 90er Jahre stehen schon in den Startlöchern. Fachwerk und Altbauten sind an Orten, an denen Schnellzüge auch wirklich anhalten, nicht unbedingt in der Mehrzahl…

Auch so typisch für die Nachkriegszeit: Alles schön sauber abgezirkelt dargestellt. Der Krümel-Baum steht natürlich nur für das Foto herum, das wird später nett bepflanzt.

Vielleicht legt Faller diese Herpa Bausätze wieder auf, ausdrücklich als Ensemble gekennzeichnet und in angenehmen Farben (weniger blaugrau) – ich würde auch noch eine dritte Garnitur abnehmen. ?

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Allgemein Gedanken Spur N

Minitrix & Fleischmann-Piccolo – Unheiteres Sägen am eigenen Ast.

Die Modellbahn in 1:160 ist eine tolle Sache: Viel älter, als H0 (N: 1912, H0: 1935) und außerdem platzsparend. In letzter Zeit häufen sich Beschwerden über die Qualität der N-Lokomotiven und Waggons. Und das wird so langsam gefährlich.

Wenn man ein Produkt erwirbt, egal welcher Art, dann möchte man den geforderten Preis widergespiegelt bekommen. Durch Qualität, Features und / oder den Markennamen. Denn die Modellbahnerei ist vor allem auch eine Identifikations-Möglichkeit. Es gibt Hersteller, die ihre Kunden mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis über Jahrzehnte erfolgreich an sich binden. Betrachtet man aber die jünsten Auslieferungen der beiden großen Namen in der Baugröße ‚N‘, dann entstehen Zweifel, ob das so noch lange gutgehen kann.

Der Spur N erging es ein bisschen, wie der Musik-Cassette gegenüber der Schallplatte: H0 und LP waren zuerst da – also verehrt man sie als ‚heilig‘. Die modernere Variante, also die N-Bahn oder eben die Cassette, kamen später, wurden zuerst verlacht und später zumindest fortwährend diskriminiert. Wie ein Generations-Konflikt, der stur über Jahrzehnte ausgetragen wird.

Allerdings kann es auch vorkommen, dass das Geschmähte sich selbst torpediert, indem zum Beispiel billigeres Band-Material verwendet wird und sich die Haltbarkeit verschlechtert. Die Kunden nehmen dann schnell Abstand. Ähnlich ergeht es derzeit leider der Spur N.

Fleischmann-‚piccolo‘ – inzwischen ein Trauerspiel.

Eine ganze Reihe von Händlern berichten, dass sie unter den vielen, vielen reklamierten Fahrzeugen in Schachteln mit erneuertem ‚Fleischmann‘-Logo (mit abgeschnippeltem ‚M‘) geradezu „absaufen“. Einige Äußerungen klangen geradezu verbiestert, weil es derartiges bei original-Fleischmann nicht gegeben hat. B-Ware? Wie man hört, damals allerhöchstens Geheimsache. Und heutzutage der Normalfall?

Nun ist Fleischmann-‚piccolo‘ für viele N-Bahner das Synonym für die N-Bahn, vor allem, seitdem Hornbys eigentümliche Mannschaft die Marke ‚Arnold‘ vom Kult-Produkt zum HaveBeen hat verkommen lassen. Auf die Piccolo war Verlass gewesen. Längst aber hat eine Erosion des Vertrauens eingesetzt, und so etwas ist schwer zurückzugewinnen – speziell im Fall der Firma, der die Fleischmann-Formen inzwischen gehören.

Mir ist es eigentlich egal, wo Modellbahnen produziert werden. Klar ist mir eine Fertigung im eigenen Land am Liebsten. Wir sprechen hier immerhin über Deutschland, und hier ging mal was. Die Firma Sandakan in China hat in den Nullerjahren brilliante Qualität geliefert, an alle möglichen Hersteller, die ich hier natürlich nicht nenne. Leider gibt es diese Firma nicht mehr. Und was aktuell in Fleischmann Kartons ausgeliefert wird, das hat mich ein paar Mal vom Kauf Abstand nehmen lassen – gut für die Nerven derer Entscheider, schlecht für ihren Umsatz.

Minitrix – absurd teuer, Qualität frustrierend.

Ähnlich ergeht es leider der Minitrix, und damit sind gleich beide großen Namen der Spur N im europäischen Raum angeschlagen. Zusammen mit Arnold Anfang der 60er Jahre war Trix Begründer der N-Bahn, aber heute erkennt man die Marke kaum noch wieder. Eine Märklinisierung hat eingesetzt, die den N-Bahnern nicht schmeckt. Was in H0-AC funktioniert, das läuft in N angesichts der großen Konkurrenz, international zudem, noch lange nicht.

Decoder in den Loks ab Werk – geschenkt. Schließlich konfiguriert niemand sein Smartphone selbst. Aber jede neue Lok ab Werk mit Sound zu Listenpreisen von um 300 Euro, das wird in N auf Dauer nur noch eine Minderheit bezahlen wollen. Die N ist für den Massenmarkt gedacht, anders, als Z, die wirklich nur für eine sehr spezielle Klientel produziert aber bei märklin intern sogar bevorzugt wird. Schon eigenartig. Die N ist die Modellbahn für Jedermann, die de facto in jeder Wohnung Platz findet. Märklins bekloppte Preise torpedieren diesen Grundsatz.

Zudem: ‚Sound‘ in ‚N‘ klingt niemals wirklich satt. Das geht auch gar nicht, jedenfalls nicht nach derzeitigem Stand. Zudem sind märklins Soundfiles alles andere, als überzeugend.

Die Preise für die Sound-Loks und die aktuellen Personenwagen, deren Formen in weiten Teilen 20, 30 Jahre alt sind, und die heute pro Exemplar für 50 Euro angeboten werden, wirken in Summe schon etwas verzweifelt: Wenn die Stückzahlen nicht stimmen, dann versucht man eben, aus den wenigen verbliebenen Kunden mehr Geld herauszupressen.

Das Ergebnis aber wird sein, dass märklin das ungeliebte Kind ‚Minitrix‘ aufs Abstellgleis schiebt. Denn allein von „Rechtsanwälten und Ärzten“ wird die Minitrix nicht überleben.

Wieso ist der Minitrix-Steuerwagen kürzer, als seine Mittelwaggons…? ?

Abbgesehen von den Preisen stellen sich mehr und mehr Qualitäts-Probleme als Ärgernis heraus, eben, wie auch bei Fleischmann-N. Sie alle aufzuzählen, würde langweilig. Hier nur ein paar Beispiele aus meiner eigenen Erfahrung.

  • Mir ist kaum ein Minitrix-Fahrzeug aus der Fertigung von Anfang des Jahrtausends bis heute bekannt, dessen Achsen nicht irgenwie eiern. Wie das beim Fahren aussieht, kann man sich denken.
  • Die bananen-förmigen roten Doppeldecker auszuliefern war eine Frechheit. „Ist ja nur Minitrix“?
  • Aktuelle Kupplungen haben zuviele Schwimmhäute, sodass sie sich nicht frei in den Kupplungs-Schächten bewegen können.
  • Die Dächer aktueller Silberlinge sind zumeist verzogen, auch mal zu kurz, und dieser seitliche Überstand ist mir völlig neu.
  • Der Karlsruher Kopf von Minitrix ist kürzer, als seine Mittelwaggons. Eine Glanzleistung.
  • Dessen Schleppschalter funktioniert nicht, und die Radschleifer sind viel zu stramm, d.h. zu dick. Man muss hier nachträglich einen Decoder einlöten und feinere Radschleifer einbauen, damit sowohl Fahrverhalten als auch Beleuchtung überzeugen.
  • Kupplungshalter der neuen, teuren Minitrix-103 hängen schräg herab. Nach diversen Varianten denkt man wohl darüber nach, dieses Teil neu zu machen. Reichlich spät.
  • Die Fenster neuerer Minitrix-Silberlinge ragen seitlich nach außen aus dem Gehäuse. In H0 wäre derartiges unverkäuflich.
  • Die roten Zierstreifen der neuen 103 mit komplett rotem Rahmen sind ungleichmäßig dick und zudem ausgefranst aufgedruckt. Für mich ist die Lok deswegen uninteressant.
  • Die City-Bahn Köln-Gummersbach bekam stur kieselgraue Fensterrahmen, obwohl ihre Vorbilder großteils beigefarbene Fensterrahmen besaßen. In H0 hatte märklin vor Jahren sogar silberne Rahmen aufgedruckt, ebenso Piko in H0 und G sowie Tillig in TT. Soviel Unsinn. Gänzlich anders bei Fleischmann: Sowohl in H0 als auch N haben die Franken diese Fahrzeuge mehrmals in richtigen Farben ausgeführt.
    Wozu leisten sich die Hersteller eigentlich Dokumentations-Abteilungen?

Und so weiter…

…der lachende DriTTe…

Dabei hat inzwischen ein leiser Trend eingesetzt, hin zu kleineren Modellbahnen. In den 90er Jahren war H0 einfach ‚das Ding‘. Aber inzwischen merken mehr und mehr Modellbahner, dass man für H0 schon mehr Platz braucht, als ein blödes Türbrett. Teppichbahning ist auf Dauer unpraktisch. Und In N oder auch TT kann man schon mehr aufbauen.

Insofern ist es geradezu behämmert, ausgerechnet in N an der Qualität zu sparen, weil man hier einen belebenden Trend befeuern könnte. Aber man orientiert sich an den langjährigen Kunden, und offenbar geht man davon aus, dass diese schon alles schlucken werden. Mitnichten. Wäre das so, gäb es kein Revival der Spur Null, die vor allem von älteren Herren gekauft wird.

Die Gleichgültigkeit der Entscheider (das müssen keineswegs immer die direkten Produktmanager sein) dürfte sich auf Dauer geschäftsschädigend auswirken. Wer vorhat, über die kommenden Jahrzehnte eine schöne Modellbahn-Sammlung in 1:160 aufzubauen, dem kann man leider nicht gerade die aktuellen Produkte der beiden großen Namen empfehlen. Immerhin, es gibt einen 50jährigen Backkatalog…

Ausgerechnet Tillig könnte das Versagen der Anderen freuen. Denn deren TT Sortiment zusammen mit Herstellern wie Kres, Kühn, Piko und ehemals Roco ergibt ebenfalls eine respektable Auswahl – in einer Baugröße, die Unvorbelasteten zumeist auf Anhieb sympathischer ist, als die N, die immerzu als „klein“ wahrgenommen wird. Nicht jeder braucht ein Status-Symbol, sondern wünscht sich einfach eine bezahlbare Modellbahn, die sich auch wirklich fest aufbauen lässt.

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BASS, BASS, wir brauchen BASS! (im TEE und Lyntog von Roco)

…rappt ‚Das Bo‘, und recht hat er: Auch Modellbahn-Loks klingen besser mit Bassreflex-Boxen.

Wer glaubt, dass die aktuell beliebten Lautsprecher im ‚Zuckerwürfel‘ Format guten Sound produzieren, hat noch nie die Bassreflex-Speaker von DCC Supplies gehört. Kurz gesagt: Die! Haben! Wumms!

…ein alter TEE von Roco mit LED-Innenbeleuchtung, Esu Sound und Bassreflex-Box.

Offensichtlich probehalber habe ich so ein Ding in einen TEE von Roco eingebaut und wohl ein bisschen naiv die Taste F1 gedrückt. …und eine Bestie erwachte zum Leben! 😀

Schnell das Dach aufgeklippst (die runden Gitter sitzen dann direkt über dem Lautsprecher), und es klingt direkt noch satter. Sowas in H0, das ist unglaublich und bedarf im Spielbetrieb dringend der Lautstärken-Regulierung.

Zwar passen diese Lautsprecher nicht überall hinein, aber in klassischen H0-Loks von Fleischmann und märklin kriegt man die schon unter.

Meiner Einschätzung nach sind das die derzeit besten Lautsprecher für Modellbahnen, die man kaufen kann. Apropos, Bezugsquellen sind entweder ebay oder natürlich die DCC Supplies Website:

https://www.dccsupplies.com/cl-108/miniature-speakers.htm

…könnte allerdings sein, dass man danach an normalen ‚Zuckerwürfeln‘ die Lust verliert.

Führerstände für Rocos TEE

Seit 1983 besitzt der ‚Trans Europ Express‚ von Roco den Makel, dass man durch die Fenster der Führerstände direkt auf die zumeist knallgrünen Platinen schauen kann – denn trotz der feinen Gehäuse-Detaillierung hat es nicht für die Nachbildung der Führerstände gereicht. Bis heute ist das so. ??‍♂️

Dabei gibt es inzwischen ein passendes Bauteil: Zum Erscheinen der dänischen Variante ‚Lyntog‘ (Blitzzug) konstruierte man bei Roco einen solchen Führerstand, der dann im speziellen Steuerwagen zum Einsatz kam. Dieser Führerstand passt aber auch in den Motorwagen und zwar so exakt, dass man Absicht vermuten darf. Leider ist man bei Roco zu doof, diesen Führerstand ab Werk in beide Fahrzeuge einzusetzen – der Jubi-TEE wird es zeigen, ob man in Österreich aufgewacht ist.

So sieht ein TEE bzw. ein Lyntog mit Führerstand aus.

Das Ersatzteil hat übrigens die Nummer 115347 und ist zur Onlinestellung dieses Artikels nicht lieferbar. Man sollte also immer mal wieder Rocos Ersatzteil-Website checken, ob sich daran etwas geändert hat. Denn wie die Bilder zeigen, wertet so ein Führerstand das Fahrzeug wirklich extrem auf.

Fehlt nur noch der oder (die beiden) Lokführer.

Bremsscheiben

Beim Vorbild besitzen die acht (vier) angetriebenen Räder auffällige Bremsscheiben. Auch deren Nachbildung spart sich Roco seit 1983, immerhin ist die Form der Räder in deren Bereich erhaben ausgeführt. Das erleichtert die Nach-Arbeit.

Bremsscheiben, wie sie sein sollen.

Verwendet habe ich kein normales Silber (das kann ja jeder), sondern Humbrol Polished Steel 27003. Diese Farbe pinselt man sorgfältig auf, lässt sie gut trocknen, und erst am nächsten Tag poliert man sie mit einem weichen Tuch glänzend, bis es ‚echt‘ aussieht. Der Effekt ist fantastisch.

Wer dabei eine gewisse Ungereimtheit feststellt, was Rad-Zentrum und in der Blende dargestellte Radlager betrifft, der hat recht: Diese sollten eigentlich übereinstimmen. Tun sie aber nicht. Und seltsamerweise findet sich ganz genau dieser Fehler auch beim märklin-Modell aus 2002. Welches überdies ebenfalls keine Führerstände besitzt. ?Also wirklich. ZUFÄLLE gibt es…

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Plastik-Pest bei Roco (3) 56277

Ein rausgebrochenes Achslager.

Ich wollte die Achslager schmieren. Eine schlechte Idee, wie man sieht. Ansonsten bitte den Text zu ‚Rocos Plastikpest 2‘ lesen…

Übrigens, ich besitze ‚Roco‘ Fahrzeuge aus den 70er und 80er Jahren, die jedes Verbiegen entspannt mitmachen. Die sehen genauso aus, wie damals. Es geht also.

??‍♂️