Hobbytrain SVT 137 in Spur N.

Schigges Ding, made in Düx. (Das Vorbild wurde in Köln-Deutz gebaut.)

Spielen oder Anschauen – der Zweck mancher Modellbahn-Fahrzeuge erschließt sich nicht immer sofort. Viele Fahrzeuge, die von Lemke geliefert werden, sehen zwar nett aus. Aber die Konstruktions-Qualität lässt (zu) oft zu wünschen übrig.

Der Triebzug SVT137 ist so ein Beispiel. Aus der Packung heraus sehr schick, fein detailliert und sauber bedruckt. Es gibt ihn sogar mit Sound. Wenn man aber mehr will, als nur draufschauen, nämlich spielen, dann geht es los.

  1. Die Beleuchtung rot/gelb müsste natürlich rot/gold-weiß sein, und die LED nebeneinander (!) anzuordnen führt zu ungleichmäßiger Verteilung. Wirklich dämlich.
  2. Stromabnahme über labberig aufgelegte Bleche, typisch z.B. für Kato, aber auf Dauer ein Stör-Faktor. Hier müssen Lötverbindungen her.
  3. Die Fahrzeuge sind allesamt viel zu leicht. Gerade in engeren Radien (R2, R3) hebeln sich die mittleren Drehgestelle heraus.
  4. Keine Innenbeleuchtung eingebaut oder gar vorgesehen.
  5. Der Lautsprecher besetzt gleich diverse Sitzreihen, deren Lehnen sogar gekürzt wurden.
  6. Die Befestigung der Gehäuse ist sehr schlampig ausgeführt. Sogar an den Spitzen bewegen sich Ober- und Unterteil auseinander.
Schni, Schna, Schnappi…

Angesichts des hohen Preises eine lumpige Konstruktion – schick, aber praxisfern. Also, was tun?

zu 1. Die blöden LED habe ich gegen goldweiße ausgetauscht: https://www.modelsector.com/leuchtdioden-und-zubehoer/led-2mm-tower/kurzkopf–led-2mm-warmwei-klar.php

Safety first – derart angeschlossen ist die Stromaufnahme ungleich sicherer. Man sollte den Litzen allerdings deutlich mehr Spiel gönnen, sie also länger halten, als ich das hier zuerst tat…

zu 2. Alle aufgelegten Bleche wurden entfernt und durch gelötete Kabelverbindungen ausgetauscht. Ja, das ist eine aufwändige, fummelige Arbeit, weil der ganze Zug neu verkabelt werden muss. Aber so minimiert man Probleme mit der Stromabnahme und bringt das Fahrzeug auf ein technisches Niveau, das bei anderen Herstellern ab Werk der Fall ist.

Gewicht im Steuerwagen, und dann klappt auch ‚rückwärts fahren‘ ohne Entgleisungen.

zu 3. Gewichte aus dem Autoreifenbedarf (!) helfen, pro fahrzeug jeweils zwei. Der Mittelwaggon bekommt zwei in seine Bodenwanne, nahe den Drehgestellen. Im Endwagen ohne Motor platziert man ein Gewicht in die Bodenwanne nahe dem inneren Drehgestell, das andere klebt man über das vordere Drehgestell, der Fahrsicherheit wegen. Der Motorwagen erhält seine zwei Gewichte auf den blauen Kunststoff.

Damit das Gehäuse wieder draufpasst, muss hier der Schaumstoff von den Gewichten weggeschnitten werden. Sekundenkleber-Gel hält die Dinger fest, lässt sich aber im Zweifel wieder entfernen.

Elektrisches Licht für alle, vom Decoder aus schaltbar.
Hier erkennt man die beiden Gewichte, dazu die kleine LED-Platine und die Kabel, die zum Decoder führen.

zu 4. Mit den üblichen, stabilen Lichtleisten von Eickmann oder Hufing lässt sich eine nette Beleuchtung einbauen. Die Verkabelung gestaltet sich zwar mühselig, weil man hier in Schlangenlinien vorgeht, aber das Ergebnis ist schon schick. …ob andere Produkte besser sind, werde ich eines schönen (Sonnen-)Tages mal ausprobieren. Der Anschluss erfolgt wegen der altmodischen Schnittstelle direkt an den Lokdecoder, der die Funktion F1 separat schalten können sollte.

zu 5. Die Einrichtung habe ich grau grundiert und die Sitze in einem netten Grün gestrichen, einfach, weil’s mir so gefällt. Die Spezial-Abteile im Steuerwagen erhielten braune Wände.

zu 6. Um die Gehäuse sinnvoll zu befestigen kann man sich erstmal mit dünnem Doppelklebeband behelfen. Aber die ‚Nasen‘ gehen dann trotzdem auseinander. Das ist echt gedankenlos konstruiert. Allerdings könnte man sich mit einer Schraub-Verbindung behelfen. Dazu reiche ich demnächst was nach. Der Schni-Schna-Schnappi-Look kann ja so nicht bleiben.

Außerdem: …ein Glockenanker-Motor wird folgen, das ist mal klar. 🙂

Fazit: Eine schöne Hülle macht noch kein gutes Modell. Die billige Stromabnahme über Bleche ist bei Lemke Usus. Aber nur, weil die das schon immer so machen ist es noch lange nicht gut. Den Ärger haben die Kunden, denn irgendwann läuft Federbronze an, und das war es mit dem Kontakt. Mir war es den Aufwand wert.

Lautlose N-Loks (03)

Auch Fleischmanns Dampfloks der BR 011 / 012 / 01.10 in Spur N sind super einfach umzubauen.

Unten der neue Motor im 3D-Druck Gehäuse, oben die zusätzlichen Gewichte.

Den passenden Motorsatz gibt es bei tramfabriek: https://tramfabriek.nl/drives-n.html

Bei der hier gezeigten Variante mit Stromlinien-Gehäuse passen zwischen Motor und Gehäuse zwei zusätzliche Gewichts-Plättchen, deren flexible Klebepads entfernt werden müssen. Für einen Decoder ließe man einfach eine Platte weg.

Sogar Modell-Konstruktionen aus den 70er Jahren machen mit den neuen Motoren noch viel mehr Spaß.

Im Ergebnis fährt die Lok nicht nur geschmeidiger, sie zieht auch mehr. 🙂

Lautlose N-Loks (02)

Für Fleischmanns ICE Triebköpfe 7440 / 7450 / 7452 bietet micromotors.eu einen Umbausatz an, inklusive Porto bezahlt man dafür rund 35 Euro. Mit neuen Schnecken und einer Schwungmasse ist alles dabei.

Man braucht eigentlich keine Anleitung. Ich habe alles nach Gefühl und mit Ausprobieren zusammengesteckt und zusammengeklebt. Der gesamte Umbau hat inklusive Löten nur etwa eine halbe Stunde gedauert.

Auseinander:

  1. Triebkopf demontieren.
  2. Herumdrehen und die Drehgestelle herausnehmen, dazu die seitlich eingesteckten Stangen entfernen.
  3. Die Platine herausnehmen, dazu die Klippse von oben vorsichtig zur Seite schieben.
  4. Den Fleischmann-Motor herausnehmen, dabei die zwei großen Zahnräder beiseite legen und nach Wahl die schwarzen Kunststoff-Schnecken von der Welle abziehen.
Original-Antrieb by Fleischmann. Decoder ist bereits eingebaut.
Auch hier sieht man den Kohle-Abrieb des Fleischmann-Motors. Den dadurch entstehenden Problemen entgeht man durch den Einbau des Glockenanker-Motors.

Neu zusammen:

  1. Den neuen Motor mit einem winzigen Klecks Sekundenkleber in seinem gedruckten Gehäuse fixieren, und zwar so, dass die Kabelanschlüsse waagerecht angeordnet sind.
  2. Das beiliegende schwarze Kabel mittig durchschneiden, beide Enden kurz ablängen, die Litzen verzinnen und jeweils ein Ende an den Motor löten.
  3. Auf die neuen Adapter-Röhrchen entweder Fleischmanns schwarze Schnecken komplett aufdrücken oder die neuen Messingschnecken komplett aufschieben und dabei festkleben.
  4. Auf ein Röhrchen die Schwungmasse aufschieben aber noch NICHT verkleben.
  5. Den Motorblock locker in seinen Platz im Metall-Rahmen legen und das Röhrchen ohne Schwungmasse einkleben, sodass die Schnecke mittig über dem Drehgestell-Halter liegt. Immer wieder in der Länge abgleichen hilft.
  6. Nun dasselbe mit dem zweiten Röhrchen.
  7. Erst wenn der Kleber das Röhrchen wirklich fixiert den Ort für die Schwungmasse mit der Aussparung im Rahmen abgleichen, einen kleinen Klecks Kleber auf das Röhrchen geben, die Schwungmasse draufschieben und – warten, bis alles wirklich fest ist.
  8. Nun Fleischmanns Motorkontakte von der Platine abbrechen und die kurzen Kabel vom Motor dranlöten.
  9. Platine sorgfältig wieder aufsetzen und mit allen Metall-Klippsen fixieren.
  10. Drehgestelle wieder einbauen; ein paar kleine Tröpfchen Öl auf die bewegten Teile schaden nicht.
  11. Sollte das Fahrzeug sich in Bezug auf die Beleuchtung falsch herum bewegen einfach die Motor-Kabel auf der Platine vertauschen, nicht unnötig direkt am Motor herumbraten. Das war es schon.
So sieht der neue Antrieb von micromotor.eu aus. Passt.
So werden die neuen Anschlusskabel für den Motor verstaut.
Decoder-Anschlüsse für Motor und Stromversorgung; auf der Platine müssen zwei Schnitte gesetzt werden, pink gekennzeichnet.
So habe ich die neuen LED angeschlossen. Etwas wüst, funktioniert aber prima. 🙂

Ich habe noch einen D&H Decoder eingebaut und die beiden Glühlampen gegen 19V LED ausgetauscht. Diese sind mir persönlich für diesen Zug aber zu funzelig, da kommt also noch Besseres.

Nun bewegt sich der ICE leise über die Gleise; nur das typische das Getriebegeräusch bleibt. Mir gefällt der Zug jetzt noch besser.

Lautlose N-Loks (01).

Robust aber laut, so kennt man die klassischen Antriebe von Arnold oder Minitrix. Neue, günstige Motor-Sets lassen die sägenden Geräusche schnell vergessen.

Diese unscheinbare Anordnung bewirkt exzellente Fahreigenschaften auch ältester N-Loks.

Drei neue Anbieter, tramfabriek, 1001-digital und micromotor, liefern für 25 bis 30 Euro alle Teile, um die originalen Krach-Motore zu ersetzen. Dabei sind ein (tatsächlich) fünfpoliger Glockenanker-Motor, ein Adapter für den Einbau aus dem 3D Drucker, eine oder zwei Röhrchen als Adapter sowie fallweise neue Schnecken oder sogar Schwungmassen.

Der Umbau geht meistens leicht von der Hand. Schnell sind die Einzelteile zusammengesetzt, dabei ist nur ein gewisses Augenmaß gefragt.

Eine Fachwerkstatt sollte diese Schnecken entfernen (für den Schnappschuss nur locker aufgesteckt). Diese vielen Beschädigungen sind das Resultat. Tja, wo ‚Engel‘ draufsteht kann eben auch ‚Bengel‘ drinsein.

Einziger Nerv-Faktor der Minitrix Motore sind ihre Schnecken. Sie werden oft wiederverwendet, sitzen aber extremst fest auf den Wellen. Diverse konsultierte Optiker, Schlüsseldienste und Feinmechaniker sind beim Versuch, die Wellen abzuziehen, an dieser Technik ‚Made in Germany‘ gescheitert, zumeist recht amüsiert („wieso muss das SO fest sein, wie lang sind die die Züge, meine Güte?!“) . Also vertraut man die Motore einer Modellbahn-Fachwerkstatt an, über Google und Ähnliche findet man welche.

Ich werde nun nach und nach verschiedene Umbau-Vorschläge zeigen, dabei beginne ich mit der einfachsten Möglichkeit, dem reinen Motortausch. Das Objekt ist eine blaue Kasten- 110 von Minitrix, produziert in Nürnberg 2002.

Obwohl die Form der Minitrix 110 seit Jahrzehnten existiert, gefällt mir die Lok ganz prima.

Anleitung:

  1. zwei lange, freie Litzen an den Motor löten
  2. den Motor vorsichtig in das 3D-Druck Gehäuse drücken, dabei die Litzen herausfädeln
  3. die Minitrix-Schnecken sauber auf die Enden der Röhrchen (‚Adapter‘ genannt) kleben
  4. die Adapter mit sehr (!) wenig Kleber auf den Motorwellen befestigen, zuvor immer wieder an der Lok die exakte Position prüfen
  5. Motorsatz vorsichtig seitlich in die Lok einschieben, dabei auf die Litzen durchfädeln
  6. Litzen sinnvoll kürzen und auf die Platine löten. Fertig.

Nun also zur Probefahrt. Der Effekt ist verblüffend: Eine zuvor nervig knurrende 110 von Minitrix bewegt sich nun angenehm geschmeidig und ohne jedes Geräusch über die Strecke. Das Fehlen der Schwungmasse macht sich nicht negativ bemerkbar, denn das war vorher nicht anders. Dynamisch und gleichmäßig fährt die Lok über die Anlage.

Und man lernt, dass der Mensch tatsächlich eine Art Gewohnheits-Tier ist: Nach Jahren mit lauten N-Loks meint man beim ersten Losfahren mit dem neuen Motor doch wieder etwas zu hören. Natürlich blanker Unsinn, denn Einbildung ist eben keine Bildung.

Also, die Lok ist leise. Man hört wirklich gar nichts, nur bei sehr hoher Geschwindigkeit bemerkt man dezent die Messing-Zahnräder arbeiten. Aber das klingt sogar ganz nett.

Ich bin rundum zufrieden. Die N-Bahn hätte ein viel besseres Image, wenn die Hersteller nicht über Jahrzehnte so schnarrende Antriebe eingebaut hätten.

Nach wenigen Tagen Fahrbetrieb bereits zeigte sich in der damals neuen Minitrix 110 Kohle-Abrieb. Die neuen Motore ersparen einem solche Erfahrungen.

Minitrix hat dieses Fahrwerk über Jahrzehnte baugleich verwendet für Lokomotiven der Baureihen 110, 111, 112, 114, 139 und 140. So ist es also möglich, einen großen Teil älterer und auch stein-alter Lokomotiven mit aktueller Antriebstechnik aufzuwerten und die alten Schätzchen neu zu entdecken. Antriebs-Sets für weitere Lokomotiven findet man auf den Websites, und es kommen fortlaufend neue Varianten dazu.

Hinweis: Meine blaue 110 war ein eigensinniger Fall, muss am Besitzer liegen. Denn nach dem Umbau saß der Motor noch minimal zu hoch, sodass die Schnecken lediglich die Zahnrad-Spitzen berührten. Diversen 3D-Gehäuse-Varianten später (danke nochmal an Sven!) griff ich zum Cutter und nahm mir autoritär das 3D Gehäuse vor:

So habe ich den Boden ausgeschnitten. Auch die Stirnseiten wurden leicht angepasst.

Boden sowie die stirnseitigen Aufnahmen des 3D-Gehäuses schnitt ich so weit aus, dass der Motor tief genug einsinken konnte. Eine gewisse Menge Sekundenkleber fixiert den Motor dann endgültig in seinem schwarzen Gehäuse, und alles passt.

Ob man bei Trix damals den Rahmen geändert hat, keine Ahnung. Wie gesagt: Ältere Auflagen der 110 / 111 / 112 / 140 lassen sich ganz einfach durch Umstecken umrüsten.

„Hören Sie auf, unsere Produkte zu kaufen“.

Jeder hat mal einen schlechten Tag, das kommt vor. Andere Menschen sind launisch, aus ihrer Natur heraus, das akzeptiert man. Und dann existieren Firmen, die den Eindruck erwecken, raue Umgangsformen gehörten zu ihren Einstellungs-Kriterien.

Bei eher im Spaß betriebener Ahnenforschung stellte sich heraus, dass ein Teil meiner Vorfahren aus Salzburg stammte. Diese wanderten dann aber freiwillig nach Ostpreußen aus, weil sie keine Lust hatten, gegen ihren Willen dem katholischen Glauben beizutreten. Renitenz ist also tief in meinen Genen verankert. 🙂

An diesen edlen Geistern hätte ich mich mal besser orientieren sollen, als man mir Mitte der 80er Jahre vielerorts von märklin abriet und statt dessen ein österreichisches Produkt ans Herz legte. Die „Rache der Gene“ ließ nicht lange auf sich warten…

So fing es an: Eine schöne, schwere V200 und ein umfassender Gesamt-Katalog.

Richtig happy war ich mit dieser Bahn nie, obwohl ich das Zeug viele Jahre gekauft habe. Denn deren propagierte Perfektion fand sich in der Realität eher selten wider, zudem: Ich ’spiele‘ gern mit meiner Modellbahn. „Betrieb machen“, das ist mir zu doof. Und wenn mich laaange Waggons davon abhalten, eine richtige Anlage aufzubauen, dann ist das echt ätzend.

Katalog 1985: Da war die Welt noch in Ordnung. Jodel-Diplome bis zum Horizont.

Absolut nichts mit Perfektion zu tun haben brüchige, rostende Gleise, abblätternde Farben an Loks und Waggons und eine sich fortsetzende Plastik-Pest. Dazu, ‚on top‘ sozusagen, gesellen sich die angesprochenen, fragwürdigen Manieren: Immer wieder kam es zu persönlichen Anfeindungen durch Marken-Mitarbeiter, einmal sogar explizit homophob; dies im Rahmen einer kurzen Zusammenarbeit. Kann man sich nicht ausdenken.

Das Zitat aus der Titelzeile fiel mir gegenüber im Frühjahr 2020 während eines Telefonates, weil ich mich trotz meiner diversen Reklamationen weigerte, die Namen von sich danebenbenehmenden Mitarbeitern auszuplaudern. Da war’s dann einer mehr. 🙂 Irgendwann tut man sich das nicht mehr an.

märklin achtet auf abwärts-Kompatibilität. Hoffentlich bleibt das so.

Denn schon seit den 90er Jahren beäuge ich die Produkt-Entwicklungen bei märklin, und das meiste davon macht mir Spaß: C-Gleis: Cool. Mfx: Genau so muss das sein. Neue Wagenlänge: Akzeptabel, mir gefällt’s und es ist mit Fleischmann in Grenzen kombinierbar.

Mittelleiter: Traditionell und eben ein Markenzeichen. (Plattenspieler sind auch wieder schick.) Kupplungen: nervig, es gibt aber Alternativen. Sondermodelle: Das Salz in der Suppe. (Ich will einen Quelle-Silberling! 🙂 ) Funktions-Wagen (Disco): Sensationell. Preise: Bemerkenswert, aber Liste bezahlt ja niemand. Das Sound-Thema kriegt man sicher noch geregelt.

„Wenn Sie mal eine super Idee haben für eine Kinder-kompatible Eisenbahn, dann sagen Sie uns das bitte.“ O-Ton aus Thüringen. Yo, Schwester. 🙂 Das hier! :-))

Alpha-Bahn, Start Up, (unseliger Mondolino) – märklin bemüht sich sichtbar und kreativ um Einsteiger-Modellbahner.

1987 bewarb märklin seine S-Bahnen mit einem Modell des Bahnhofs ‚Berlin Zoologischer Garten‘. Damals sogar verrucht, heute Dank einer Amazon-Serie wieder in den Schlagzeilen. Man beachte die angedeuteten Säulen im Untergeschoß!

Und während Andere mit einem verkopften Kernschrott namens „Next Generation“ ein veritables Voll-Fiasko erlebten, entwickelt märklin sein Kiddie-Programm namens ‚My World‘ fröhlich und erfolgreich weiter. Die märklin, ob professionell oder für die Kleinen, ist zum Spielen gemacht (und zum Sammeln), das beherzigt man in Göppingen, und Beides gefällt mir.

In Kombination mit den vielen neuen Piko-„Expert“ Modellen und sowieso allem, was der DC(C) Markt weltweit so hergibt, kann man viel Freude an der Modellbahnerei haben. Naja, und ein paar Modellen der Zickenmarke ist es natürlich weiterhin erlaubt, bei mir ihre Runden zu drehen. Schwarz-Weiß-Denke liegt mir nicht. Respekt aber schon.

märklin H0: Tradition und Moderne, Sammelleidenschaft und Spielspaß.

Die Schwaben sind mir als ‚Bergvolk‘ sowieso lieber, und ja, ich kenne die schwäbische Alp. 🙂 So bleibt mein Geld also zukünftig im eigenen Land, auch gut, so bin ich zufrieden; und immer dran denken: märklin baut mehr, als H0-Mittelleitergleise. Nicht wahr?

Minitrix Gleis-Geometrie, aufgeräumt & lang-kurz.

So einfach könnte es sein. Minitrix mit lang-kurz Geraden. Ja, eine Dreiwegweiche gab es mal…

Die Minitrix-Gleise sind eine solide Basis für die Modellbahn in Spur N, und im Gegensatz zu vielen anderen Gleis-Konzepten lassen sie dem Modellbahner viele kreative Freiheiten. Aber dass die vielen Minigleise für Weichenstraßen nicht zu Standard-Geraden zusammengefasst werden, das kann einem schon auf den Wecker gehen.

Das macht die Sache unpraktisch und belastet das Budget unnötig, denn bereits mit den vorhandenen Gleisen und nur wenigen Ergänzungen könnte märklin den Aufbau der Minitrix Anlagen dramatisch einfacher und sympathischer werden lassen.

Als ich vor einiger Zeit die Minitrix-Weichen 15° genauer betrachtete, fiel mir auf, dass diese dank ihrer geometrischen Konzeption die Möglichkeit für die praktische lang-kurz-Geometrie bieten. Wie es sie seit Langem bei märklin K, märklin-C, Trix-C, Roco geoLine und Piko-A gibt.

Also entwarf ich ein Gleis-Konzept, das sich hier etwas kunterbunt zeigt, dafür aber eindeutig zu erkennen ist:

Praktisch und klar. So sollte es sein.

Anstelle der bislang eingesetzten R4 als Gegenbogen zu Weichen nimmt man einfach die R5, dazu nur vier gerade Gleise in neuer Standard-Länge (wie bei anderen Gleis-Systemen auch) – und das war es schon. Vorbei ist die Stückelei.

Hier mit Bahnsteig-Gleisen:

Die Minitrix Gleis-Geometrie ist wirklich klasse.

Wäre doch nett, wenn die Minitrix-Bahner ihre Anlagen auch mit diesem Komfort aufbauen könnten, oder? 🙂

Herpa N – Epoche 4 für 1:160

Typische Gebäude für die frühe Epoche 4 hatte herpa im Programm – und zwar zeitgenössisch, schon in den 70er Jahren. Heute schlummern die Formen dieser schönen Bauten bei Faller.

ex-herpas Bahnhofs-Ensemble 601, dazu passend ein ET403 (Lima N).

Mit Geschmack ist das so eine Sache. Obwohl gerade in der Baugröße N schon immer ‚moderne‘ Züge unterwegs waren und sind, entsprechen die dazu angebotenen Gebäude-Bausätze eher weit zurückliegenden Epochen. Weil die Anbieter der Meinung sind, die Modellbahner wollten das so. Zum Glück gab und gibt es Ausnahmen.

Das Stadt-Cafe 605 von herpa. Sehr schick in Szene gesetzt.

Natürlich sind zum Beispiel Fallers Stadthäuser sensationell gemacht; ihr ursprünglicher Hersteller Pola hatte in den 80er Jahren ganze Arbeit geleistet: Pola versorgte damals die N-Bahner mit Gründerzeit-Häusern in feiner Gestaltung, ähnlich wie sie das zeitgleich in H0 gestartet hatten. Endlich konnte man den bis dahin bestimmenden Fachwerk-Häusern entkommen.

Vollmer bot diesen Stadt-Bahnhof unter der Nummer 7500 an. Auf älteren Kartons stand N / TT – aber nur zu N passen die Größenverhältnisse wirklich.

Auch unter ‚Vollmer‘ gibt es ein Stadt-Sortiment, allerdings deutlich moderner, nämlich im typischen Stil der 50er/60er Jahre. Im Maßstab zum Teil leicht geschrumpft passen diese Bausätze nicht unbedingt direkt neben die Pola-Häuser, obwohl der Stil-Mix an sich in deutschen Städten so vorkommt. Aber vor allem als stilfestes Ensemble sind diese Bausätze wirklich schön anzusehen: Viessmann bietet sie noch heute unter dem Logo ‚Vollmer‘ fast komplett an. Leider fehlt noch immer der kultverdächtige grüne ‚Kachel‘-Stadtbahnhof 7500; den bekommt man aber noch oft via Ebay.

Häuser nach Vorbildern der 70er bis 90er Jahre sind in N sehr selten, dabei wären diese dank vereinheitlichten Baustils in Nord und Süd gleichermaßen gut verkäuflich.

Was für ein spektakuläres Titelbild. 😀

Nun fiel mir vor Jahren ein herpa-Katalog aus den 70er Jahren in die Hände. Ich war gerade neugierig dabei, die Baugröße N auf ’neueste Neuigkeiten‘ zu checken. Und wie das so sein kann im Leben, das genaue Gegenteil fand mein Interesse: Herpa hatte nämlich Ende der 60er Jahre begonnen, für die damals nagelneue N-Bahn Gebäude zu entwickeln, die dem zeitgenössischen Stil entsprachen. Herpa war also höchst aktuell „am Puls der Zeit“, wie man so sagte.

Die Bahnhofs-Halle von herpa. Im Hintergrund ein ‚TEE‘.

Augenblicklich faszinierte mich das Foto des Bahnhofs: Im sachlichen Stil der 60er Jahre, hoch aufbauend und mit großen Fensterflächen machte das Gebäude richtig was her. Dazu gab es zwei passende Anbauten ‚Post‘ und ‚Bank‘ und zudem zwei artverwandte Stellwerke. Das gefiel mir über alle Maßen. Dass man gegen die durchleuchtenden Wände etwas tun müsste, das war mir schnell klar.

Die Post von herpa. Mit TEE. Mehr Epoche 3 / 4 geht nicht, oder?

Außerdem entdeckte ich die Reihenhäuser, die seit langer Zeit Fallers Sortiment bereichern, das ‚Atelier-Haus‘ und auch Alpenländisches… Nicht zu vergessen, das coole Stadt-Café mit seinem runden Vorbau. Für mein Dafürhalten hatte man bei herpa damals ein goldenes Händchen. Augenblicklich wurde Google doch noch mein Freund…

Eine Zeichnung aus herpas Anleitung.

…und in relativ kurzer Zeit erwarb ich für angenehm niedrige Preise sämtliche Bausätze dieser Serie und untersuchte sie auf Konzeption und Qualität.

so ein schönes klassisches Konzept.


Dabei fand ich heraus, dass man zu der Zeit konstruktiv wirklich anders gedacht hat, als heute. Oft müssen Wände einfach stumpf aneinander geklebt werden. Und man muss beim Zusammenbau mit viel Bedacht vorgehen:

Faller hat das Brückenstellwerk von herpa neu aufgelegt. Und leider mit sehr alten Modellen dekoriert.

Ende der 60er Jahre setzte man ein gutes Vorstellungsvermögen voraus. Insbesondere auch, was die Anleitungen betraf, die heutigen Einsteigern eher kryptisch vorkommen dürften. Prompt unterliefen mir beim Zusammenbau ein paar Fehlerchen, aber das ist nicht weiter schlimm: 1. Man lernt nie aus und 2. hatte ich mir ohnehin jeweils zwei Bausatz-Exemplare an Land gezogen. ?

Schließlich stand der Bahnhof komplett vierteilig auf seinen Plattformen (mit Treppen!) vor mir, und ich war zum ersten Mal seit langer Zeit über ein Modellbahn-Produkt so richtig glücklich, obwohl steinalt (die Bausätze, nicht ich). Genau so hatte ich mir meinen Modell-Bahnhof immer gewünscht. Nix hier mit ’niedlicher Kleinstadt‘, sondern klare, sachliche Moderne, wie sie zum Beispiel im ehemals zerstörten Ruhrgebiet noch heute üblich ist – und überdies extrem signifikant für die Zeit und das Land, in der / dem ich aufgewachsen bin.

Nebengebäude 1: Die ‚Post‘. Das Dach wird später natürlich angeklebt. Fegen schadet nicht. Der Sendemast…
...sendet offenbar schräge Programme. *harr harr*.

Neugierig erkundigte ich mich bei herpa nach etwaigen Vorbildern. Netterweise kam postwendend (das sagt man heute gar nicht mehr, oder?) die Antwort, nein, konkrete Vorbilder gebe es nicht; man habe sich vom damals aktuellen Baustil inspirieren lassen. Tja, ich würde mal sagen: Guter Job! 😀 Denn auch 50 Jahre später kann man diese Bausätze aus Originalfertigung noch immer richtig klasse finden. 🙂 Stilistisch erinnert der Bahnhof ein bisschen an Heidelberg.

Die Empfangs-Halle mit zeitgenössischem VW-Käfer (Wiking).
Aus der vor-Graffiti Zeit. Alles schön sauber. 🙂 Diese Fenster mit bräunlichen Rahmen oben-innen ließen sich zu Durchgängen in die beiden Nebengebäude umgestalten…

Nun höre ich von Hersteller-Seite oft zur Frage nach modernen Bauten, auch in Bezug auf die Jetztzeit, „sowas will doch keiner“. Ist das wirklich so? Die stets moderne N-Bahn muss großteils an Gebäuden vorbeifahren, die überhaupt nicht mehr zu ihnen passen. Vorbildtreue hört ja nicht bei den Fahrzeugen auf.

Nebengebäude 2, ehemals auch als Sparkasse erhältlich. Man sieht, dass die Treppen der zusätzlichen Bodenplatten keineswegs einheitlich sind, obwohl alle unter der Nummer ‚612‘ angeboten worden sind. Bei einer Neuauflage könnte man auf Einheitlichkeit achten.

Mir gehen Geschmacks-Diktatoren sowieso auf den Keks. Warum manche Zeitgenossen Anderen ständig vorschreiben wollen, was sie zu mögen und vor allem abzulehnen haben, das erschließt sich mir nicht.


Wieviele N-Bahner kriegen im Handel zu hören „Kaufen Sie sich endlich mal eine ordentliche Modellbahn, H0 oder so!“ Sogar ein Fachzeitschriften-Schreiber äußerte sich wörtlich so zu mir. Kann ja nicht jeder reflektiert sein. Oder auch nur respektvoll.

So sieht die herpa Bahnhofsgrundplatte 612 aus. Klug erdacht. 🙂

Derzeit genießt die Epoche 4 bei Modellbahnern eine ungeahnte Popularität. In H0, TT und N erscheinen derzeit viele neue Modelle nach Vorbildern der 70er und 80er Jahre. Da sollte die Umgebung schon dazu passen. Und die 90er Jahre stehen schon in den Startlöchern. Fachwerk und Altbauten sind an Orten, an denen Schnellzüge auch wirklich anhalten, nicht unbedingt in der Mehrzahl…

Auch so typisch für die Nachkriegszeit: Alles schön sauber abgezirkelt dargestellt. Der Krümel-Baum steht natürlich nur für das Foto herum, das wird später nett bepflanzt.

Vielleicht legt Faller diese Herpa Bausätze wieder auf, ausdrücklich als Ensemble gekennzeichnet und in angenehmen Farben (weniger blaugrau) – ich würde auch noch eine dritte Garnitur abnehmen. ?

Minitrix & Fleischmann-Piccolo – Unheiteres Sägen am eigenen Ast.

Die Modellbahn in 1:160 ist eine tolle Sache: Viel älter, als H0 (N: 1912, H0: 1935) und außerdem platzsparend. In letzter Zeit häufen sich Beschwerden über die Qualität der N-Lokomotiven und Waggons. Und das wird so langsam gefährlich.

Wenn man ein Produkt erwirbt, egal welcher Art, dann möchte man den geforderten Preis widergespiegelt bekommen. Durch Qualität, Features und / oder den Markennamen. Denn die Modellbahnerei ist vor allem auch eine Identifikations-Möglichkeit. Es gibt Hersteller, die ihre Kunden mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis über Jahrzehnte erfolgreich an sich binden. Betrachtet man aber die jünsten Auslieferungen der beiden großen Namen in der Baugröße ‚N‘, dann entstehen Zweifel, ob das so noch lange gutgehen kann.

Der Spur N erging es ein bisschen, wie der Musik-Cassette gegenüber der Schallplatte: H0 und LP waren zuerst da – also verehrt man sie als ‚heilig‘. Die modernere Variante, also die N-Bahn oder eben die Cassette, kamen später, wurden zuerst verlacht und später zumindest fortwährend diskriminiert. Wie ein Generations-Konflikt, der stur über Jahrzehnte ausgetragen wird.

Allerdings kann es auch vorkommen, dass das Geschmähte sich selbst torpediert, indem zum Beispiel billigeres Band-Material verwendet wird und sich die Haltbarkeit verschlechtert. Die Kunden nehmen dann schnell Abstand. Ähnlich ergeht es derzeit leider der Spur N.

Fleischmann-‚piccolo‘ – inzwischen ein Trauerspiel.

Eine ganze Reihe von Händlern berichten, dass sie unter den vielen, vielen reklamierten Fahrzeugen in Schachteln mit erneuertem ‚Fleischmann‘-Logo (mit abgeschnippeltem ‚M‘) geradezu „absaufen“. Einige Äußerungen klangen geradezu verbiestert, weil es derartiges bei original-Fleischmann nicht gegeben hat. B-Ware? Wie man hört, damals allerhöchstens Geheimsache. Und heutzutage der Normalfall?

Nun ist Fleischmann-‚piccolo‘ für viele N-Bahner das Synonym für die N-Bahn, vor allem, seitdem Hornbys eigentümliche Mannschaft die Marke ‚Arnold‘ vom Kult-Produkt zum HaveBeen hat verkommen lassen. Auf die Piccolo war Verlass gewesen. Längst aber hat eine Erosion des Vertrauens eingesetzt, und so etwas ist schwer zurückzugewinnen – speziell im Fall der Firma, der die Fleischmann-Formen inzwischen gehören.

Mir ist es eigentlich egal, wo Modellbahnen produziert werden. Klar ist mir eine Fertigung im eigenen Land am Liebsten. Wir sprechen hier immerhin über Deutschland, und hier ging mal was. Die Firma Sandakan in China hat in den Nullerjahren brilliante Qualität geliefert, an alle möglichen Hersteller, die ich hier natürlich nicht nenne. Leider gibt es diese Firma nicht mehr. Und was aktuell in Fleischmann Kartons ausgeliefert wird, das hat mich ein paar Mal vom Kauf Abstand nehmen lassen – gut für die Nerven derer Entscheider, schlecht für ihren Umsatz.

Minitrix – absurd teuer, Qualität frustrierend.

Ähnlich ergeht es leider der Minitrix, und damit sind gleich beide großen Namen der Spur N im europäischen Raum angeschlagen. Zusammen mit Arnold Anfang der 60er Jahre war Trix Begründer der N-Bahn, aber heute erkennt man die Marke kaum noch wieder. Eine Märklinisierung hat eingesetzt, die den N-Bahnern nicht schmeckt. Was in H0-AC funktioniert, das läuft in N angesichts der großen Konkurrenz, international zudem, noch lange nicht.

Decoder in den Loks ab Werk – geschenkt. Schließlich konfiguriert niemand sein Smartphone selbst. Aber jede neue Lok ab Werk mit Sound zu Listenpreisen von um 300 Euro, das wird in N auf Dauer nur noch eine Minderheit bezahlen wollen. Die N ist für den Massenmarkt gedacht, anders, als Z, die wirklich nur für eine sehr spezielle Klientel produziert aber bei märklin intern sogar bevorzugt wird. Schon eigenartig. Die N ist die Modellbahn für Jedermann, die de facto in jeder Wohnung Platz findet. Märklins bekloppte Preise torpedieren diesen Grundsatz.

Zudem: ‚Sound‘ in ‚N‘ klingt niemals wirklich satt. Das geht auch gar nicht, jedenfalls nicht nach derzeitigem Stand. Zudem sind märklins Soundfiles alles andere, als überzeugend.

Die Preise für die Sound-Loks und die aktuellen Personenwagen, deren Formen in weiten Teilen 20, 30 Jahre alt sind, und die heute pro Exemplar für 50 Euro angeboten werden, wirken in Summe schon etwas verzweifelt: Wenn die Stückzahlen nicht stimmen, dann versucht man eben, aus den wenigen verbliebenen Kunden mehr Geld herauszupressen.

Das Ergebnis aber wird sein, dass märklin das ungeliebte Kind ‚Minitrix‘ aufs Abstellgleis schiebt. Denn allein von „Rechtsanwälten und Ärzten“ wird die Minitrix nicht überleben.

Wieso ist der Minitrix-Steuerwagen kürzer, als seine Mittelwaggons…? ?

Abbgesehen von den Preisen stellen sich mehr und mehr Qualitäts-Probleme als Ärgernis heraus, eben, wie auch bei Fleischmann-N. Sie alle aufzuzählen, würde langweilig. Hier nur ein paar Beispiele aus meiner eigenen Erfahrung.

  • Mir ist kaum ein Minitrix-Fahrzeug aus der Fertigung von Anfang des Jahrtausends bis heute bekannt, dessen Achsen nicht irgenwie eiern. Wie das beim Fahren aussieht, kann man sich denken.
  • Die bananen-förmigen roten Doppeldecker auszuliefern war eine Frechheit. „Ist ja nur Minitrix“?
  • Aktuelle Kupplungen haben zuviele Schwimmhäute, sodass sie sich nicht frei in den Kupplungs-Schächten bewegen können.
  • Die Dächer aktueller Silberlinge sind zumeist verzogen, auch mal zu kurz, und dieser seitliche Überstand ist mir völlig neu.
  • Der Karlsruher Kopf von Minitrix ist kürzer, als seine Mittelwaggons. Eine Glanzleistung.
  • Dessen Schleppschalter funktioniert nicht, und die Radschleifer sind viel zu stramm, d.h. zu dick. Man muss hier nachträglich einen Decoder einlöten und feinere Radschleifer einbauen, damit sowohl Fahrverhalten als auch Beleuchtung überzeugen.
  • Kupplungshalter der neuen, teuren Minitrix-103 hängen schräg herab. Nach diversen Varianten denkt man wohl darüber nach, dieses Teil neu zu machen. Reichlich spät.
  • Die Fenster neuerer Minitrix-Silberlinge ragen seitlich nach außen aus dem Gehäuse. In H0 wäre derartiges unverkäuflich.
  • Die roten Zierstreifen der neuen 103 mit komplett rotem Rahmen sind ungleichmäßig dick und zudem ausgefranst aufgedruckt. Für mich ist die Lok deswegen uninteressant.
  • Die City-Bahn Köln-Gummersbach bekam stur kieselgraue Fensterrahmen, obwohl ihre Vorbilder großteils beigefarbene Fensterrahmen besaßen. In H0 hatte märklin vor Jahren sogar silberne Rahmen aufgedruckt, ebenso Piko in H0 und G sowie Tillig in TT. Soviel Unsinn. Gänzlich anders bei Fleischmann: Sowohl in H0 als auch N haben die Franken diese Fahrzeuge mehrmals in richtigen Farben ausgeführt.
    Wozu leisten sich die Hersteller eigentlich Dokumentations-Abteilungen?

Und so weiter…

…der lachende DriTTe…

Dabei hat inzwischen ein leiser Trend eingesetzt, hin zu kleineren Modellbahnen. In den 90er Jahren war H0 einfach ‚das Ding‘. Aber inzwischen merken mehr und mehr Modellbahner, dass man für H0 schon mehr Platz braucht, als ein blödes Türbrett. Teppichbahning ist auf Dauer unpraktisch. Und In N oder auch TT kann man schon mehr aufbauen.

Insofern ist es geradezu behämmert, ausgerechnet in N an der Qualität zu sparen, weil man hier einen belebenden Trend befeuern könnte. Aber man orientiert sich an den langjährigen Kunden, und offenbar geht man davon aus, dass diese schon alles schlucken werden. Mitnichten. Wäre das so, gäb es kein Revival der Spur Null, die vor allem von älteren Herren gekauft wird.

Die Gleichgültigkeit der Entscheider (das müssen keineswegs immer die direkten Produktmanager sein) dürfte sich auf Dauer geschäftsschädigend auswirken. Wer vorhat, über die kommenden Jahrzehnte eine schöne Modellbahn-Sammlung in 1:160 aufzubauen, dem kann man leider nicht gerade die aktuellen Produkte der beiden großen Namen empfehlen. Immerhin, es gibt einen 50jährigen Backkatalog…

Ausgerechnet Tillig könnte das Versagen der Anderen freuen. Denn deren TT Sortiment zusammen mit Herstellern wie Kres, Kühn, Piko und ehemals Roco ergibt ebenfalls eine respektable Auswahl – in einer Baugröße, die Unvorbelasteten zumeist auf Anhieb sympathischer ist, als die N, die immerzu als „klein“ wahrgenommen wird. Nicht jeder braucht ein Status-Symbol, sondern wünscht sich einfach eine bezahlbare Modellbahn, die sich auch wirklich fest aufbauen lässt.

Minitrix auf Ikea Vol.3 ☺️

Nur 200x60cm und doch viel Betrieb in Spur N, hier auf Minitrix Gleisen.

Eine kompakte Anlage im N-Maßstab mit vielen Fahrmöglichkeiten für lange Züge (ICE…)

Als Tipp kurz vor Weihnachten: Ikea offeriert in der Serie Linnmon eine Tischplatte mit den Abmessungen 200x60cm. Darauf lässt sich im N-Maßstab eine Modelleisenbahn mit großzügiger Fahrstrecke aufbauen. So ein ‚Brett‘ lässt sich auch dauerhaft zwischen Sofa und Wand aufstellen – zum Spielen kniet man einfach auf dem Sofa. Das hält beweglich. 😀 So findet das Hobby wirklich mitten im Leben statt, nicht irgendwo versteckt auf dem Dachboden oder im Keller.

Nur aus Gewohnheit habe ich die Gleise von Minitrix verwendet. Mit denen komme ich zurecht. Unter dem Logo Fleischmann bietet auch Roco zwei N-Gleissysteme an.

Mit diesem Konzept kommen viele Vorteile der Jetztzeit zusammen:

-> Ikea gibt es fast überall, man kann sich also ‚mal eben schnell‘ eine solide Grundplatte besorgen. Auf der stabilen Platte rollt auch langfristig eine moderne Spur-N Modellbahn.

-> Dank der allgegenwärtigen Digitaltechnik ganz wunderbare Fahreigenschaften zeigt.

-> Wer beschenkt wird oder sich auf dem Gebrauchtmarkt eine schöne Garnitur findet, kann alles das auf den klassischen Minitrix Gleisen fahren lassen, und zwar richtig großzügig.

-> Und wenn man umziehen muss, ist die Anlage kompakt genug, um unfallfrei in die neue Behausung transportiert zu werden. Und setzt dort sein schönes Hobby unverändert fort.

Passende Gebäude-Bausätze von Faller, Kibri oder Vollmer kann man sich nach und nach zusammenkaufen, Landschaftsteile und Grasmatten zum Beispiel von Busch oder Noch lockern die Gestaltung auf. Feine Figuren gibt’s bei Preiser, weniger feine, dafür originelle Figuren bei Noch.

So kompakt ist die Spur N gehalten, sie hat sich auch qualitativ längst bewährt. Hier ein Fleischmann-ICE1 Triebkopf auf einer Compact Disc.

Oben in der ‚Delle‘ könnte eine Burg-Ruine angedeutet werden, links die drei Abstellgleise sind für einen Lokschuppen vorgesehen, und an den Bahnsteigen können überzeugend lange Garnituren halten. Die beiden Eingleiser oben rechts können optisch als normale Bahnübergänge dargestellt werden.

Die genauen Artikelnummern finden sich im PDF, die Stückliste darunter.

Viel Spaß beim Modellbahn-Spielen, zum Beispiel in Spur N. 🙂

Minitrix auf Ikea Vol.2

Wer sich eine Modellbahn in Spur N zum ‚Spielen‘ aufbauen möchte, kann auch zu Ikeas günstigen Tischplatten namens Linnmon greifen. Auf 150×75 cm lassen sich ganz wunderbar Fahrstrecken aufbauen, man kann Häuserzeilen arrangieren und Rangieren üben.

Es gibt viele verschiedene Linnmon Tische bei Ikea. Auf diesem kann man viel variieren.

Warum gerade von Ikea? Weil es so einfach ist. Diese Tische bieten eine sehr preiswerte Lösung, dem Modellbahn-Hobby einen eigenen Raum zu geben. Aufbauen-Abbauen ist auf Dauer lästig. In alle Ruhe macht man sich auf so einem Tisch mit der Modellbahn vertraut.

Basierend auf den ‚ABC‘ Gleisplänen von Minitrix aus den 70er Jahren habe ich ein paar Pläne erstellt, die diese Fläche gut ausfüllen. Die PDF Dateien zeigen die Artikelnummern.

Die Minitrix-Gleise habe ich übrigens nur aus Gewohnheit verwendet; ich schreibe hier zum Glück unabhängig.

Viel Spaß beim Nachbauen. 🙂

Minitrix Nr.1. Viel Strecke zum Fahren und Abstellen langer Züge.
Die bekannte Rangier-Anlage, nun mit mehr Raum.
Etwas verspielt, aber dennoch nett. (PDF folgt)
Für eine großstädtische Umgebung und vielleicht sogar Automatik-Betrieb.

LaisDCC Decoder, die Billigen aus China.

Klein sind sie, die Decoder von LaisDCC.

Funktional eingeschränkt und moralisch fragwürdig, so lässt sich wohl am Besten beschreiben, was hier aus China angeboten wird.

Man könnte annehmen, dass nicht jede Lokomotive den besten Decoder braucht. Zehn Euro für einen DCC-Lokdecoder, das klingt nach einem Preis, zu dem man auch Spielzeug-Loks umbauen würde. Die LaisDCC-Decoder werden für viele international bekannten Schnittstellen angeboten. Es gibt sie in klein für N und etwas stärker für H0 Lokomotiven. Auch ein Lichtwechseld-Decoder ist dabei. Übrigens, die hier besprochenen Decoder wurden mir auf meine Anfrage hin vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Was können LaisDCC-Decoder?

Hauptsächlich die Basics. Man kann damit im DCC-Betrieb Loks fahren und ihre Funktionen schalten oder eben Steuerwagen digital einbinden. Eine Beschleunigungskurve lässt sich einschreiben, und um Schmutzstellen zu überbrücken, kann man günstige Elko-Pakete anschließen.

Was können LaisDCC-Decoder nicht?

Die vielen unterschiedlichen Modell-Lokomotiven erfordern es, die Lastregelung der Decoder an die jeweiligen Getriebe anzupassen. Die Lastregelung der LaisDCC Decoder ist fix auf irgendwelche Werte eingestellt. Im Ergebnis fahren einige Loks recht gut, andere aber rollen mit flotter Geschwindigkeit los (trotz CV02 = 01), ruckeln und zittern und bleiben beim Abbremsen schlagartig stehen. Das macht alles keinen Spaß. Auch weitere charmante Funktionen wie sanftes Ein- und Ausschalten des Lichtes oder dessen seitenweises aktives Ausschalten für Wendezug-Betrieb sind nicht an Bord. Susi-Buchsen sucht man vergebens.

Was nervt an LaisDCC-Decodern?

Es gibt Verschiedenes an den Fahreigenschaften zu kritisieren: Abruptes Losrasen nach einer kurzen Strom-Unterbrechung wie Schmutz oder Ähnlichem nervt nicht nur, es kann auch zu Entgleisungen führen. Vor allem bei langen Zügen. Auch kann es beim Programmieren passieren, dass die Lokomotive unvermittelt zu einer Seite wegfährt, als würde sie sich erschrecken. Meiner Erfahrung nach bis zu 50cm Strecke.

LaisDCC bietet auch Plux22 Decoder an – hier mit einem ’stay alive‘ Rucksack, bereit zum Anschluss.

Auf meine Email von vor zwei Wochen mit Detail-Fragen zu den Decodern erhielt ich leider keine Antwort.

Ich bin mir auch nicht sicher, inwiefern der Erwerb oder die Einfuhr dieser Decoder in der EU überhaupt legal ist.

Aber auch die moralische Komponente ist nicht zu unterschätzen: LaisDCC hat anfangs die Decoder des US-Herstellers ‚TCS‘ kopiert, inklusive der Software. Darauf verweisen Internet-Quellen und eine persönliche Aussage des TCS-Chefs via Email an mich. Man war ursprünglich sogar so dreist, die Hersteller-Kennung von TCS zu übernehmen. Falls das alles so stimmt, dann stellen diese Decoder in Summe einen klaren Fall von Produkt-Piraterie dar. Nachfolgend findet man eine Äußerung des TCS-Boss zur Angelegenheit: http://yourmodelrailway.net/view_topic.php?id=13788&forum_id=10&jump_to=248529#p248603

Inzwischen erscheint beim Auslesen der CV 08 eines aktuellen Decoders die Angabe ‚134‘, was immerhin auf den tatsächlichen Produzenten hinweist.

an die Kabel schwarz & blau kann man den ’stay alive‘ Baustein anschließen.

Fazit: Auch der günstigste Decoder ergibt keinen Sinn für mich, wenn die Fahreigenschaften nicht überzeugen und einem das Fahren mit der Modellbahn keine Freude bereitet. Dazu gesellt sich der Aspekt der Piraterie, deren persönliche Bewertung natürlich jedem freigestellt ist. Ich persönlich bevorzuge Original-Produkte.

Wer günstige DCC-Decoder sucht, erhält für rund 20 Euro Bausteine, die wirklich fantastische Fahreigenschaften und diverse Schaltfunktionen ermöglichen. Für H0 Lokomotiven gilt meine persönlichen Empfehlungen dem Zimo MX600 (Kabel, 8poliger Stecker, Plux12) und der Lenz Standard+ V2 (8polig). Auch Esu und Tams halten gute Angebote in dieser Preisgruppe.

Kurz: Die LaisDCC Decoder erfüllen leider nicht die Erwartungen.

Ausgeleierte Achslager, und was man dagegen tun kann.

Neue Lagerbuchsen braucht das (Piko-)Land.

Pikos maßstäblich lange Waggons bestehen zwar aus deutlich weniger Einzelteilen, als Rocos ältere Pendants, aber sie sind dennoch nett gemacht.

Ein älterer Schnappschuss: Im Achslager links oben zeigt sich eine in diesem Fall leichte Ausfräsung.

Aus allen drei Serien erwarb ich Waggons, grüne und blaue, ein paar Popwagen und natürlich Fahrzeuge in ozeanblau/elfenbein. Um nach nur wenigen Stunden Fahrbetrieb festzustellen, dass sich diverse Achsspitzen in die Drehgestelle hineingefräst hatten.

Pikos Achsspitze in der Vergrößerung.

Da mir die Waggons aber gut gefielen, kam nur Nachbesserung infrage. Nörgeln und verkaufen kann schließlich jeder. Eine überzeugende, dauerhaft funktionierende Lösung fand ich in den Lagerbuchsen von Peho.

Man benötigt eine oder mehrere große Packung(en) Messingbuchsen und die beiden Handbohrer mit Holzgriff. Dazu guten Sekundenkleber, eine Pinzette sowie eine große Portion Ruhe, und es kann losgehen. Den Peho-Shop findet man hier: http://peho-kkk.de/mshop/index.php/spur-h0.html

Sinnvollerweise sollte man Pikos Achsen austauschen gegen hochwertige Achsen, zum Beispiel von märklin. Dank derer glatten Laufflächen verringert sich sogar das Rollgeräusch: https://www.lokmuseum.de/shopartikel.php?SArt=10016150&SBez=E700580_Marklin_Scheiben_Radsatz_DC

Das Aufrüsten ist eigentlich einfach und empfiehlt sich auch für andere, vielleicht ältere Lieblings-Waggons, die über die Zeit in die Achslager eingesunken sind. Die folgenden Tipps werden natürlich ohne Gewähr beschrieben, das Nachahmen erfolgt ausdrücklich auf eigene Gefahr.

Schritt 1: Achs-Lager vorbereiten.

So setzt man den größeren Bohrer vorsichtig an.
  1. Drehgestelle aus der Bodenwanne ausklippsen.
  2. Piko-Radsätze entnehmen und zur Seite legen, am Besten weit weg. Den größeren Bohrer in den Drehgestell-Rahmen führen und sanft gegen eine Achs-Öffnung drücken.
  3. Sehr VORSICHTIG und äußerst ACHTSAM und LANGSAM mit sanftem Druck den Bohrer im Uhrzeigersinn in der Achsbohrung drehen und immer nur sehr wenig Kunststoff abtragen, bis der metallische Ring den Drehgestell-Rahmen berührt. Lieber mehr Zeit lassen, als zuviel wegsäbeln.
  4. Die Öffnung sanft versäubern, vielleicht mit dem kleineren Bohrer.
  5. Den Vorgang in allen Achslagern der beiden Drehgestelle wiederholen.

Schritt 2: Messing-Lager einsetzen.

Vier neue Achslager aus Messing von Peho; zwei sichtbar. 🙂
  1. Einen winzigen Tropfen Sekundenkleber in das Achslager geben.
  2. Eine Messingbuchse hineingeben, mit der Pinzette ausrichten und dann fest hineindrücken.
  3. Wirklich trocknen lassen.
  4. Nun die Achsen sinnig einsetzen, mit den Isolierbuchsen jeweils in Fahrtrichtung zweimal links vorne, zweimal rechts hinten.
  5. Rollwiderstand prüfen. Sollten die Achsen zu straff sitzen, dient der kleine Bohrer dazu, die Messingbuchsen innen sanft etwas zu vertiefen. Mit wenig Druck vorgehen, sonst kann sich die Klebe-Verbindung lösen.
  6. Abschließend in jedes Lager einen winzigen Tropfen guten Öls geben.
  7. Gute Fahrt!
Ein D-Zug-Wagen von Piko mit neuen Achsen (Radscheiben innen schwarz lackiert) und Achslagern aus Messing. So machen diese Fahrzeuge Freude.

Minikea – Minitrix auf Ikea

Für eine Spur N ist wirklich in der kleinsten „Hütte“ Platz.

‚Kein Platz‘ ist die Ausrede für Teppichbahning oder Schachtel-Aufbewahrung. Die Ikea-Tische aus der Serie ‚Lack‘ lassen sich aber prima als Module einsetzen. Hier zum Thema Spur N – Minitrix.

Bei einem Ikea Besuch fielen mir die günstigen ‚Lack‘-Tische auf: Alle mit identischer Höhe und hübsch unterschiedlichen Grundrissen – das wären sicher schicke Module. Und dann habe ich mal mit einem Programm herumgeklickt…

Für die Marke Minitrix von märklin realisierte ich diese Idee auf drei verschiedenen Tischen. Wesentlich mehr Gleispläne habe ich vorausgeplant. Egal, ob Jugendlicher oder Erwachsener mit wenig Platz – hier kann man sich eine kleine Welt aufbauen, die sich bei Bedarf schnell wegstellen lässt. Zwei der Artikel findet man online.

Teil 1: https://www.maerklin.de/fileadmin/media/journal/maerklin-magazin/05-2018/Fo.1_Kompakte_Tischbahn_mit_Minitrix_MM0518.pdf

Teil 2: https://www.maerklin.de/fileadmin/media/journal/maerklin-magazin/01-2019/Fo.3_Kompakte_Tischbahn_mit_Minitrix_MM0119.pdf

Hier ein Screenshot der einzelnen Tisch-Pläne. Wer lesbare Dateien haben möchte, schreibt einfach eine Email-Anfrage. 🙂

Wer hätte gedacht, dass solche schönen Fotos im 31. Stock entstehen können… 😉

Roco Lokmaus 10792 mit orange-farbenen LED

Lokmaus-Customizing in orange.

Früher mal war die Hausfarbe der „Roco“-Produkte ein knalliges Orange. In diese Farbe war auf der kurzzeitig lieferbaren Lokmaus ‚R3‘ ein Kreis aufgedruckt. Diese neu designte Lokmaus2 besitzt beleuchtete Tasten, unter denen herkömmliche rote LED arbeiten. Mir kam der Gedanke, dass LED in der ehemaligen Hausfarbe netter aussehen könnten. Der Umbau ist schnell erledigt.

Man benötigt nur einen Beutel mit zehn ‚axial‘-LED in orange, dazu einen Lötkolben mit Lötzinn und einen Schraubendreher. Die LED habe ich über ebay bezogen; man sucht einfach nach LED orange axial, dann findet man schon die Richtigen.

Umbau

Das Kabel der Lokmaus2 abziehen. Dann die vier Gummifüße sanft abheben und zur Seite legen. Die vier recht langen Schrauben herausdrehen und die Lokmaus ‚R3‘ auseinandernehmen.

Oben: ‚axial‘ LED aus der Tüte, unten: So gekürzt passen die LED in die Maus.

Eine (!) der LED herauslöten. Dazu vorsichtig mit der Lötspitze wechselseitig nur kurz die gelöteten Kontakte der LED berühren, bis sie sich mit einer Pinzette wegschieben lässt.

Neun LED müssen ausgetauscht werden.

Von einer der neuen LED die Kontaktfahnen auf etwa drei oder vier Millimeter kürzen, wie im Foto zu sehen, und mit einer Pinzette schräg Richtung Kuppe abwinkeln. Nun probehalber in die Platine einsetzen und anlöten, dabei nur sehr wenig Lötzinn verwenden.

Testweise das Kabel zur Zentrale anschließen, wenn die LED orange aufleuchtet, stimmt die Ausrichtung. Wenn nicht, die LED einfach mit vertauschten Kontakten erneut anlöten. Die Markierung innerhalb der LED beachten: Gleichlautend müssen alle anderen orangefarbenen LED eingelötet werden. Immer wieder testhalber die Platine an das Kabel zur Zentrale anstecken, um die Funktionen zu überprüfen.

LED zu fotografieren ist nicht so einfach. 🙂

Abschließend die Lötstellen kontrollieren, und wenn alles sauber ist, die Lokmaus3 ‚R3‘ wieder zusammenschrauben und die Gummikappen festkleben. Das war es schon. Fertig ist die „Custom-Lokmaus2 R3“. 🙂