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Endlich: Solide Haftreifen für Roco Loks.

Seit den 90er Jahren verwendet Roco Haftreifen, die binnen kürzester Zeit zerbröseln – und es ist ihnen bis heute völlig egal; trotz aller Kritik. Jetzt gibt es Abhilfe.

Schicke Schlappen für Rocos BR101 (links) und BR110 (rechts).

Die Firma KaModel aus Tschechien produziert laut Prospekt 185 (!) verschiedene Sorten an Haftreifen, für N, TT, H0, 00 und G. Natürlich für alle großen, namhaften Hersteller.

In verschiedenen Tabellen mit Abgaben zu Lok-Modellen lässt sich auf der Website der passende Satz Haftreifen herausfinden.

Da sollte sich für jede Lok Passendes finden.

Probehalber habe ich mal zwei Tütchen geordert; zwei meiner Roco Loks waren besonders eifrige Haftreifen-Schinder: Eine BR 110 und die erste BR 101. Zwölf Haftreifen inklusive Porto für rund zehn Euro. Für mich in Ordnung, ich habe schon deutlich mehr Geld für Unsinnigeres ausgegeben… ☺️

Kurz: Passt. Die Qualität wirkt solide, Durchmesser und Dicke der Haftreifen entsprechen einwandfrei den Nuten in den Rädern.

Rocos BR110 und Artverwandte können jetzt wieder fest zub…greifen. 😉

Ich habe beim Probe-Betrieb den Eindruck, dass die Loks jetzt mehr ‚Grip‘ haben (Formel 1 lässt grüßen) , als mit den glatten Plastik-Ringen von Roco.

Auch für meine erste 101 aus 1996 gibt es neue Haftreifen.

Amüsant war beim Austausch, dass auch der letzte verbliebene originale Roco-Haftreifen beim Abheben in viele kleine Stücke zersprungen ist. Wieviel Frust hat diese Ignoranz der Österreicher wohl schon bei Modellbahnern weltweit verursacht… Vielleicht sollte Roco die Haftreifen bei KaModell einkaufen. ☺️ 

Hier ein Link direkt zu den Roco-kompatiblen Haftreifen (im Link steht Brawa, man landet aber bei Roco. Isso.)

https://www.kamodel.com/dh/ho/879-empfohlene-nicht-original-haftreifen-fur-brawa-ho-lokomotiven6-stuck.html

Website allgemein für Haftreifen:

https://www.kamodel.com/dh/13-haftreifen

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Hihi! Nackte! Hihi! 🙄

Es heißt, Menschen die Sex über-thematisieren, hätten selbst keinen. Das lässt jetzt Rückschlüsse zu.

Hinweis: Niveau ist keine Handcreme. 😌

Sorry Leute, aber es ist 2022. Das Internet ist voller Porno-Seiten. Die natürlich niemand anschaut, schon klar. Aber das Thema ist einfach kein Aufreger mehr.

🤨

Umso panniger ist es, auf ein Modellbahn-Neuheitenblatt zwei, hihihi, Nackedeis zu mogeln (SO lustig!), noch dazu technisch auf dem Niveau von Schere & Klebe. Vom fragwürdigen Motiv an sich ganz zu schweigen.

Hält man das für ‚virales Margeding‘? Damit die Leute ‚drüber reden‘? Die 90er sind übrigens vorüber. Und das „kennt heute jedes Handwerkerle“…

Klar ist, dass man sich hier zum einen über das Rentner-Pärchen beim ‚Nacktwandern‘ lustig macht, andererseits aber eben auch den geneigten Leser mit diesem schlecht reinkopierten Motiv konfrontiert. Stil kann man sich eben nicht kaufen.

Wer mir jetzt mangelnden Humor unterstellt, dem begegne ich gerne mit dem Hinweis auf Whataboutism (Man kennt das von Kindern, dieses „selber doof!“).

„Unsere Welt ist klein.“ In Großbuchstaben. Verstehe. ☺️

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Jeder Generation ihr eigenes Feindbild.

Orientrot ergeht es derzeit ähnlich, wie vor 30 Jahren blau-elfenbein. Diesmal eben eine Generation später.

Dabei war das Konzept von Herrn Bodack, dem Erfinder des InterRegios, zu den Produktfarben damals in vielen Aspekten sehr modern und erstmals auf den Reisenden als Mensch (!) abgestimmt, außen und innen. Natürlich sind die Farben im Übrigen mega 80er Jahre, und? Es SIND wenigstens Farben. Offenbar flennten aber Viele der grünblauen Bundesbahn hinterher – und das im Jahrzehnt von Zauberwürfel, C64, der Compact Disc – und eben Pastellfarben. Und solche Leute hat man ernstgenommen?

Nun sind Geschmäcker unterschiedlich. Aber manche Artgenossen bekünden ihre Abneigungen absichtlich extrem oft und laut. Nur können sich derartige markigen Sprüche, oft genug an passender Stelle wiederholt, so verselbstständigen, dass die geschmähte Angelegenheit letztlich sogar gesellschaftlich unschicklich wird. Wer in einem Gespräch ‚Helene Fischer‘ erwähnt, eine zweifellos erfolgreiche und hart arbeitende Künstlerin (von der ich keine einzige CD besitze, sie aber sehr wohl respektiere) erntet meistens zumindest genervtes Augenrollen. Leute, das kann SO nervig sein.

Sachliche Kritik muss sein, gerade bei Modellbahn-Zügen, aber welchen Sinn ergibt es, fortwährend zu wiederholen, was einem nicht gefällt?

„Das mag ich nicht“ sendet einen starken, negativen Impuls aus, der keinen Vorteil, aber denjenigen, die die Dinge insgeheim wertschätzen, eine Menge Verdruss einbringt.

Da fände ich es interessanter, herauszufinden, welche Variante von orientrot nun dem (damals neu lackierten) Vorbild entspricht: märklin (schick und eher kräftig), Fleischmann (womöglich weniger kräftig, als die Originale?) oder Piko (eher kühl, aber attraktiv)? Bei Roco kam es in den 90er Jahren oft auf die Charge an, und bei Arnold-N hatte man eine gänzlich eigen(sinnig)e Meinung zum Thema. ☺️

Man sagt, derzeit würden die Menschen quasi auseinanderdriften, jeder in seine gesellschaftlich passende ‚Blase‘. Wenn man das bereits erkannt hat – warum steuert man dann nicht aktiv dagegen?

Zum Thema ‚Geschmacks-Nazis‘ werde ich später einen weiteren Text veröffentlichen.

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Profi Boss von Fleischmann reparieren.

Namen und Funktions-Icon muss man selber eingeben. Aber das geht recht fix.

Die Firma Fleischmann brachte in ihren letzten Jahren als echtes Familien-Unternehmen ein großartiges und leider völlig unterschätztes Digital-Gerät auf den Markt, den ‚Profi-Boss‘.

Mehr zum Profi-Boss folgt demnächst in einem eigenen Text. Hier geht es um eine Reparatur. Denn wie bei fast allen Geräten mit Gummi-Tastatur tippt man irgendwann vergebens drauf herum: Die Kontaktschicht unter den Tasten nutzt sich irgendwann ab.

Der Profi-Boss ist aber mein Lieblings-Digitalgerät. Umso mehr haben mich die Ausfälle genervt.

Zufällig las ich einen unkonventionellen Tipp, wie sich Fernbedienungen reparieren lassen: Mit Alu-Folie und einem Locher. Ich möchte hierzu ausdrücklich betonen, dass eventuelles Nachahmen auf eigene Gefahr erfolgt. 

Ich hätte nicht gedacht, mal über Alufolie zu schreiben…

Man nimmt sich einen Streifen ganz normaler aber sauberer (!) Alufolie und stanzt mit einem Locher pro Profi-Boss etwa 20 Plättchen heraus. Je mehr, desto besser; es kommen immer einige zu krumm heraus. 

Nun zieht man mit sanfter Gewalt den roten Drehknopf aus Kunststoff ab und demontiert den Profi-Boss, den nur zwei Schrauben und vier Klippse zusammenhalten.

Die Tastatur kann im Gehäuse bleiben, allerdings sollte man ihr eine Grundreinigung angedeihen lassen: Immerhin hält man das Gerät über Jahre in den Händen. 

Schön sauberwischen. Und bevor jemand meckert: Klar war das Gleis ohne Spannung. 🙄

Ähnliches gilt für die Kontakte auf der Platine; ein Wattestäbchen reicht meistens aus. Auch die Buchsen für die Stecker kann man dabei säubern; das bewährte SR24 entfernt hier alles, was den Kontakt stören kann. 

Dann legt man das Gehäuse auf den Tisch und tupft auf jeden Gummi-Kreis einen Tropfen Uhu Sekundenkleber-Gel. Kurz warten und das Alufolien-Plättchen mittig aufdrücken.

Hinweis: Der hier ursprünglich genannte Alleskleber ist nicht geeignet. Wie ich feststellte, verbindet dieser sich zwar mit der Alu-Folie, nicht aber mit dem Tastatur-Gummi. Man lernt nie aus.

Zwischen-Stadium. Anstelle von Alleskleber unbedingt Sekundenkleber-Gel verwenden.

Nun die Ränder der Folien-Plättchen etwas andrücken, damit nichts übersteht.

Jetzt nur noch die Ränder andrücken.

Den Profi-Boss wieder zusammenbauen – und staunen. Fast ungewohnt direkt reagieren die Tasten wieder, das Spielen mit dem PB macht wieder Freude. 

Ausgerechnet Alufolie, dieses eigenartige und oft verlachte Produkt, hilft dem Digital-Boss zurück ins funktionierende Dasein. 🙂 Seine Bedienung und die Schriftgröße im Display gefallen mir nach wie vor sehr gut. Dazu später mehr.

Wer es professioneller handhaben will, könnte alternativ dieses Set erwerben. Vielleicht taugt das was, ausprobiert habe ich es nicht.
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Roco Z21 + App – Die Daten-Krake.

Ich wollte über die Z21 schreiben. Mache ich aber nicht. Warum? Weil die aktuelle App persönliche Daten verschickt, die „Roco“, oder wie die sich gerade nennen, nichts angehen.

Die alte Z21 App, also diese bunte, ist okay. Soweit ich weiß, ist die harmlos.

Es geht hier um die neuere App, die ab Werk in schwarz-orange daherkommt.

Diese App schickt die gesamten, persönlich einprogrammierten Daten zu Lokomotiven etc. an die ‚Modelleisenbahn GmbH‘. Nicht immer, natürlich nicht, aber doch, wenn man es nicht erwartet:

Tippt man nämlich auf „Fehler melden“ liest man, die „Aktive Anlage“ werde mitgeschickt. Da denkt man sich erstmal nichts dabei.

Ein Mitarbeiter der Firma teilte mir auf meine Verständnisfrage ausdrücklich mit, dies bedeute, dass Folgendes mitgeschickt werde: 1. die komplette Lokliste, 2. alle persönlich dazu eingegebenen Daten wie Decodertyp, Kaufdatum, Anmerkungen etc.. Der Grund sei, dass man nur so bestimmten Fehlern auf den Grund käme.

Auch eine Wahrheit ist, dass diese Firma, die man unter ‚Roco‘ kennt, sich auf diese dreiste Weise höchst persönliche Informationen über ihre Kunden erschleicht, die ihnen sonst verwehrt blieben.

Denn natürlich mit Absicht verschleiert man diesen Daten-krakigen Vorgang unter dem kryptischen Begriff „aktive Anlage“.

So aber erhalten die freundlichen und sehr neugierigen Österreicher eine Unmenge an klaren Aussagen darüber, welche Modelle sich nicht nur gut verkaufen, sondern welche tatsächlich aktiv genutzt werden – und womöglich, wenn der Kunde vertrauensselig genug war, mit welchem Decodertyp – und wer die Lok geschenkt hat.

Ich finde das unerträglich, wie feist hier vorgegangen wird.

Um sicherzugehen, dass ich das Alles richtig verstanden habe, bat ich um eine Erklärung. Aus dem Screenshot kann man sich eine eigene Meinung bilden. Man beachte die Vokabel „großteils“.

Angesichts der Daten-Skandale großer Firmen wie beispielsweise SONY kann man natürlich darauf vertrauen, dass „Roco“ die Userdaten ganz besonders hermetisch abriegelt. Nicht.

Ich habe mein komplettes Digitalzeug von Roco augenblicklich verkauft. Mein Hobby, meine Entscheidungen. Empfehlungen für Andere kann ich hier natürlich nicht aussprechen. Aber Denken, das darf ich, ne?

Randnotiz: Bei märklin telefonisch nachgefragt, ob sie Nutzer-Daten aus MS2 oder CS3 speichern, kam die Antwort: „Wir freuen uns ja, wenn wir sehen, dass jemand viele Loks besitzt. Aber welche das sind, das interessiert uns wirklich nicht.“ So soll’s sein. 👍🏻

Man muss in Österreich schon sehr verzweifelt sein. Oder gewissenlos.

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Glockenanker-Motore für TT-Lokomotiven von Kühn-Modell. Endlich.

Die lausige Motor-Qualität von Kühn-Modell ist geradezu legendär. Kühn-Loks sind zwar schön gemacht, aber mir fahren sie zu langsam und ziehen zuwenig.

So sieht der neue Antrieb eingebaut aus.

Rund sechs Jahre lang bin ich für die Firma Kühn Modell tätig gewesen. Anzeigen-Gestaltung und -Texte fielen damals zu 100% in meine Zuständigkeit. Auch viele Interview-Anfragen wurden aus dem Hintergrund von mir beantwortet.

(Besonders amüsant war, wie das Boulevard-Blatt „TT-Total“ einmal die eigenen Fragen vor Drucklegung nachträglich in Bezug auf meine offenbar unerwarteten Antworten abänderte, um besonders ‚originell‘ zu erscheinen…)

Außerdem beriet sich Kühn-Modell mit mir regelmäßig über mögliche neue Produkte sowie Varianten vorhandener Fahrzeuge.

Oft wurden meine konkreten Ideen genau so umgesetzt: Silberlinge, BR 103, BR 111, BR 260 und sogar das komplett neue Gleissystem habe ich vorgeschlagen und manchmal in zum Teil prägenden Details mitgestaltet. Falls jetzt jemand staunt: Die schriftliche Bestätigung dessen liegt mir vor.

Dabei war Manches gar nicht so einfach in den sturen, wenngleich damals wohlwollenden Gegenüber hineinzukriegen. Aber es war eine spannende Zeit, und es hat Spaß gemacht, so ein neues Sortiment ‚from scratch‘ mitzugestalten.

Zumal in einer Nenngröße, zu der ich vorher überhaupt keinen Bezug gehabt hatte.

Endlich können TT-Loks von Kühn-Modell so fahren, wie man das ab Werk erwartet…

Nur die Fahreigenschaften der Kühn-Loks störten mich ab dem ersten Modell, das ich ausprobierte. Also begann ich frühzeitig, nach Alternativ-Antrieben zu suchen.

Nun zählt eine gewisse Hartnäckigkeit zu meinen prägenden Charakterzügen, was sich fast immer auszahlt. Über zehn Jahre hat es in diesem Fall bis zum Erfolg gedauert. Und das, obwohl ich selber schon ewig nicht mehr TT fahre: Lahmende Kühn-Loks, das durfte so nicht bleiben.

Der erste Versuch galt einem Mashina-Motor. Der war zwar zugkräftig, aber er bewegte Kühns TT-Loks allerhöchstens in flotterem Rangiergang.

Eine Anfrage bei einem bekannten Austauschmotor-Anbieter stieß zunächst auf eindeutige Ablehnung, aber später tauchte in deren Sortiment dann doch ein Umrüstsatzauf. Natürlich zum von dort gewohnten Preisniveau von knapp einhundert Euro. Typische TT-Bahner reagierten höflich distanziert.

TKU001″ heißt der Motorsatz, erst demnächst (!) erhältlich über ebay oder Modellbahn-Union.

Als man vor Kurzem begann, für die Spur-N günstige Sets mit Glockenanker-Motoren anzubieten, da galt einer meiner ersten Gedanken den Kühn-Loks: Da musste doch was gehen…

Meine ersten Anfragen bei zwei Anbietern wurden sehr freundlich aber eben abschlägig beschieden. Dennoch, die Idee stand weiterhin im Raum.

Also fragte ich bei dem sehr rührigen niederländischen Anbieter www.micromotor.eu an. Man zeigte sich sehr aufgeschlossen und forderte direkt eine Kühn-Lok als Versuchsobjekt an.

Schnell erreichte mich das erste Versuchs-Foto, und nach wenigen Wochen war das Produkt namens ‚TKU001‘ fertig. Und die rote BR140 kehrte auf meinem Schreibtisch zurück.

Abstand der Schwungmasse zum Adapter-Ende.

Zugegeben, ich war etwas nervös beim Auspacken. Aber beim ersten Hochdrehen der Fahrstufen war ich sofort begeistert:

Noch immer leise aber diesmal kraftvoll und vor allem zügig beschleunigte die Kühn-Lok auf eine ernstzunehmende Höchstgeschwindigkeit, wie man sie von diesem Fabrikat eher nicht gewohnt war.

Gesamtlänge.

Zum Preis von maximal 33 Euro erhält man alles, was man braucht, um Kühn-Loks Leben einzuhauchen: Einen kräftigen, hochdrehenden (18.000 U/Min) fünf(!)poligen Glockenanker-Motor, zwei Schwungmassen, zwei Adapter-Röhrchen, zwei Litzen in ausreichender Länge und natürlich den neuen Motorhalter, der im 3D Druck entsteht.

Dazu braucht man nur eine Tube Metallkleber; ich verwende Pattex Sekundenkleber Gel (!), das gibt es auch in ‚ultra‘, wer es besonders fest haben möchte.

Alle Einzelteile. Schön übersichtlich.

Der Einbau ist einfach, man orientiert sich am Original. Zuerst die Teile gemäß Ihrer Verwendung zurechtlegen.

  1. Kühn-Lok demontieren und den Motor herausnehmen, seine Litzen an der Lok-Platine ablöten und die beiden Plastik-Einsätze für die Kardane sowie die Kunststoff-Halterung herausnehmen, diese drei Teile werden wiederverwendet.
  2. Die Schwungmassen so auf die Röhrchen kleben, dass diese auf der Seite mit den Vertiefungen etwa 2,71mm herausschauen.
  3. Die schwarzen Kardan-Aufnahmen in die Vertiefungen der Schwungmassen einkleben, dabei nur jeweils ein winziges Tröpfchen Sekundenkleber-Gel verwenden.
  4. Die Litzen sorgsam am Motor anlöten.
  5. Den Motor mittig in den grauen 3D-Druckkörper einkleben.
  6. Nun den Sitz der Schwungmassen mit dem Originalmotor abgleichen und die Röhrchen mit den Schwungmassen exakt übereinstimmend auf die Motorwelle kleben. Dazu in das Röhrchen ein Tröpfchen Kleber geben, nicht auf die Welle.
  7. Den kompletten Motor in die Halterung stecken und in die Lokomotive einsetzen.
  8. Litzen wie gehabt unten an die Platine einlöten, über Kreuz sorgt dafür, dass Fahrtrichtung und Beleuchtung weiß/rot übereinstimmen.
  9. Das Einsetzen der Kardane ist einfacher, wenn man zuvor die Getriebedeckel der Lok abnimmt, die Kardane dann erst in die Schnecke und dann in die Schwungmasse einsetzt. Schnecken sanft auf die Getriebe legen und die Deckel wieder aufklicken.
  10. Platine festschrauben (Decoder einsetzen?) und das Gehäuse aufsetzen.
  11. Bei vielen Decodern müssen die CV Werte für die Ansteuerung des Motors auf ‚Glockenanker‘ umgestellt werden. Dazu bitte die jeweiligen Anleitungen lesen.

Praktisch ist, dass Kühn-Modell oft Baukasten-Systeme anwendet und man in sämtlichen Kühn-TT-Lokomotiven den gleichen Motor-Block vorfindet. So kann der TT-Bahner seine gesamte Sammlung von Kühn-Lokomotiven mit diesem einen neuen Motor-Set aufwerten und endlich Freude an den Loks haben.

Auf Vorrat gekauft erspart einem dieser neue Antrieb sogar möglichen Frust zukünftig gekaufter Kühn-Loks, denn das Set passt ja immer.

So sieht das aus. 🙂

Fazit: 15 Jahre nach den ersten ausgelieferten Kühn-Loks gibt es heute endlich einen seriösen und zugleich soliden Antrieb für diese schönen Modelle. Günstiger Preis und einfacher Einbau erleichtern die Entscheidung.

Ob es ähnliche Motor-Sets auch für Modelle anderer TT-Hersteller geben kann, das haben die TT-Bahner selbst in der Hand.

Übrigens, eine Anfrage beim ‚TT-Kurier‘, ob Interesse an einem Artikel zum Thema bestehe, blieb bis Ende September unbeantwortet. TT-Bahner bleiben eben noch immer gern unter sich… 🙄

Alle Fotos mit weißem Hintergrund wurden mir freundlicherweise von micromotor.eu zur Verfügung gestellt.