Pikos neues H0-Bettungsgleis (A-Gleis).

…wird fortwährend ergänzt. 🙂

Pikos neues Bettungsgleis.

Für mich war es DIE Messe-Überraschung 2019: Piko spendiert seinem etablierten A-Gleis ein Schotterbett. Seit Ende März befinden sich die ersten Bettungsgleise in Auslieferung.

Alle großen Hersteller haben Modellbahn-Gleise mit Schotterbett im Sortiment. Nun hat Piko nachgezogen, und dieser Text wird sich ausführlich mit diesem System beschäftigen, auch, was zukünftige Neuheiten betrifft. Das ist ja das Praktische an der Online-Schreiberei. 🙂

Fleischmann, Trix, Piko, Roco.

Derzeit lieferbar sind notwendige Standard-Gleise, Gerade, Gebogene und normale Weichen sowie Bogenweichen. Pikos Website wird dem Programm folgend aktuell gehalten:

https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=301&vw_id=348&vw_name=detail

Startsets von Piko mit dem Bettungsgleis findet man hier:

https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=301&vw_id=358&vw_name=detail

Ein erstes Video zum Bettungsgleis kann man hier anschauen:

Als eine preiswerte und dennoch attraktive Alternative zu teuren Gleissystemen startete Piko sein Schwellenband-‚A-Gleis’ in den Nullerjahren. Weichen für zehn Euro und gerade Gleise für rund €1,10 waren eine klare (Kampf-) Ansage. Längst hat sich das A-Gleis eine stabile Fan-Basis erarbeitet.

Hinweis: Am Ende dieses Textes beschreibe ich meine Beobachtungen zur Schienenprofil-Qualität. 🛤

Das A-Konzept.

Offensichtlich hatte man bei Piko die vorhandenen Gleissysteme analysiert und die jeweils überzeugenden Merkmale übernommen. So macht man das. Von märklin kennt man die praktische lang-kurz-Geometrie, von Roco die Weichen-Charakteristika und von Peco (leider) die Blechzungen der Weichen (die zum Glück derzeit gegen stabile Teile aus Profilen ersetzt werden). Die besonders schmalen Schienenprofile sind zwar 2,5mm hoch, damit auch uralte Modelle hubbelfrei darauf rollen können, sie wirken dennoch recht filigran, zumal wenn seitlich rostbraun eingefärbt.

Links unten die Lücke.

Vor allem die Geometrie macht Spaß, sie ist so nett übersichtlich. Bei RocoLine gehen einem die vielen, vielen Ausgleisgleisen auf den Keks. Allein, es fehlt bei Piko das eine (!) wichtige Mini-Gleis, das die beiden Standard-Geraden ausgleicht. Auch für kompakte Weichenstraßen ist dieses 8mm Gleis wichtig.

Bettungen für das A-Gleis.

Was dem A-Sortiment außerdem fehlt(e), ist noch immer ein Entkupplungsgleis – und eben bislang eine Bettung. Die Firma Merkur bietet zwar für das A-Gleis verschiedene Bettungs-Teile mit dem typischem braunen Korkschotter an, man kennt diese Produkte unter dem bekannten Namen ‚Styroplast‘. Leider aber ist das Sortiment nicht komplett. Und für‘s Teppichbahning ist Styroplast nicht geeignet, sondern für distinguierte Anlagenprojekte.

https://www.merkur-styroplast.de/Gleisbett-Zubehoer/PIKO-A:::46_88.html?MODsid=ddb99248789199dff522b2ef88a76f8c

Zuschnitt ab Werk. Die Perspektive als Zitat.
 Längs- und Querstreben als Stabilisatoren.

Nun hat Piko eine eigene Bettung entwickelt, ein bisschen fühlt man sich an Kato-Gleise erinnert. Sie ist wieder einmal grau gefärbt und zum Glück nicht zu fein strukturiert, so wirkt sie auf den ersten Blick vertraut und sympathisch.

Die Bettungsteile bestehen aus unerwartet stabilem, leicht flexiblem Kunststoff. Piko war so klug, im Böschungskörper durchgehende Streben anzuformen, die dem Schienenverlauf folgen. (Man fragt sich, warum Roco in der speziellen Situation 2005 das nicht schon so umgesetzt hat…) Und klar ist natürlich, dass man es hier mit einem direkten Konkurrenz-Produkt zu RocoLine mit Bettung zu tun hat.

Ordentliche Übergänge.

Schienen-Laschen umgebogen.

Das Zusammenstecken ist ein bisschen fummelig, weil Piko darauf verzichtet, die Schienenfüße unten anzuschrägen. Durch die weit herausragenden Laschen der Schienenverbinder kann man sich schnell mal unfein pieksen, diese Dinger gehören umgebogen. (Wenn man schon abguckt, dann bitte richtig.) Die Böschungs-Enden haben zueinander keine nennenswerten Abstände, es entsteht ein homogenes Bild.

Verbogene Gebogene . 😉

Ich stelle fest, dass auf der „Platte“ nicht alle Gleise wirklich eben aufliegen. Man kann sie aber leicht aufdrücken, da ist kein Widerstand. Der Grund ist die ‚Buchse’, in die die Gleisklammern einschnappen.

So sehen die ‚Verwerfungen‘ von unten aus.

Diese Buchsen wurden mit sich nach unten schräg erweiternden Seiten gestaltet. Das ist unklug, denn durch die Gleisklammer wird die Bettung hochgedrückt. Fällt sowas eigentlich vor Auslieferung niemandem auf…? Beim Ankleben während des Anlagenbaus ist das allerdings kein Thema mehr.

Rechts die ‚Buchse‘ mit schrägen Seiten.

Für den hauseigenen Prellbock hat man eigens ein Viertelgleis mit spezieller Bettung konstruiert; ein schönerer, komplett neuer Prellbock wäre vielleicht willkommener gewesen.

Prellbock mit Spezialbettung.

Das Schwellenband ist mit zwei bis vier Schrauben auf der Bettung befestigt und ragt ein bisschen über den Schotter hinaus. Das gefällt mir recht gut: So lassen sich die neuen A-Gleise bei Bedarf auch nachträglich noch einschottern. Investitionen und bei klugem Aufbau auch die Lärmdämmung bleiben erhalten.

Weichen-Details.

Ruhe macht Freude.

Denn einer der wichtigsten Vorteile der Bettungen aus flexiblem Material ist das Dämpfen der Fahrgeräusche. Wer das für unwichtig hält, sollte es selbst ausprobieren und vergleichen. Sinnig auf Matten aus Zellkautschuk verlegt, bleibt vom Rollgeräusch kaum etwas übrig.

Manche vergleichen das Roll-Geräusch auf Pikos Bettung mit dem Sound der Vorbilder. Fairerweise muss man sagen, dass das RocoLine-Gleis mit Bettung bis heute in Sachen Lärmdämmung unübertroffen ist. Dessen weiche Böschung erstickt fast sämtliche Eigenschwingung.

Auf dem A-Bettungsgleis entsteht eine Art Rauschen im mittleren Frequenzbereich, das zwar vernehmlich ist, mich zumindest aber nicht stört. Die Gleise von Fleischmann und Märklin-C und Trix-C vibrieren wegen ihres harten Materials recht vernehmlich, und sie reflektieren den Schall. Sensible Gemüter sind für weniger Krach beim Fahren allerdings sehr dankbar.

Einfärben macht schön. ☺️

Die Schrauben in den Schwellen mögen bei Vorbild-Fanatikern Stirnrunzeln verursachen, aber für diese Zielgruppe ist Pikos Gleis ohnehin nicht gemacht. Dabei bietet das A-Bettungsgleis so einen unerwarteten Vorteil gegenüber den Mitbewerbern:

Die Böschung lässt sich unabhängig vom Schwellenband einfärben, sogar noch nachträglich und auch im Fall der Weichen. Denn man kann die verlegten Gleise einfach abschrauben, die Bettungen lackieren und nach dem Trocknen die Gleise wieder anschrauben. Für kreative Modellbahner ist das ideal.

So sieht Pikos Bettung ‚nackt aus‘.

Beim direkten Konkurrenten RocoLine ist das Nacharbeiten im Fall vieler Weichen nur sehr umständlich möglich, weil diese fest mit Platinen im Sockel verlötet sind. Und wen die Schrauben beim festen Aufbau einer Anlage stören, kann die Gleise mit dauerlastischem Kleber verkleben und die Löcher mit Mini-Portionen Revell-Kitt füllen und braun betupfen – fertig.

Links die Schnittkante.

Bei Geraden, die an die Weichen angesteckt werden, müssen die Bettungen schräg abgeschnitten werden, das kennt man von RocoLine mit Bettung. Im Fall des A-Gleises ist der abzutrennende Bereich aber übersichtlicher, weil die Bettung kompakter gehalten ist.

Mit einem Lineal aus Stahl und einem scharfen Cuttermesser ist das schnell und sauber erledigt. Diffizil wird diese Sache bei den Bogenweichen. Unter allen Gleisen finden sich Hilfslinien zum Schneiden, auch das kennt man von einigen RocoLine Gleisen.

Oben RocoLine, unten Piko-A.

Oben Piko, unten Roco.

Oben Fleischmann Profi, unten Piko-A.

Rocos gefühlt überbreite Bettung war meiner Erfahrung nach einer der Gründe, warum viele Einsteiger lieber zu Fleischmann-Profi gegriffen haben: Das Gefühl, etwas „kaputtmachen“ zu müssen, nur, um die Bahn aufzubauen, ist gerade Einsteigern eher unangenehm.

Pikos schmalere Bettung ist auf den ersten Blick sympathischer. Wenn Piko klug ist und einen weiteren Kauf-Vorteil gegenüber Roco darstellen möchte, wird man die Bettungen auch separat anbieten. Eventuell als Ersatzteile, wie man von Piko auch jetzt schon die hauseigenen Pantographen oder feinere Radsätze beziehen kann.

A-Zubehör.

Interessant ist das Bettungs-Zubehör. Wo andere Hersteller die Strom-Anschlüsse oder Weichen-Antriebe unter der Böschung verbergen, setzt Piko diese Dinge sogar ausdrücklich in Szene: Kleine Sockel mit Mauerstruktur stützen die bekannten, seitlichen Antriebe und die Anschlusskästen. Das wird diejenigen freuen, die auch nach dem Anlagenbau noch von oben an diese Dinge herankommen möchten.

So bezieht man die Modellbahn-Technik eben in die Gestaltung mit ein; Andere tun das, indem sie unübersehbare Mittelpunkt-Kontakte abfeiern. Jedem das Seine. Und längst nicht jeder krabbelt gern unter dem Holz herum…

Viessmann-Sockel lassen sich zum Spielen unterstellen.

Zubehör anderer Hersteller lässt sich mit dem neuen Bettungsgleis kombinieren: Viessmanns Oberleitungsmasten lassen sich ganz einfach unter der Böschung platzieren, dazu muss man nur mit einer Zange die Lasche vor dem Mast plattbiegen. Ebenso sind märklins Hobby-Signale einsetzbar, den passenden Signal-Decoder gibt es für elf Euro bei diesem Anbieter.

Wer preiswerte Fahrleitungsmasten bevorzugt, kann die bekannten Hobbex-Masten einfach auf zurechtgeschnittene Plastikplättchen kleben und diese unter der Böschung einklemmen. Passt.

Die rechte Lasche muss man plattbiegen. Dann passt es.
Für Decoder muss man die Stege aussparen.

Gibt es Kritik? Ein bisschen. Das A-Gleis hat sich vor allem durch seinen attraktiven Preis verbreitet. Für die neuen Bettungsgleise verlangt Piko deutlich mehr, obwohl die Bettungen nur einteilig ausgeführt sind. Allein bei den Weichen geht man behutsamer vor. Möglicherweise hat man sich an marktüblichen Preisen orientiert, die eigenen Fans aber sind eine mildere Denke gewohnt.

Offenbar nicht eingeplant hat Piko einen Weichen-Antrieb, der sich ‚unsichtbar’ in der Bettung verstecken lässt, wie das bei Roco und Märklin/Trix möglich ist. Dieser müsste sehr flach sein, vielleicht eine prima Baustelle für Viessmann-Modell. Und für die Seite der Weiche wäre es schön, die glatte Kante mit einem schmalen Streifen Bettungs-Plastik angleichen zu können.

Die Sockel für Weichenantriebe bietet Piko im unpraktischen Sechserpack an, dessen Listenpreis beträgt rund €14. Nicht gerade einladend für – technisch gesehen – überflüssige Dekorationsartikel, zumal, wenn man den Modellbahn-Nachwuchs mit (immer zuwenig) Taschengeld im Blick hat, der sich kaum fünf überschüssige Teile hinlegen möchte.

Rocos digitaler Bettungs-Weichenantrieb kostet nur rund 20 Euro – ohne Sockel oder Ähnliches zu benötigen. Und das bei einem allgemein anerkannten Gleis-System.

Die Farbgebung ist typisch für die Branche: Früher wählte man Wohlfühl-Farben, heute etwas Neutrales. 🤷🏻‍♂️ Zum Glück kann man sich Pikos Bettung besonders einfach umlackieren.

…wer die Gemeinsamkeiten erkennt, ist kundig. 🧐

Das Polier-Profil.

Pikos 150 mit deutlichen Spuren.

Die Schienenprofile allerdings sorgen dafür, dass zumindest ich derzeit lieber auf Pikos Gleise verzichte, obwohl ich sie gerne kaufen würde: Bereits beim ersten Testen der A-Gleise 2006 stellte ich fest, dass darauf vor allem Roco-Loks mit Kardan-Antrieb eine Art von Metallstaub neben den Schienen zurücklassen. Farblich eindeutig Rocos Rädern zuzuordnen, und bei keinem anderen Gleis kommt das vor.

Außerdem waren die Radreifen der angetriebenen Lok-Treibräder auf einmal hellglänzend poliert – obwohl sie vorher noch matt und dunkel ausgesehen hatten. Eine augenblicklich geschriebene Mail an Piko blieb ohne Reaktion. Auch zwischenzeitliches Nachfragen brachte kein Ergebnis.

Deutliche Riefen nach zwei Tagen Betrieb auf dem A-Gleis.
Normale Spuren nach drei Jahren Betrieb auf Roco-Line und Trix-C.

Natürlich habe ich für diese Besprechung nur eine kleine Auswahl von Loks den A-Gleisen ausgesetzt; ich ahnte ja, was für Folgen das haben könnte.

Und siehe da: Die Räder der grünen 150 von Piko, einem übrigens wirklich wunderschönen Modell, zeigen nach nur zwei Tagen Betrieb auf dem Test-A-Oval deutliche Polier-Spuren und Riefen. Zuvor glichen diese Räder noch denen der hier zum Vergleich gezeigten Räder einer 141, ebenfalls von Piko.

Testhalber habe ich meine Piko-221 einen Tag lang auf das A-Gleis geschickt, mit nahezu identischem Ergebnis. 🤷🏻‍♂️

Auch die Räder der 221 waren schnell poliert.

Leider interessiert man sich bei Piko trotz diverser Hinweise nicht für diese A-Profile, obwohl auch intern bereits Verdachtsmomente bestehen sollen. Bedauerlich, dass man sich so einem Thema seit dreizehn Jahren nicht annehmen mag.

Fazit: Mir gefällt Pikos A-Gleis mit Bettung (B-Gleis?) eigentlich recht gut. Endlich gibt es eine Alternative für diejenigen, die mit RocoLine nichts anfangen wollen, und denen Fleischmanns ProfiGleis etwas zu pausbackig ist.

Weder folgt Piko Rocos und märklins Bestreben, technisch das Aufwändigste umzusetzen, noch verbleibt man beim ehemaligen „Hobby“-Niveau. Man beschreitet einen Mittelweg, den man als Modellbahner eigentlich schon verloren glaubte.

Piko gibt sich alle Mühe, das eigene Sortiment auf immer solidere Säulen zu stellen, das ist sehr erfreulich. Auch, wenn Details noch verbessert werden können. Folgen sollten zeitnah das angesprochene 8mm-MiniGleis und ein Entkupplungsgleis.

Aber meine eigenen Fahrzeugen möchte ich diesem Schienenprofil nicht aussetzen. Dafür sind sie mir zu wertvoll. Sollte Piko ein hochwertiges Profil verwenden, würde ich sogar gerne Kunde. Bis dahin beobachte ich aufmerksam die Entwicklungen.

(…wird fortwährend ergänzt.)

Roco geoLine – ein ‚MakeOver‘.

GeoLines Haupt-Kritikpunkt, das künstliche Aussehen des Schotters, lässt sich mit zwei einfachen Methoden abstellen. So bewahrt man sich seine vorhandenen geoLine Gleise und damit Investitionen, die vielleicht über Jahre erfolgt sind, und auch etwaige Erinnerungen an Geschenke bleiben. Aber das geoLine Gleis bereitet nun mehr Freude.

Originalfarbe – lackiert – mit Schottermatte beklebt.

Farbe ist die einfachste Maßnahme, um den blaugrauen Eindruck zu verbessern. In bräunlichen Farbtönen lackiert sieht geoLine angenehmer aus. So oder ähnlich hätte Roco es natürlich von Anfang an machen sollen. Man verwendet dazu entweder Pinsel oder Airbrush und Farben nach Wahl, etwa Revell oder elita-Color.

Mit N-Schottermatte von Merkur beklebtes geoLine-Gleis.

Geradezu dramatisch verändert wirkt geoLine, wenn man es unter einer Schotterschicht verschwinden lässt. Besonders geeignet dafür sind die bewährten Schotterfmatten der Firma Merkur. Der feinen Optik wegen haben sich besonders die dunkelbraunen Matten empfohlen, die früher für die Spur-N angeboten worden sind. Leider werden diese nicht mehr produziert, sodass man eben zu den Matten für H0 greifen sollte:
https://www.merkur-styroplast.de/Gleisbett-Zubehoer/Korkschotter-Schottermatten/Orig-Schottermatte-HO-Artikel-Nr-702060::331.html?MODsid=ed6f53433377f6671c813e0f53a58e39

Links Schottermatten für N, rechts für H0.

Mit ein bisschen Probieren findet man die passenden Abmessungen für die Bögen und Quadrate schon heraus. Dann klebt man die Folienstücke einfach mit dünn aufgetragenem Pattex auf die geoLine-Bettung – fertig. Im Ergebnis könnte man meinen, ein neues Gleissystem zu besitzen, so schick sehen die geoLine Gleise jetzt aus.

Stein-Schotter kann unordentlich aussehen.

Herkömmlicher Schotter aus Stein ist für geoLine weniger geeignet, weil die Schwellen nur unwesentlich über die Böschungs-Oberfläche hinausschauen. Man müsste schon extrem feinen Schotter auswählen; letztlich ist die Verwendung der Merkur-Produkte die einfachste Lösung, mit der man am Schn ellsten zum Ergebnis kommt.

So kann geoLine aussehen.

Den letzten Schliff erzielt man mit einer braunen Färbung der Schienenprofile, die die typischen Rostspuren der Vorbildgleise nachahmen. Dazu reicht ein Pinsel, ein rostbrauner Farbtopf und ein langes aber spannendes Hörspiel. Man pinselt die Seiten der Schienen mit nicht zuviel Farbe ein und streicht direkt danach die Oberseiten mit einem quer gehaltenden Streichholz sauber. Dabei nur sanft aufdrücken. Meistens dunkelt die Farbe beim Trocknen nach und wirkt dann noch vorbildgerechter. So kann geoLine gefallen. Und man fragt sich, warum die Böschung nicht schon ab Werk so aussehen durfte…

Antriebe unter die Platte!

Für Teppichbahner ist es eine praktische Sache, den Antrieb und Digital-Decoder in der Gleis-Bettung zu verstauen. Man hat keine nervigen Kabel quer durch die Wohnung liegen, und dennoch genießt man die Vorteile des Digitalbetriebs. Und wenn etwas kaupttgeht, nimmt man die weiche einfach heraus und repariert die Sache. Letzteres aber gilt nicht mehr für fest installierte Anlagen, und gerade mechanische Dinge wie Weichenantriebe können schnell kaputtgehen.

Es gibt nun den Tipp, in die Anlagenplatte riesige Löcher unter die Weichen einzubringen, durch die man höchst umständlich den Antrieb austauschen könnten, aber das ist wirklich Quatsch. An dieser Stelle schlage ich den teilweisen Wechsel der Hardware vor: Bettungs-Antrieb und Decoder werden entnommen und verkauft, sicher freuen sich andere Teppichbahner darüber.

Statt dessen wählt man sich einen hochwertigen Weichenantrieb aus, der dann unter der Anlagenplatte befestigt wird. Für seinen Stelldraht bohrt man ein kleines Loch in die Anlagenplatte, und für die Ansteuerung nimmt man einen Weichendecoder nach Wahl. Falls so ein Antrieb wirklich einmal kaputtgeht, ist er schnell ausgetauscht. Rocos geoLine Weichen sind dafür sogar klugerweise vorbereitet, erkennbar an der kleinen Öffnung in den Stellschwellen und dem Langloch in der Böschung.

Mittig die runde Öffnung für den Stelldraht.

Dort hinein führt man den Stelldraht. So kombiniert man die Vorteile beider Welten: Bettungsgleise, die einem vielleicht schon viele Jahre gut gedient haben & Unterflur-Antriebe.

Roco geoLine, die verpasste Gleis-Chance.

Roco Line mit Bettung (links) und geoLine (rechts).

Am Anfang war der Schreck: Das erste Mustergleis mit dem Aufdruck „geoLine“ verbiesterte mir im Frühjahr 2006 den Vormittag. Durch die damals aktuellen Umstände waren Rocos Stammkunden ohnehin genug beunruhigt. Und nun ersetzte man auch noch das beliebte RocoLine Bettungs-Gleis durch…, nunja, das da…?


Gleis-Anschluss ohne Schnippelei aber in schlichter Optik.

Dabei war es eigentlich eine gute Idee von Roco, ein alltagstaugliches Spiel-Gleis anzubieten. Damit ließen sich unbeschwert alle möglichen Gleisfiguren aufbauen, ohne an der Bettung herumschnippeln zu müssen; ein Komfort, den Märklin- und Fleischmann-Modellbahner bereits seit vielen Jahrzehnten genießen. Aber Rocos ‚geoLine‘ geriet zum ästhetischen Albtraum.

Mit den engen Weichen und drei Radien hätte man anfangs vielleicht noch leben können, nicht aber mit der schlichten optischen Gestaltung. Nachdem man 17 Jahre lang RocoLine mit Bettung als das NonplusUltra angepriesen hatte, war geoLine schon dreist. Und natürlich war die erste Bewertung des Produktes allerorten einhellig: Daumen runter.

Ausgerechnet der künstliche Farbton der Bettung wurde als Reminiszenz an RocoLine mit Bettung verklärt. Denn gerade die Bettungs-Farbe nervt viele Käufer von Roco Line seit dem Erscheinen 1989. Menschen kaufen nicht immer nur nach Faktenlage („…sehr exakt gemacht!“), sondern auch nach Gefühl („…wie sieht DAS denn aus?“). In der Schule nennt man sowas übrigens ‚Folgefehler‘.

RocoLine Muster (1989), RocoLine Serie und geoLine.

Und auch deswegen ist im deutschsprachigen Raum das erfolgreichste DC-Bettungsgleis noch immer das Fleischmann-ProfiGleis, trotz seiner altmodischen Konstruktion. Eben, weil es schön aussieht, und sowas mögen die Menschen. Ich selbst erlebte es in den 90er Jahren im Fachhandel, wie Neu-Einsteiger fortwährend die Roco-Sets verschmähten, weil ihnen die „künstlich aussehenden Gummigleise“ von Roco nicht gefielen. Gekauft wurden Startsets von Fleischmann oder märklin, oder Spur-N natürlich.

Sehenden Auges wiederholte man also den eklatantesten Ästethik-Fehler aus den 80er Jahren und versenkte den möglichen Sympathie-Bonus ein zweites Mal: Ursprünglich war die Bettung von RocoLine nämlich in braun gefärbt gewesen. Noch vor der Auslieferung ließ Roco per Umfrage über alternative Farbtöne abstimmen, eben das ursprüngliche Braun sowie drei aufwändig gesprenkelten Grau-Töne. Die Modellbahner wählten die aufwändigen Farben (also grau in diesem Fall) und Roco änderte das Ergebnis dann heimlich in das blaugrau, das wir alle kennen. Irgendwie eine heimtückische Sache.

Um die negativen Dinge von geoLine aufzulisten:

– Die lieblose Optik mit blaugrauem, glänzenden Kunststoff und schwacher Struktur des Schotters lässt das Produkt künstlich und spielzeughaft aussehen. Man hätte hier einen Sympathie-Träger schaffen können, diesen findet man statt dessen beim Mitbewerber in Form des inzwischen beliebten Trix C-Gleises. Ja, man darf mit Roco Zügen auf märklin DC-Gleisen fahren, das ist erlaubt, und es funktioniert. 🙂

Die kurzen End-Stücke sitzen immer etwas schief.

– geoLines Böschung ist nicht nur unansehnlich gestaltet, sie ist auch viel zu dünn: Direkt auf Holz oder Parkett aufgelegt, erzeugen rollende Züge beim Fahren ein extrem lautes, rauschendes Geräusch. Auch das Klicken der Räder auf den Übergängen von Gleis zu Gleis ertönt ungewohnt laut. Dieses harte, fortwährende Klick-Geräusch ist eine Art unerwünschtes Markenzeichen von geoLine. Die Gummibettung des RocoLine Gleises hatte genau diese Geräusche wirksam unterbunden. Langjährige Roco-Kunden dürften bei den ersten Fahr-Versuchen auf geoLine eine Art Kultur-Schock durchlitten haben.

Beauty & the Beast.

– Die Auswahl ist sehr beschränkt, der avisierte Ausbau mit weiteren Gleis-Elementen unterblieb. Es gibt keine Kreuzungen, nur eine DKW, die im professionellen Ausbau mit jeweils zwei Antrieben und Decodern besonders teuer ist: Unpassend für ein Einsteiger-Gleis. Von schlanken Weichen war leider nie die Rede, bei Trix sind sie übrigens von Anfang an dabei. Und erneut hatte man bei Roco auf Weichen-Laternen verzichtet. Übrigens, die derzeit bei Trix-C noch fehlenden Kreuzungen kann man sich aus märklin-Kreuzungen zurechtbasteln.

– GeoLines Haltbarkeit ist recht bescheiden. Im Katalog nannte man das Produkt ‚trittfest‘, aber das ist natürlich Quatsch. geoLine bricht sogar extrem leicht, eben wegen der dünnen Böschung. Und dann gibt es noch geoLine Gleise, deren Böschung sich nach Jahren grünlich verfärbt. Aber das betrifft wohl nur vereinzelte Produkt-Chargen.

Unten eine ‚vergrünte‘ und zerbrochene geoLine Bettung.

– Das Schienenprofil von geoLine war ganz am Anfang auf der Oberseite platt. Nach ein paar Jahren wurde ein neues Profil entwickelt, sowohl seitlich als auch nach oben ausgerundet. Damit sieht geoLine schon mal filigraner aus, und auch die Stromaufnahme wird verbessert, weil Schmutz beim Befahren zur Seite weggedrückt wird. Das funktioniert wirklich, auch bei RocoLine und märklin/Trix C. Man hat sehr klug nachgearbeitet. Allerdings gibt es geoLine Gleise, die beide Profiltypen zeigen, platt und gewölbt. Warum? Man mag schon gar nicht mehr fragen.

Fehlkonstruktion.

Einen Konstruktionsfehler besitzt die Dreiweg-Weiche: Eins der Herzstücke zeigt schräg aufwärts und ragt damit über das angrenzende Schienenprofil hinaus. Was das auf Dauer mit den Rädern und Haftreifen anstellt, kann man sich wohl ausmalen.

– Rocos Preis-Gestaltung von geoLine-Zubehör ist recht ambitioniert: Roco fordert 26.- für den Antrieb und nochmal 25 Euro für den Weichendecoder. Plus Weiche wohlgemerkt. Welche normalen Jugendlichen können sich das leisten? Schließlich dürften diese die Haupt-Zielgruppe von geoLine sein. Aber zum Glück gibt es Alternativ-Anbieter, deren Decoder für Weichen, Entkuppler und Signale nur jeweils elf Euro kosten und ebenfalls in der Bettung verschwinden. Dazu kommt natürlich Rocos geoLine-Antrieb.

https://modellbahnshop.moba-digital.de/epages/12489450.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/12489450/Categories/Category1

Oder man wählt direkt Viessmanns digitalen Weichenantrieb, der kostet rund 30 Euro.

Rechts unten fehlt ein Mini-Gleis.

– Auch bei geoLine fehlt das typische Mini-Gleis, das den Längenunterschied der beiden Standard-Geraden ausgleicht. Damit ließen sich noch kompaktere Weichenstraßen aufbauen. Die Frage nach diesem Mini-Gleis wurde von Roco beantwortet mit der lapidaren Aussage, genau dafür gebe es ja die unterschiedlichen Standardgeraden. Nicht zu fassen. In einer Anlagenecke, in der sich viele Weichen tummeln sollen, helfen Standard-Geraden übrigens gar nichts.

So sah eins meiner geoLine Gleise aus, das ich sich in Ruhe ‚entwickeln‘ ließ.

Eine besonders ärgerliche Sache ist der Rostbefall (oder sowas) von geoLine Gleisen. Es gibt gar nicht wenige geoLine-Exemplare, deren Schienen irgendwann kleine dunkle Punkte entwickeln. Wie aus dem Nichts heraus. Diese Punkte können größer werden, bis sich schließlich großflächige rotbraune Flecken über die Schienen ausbreiten.

so kann es anfangen: Kleine Punkte, die sich vermehren und größer werden…
geoLine Gleise „können nicht korrodieren“. Achso! 🙂
Impfgegner dürften bei diesem Anblick frohlocken…
Ein Freund sandte mir dieses Foto seines geoLine Gleises.
So sah eine meiner geoLine Weichen aus.

Solchermaßen verunstaltete Gleise habe ich selbst im Jahr 2015 bei Roco reklamiert, und anstandslos wurden sie ausgetauscht. Das fand ich sehr nett. Ein Jahr später reklamierte ich genau diese ausgetauschten Gleise erneut, weil sie wiederum von Rost befallen waren (wie von mir bereits befürchtet). Dieses Mal aber tauschte Roco die Gleise nicht um. Statt dessen verzögerte sich der Vorgang mehr und mehr, und schließlich lag der Rücksendung ein fünfseitiges Schreiben aus Rocos „Justizabteilung“(!) bei, dessen Kernaussage in etwa lautete, dass geoLine gar nicht „korrodieren“ könne, weil dessen Schienen kein Eisen enthielten. Mit in der Sendung lagen meine rostigen Gleise. Das fand ich weniger nett. In diese Sache eingemischt hatten sich zudem ein allzu kommunikativer Außendienstler und ein unseriöser Händler; es war, als hätte Roco ‚Stille Post‘ gespielt, bis jeder auf jeden sauer ist. Wegen ein paar rostiger Gleise, man stelle sich vor.

Unten ein Korrosions-Fleck, oben Gleis-„Karies“.

Von den verrosteten Gleise habe ich mich natürlich getrennt, das bemerkenswerte Schreiben aber bewahre ich auf. Letztlich gab es von Rocos ‚ganz oben‘ eine wirklich großzügige Entschuldigung wegen dieser Angelegenheit – und das war dann doch wieder nett. Währenddessen im Fachhandel wegen möglicher weiterer angerosteter Gleisen heimliche Anrufe ankamen.

Pluspunkt: Die geoLine-Geometrie

Trotz der Kritik findet sich bei geoLine ein unerwarteter Vorteil. Und das ist die, *surprise*, Geometrie. Die Geometrie von geoLine ist dermaßen bestechend klug erdacht, dass man sich wünscht, sie wäre in einem attraktiveren Gleis verwirklicht worden. Fast jede (un-)mögliche Figur geht auf, das Planen mit geoLine macht richtig Spaß. Wenn es nur mehr Elemente gäb und das Gleis schöner aussähe…

Mir sind ein paar geometrische Tricks aufgefallen, über die der Hersteller selbst bislang kein Wort verloren hat. Interessante Tatsache. Letztlich macht die Geometrie geoLine trotz aller berechtigter Kritik sehr geeignet für kompakte Spiel-Anlagen, auf denen etwas los sein soll. Optisch kann man nachhelfen, dazu mal später mehr.

So kann man eine geoLine Weiche mit einer kurzen R2 in einen Halb-Kreis R3 einsetzen.

Eine Gebogene R3 lässt sich oft ersetzen durch eine Weiche zusammen mit einer kurzen Gebogenen R2. Man muss nur auf den Längenausgleich achten: Wo sich oben eine lange 200mm Gerade findet, braucht es unten eine kurze Gerade mit 185mm. Das funktioniert so gut, dass sich einige Weichenkombinationen eben doch in eine Anlagenecke einbauen lassen. Ebenso lässt sich der typische Bahnhof aus einem Roco-Startset mit diesem Trick nach außen verlegen, sodass die Züge keine unschöne S-Kurve mehr durchfahren müssen. Und die möglichen Bahnhofsgleise werden länger.

So einfach lässt sich das Bahnhofs-Gleis auslagern: Die hellblauen Gebogenen entsprechen dem R2, die blauen dem R3, die dunklen geraden 185mm, die hellen 200mm. Eine prima Geometrie.
So lassen sich die geoLine Weichen anstelle von Bogenweichen einsetzen. Klappt! 🙂
Die rosa-farbenen Gleise oben deuten Rocos große Bogenbrücke an, darauf sind RocoLine-geraden ohne bettung, Länge jeweils 23cm. Geometrisch einwandfrei.

Rocos klassische Bogenbrücken lassen sich in die geoLine Geometrie einpassen, darin werden natürlich die RocoLine Gleise (ohne Bettung) montiert. Das geht geometrisch so perfekt auf, dass man wohlwollende Absicht vermuten darf. Zum Anschluss von geoLine an die RocoLine-Gleise auf den Brücken empfehlen sich die Übergangsgleise.

Kehr- oder Wendeschleifen lassen sich ganz prima mit geoLine aufbauen; hier mal ein etwas überaufwändiger Entwurf. Wer es schlichter bevorzugt, kann sich hier das Passende heraussuchen.

Viele Lokschuppen erwarten enge Gleis-Abstände. Die meisten dieser Bausätze stammen konstruktiv aus Zeiten, als die H0-Gleissysteme noch dem Normabstand von 57mm folgten. GeoLines Parallelgleise sind dagegen rund 77mm auseinander. Aber mit einem Trick lassen sich diese Lokschuppen dennoch verwenden, wie das Beispiel mit den kurzen R1 Gebogenen zeigt. So findet der gewünschten Lokschuppen doch seinen Platz auf der Anlage.

Fazit: geoLine ist von der ersten Intention her sicher klug erdacht worden, und es hätte den Markt wirklich bereichern können. Aber in Aussehen und Fertigungs-Qualität gab es eine Bruchlandung. Ich kann mir gut vorstellen, dass Roco-Kunden weltweit über ein optisch und technisch renoviertes geoLine-System mit mehr Auswahl und in solider Qualität überglücklich wären, sogar glücklicher als mit…

…mit dem Relaunch von RocoLine mit Bettung. Ob im Zeitalter von Apps und Smartphones die Modellbahner überhaupt noch Lust haben auf kompliziertes Abschneiden der Bettungen und die vielen unterschiedlichen Mini-Ausgleichsgleise? Ohne Ersatzbettungen? Wenn die Welle der ersten Begeisterung abgeklungen ist, wird sich zeigen, ob der Erfolg langfristig sein kann oder nur eine Laune darstellte; ein erleichtertes Aufatmen derer, die die Gummibettung vermisst haben. Denn nicht jedes Comeback hat eine lange Laufzeit. Und auch Piko hat seinem A Gleis jetzt eine schönere Bettung mitgegeben, eine Idee, die 2006 exakt so von Roco hätte umgesetzt werden sollen.

Tipps und Tricks zu geoLine:

Rocos hat sich für geoLine unübersehbar an märklins C-Gleis orientiert. Das hat für den Modellbahner unerwartete Vorteile in Bezug auf die Auswahl des Zubehörs:

– Die neuen Märklin-Signale mit Sockel für die C-Gleise (mit DCC/mfx-Decoder) passen auch unter geoLine. Sie sind also gut geeignet für eine Steuerung über Rocos Multimaus, die Z21, Fleischmanns ProfiBoss, Uhlenbrocks Daisy2, oder anderen DCC-Zentralen.

– Auch märklins preiswerte Hobby-Lichtsignale sind prima geeignet zum unbeschwerten Modellbahn-Spielen: Den passenden, preiswerten DCC-Decoder gibt es fertig aufgebaut hier. Man klebt ihn einfach in die Bettung. Das Programmieren erfolgt am Besten vor dem festen Einbau in die (Teppich-)Anlage. Damit lässt sich zwar nur der rot/grüne Lichtwechsel anzeigen, aber das Gleis wirklich abzuschalten braucht man im digitalen Spiel(!)-Betrieb ja nicht mehr. Und ganz sicher ist diese Decoder-Lösung eleganter, als märklins kilometerlange, superdicke Kabel für das spezielle Schaltpult.

– Auch die Oberleitungen sind kompatibel, ob nun Viessmann, Märklin neu oder gar märklin alt: Die Masten lassen sich unter die geoLine Bettungen klemmen. So können sogar Teppichbahner so tun, als sei eine Fahrleitung vorhanden und sich nach und nach einen großen Fundus an Masten zulegen.

– Wer beleuchtete Prellböcke mag, kann sich märklins Artikel 7389 auf die Abstellgleise schrauben und die Kabel im Böschungskörper diskret an die Profile löten.

So einfach ist das: Die gelben Geraden haben 76mm, die dunklen 185mm, die hellen 200mm.

Bahnsteige sind im Fall von geoLine meistens sehr schmal gehalten, weil man sie einfach zwischen die Parallelgleise stellt. Das ist zwar praktisch, sieht aber eigenartig aus, weil die Proportionen nicht einmal ansatzweise stimmen. Natürlich kann man mit geoLine auch breitere Bahnsteige verwenden, wie die Gleis-Beispiele zeigen. Zum Beispiel Faller (ex-Pola), Kibri und auch Piko bieten breite Kandidaten an.

Prinzip-Darstellung.