Werkslok 2066 von Minitrix mit DCC Decoder und…

Als man mit der Modellbahn noch offiziell ’spielen‘ durfte, gab es eine Reihe von schlichten aber hübschen Modellen auf Taschengeld-Niveau. Die Werks-Lok in Anlehnung an ein Henschel-Vorbild hatte mir immer gut gefallen.

Es gab Modelle in knall-blau und oliv-grün, dazu als Elektro-Variante in orange mit Pantograph auf dem Dach – warum nicht.

Tatsächlich wurde diese Lok nach Vorbild gestaltet, siehe hier: https://www.rangierdiesel.de/index.php?nav=1403759&lang=1&id=42743&action=portrait

(c) rangierdiesel.de, aufgehellt von ‚modellbahn-zeit‘.

Das Minitrix Modell basiert technisch auf der V60 von Minitrix; ein ‚Hütchen-Tausch‘ für bessere Fahreigenschaften und ein Vorbild-ähnliches Fahrwerk mit drei Achsen wäre also möglich.

Es wäre natürlich auch möglich, mit der genannten Methode diese Lok als neues Minitrix-Produkt für das Hobby-Programm auf den Markt zu bringen. Aber wozu auf Wunder warten.

Meinen beiden Loks habe ich Decoder gegönnt, den üblichen Typ von D&H, der so exakt anstelle der alten original-Platine in die Lok passt, dass ich Absicht vermute – immerhin ist die Firma ‚D&H‘ seit 1982 professionell in der Spur N unterwegs. 🙂

Der Einbau ist auch für Anfänger einfach: Gehäuse abklippsen, Puffer herausziehen, die Geländer abnehmen und den Rahmen vorsichtig aus seinen Klippsen in den äußeren Seiten lösen. Sollte hier was brechen, ist das meistens kein Problem, weil die Puffer später alles wieder festhalten.

nur echt mit Kater-Haaren… 😼

Die kleine Platine wird abgeschraubt und lösgelötet. Die Kontakte zum Motor werden entfernt, und die hochstehenden Kontakte der Radschleifer entweder gekürzt oder Isolierband verwendet, zwischen Radkontakten und Motor.

An Stelle der Platine befestigt man nun den Decoder mit dünnem (!) Doppelklebeband.

in Fahrtrichtung rechts. Die Lasche oberhalb des roten Strichs abschneiden.

Das gelbe Kabel kann man ablöten oder kürzen. Das weiße wird nach oben gebogen und gekürzt; es wird womöglich irgendwann später gebraucht. 😎

…in Fahrtrichtung rechts.

Wie üblich kürzt man jetzt die Kabel sinnvoll mit minimalem Spiel und lötet sie an die erforderlichen Stellen, schwarz (links) und rot (rechts) an die Radschleifer, passend dazu grau (links) und orange (rechts) an die Motor-Kontakte. Dabei werden schwarz und grau unter dem Motor hindurch geführt.

Da ich silbern blitzende Radscheifen irgendwie billig finde, habe ich sie mit Revell matt 36 rot ausgelegt, passend zum Rahmen. Nach dem Trocknen legt man Spannung an die Räder und reinigt die äußeren Radreifen von eventuell aufgebrachter Farbe. Danach sieht alles sauber aus.

Schutz vor Hitze-Schäden am Gehäuse

Tipp: Wer die grüne Version mit dem eigenartig dunkelroten Rahmen hat bekommt den hellroten Rahmen bei Spur-N-Teile.

Seitlich habe ich einen dünnen Streifen Zellkautschuk auf den Decoder gebappt; damit er keinesfalls mit dem Gehäuse Kontakt bekommt (Hitze!), es bleibt ja genug Luft zum Zirkulieren.

Das war es. Bei stark genutzten Loks ist eine Reinigung von Rädern und Radkontakten nötig, selten auch vom Motor. Obwohl, den könnte man ja ersetzen… 🥳

Drollig, oder? Nicht alles immer so verbissen ernst sehen. ‚Model-Railroading is fun‘! 🥰

Bei mir dürfen diese bunten Loks neben ihren hochwertigen Artgenossen ihren Aufgaben nachgehen – die vor allem darin liegen, mir Freude zu bereiten. ☺️ Dass sie dabei vor allem mit Kipploren unterwegs sind, das ist eine andere Geschichte… 😎

🙂🚂