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Allgemein Gedanken märklin & friends Spur H0 Spur N Spur TT

Jeder Generation ihr eigenes Feindbild.

Orientrot ergeht es derzeit ähnlich, wie vor 30 Jahren blau-elfenbein. Diesmal eben eine Generation später.

Dabei war das Konzept von Herrn Bodack, dem Erfinder des InterRegios, zu den Produktfarben damals in vielen Aspekten sehr modern und erstmals auf den Reisenden als Mensch (!) abgestimmt, außen und innen. Natürlich sind die Farben im Übrigen mega 80er Jahre, und? Es SIND wenigstens Farben. Offenbar flennten aber Viele der grünblauen Bundesbahn hinterher – und das im Jahrzehnt von Zauberwürfel, C64, der Compact Disc – und eben Pastellfarben. Und solche Leute hat man ernstgenommen?

Nun sind Geschmäcker unterschiedlich. Aber manche Artgenossen bekünden ihre Abneigungen absichtlich extrem oft und laut. Nur können sich derartige markigen Sprüche, oft genug an passender Stelle wiederholt, so verselbstständigen, dass die geschmähte Angelegenheit letztlich sogar gesellschaftlich unschicklich wird. Wer in einem Gespräch ‚Helene Fischer‘ erwähnt, eine zweifellos erfolgreiche und hart arbeitende Künstlerin (von der ich keine einzige CD besitze, sie aber sehr wohl respektiere) erntet meistens zumindest genervtes Augenrollen. Leute, das kann SO nervig sein.

Sachliche Kritik muss sein, gerade bei Modellbahn-Zügen, aber welchen Sinn ergibt es, fortwährend zu wiederholen, was einem nicht gefällt?

„Das mag ich nicht“ sendet einen starken, negativen Impuls aus, der keinen Vorteil, aber denjenigen, die die Dinge insgeheim wertschätzen, eine Menge Verdruss einbringt.

Da fände ich es interessanter, herauszufinden, welche Variante von orientrot nun dem (damals neu lackierten) Vorbild entspricht: märklin (schick und eher kräftig), Fleischmann (womöglich weniger kräftig, als die Originale?) oder Piko (eher kühl, aber attraktiv)? Bei Roco kam es in den 90er Jahren oft auf die Charge an, und bei Arnold-N hatte man eine gänzlich eigen(sinnig)e Meinung zum Thema. ☺️

Man sagt, derzeit würden die Menschen quasi auseinanderdriften, jeder in seine gesellschaftlich passende ‚Blase‘. Wenn man das bereits erkannt hat – warum steuert man dann nicht aktiv dagegen?

Zum Thema ‚Geschmacks-Nazis‘ werde ich später einen weiteren Text veröffentlichen.

Von Alexander Kath

...jetzt bloggt er auch noch! :-)

Die kleinen Züge sind für mich das Größte überhaupt, und ich spiele mit der Modelleisenbahn, soweit ich mich zurückerinnern kann.

Von Spielzeug-Zügen bis zu filigranen Großserien-Modellen war und ist alles dabei. Ich nehme mir also eine Menge Zeit für Modell(eisen)bahnen.

Die Erfahrungen daraus gebe ich nun an dieser Stelle gerne weiter.

Ich möchte meine Leser dazu inspirieren, ihr Modelleisenbahn-Hobby mit mehr Freude und Gelassenheit zu erleben und dabei eigene Ideen und eine eigene Sichtweise zu entwickeln. Denn nicht die Hersteller bestimmen, wie man ein Hobby auslebt, sondern der Hobbybahner selbst.

Auf den Austausch mit freundlichen Artgenossen, gleich welchen Alters, freue ich mich. Wer Kontakt aufnehmen möchte, kann das gerne per Email tun. Info@mobaz.de Sprachnachrichten auf Cassette oder MiniDisc akzeptiere ich ebenfalls. ;-)

Übrigens, Cookies interessieren mich tatsächlich nur dann, wenn man sie essen kann.

Alexander Kath