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Piko Silberlinge mit (echter) Kurzkupplung.

So gefällt das, Symoba sei Dank; die Kupplungsaufnahmen werden später mit Kleber auf exakter Höhe fixiert.

Als Piko in den Nullerjahren neue Silberlinge in H0 vorstellte, waren diese zwar maßstäblich lang, waren aber dem günstigen ‚Hobby‘ Sortiment zugeordnet. Beim Stückpreis von rund 30 Euro sah man darüber hinweg, dass diese Fahrzeuge zwar 30cm Länge aufwiesen, insgesamt aber qualitativ nur spärlich dem entsprachen, was man von Fahrzeugen dieser (Längen-)Klasse gewohnt war. 

Unübersehbar die viel zu weiten Kuppel-Abstände und die zu tief auf den Drehgestellen liegenden Wagenkästen; außerdem die unteren Front-Lampen mit Glüh-Pünktchen anstelle von leuchtenden Flächen. Bei einigen Waggons fiel das Ankuppeln schwer, weil ihre Kupplungen nicht auf gleicher Höhe lagen, wie bei anderen Waggons. Das sollte genauer gehen.

Werks-Zustand. Wieso macht Piko die Träger nicht neu…?

Neben den Preisen hat Piko inzwischen auch die Höhenlage der Waggons korrigiert, beides aufwärts. Geblieben sind die vorbildwidrigen Front-Lampen – und natürlich der auffällige Kuppelabstand. Letzterer lässt sich mit dem Symoba-Klassiker verbessern.

Man benötigt das ‚Startset 120‘ und die kurzen Kupplungs-Aufnahmen ‚110‘.

👉🏻 http://www.symoba-schniering.de/sym-produkte.htm

Diese kompakten Kurzkupplungs-Kulissen passen wirklich fast überall drunter oder hinein. Für mich gehören diese Kulissen zu den Top 3 der Modellbahn-Zubehör Produkte der 80er Jahre, die sich bis heute bewähren: Roco Line (oB), Merkur Gleisbettungen, Symoba Kulisse. 🙂

Rund & flach: Sanft nachbearbeitet.
Prinzip-Darstellung mit gekürztem Steg.

Für meine Waggons habe ich auf spaltfreies Balg-an-Balg-Fahren verzichtet; sanftes Ankuppeln ist mir wichtiger. Wer es vorbildgerecht eng bevorzugt, der verwendet meistens ohnehin andere Kupplungen, außerdem kann man die Kulissen minimal weiter Richtung Wagen-Mitte verschieben, um alles auszureizen. Mit langsam aushärtendem Kleber lässt sich hier viel probieren.

So ermittelt man den richtigen Abstand zur Puffer-Ebene...
…und so die exakt richtige Höhe des Norm-Schachtes.

Selbst der Einbau ist ein Klassiker:

  1. Kupplungskammern an der Rückseite rundfeilen; dabei genug Material stehen lassen.
  2. Oberseiten der Kulissen glattfeilen.
  3. Pikos Silberlinge demontieren, die originalen Kupplungsträger inklusive der Federn entfernen.
  4. Kupplungs-Steg auf die Hälfte kürzen.
  5. Kupplungs-Kammern auf die Stege setzen, noch NICHT festkleben.
  6. Etwas Sekundenkleber-Gel (oder 2K Kleber) auf den Wagenboden geben.
  7. Mit dem Symoba-Abstandhalter die exakt richtige Position ermitteln und Kulisse festdrücken.
  8. Trocknen lassen!
  9. Mit dem Abstandshalter auf einem Gleis die exakte Höhe für die Kupplungskammer ermitteln und den Steg exakt darunter abschneiden.
  10. Kupplungskammer sehr vorsichtig abziehen, gewünschte Kupplung einsetzen, und dann die Kammer wieder auf den Steg drücken.
  11. Fertig.
Original-Zustand.
Abstand mit Symoba-Kulissen, und es ginge noch enger.

Die Fotos zeigen den Unterschied; ja, es ginge noch knapper. Aber mir ist der Spielspaß wichtiger, als perfektes Aussehen ohne die Möglichkeit, ab und zu den Wagenverband durch Rangier-Bewegungen zu verändern. 

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geoLine Reparatur

Wer beim typischen geoLine Zerbrechen direkt reagiert, kann sich Aussehen und Funktion seiner geoLine Gleise erhalten.

Roco geoLine, der Stoff aus dem Albträume sind…
Ein vertrautes Bild.

So dünn das Böschungsmaterial auch ist – es besteht aus herkömmlichem, hartem Kunststoff. Und der lässt sich kleben. Nach einem erneuten ‚Knacks‘ probierte ich den Modellbau Kleber von Pattex aus. Mit Erfolg.

Denn die Splitter passen naturgemäß genau wieder in die Böschung hinein. Man klebt sie dort genau so wieder fest, wie man das von Häuser-Bausätzen kennt: Eine Seite sauber einstreichen, kurz warten, das Bruchteil ansetzen, festdrücken – das war es.

Hier sauber mit Kleber einstreichen.

Dass man diese Stellen zukünftig eher vorsichtig behandeln sollte ist klar. Aber reparierte Gleise sehen auf jeden Fall besser aus, als die Angebrochenen.  

Fester Sitz. Leider etwas viel Kleber...

…wer hätte gedacht, dass ich mal über das Kleben von Gleisen schreiben würde… 🤨

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Allgemein Gedanken Spur N Umbauten Waggons

Drollige Fertigungs-Panne bei Minitrix.

Im Set 15471 findet sich ein Eilzugwagen, der unerwartete Ein-Blicke ermöglicht…

Freie Sicht auf freie Bürger. Oder so. 🤔

Aus Neugier schaue ich oft in Modellbahn-Waggons hinein. Und war diesem Fall zugleich überrascht und amüsiert.

Denn der Einsatz der Innen-Einrichtung wurde während der Fertigung um 180 Grad verdreht angeordnet. So genießen jetzt Reisende mit akuten Bedürfnissen einen klaren Blick auf die Landschaft – diese blickt allerdings auch zurück, und Reisende am Bahnsteig dürften sich bei ‚Versteckte Kamera‘ wähnen… 😁

Fahrgäste auf den Sitzen gegenüber haben hoffentlich viel zu lesen dabei (70er Jahre), immerhin wird ihnen der Blick nach draußen von einem säuberlich weiß lackierten Fenster versperrt.

Man muss in der Fertigung schon wirklich gar keinen Bezug zum Produkt haben (ja, ach was), dass einem sowas nicht mal auffällt. Und weil Wagenkasten samt Boden aus einem Stück gegossen und damit einheitlich grün sind, ist dieses drollige Fehlerchen auch später niemandem aufgefallen.

Wenn ich meinen Waggon also demnächst innen einfärbe und beleuchte, dann muss ich wohl oder übel den inneren Wagenboden sorgdältig heraustrennen und herumgedreht wieder einkleben. Sähe ja sonst reichlich beknackt aus. ☺️

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Allgemein Spur N

Neue ET403 in N!

Foto (c) Modellbahn-Union.

Womöglich noch dieses Jahr (2022) rollen neue Modelle des ET 403 auf N Gleise, zuerst als Variante in Lufthansa-Lackierung.

Als Anbieter tritt ‚Modellbahn Union‘ auf, kaufen kann man die Züge zum Beispiel bei dm-toys:

Lufthansa Variante: https://www.dm-toys.de/de/produktdetails/MU_N-T40301.html

IC Variante: https://www.dm-toys.de/de/produktdetails/MU_N-T40302.html

Foto (c) Modellbahn-Union.

Die Muster-Fotos lassen auf ein wirklich feines Modell in 1:160 hoffen.

Mehr zu bisherigen (H0-)Modellen des ET403: https://blog.mobaz.de/2019/10/14/et-403-der-weisse-hai/

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Allgemein Digital Gedanken H0 DC(C) märklin & friends Spur H0 Umbauten Lokomotiven

Als Roco noch Qualität kannte… BR 110 43392

Es war 1993, als die Firma ‚Roco‘ eine (fast) rundum brandneue E-Lok der BR 110 vorstellte. Dieses Modell war schwer beeindruckend, in jeder Hinsicht.

Im Bild die spätere Version als ‚E 10‘.

Damals ging Roco schon seit Jahren den konsequenten Weg Richtung ‚edel‘. Die Qualität der Lackierung wurde ständig verbessert, die Motore neuerdings überdreht, und sinnvoll eingesetzter Zinkdruckguß ersetzte weitläufig den zuvor im Fahrgestell verwendeten Kunststoff. Sogar die Beleuchtung war im analogen Betrieb schön zu erkennen, wenigstens in den vier unteren Lampen.

In Summe wurde 1993 mit der BR 110 ein echtes Schmuckstück ausgeliefert, das nicht nur beeindruckte, sondern immer wieder aufs Neue Freude bereitete. Konstruktions- und Fertigungs-Qualität überzeugen bis heute.

Heavy Metal – das konnte man bei Roco mal. Daaamals.

Vor allem das auffällige Gewicht der Maschine entsprach so gar nicht dem Vorurteil, das vor allem sture märklin-Fans den Loks von Roco entgegenbrachten. Die Erklärung zeigte sich unter dem Dach, im Wortsinn: Ein zusätzlicher Metalldeckel füllte den Luftraum aus; wie schon bei Rocos V200 aus 1984(!).

Interessant, dass man Piko auf Derartiges erst wegen recht leichter Loks hinweisen musste, bis schließlich die 181.2 ähnlich ausgestattet wurde…

Diese exzellent lackierte 110 in ihrem (womöglich falschen) Kobaltblau und lautlosem Antrieb war eine Sensation, für mich zumindest. Damit zu spielen war und ist eine Offenbarung, und die Lok zieht ordentlich was weg, vor allem mit Haftreifen, die nicht von Roco stammen… ☺️

Ein Decoder passte ebenfalls in die Lok; die Schnittstelle verbarg sich auf der Platine, der Decoder wurde in einer Ausstausch-Wanne zwischen den Drehgestellen untergebracht. Besser wäre natürlich eine versteckte Unterbringung oben im Rahmen vor dem Motor gewesen, klar.

Heutzutage liefert Roco in seinen Loks vor allem viel Luft mit; Decoder, Lautsprecher und Kondensatoren brauchen Raum, verständlich. Aber warum man sich nicht an die guten Ideen der Vorgänger im eigenen Laden erinnert und die Loks per Metall-Einsatz so schwer wie möglich konzipiert, das lässt sich nur mit Unwissen, Gleichgültigkeit oder Geiz erklären. Alles ärgerlich.

Kritisieren könnte man bei der ’93er Version die schwache Illuminierung der oberen Spitzenlichter, aber das war man von Roco eigentlich gewohnt. Was mich aber wirklich überraschte: 1990 spendierte Roco der nagelneuen E41 wunderschöne Drehgestellblenden, die besonders tief durchgestaltet, die E41 besonders „echt“ aussehen ließen. Die 110 und ihre Artverwandten aber ließ man mit Drehgestell-Blenden aus den 70er Jahren davonkommen, die lediglich vor den Rädern angebracht sind – das ist bis heute der Fall. Allein die E10.12 für den damaligen Roco Club erhielt neue Blenden; dies allerdings bedurfte eines (erfolgreichen) Komplotts. 🙂

Rocos damalige Schnittstelle – drei Fragen.

Rückblickend fragt man sich schon, was Rocos Entscheider Anfang der 90er Jahre bewogen hat, die Schnittstellen-Thematik derart umständlich zu gestalten.

  1. Schon damals hätte Roco dämmern müssen, dass man nicht eine, sondern zwei Zusatz-Funktionen braucht. Denn Lokomotiven aus europäischen Landen besitzen überraschend oft (Ironie, mkay?) beidseitig Schlusslichter, die man seitenweise abschalten möchte. Die achtpolige Schnittstelle war also schon 1993 wie Fahren mit angezogener Handbremse. Und Decoder mit diversen Zusatzfunktionen hatte Lenz bereits Ende der 80er Jahre für märklins ‚Hamo‘ BR 86 gefertigt, die Technik war also entwickelt. Und sowas Unfertiges lässt man auch noch international normen!
  2. Der Stecker hätte von Anfang an direkt auf dem Decoder befestigt sein müssen, wenigstens für die vielen Diesel- und Elektroloks mit Standard-Platinen, vor allem: Verdrehsicher! Das wäre praktisch gewesen und hätte vielen Modellbahnern vielerlei Frust erspart.
  3. Die Glühlampen waren so ein spezielles Roco-Thema; viel zu lang nahm man auf Analog-Bahner Rücksicht und steckte Lampen für 12 Volt in die Loks. Während es die Musik-Branche mit cleverem Marketing schaffte, ganze LP-Sammlungen komplett gegen CDs auszutauschen, sorgte sich die Modellbahn-Branche um vergrätzte Kunden, obwohl deren Investitionen erhalten und sogar aufgewertet wurden. Sehr kleingeistig – und vor allem bequem: „dann kommen die wieder und sagen…“. Man hätte vielleicht aus den Reklamationen bei Arnold-N seit 1988 lernen können, deren Nutzer sich zu oft über eingeschmolzene Dächer beklagten. Auch dort schwieg man zu dem Thema, vermutlich Angst-getrieben, die Kunden könnten ‚digital‘ kompliziert oder unnötig teuer finden. Besonders ärglich war, dass Roco trotz vieler Hinweise über Jahre im Katalog verschwieg, dass Lämpchen, die ohne Decoder direkt vom Gleis versorgt werden, sicherheitshalber für 24V ausgelegt sein sollten. Und ja, Loks mit Decoder bekommen 16V oder 19V Lämpchen. Oder, heute zumindest, warm- oder goldweiße LED. Fleischmann dagegen hat das Thema im Katalog einfach beschrieben – mit klaren Angaben.
Verschweigen einer Info sorgt für verbogene Dächer; Roco Katalog 2000/2001.

Wer also eine Roco 110 oder Ähnliches aus dieser Generation besitzt kann sich wirklich glücklich schätzen. 🙂

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Allgemein Gleise H0 DC(C) märklin & friends Spur H0 Spur N Spur TT Umbauten Lokomotiven

Endlich: Solide Haftreifen für Roco Loks.

Seit den 90er Jahren verwendet Roco Haftreifen, die binnen kürzester Zeit zerbröseln – und es ist ihnen bis heute völlig egal; trotz aller Kritik. Jetzt gibt es Abhilfe.

Schicke Schlappen für Rocos BR101 (links) und BR110 (rechts).

Die Firma KaModel aus Tschechien produziert laut Prospekt 185 (!) verschiedene Sorten an Haftreifen, für N, TT, H0, 00 und G. Natürlich für alle großen, namhaften Hersteller.

In verschiedenen Tabellen mit Abgaben zu Lok-Modellen lässt sich auf der Website der passende Satz Haftreifen herausfinden.

Da sollte sich für jede Lok Passendes finden.

Probehalber habe ich mal zwei Tütchen geordert; zwei meiner Roco Loks waren besonders eifrige Haftreifen-Schinder: Eine BR 110 und die erste BR 101. Zwölf Haftreifen inklusive Porto für rund zehn Euro. Für mich in Ordnung, ich habe schon deutlich mehr Geld für Unsinnigeres ausgegeben… ☺️

Kurz: Passt. Die Qualität wirkt solide, Durchmesser und Dicke der Haftreifen entsprechen einwandfrei den Nuten in den Rädern.

Rocos BR110 und Artverwandte können jetzt wieder fest zub…greifen. 😉

Ich habe beim Probe-Betrieb den Eindruck, dass die Loks jetzt mehr ‚Grip‘ haben (Formel 1 lässt grüßen) , als mit den glatten Plastik-Ringen von Roco.

Auch für meine erste 101 aus 1996 gibt es neue Haftreifen.

Amüsant war beim Austausch, dass auch der letzte verbliebene originale Roco-Haftreifen beim Abheben in viele kleine Stücke zersprungen ist. Wieviel Frust hat diese Ignoranz der Österreicher wohl schon bei Modellbahnern weltweit verursacht… Vielleicht sollte Roco die Haftreifen bei KaModell einkaufen. ☺️ 

Hier ein Link direkt zu den Roco-kompatiblen Haftreifen (im Link steht Brawa, man landet aber bei Roco. Isso.)

https://www.kamodel.com/dh/ho/879-empfohlene-nicht-original-haftreifen-fur-brawa-ho-lokomotiven6-stuck.html

Website allgemein für Haftreifen:

https://www.kamodel.com/dh/13-haftreifen

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Allgemein Digital Gleise Spur N

Sicherheit für Bogenweichen von Fleischmann N

Meine ‚piccolo‘ Bogenweichen mit metallischem Herzstück verursachten beim Abzweigen oft Entgleisungen.

Ursache ist das Absinken der Stellplatte, die damit die Weichenzungen dem Zugriff der Spurkränze entzieht. Die Fahrzeuge werden dann nicht mehr sicher geführt.

Ein Streifen Karton hilft. Für’s Foto habe ich das Geknickte belassen. Technisch stört das nicht.

Sofortige Abhilfe schafft man mit einem schmalen Streifen Karton, den man zwischen Stellplatte und Bodenblech einführt. Die Dicke findet man am Besten selbst heraus.

Die Weichenzungen müssen sich natürlich weiterhin leicht bewegen lassen. Seitdem rollen alle meine N-Fahrzeuge friedlich in alle vier möglichen Richtungen.

Ob ich wieder „der Einzige“ bin, dem das aufgefallen ist…? ☺️