Die vielleicht beste Kurzkupplung für H0 Modellbahnen. RTS.

So gleitet die RTS-Kupplung unter Rocos langen Waggons durch.

Sie existiert längst: Eine Kupplung, die mit einem weltweit riesigen Anteil an H0-Modelleisenbahnen ohne Einschränkungen funktioniert. Nur wird sie derzeit nicht produziert.

Wieder einmal war es der Zufall, der mir geholfen hat: In einem Kästchen lungerten diverse Austauschkupplungen herum. Mehr gelangweilt probierte ich einige davon aus, unter anderem irgendwas mir Unbekanntes mit der Prägung „RTS“. Ich lernte: Es gab Varianten mit und ohne Strom-Übertragung. Letztere steckte ich in so ziemlich Alles, was ich an H0 Fahrzeugen mit Normschacht besitze. Das Ergebnis war schnell klar: DAS ist DIE Kupplung. 🙂

Sanftes Einkuppeln, ohne Hakelei in Kurven, relativ unauffällig – wieso hatte ich das verschlafen! Die RTS-Kupplung ähnelt zwar den Kurzkupplungen von märklin und ihren Nachahmungen bei Roco und Esu. Aber der RTS-Metallbügel ist zur Abwechslung unglaublich intelligent konstruiert. Sämtliche Probleme der genannten Kupplungen sind eliminiert. Wieso haben das eigentlich auch Andere verschlafen?!

Inzwischen hat märklin die RTS-Formen übernommen, und anstelle diese modernisierte Version ihrer alten Kurzkupplung flächendeckend einzusetzen und damit sämtliche Nervereien mit Fahrzeugen anderer Hersteller abzustellen (und nebenher die Pufferhöher eigener Loks endlich zu berichtigen), setzte man den breiten märklin-Bügel auf den RTS-Kopf. Nicht. Zu. Fassen. Dennoch, die Formen und Stanzwerkzeuge sollten ja vorhanden sein, und sie könnten genutzt werden.

RTS mit Lima (70er Jahre). Passt. 🙂

Vorteile:

  • Die RTS-Kupplungen schwenken frei unter allen Puffern durch, auch bei den extra-langen 32cm Speisewagen. Der Bügel klappt nämlich nicht einfach rauf und runter, sondern er besitzt Langlöcher. Mit diesen kann er sich leicht bewegen und liegt immer gerade auf, sowohl auf dem eigenen Kupplungs-Körper als auch auf dem Bügel der Gegenüber-Kupplung.
  • Der RTS-Bügel kuppelt neben aktuellen Normkupplungen auch ältere Fahrzeuge sicher an, wie z.B. Spielzeug-Züge von Lima oder Jouef. Er besitzt zum Kuppeln eine herkömmliche Öse, kein einseitig offenes L-Bauteil. So macht das Hobby noch mehr Spaß, weil man alles querbeet mischen kann.
  • Die gesamte Kupplung wirkt filigran und weniger auffällig, als märklins Version mit dem breiten Bügel oder gar Rocos graue Universal-Kupplung mit dem breiten Gußteil. Denn die Öse selbst ist schön schmal gehalten.
  • Das Einkuppeln erfolgt supersanft: Vorn an der Öse befindet sich eine unauffällig angebrachte Verdickung, eine Art Nase. Diese erzeugt nur wenig Reibung.
  • Auf Vorentkupplung wurde verzichtet – gut so. Ich kenne niemanden, der diese Funktion wirklich nutzt: Entweder, die Waggons rollen in einer Senke plötzlich davon, oder aber die Lok ruckelt kurz und vergrößert dabei den Abstand zu den Waggons, die Kupplungen legen sich wieder in Ausgangsstellung. Ungewollt kuppelt die Lok die Waggons wieder an. Frust.
  • Schwarzer Kubststoff sieht edler aus, als Rocos Uni-Kuppler im Grauschleier.
RTS mit märklin-KK. Passt. 🙂
RTS mit Röwa (70er Jahre). Passt. 🙂

Nachteile:

  • Mit der bislang bekannten Digitalkupplung von Roco klemmt die RTS-Kupplung. Offenbar muss man die Digi-Kupplungen etwas angleichen.
  • Der dicke Kupplungshaken sorgt dafür, dass die Kupplungen recht fest zusammensitzen – ohne das lästige Längs-Spiel wie bei Rocos Unikupplung oder gar bei Esus Interpretation. Das wirkt schon mal seriöser als in sich schlackernde Erzzüge. Aber im Zusammenspiel mit anderen Fabrikaten kann es zu eng werden. Möglichkeit: Den RTS-Bügel auf den märklin-Kopf setzen, ohne dessen Vorentkupplungs-Funktion.

Artverwandtes:

Die RTS-Kupplung ohne Strom-Kontakt, richtig prima zum Modellbahn-Spielen.
Die märklin-KK mit dem Bügel des Anstoße(n)s. Nervig seit 1987.
Rocos Universalkupplung; offensichtlich ein Nachbau der märklin-KK.
Die Kupplung von Esu. Ohne Vorentkupplungsbügel, der sanftes Ankuppeln verhindert.

Fazit:

Die isses. 🙂 Ich glaube fest, dass mit dieser Kupplung, oder wenigstens dem RTS-Bügel auf dem märklin-Kopf, die berühmten „85% der Kunden“ perfekt zufrieden wären. Jetzt muss man sie nur noch kaufen können.

Vor allem filigrane Fahrzeuge gewinnen durch die RTS Kupplung.

Pikos Diesel-IC 52001 & 52201 mit Licht-Spielereien

…gilt vor allem auch für Pikos Züge 59230 & 59430.

Piko hat seine Neuauflage des roten Diesel-Triebzuges der BR 612 technisch verbessert: Die Glühlampen wurden gegen warmweiße LED getauscht, und die Schnittstelle wurde sozusagen ergänzt durch Lötflächen und steckbare Kontakte.

So wird es im Digitalbetrieb möglich, die Innen- und ZugZiel-Beleuchtung jeweils separat zu schalten, zum Beispiel über die Decoder-Kabel F1 und F2. Die entsprechenden Platinen für den IC-Zug oder ältere, rote Varianten gibt es im Piko-Shop als Ersatzteile, nicht eben günstig, aber man wertet seinen vorhandenen Zug deutlich auf.

Rechts zeigen die Kreise, wo die Kabel grün und braun (violett) anzulöten sind. Die gelben Rechtecke zeigen die Positionen der Jumper.

Auf den Fotos kann man eindeutig erkennen, was dafür zu tun ist:

  1. Mit den Jumpern quer zur Fahrtrichtung die jeweils äußeren Kontakte verbinden.
  2. An die Lötfläche ‚Pad-A‘ das braune Decoder-Kabel für die ZugZiel-Anzeige anlöten. (meistens ist dieses Kabel violett)
  3. Das grüne Decoder-Kabel für die Innen-Beleuchtung ist meistens direkt am Decoderstecker angelötet. Dort sorgsam abtrennen und wie gezeigt an die Lötfläche ‚Pad-B‘ anlöten.
  4. Im Zugteil ohne Schnittstelle braucht man nichts zu erledigen: Dessen Beleuchtung wird vom motorisierten Teil geschaltet.

Mit ein paar einprogrammierten Effekten (je nach Decodertyp) wirkt der schöne Zug gleich nochmal netter. 🙂

Material:

1x Leiterplatte Wagen A: https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=artikel&vw_id=13479&vw_name=detail

1x Leiterplatte Wagen B: https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=artikel&vw_id=18861&vw_name=detail

2x LED-Platine mit warmweißen und roten LED: https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=artikel&vw_id=13506&vw_name=detail

H0 & TT auf Ikea-Tisch ‚Lack‘

Kein Platz – das gilt umso mehr für H0-Modellbahnen. Die Gleis-Systeme Roco-geoLine und Fleischmann-Profi passen prima auf Ikeas Lack-Tische.

Darauf kann eine schöne Modellbahn-Anlage entstehen. 🙂 (c) IKEA, Hofheim-Wallau

Nachdem der Artikel über die Minitrix fertig war, probierte ich aus, welche anderen Gleis-Systeme ohne Säge-Arbeiten auf Ikeas Lack-Tische passten. Die ‚Gewinner‘ heißen märklin K-Gleis, Roco geoLine, Fleischmann-Profi und das TT-Gleis von Kühn-Modell.

Also habe ich für diese Systeme ein paar Gleispläne zusammengeklickt. Viel Spaß beim Nachbauen. 🙂

Märklins K-Gleis passt ganz wunderbar auf die Lack-Tische von Ikea.

Minikea – Minitrix auf Ikea

Für eine Spur N ist wirklich in der kleinsten „Hütte“ Platz.

‚Kein Platz‘ ist die Ausrede für Teppichbahning oder Schachtel-Aufbewahrung. Die Ikea-Tische aus der Serie ‚Lack‘ lassen sich aber prima als Module einsetzen. Hier zum Thema Spur N – Minitrix.

Bei einem Ikea Besuch fielen mir die günstigen ‚Lack‘-Tische auf: Alle mit identischer Höhe und hübsch unterschiedlichen Grundrissen – das wären sicher schicke Module. Und dann habe ich mal mit einem Programm herumgeklickt…

Für die Marke Minitrix von märklin realisierte ich diese Idee auf drei verschiedenen Tischen. Wesentlich mehr Gleispläne habe ich vorausgeplant. Egal, ob Jugendlicher oder Erwachsener mit wenig Platz – hier kann man sich eine kleine Welt aufbauen, die sich bei Bedarf schnell wegstellen lässt. Zwei der Artikel findet man online.

Teil 1: https://www.maerklin.de/fileadmin/media/journal/maerklin-magazin/05-2018/Fo.1_Kompakte_Tischbahn_mit_Minitrix_MM0518.pdf

Teil 2: https://www.maerklin.de/fileadmin/media/journal/maerklin-magazin/01-2019/Fo.3_Kompakte_Tischbahn_mit_Minitrix_MM0119.pdf

Hier ein Screenshot der einzelnen Tisch-Pläne. Wer lesbare Dateien haben möchte, schreibt einfach eine Email-Anfrage. 🙂

Wer hätte gedacht, dass solche schönen Fotos im 31. Stock entstehen können… 😉

Roco Haftreifen zerbröseln. (Ideen gesucht.)

Seit über zwanzig Jahren nervt mich die Qualität von Rocos Haftreifen. Die werden nämlich sehr schnell richtig hart, noch auf den Rädern zerbrechen sie, und ihre Überreste findet man dann entlang der Gleise.

Märklins Haftreifen sind prima, tragen aber zu dick auf und sind deswegen keine Alternative. ??‍♂️ Was man dagegen tun kann: Keine Ahnung.

Vorschläge sind gern gesehen. ?

S-Bahn Rhein-Ruhr von Piko (Update 03 2020)

Orange, wohin man blickt. 🙂

Pikos neu ausgelieferte S-Bahn Wagen nach Vorbildern der Bundesbahn der 80er Jahre gefallen auf den ersten Blick. Dass sie etwas handfester konstruiert wirken, als Rocos ältere Pendants, entspricht der Qualität, die man von Piko erwartet. Man findet viel Schönes aber auch ein paar Kritikpunkte. In Summe machen mir diese Fahrzeuge viel Spaß. Aber man sollte schon ein paar Ungereimtheiten abstellen. Wie das geht, beschreibe ich nachfolgend.

Derzeit sind folgende Fahrzeuge lieferbar:

2. Klasse 58500: https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=artikel&vw_id=27452&vw_name=detail

1./2. Klasse 58502: https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=artikel&vw_id=27458&vw_name=detail

Steuerwagen 58501: https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=artikel&vw_id=27453&vw_name=detail

Ausführung.

Eng, aber ohne Zwang – gut so. 🙂

Die Waggons sind maßstäblich lang konstruiert und dank ihrer kürzeren Vorbilder auch für märklin- und Fleischmann-Fahrer geeignet, deren Waggons eher nur etwa 282mm lang sein sollen. Die Kulissen für Kurzkupplungen halten die Waggons wirklich nah beieinander, anders, als noch bei Pikos Schnellzugwagen, die etwas ängstlich zueinander auf Abstand bleiben.

Mit einem Lackmaler imitiert man die Griffstangen.

So aufwändig Pikos bei den x-Wagen viele Details auch darstellt, ausgerechnet die auffälligen Griffstangen an den seitlichen Wagen-Enden sind als ‚Balken‘ im Gehäuse angeformt. Dies konnte Roco besser, und das vor bereits 32 Jahren: Kleine Metallstifte im Gehäuse stellen diese Griffstangen sauber, wenngleich wenig vorbildgerecht dar. Bei Piko muss man sich mit einem silbernen oder besser kieselgrauen Lack-Strich behelfen (gut trocknen lassen!).

Separate Scheibenwischer und seitliche Griffstangen. Der Staub kam nicht aus dem Werk.

Immerhin, der Steuerwagen besitzt neben den Führerstandstüren separat eingesteckte Griffstangen, vorbildentsprechend gekröpft. Dazu passen die separat eingesetzten Scheibenwischer und kleine extra-Griffe. Die Wirkung dieser Teile ist großartig.

Im Bereich der Fahrgestelle findet man viele filigrane, extra angesetzte Details, die man allerdings nur sieht, wenn man nach ihnen sucht. Diese eigenartige Inkonsequenz, dass Piko die Detaillierung im Fahrgestell quasi übertreibt, sich zugleich aber am Gehäuse Details spart, kennt man schon von der 103:

Die Drehgestelle von Pikos 103 besitzen unfassbar viele separat eingesteckte Teile. Ausgerechnet aber die auffälligen Scheibenwischer sind mittig geteilt, da jeweils zur Hälfte an Gehäuse und Fenster angeformt. Das sieht man bei jedem Blick. Ich vermisse hier eine sachkundige Führung von Konstruktions-Prinzipien.

Piko hat tatsächlich das Abteil der 1. Klasse in der Form nachgebildet. Vorn sieht man die Bodenschwelle und die Abteil-Wände.

Die seitlichen Fensterbänder liegen etwas zu weit im Gehäuse, das erinnert frappierend an Rocos Modelle. So ein Zufall! Und gerade die Fenster hätte man bei einer Neukonstruktionen von 2018 wirklich eleganter gestalten sollen. Wieso checkt man bei Piko so etwas nicht?

Tatsächlich stimmt Pikos Werbe-Versprechen, diese Waggons seien „wackelfrei“. Allerdings: Dass diese Aussage für diverse andere Waggons von Piko eben nicht gilt, sei hier des Fairplays wegen angemerkt.

Piko hat wie üblich ein Produkt-Video veröffentlicht:

Farb-Differenzen.

Der Führerstand des Steuerwagens zeigt ein äußerst passgenau eingesetztes Front-Fenster, dessen Rahmen aber statt silbern leider schwarz bedruckt wurde und so völlig anders wirkt, als das Vorbild. Auch hier fragt man sich, warum so etwas nicht vor der Produktion korrigiert wird.

Trauerflor…?

Denn leider kommen unnötige Farb-Fehler in Pikos Expert-Reihe immer wieder vor. So wurde auch der Wagenboden des Steuerwagens in leicht von den anderen Waggons abweichendem Braun-Ton eingefärbt, auch seine seitlichen Rahmenwangen lackierte Piko in genau demselben abweichenen Farbton.

Unten der Steuerwagen – braun ist nicht braun.

Auch das Orange meiner Piko-Lokomotive BR 111 weicht in der Farbtemperatur leicht von den drei Waggons ab.

Zwar kann man alles weg-erklären mit „Abweichungen gab es beim Vorbild auch“, aber hier geht es nicht um rhetorische Klimmzüge, hier geht es um eine inkonsequente, schwankende Produkt-Qualität. Dabei wäre es ganz wunderbar, könnte man sich bei Piko auf einheitliche und richtige Farben verlassen. Ich würde auch lieber alles über den grünen Klee loben. Geht aber nicht.

Decoder für Lichtwechsel. Und so.

LED Technik hat ihre Vorteile.

Besonders viel Mühe gab sich Piko mit den umfangreichen Möglichkeiten der Beleuchtung: Stirn- und Schlussbeleuchtung, Zugzielschild, Führerstand und beide Aborte sind mit LED bestückt und separat einschaltbar, sofern man einen Funktions-Decoder einsetzt.

Auch eine nachträglich eingebaute Innenbeleuchtung kann über den Decoder geschaltet werden. Die Mittelwaggons benötigen hier einen kompletten Satz Innenbeleuchtungen inklusive Radschleifern. Piko hat dazugelernt und die primitiven Achsschleifer endlich gegen sinnvolle Radkontakte ersetzt, die eine Achtpunkt-Stromaufnahme ermöglichen. So hätte es von Anfang an sein sollen, sogar bei Trix gibt es solche Dinge seit vielen Jahren.

Innenbeleuchtung Mittelwaggons Piko 56291:
https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=artikel&vw_id=28051&vw_name=detail

Innenbeleuchtung Steuerwagen Piko 56292:
https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=artikel&vw_id=28052&vw_name=detail

Zum Anschluss des Lichtwechsel-Decoders setzt Piko nicht auf bewährte Schnittstellen wie mtc21 oder Plux22, sondern auf eine eigen(sinnig)e Lösung: Unter der Platine finden sich zwei Buchsen aus dem Elektronik-Bereich, in denen eine Blind-Platine mit viel Kabelage den Analog-Betrieb ermöglicht. Piko bietet also einen Funktionsdecoder an, dessen zwei (!) Stecker mit sinnfällig angeschlossenem Kabel-Verhau in die Dosen eingedrückt werden müssen. Er ist derzeit der Einzige seiner Art, der mit diesen Steckern angeboten wird. Und das wird sicher auch so bleiben, wozu gibt es genormte Schnittstellen.

Piko versucht, den freien Einsatz von Funktionsdecodern zu torpedieren. Das klingt nach 1959, nicht nach 2019. Was Piko hier treibt, wie auch beim ICE4, das ist märklin-für-Arme. Und natürlich übergehe ich jeden derartigen Versuch der Gängelung.

Ich hoffe wirklich, dass man sich bei Piko endlich besinnt und zukünftig Steuerwagen und ICE4 mit genormten Plux22 Schnittstellen ausliefert: Für Modellbahner und Händler ist dieser Schnittstellen-Egoismus äußerst lästig. Piko sollte Bewährtes übernehmen und sich in das Vorhandene einreihen.

Abgesehen davon sind die vielen einzelnen Kabel und die kleinen Steckerchen schon sehr fummelig.

Decoder nach freier Wahl – das geht auch hier. 🙂

Freidenker finden sogar zwei einfache Möglichkeiten, einen Funktions-Decoder nach Wahl in den Steuerwagen einzubauen. Ein Lötkolben, eine Pinzette und etwas Geduld sind dazu notwendig. Ich habe einen günstigen Lokdecoder MX600 von Zimo verwendet, dessen Licht-Funktionen sich sehr nett programmieren und an den Lokdecoder MX637 angleichen lassen. Dabei sind „nur“ die ersten vier Funktionen schaltbar, also Licht weiß/rot, Führerstand und ZugZielAnzeige. Abort etc. bleiben duster. Aber darauf verzichte ich gern, als mich einem unnötig autoritär festgelegten Buchsen-Standard zu beugen. So.

Die nun folgenden Tipps erfolgen ausdrücklich ohne Gewähr!

Möglichkeit 1, Decoder bleibt steckbar: Man zupft die beiden Stecker der Blind-Platine aus den Buchsen. Dann werden die Kabel nacheinander, Funktion für Funktion, von der Blind-Platine ab- und jeweils sofort an die passende Stelle des neuen Funktionsdecoders angelötet. Tipp: Sorgfältiges Vorgehen erhöht die Erfolgs-Chancen. 🙂 Diese Arbeit ist etwas fummelig, aber es bleibt der Vorteil, dass der Decoder nur gesteckt ist und sich so einfach austauschen lässt.

Auf diese Weise kann man auch sehr günstige Decoder wie den Tams FD-R verwenden: https://tams-online.de/Funktionsdecoder-FD-R-Basic-2

Belegung der beiden Buchsen im x-Steuerwagen. Von OBEN betrachtet!
Der erste Versuch mit einem ESU-Decoder. Sauber löten können Andere ganz prima. 🙂 (funktioniert übrigens)
Der Decoder verschwindet…
…zwischen den beiden Wänden.

Möglichkeit 2, Decoder wird fest eingelötet: Auf der Platine finden sich kleine Löt-Pads mit eindeutigen klaren Angaben, welches Decoder-Kabel dort angeschlossen werden soll. Natürlich muss auch hier die Blind-Platine mit ihren Steckern aus den zwei Buchsen gezogen und aus dem Steuerwagen entfernt werden. Die Decoder-Kabel lötet man also direkt auf die Hauptplatine. Passend zu den genormten NEM-Kabelfarben habe ich Zeiger angebracht.

Ärgerliche Achsen.

Ein unschönes Kapitel sind bei einer ganzen Reihe meiner Waggons von Piko die Achsspitzen, die sich in die Drehgestelle einfräsen. Sämtliche meiner „Schnellzugwagen“ von Piko habe ich deswegen mit Messingbuchsen von Peho ausgestattet. Diese werden innen in die Drehgestell-Rahmen eingesetzt. So entsteht langfristige Sicherheit, und als netter Nebeneffekt reduziert sich das Rollgeräusch.

Peho Lagerbuchsen aus Messing & Werkzeug: http://peho-kkk.de/mshop/index.php/spur-h0.html

Auf der Achsspitze erkenbar Kunststoffreste aus dem Drehgestell-Rahmen.

Auch Pikos neue x-Wagen zeigten leichte Fräs-Spuren in den Drehgestellen. Und das, obwohl deren Räder neuerdings endlich glatte Oberflächen besitzen. Denn weil Pikos rauhe Radflächen Inder Vergangenheit sich überaus willig mit Schmutz zusetzten, habe ich irgendwann entnervt alle Piko-Achsen gegen die von Thomschke ausgetauscht. Piko verkauft nicht immer nur höchste Qualität…. https://www.modellbahn-radsatz.de/h0/radsaetze-h0-gleichstrom/piko/index.php

Ob auch im Fall der x-Wagen tatsächlich ‚Gefahr‘ für die Waggons bestand oder dies für die ersten Stunden normal ist, war mir dann egal: Sicherheitshalber habe ich weitere Buchsen geordert; schön genug sind die Waggons schließlich.

*Ei, Ei, Ei…*

Die Radscheiben habe ich mit Silber und Graubraun eingefärbt, um auch hier möglichst nah am Vorbild zu sein. Abgesehen davon sieht es schick aus.

Bremsscheiben müssen sein.

Man kann zum Bearbeiten die Achsen im Drehgestell belassen. Um die Radscheiben einzufärben, hält man den Pinsel (mit sehr wenig Farbe!) dagegen und dreht mit einem Daumen das Rad in Richtung vom Pinsel weg.

Zuerst habe ich die mittleren Flächen silbern ausgelegt, um die Bremsscheiben darzustellen. Dabei die Farbe möglichst dünn auftragen, denn Bremsscheiben haben keine Struktur.

Nachdem alles durchgetrocknet war, wurde der vertiefte Rand Graubraun (RAL 8017) ausgelegt. Am Besten einen extrem feinen und teuren Pinsel verwenden und jeweils nur sehr wenig Farbe auftragen. Abschließend befreit man den äußeren Radreifen von der Farbe. Dazu drückt man ein Wattestäbchen schräg an den Radreifen, und dreht das Rad einmal herum. Im Ergebnis wirkt der Wagenverband optisch um einiges edler.

Erst nach dieser Arbeit stellte ich fest, dass bei allen drei Waggons einige Räder unpräzise auf die Achsen gezogen wurden und deswegen leicht eiern. Was sich in unruhigem Lauf der Waggons äußert. Ob ich auch hier wieder Thomschke Achsen einsetze und mir die Arbeit nochmal mache, muss ich mal sehen.

*Knack-Knack*

…ist keineswegs immer der „Gipfel der Genüsse“. Im Gegenteil. Meine x-Wagen von Piko gaben jedesmal ein penetrantes Knack-Geräusch von sich, sobald sie in Kurven einbogen oder gar S-Kurven durchfuhren. Anfangs brachte ein Tröpfchen Teflon-Schmiermittel Linderung. Zwischenzeitlich erreichten mich über diesen Blog Zuschriften, die sich ebenfalls an den Knack-Geräuschen störten. Und mir riss der Geduldsfaden: Fällt sowas eigentlich niemanden vor Auslieferung auf?

Also betrieb ich Ursachen-Forschung und fand eine Banalität: Die Kulissen-Führung ist in der mittigen Spitze zu scharfkantig. Vermutlich im Formenbau wurde nicht exakt genug gearbeitet, und so verhakt sich der Kupplungsträger beim Wechsel von links nach rechts. Und verursacht das ‚Knacken‘.

Natürlich kann man kann sich mal wieder behelfen. Es ist schon sehr frustrierend, festzustellen, wieviele Piko-Modelle substanzieller Nacharbeit bedürfen – ohne, dass der Hersteller für neue Auflagen eingreift.

Genau hinsehen: An der Spitze sind Grate zu erkennen. Unpräzise halt.

Man demontiert die Waggons und entnimmt auch die Kupplungsträger. Mit einer sehr feinen (!) Feile streicht man nun ohne jeden Druck (!!) beidseitig um die Spitze der Kulissen-Führung.

Nun ist die Spitze glatt – so sollte es ab Werk sein.

Nochmal zum Merken: Sanft! Ohne Druck! Nur entlangstreichen! Dabei immer wieder mit dem Kupplungsträger ausprobieren, ob das Knacken verschwunden ist. Wenn ja: Sofortiges Stopp. Danach die Kupplungsträger wieder einsetzen.

Gutes Teflon-Zeug sorgt langfristig für geschmeidige Bewegungen.

Einen kleinen Tropfen Teflon-Schmiermittel auf die Mechanik geben und durch Bewegen der Mechanik verteilen. Waggon zusammenbauen – und endlich geschmeidigen Betrieb genießen.

Fazit: Natürlich hat Piko bemerkenswerte S-Bahn Wagen auf den Markt gebracht, mit vielen netten Ideen. Aber viele nervige Kleinigkeiten hätten VOR Auslieferung abgestellt werden sollen. Und es sind gerade die Kleinigkeiten, an denen man erkennt, wie seriös sich jemand um seine Produkte kümmert.

Eigensinnige Decoder-Schnittstelle, eiernde Achsen und die knackenden Kulissen sind drei unschöne Aspekte. Man sollte sich bewusst sein, dass Pikos x-Wagen optisch schön gemacht sind, dass sie aber eben auch einer gewissen Nacharbeit bedürfen.

Pikos neues H0-Bettungsgleis (A-Gleis).

Für mich war es DIE Messe-Überraschung 2019: Piko spendiert seinem etablierten A-Gleis ein Schotterbett. Seit Ende März befinden sich die ersten Bettungsgleise in Auslieferung.

Alle großen Hersteller haben Modellbahn-Gleise mit Schotterbett im Sortiment. Nun hat Piko nachgezogen, und dieser Text beschäftigt sich mit diesem System, auch, was signifikante, zukünftige Neuheiten betrifft. Das ist ja das Praktische an der Online-Schreiberei: Man kann immer mal wieder etwas nachreichen. 🙂

Fleischmann, Trix, Piko, Roco.

Derzeit lieferbar sind notwendige Standard-Gleise, Gerade, Gebogene und normale Weichen sowie Bogenweichen. Zur Messe 2020 wurden alle ausstehenden Gleisbettungen avisiert. Pikos hält seine Website wirklich aktuell:

https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=301&vw_id=348&vw_name=detail

Startsets von Piko mit dem Bettungsgleis findet man hier:

https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=301&vw_id=358&vw_name=detail

Ein erstes Video zum Bettungsgleis kann man hier anschauen:

Als eine preiswerte und dennoch attraktive Alternative zu teuren Gleissystemen startete Piko sein Schwellenband-‚A-Gleis’ in den Nullerjahren. Weichen für zehn Euro und gerade Gleise für rund €1,10 waren eine klare (Kampf-) Ansage. Längst hat sich das A-Gleis eine stabile Fan-Basis erarbeitet.

Hinweis: Am Ende dieses Textes beschreibe ich meine Einschätzung der Schienenprofil-Qualität.

Das A-Konzept.

Offensichtlich hatte man bei Piko die vorhandenen Gleissysteme anderer Hersteller sehr genau analysiert und jeweils die überzeugenden Merkmale übernommen. So macht man das. Von märklin kennt man die praktische lang-kurz-Geometrie, von Roco die Weichen-Charakteristika und von Peco und Hornby die Stellzungen aus Pressblechen der Weichen (die Piko bei einigen Weichenformen inzwischen gegen stabile Teile aus Profilen ersetzt hat.)

Die Schienenprofile sind zwar 2,5mm hoch, damit auch uralte Modelle hubbelfrei darauf rollen können. Dennoch wirken sie auffallend filigran, weil sie besonders schmal gehalten sind. Diese Wirkung kann man noch unterstreichen, indem man die Profile seitlich rostbraun einfärbt. Unübersehbar ist dieses Gleis ein direktes Konkurrenz-Produkt zu RocoLine ohne und jetzt auch mit Bettung.

Links unten die Lücke.

Vor allem die Geometrie macht Spaß, sie ist so nett übersichtlich. Bei RocoLine können einem die vielen unterschiedlichen Mini-Gleise schon auf den Keks gehen, bei Piko gibt es da nichts, was in dieser Strenge auch wieder nicht optimal ist: Auch bei Piko fehlt das eine (!) wichtige Mini-Gleis, das den Unterschied der beiden Standard-Geraden ausgleicht. Gerade für Weichenstraßen ist dieses 8mm Gleis wichtig.

Bettungen für das A-Gleis.

Stellprobe: Alles passt stilistisch gut zusammen.

Was dem A-Sortiment fehlt, ist ein Entkupplungs-Gleis. Und eben bislang eine Bettung. Wobei der zweite Wunsch nun gleich doppelt erfüllt worden ist.

So sieht eine Weichen-Platte von Merkur für die Piko A Weichen aus.

1. Die Firma Merkur bietet für das A-Gleis ein schönes Sortiment an Bettungs-Teilen an, mit dem typischem braunen Korkschotter; man kennt diese Produkte unter dem Namen ‚Styroplast‘.

Man drückt die A Gleise einfach in die Vertiefungen, und sie halten dann durch Klemmsitz fest. Merkur komplettiert derzeit sein Bettungs-Sortiment für das A Gleis; was online noch nicht verfügbar ist, kann dennoch bereits lieferbar sein. Nachfragen hilft.

Hinweis: Styroplast-Bettungen eignen sich für distinguierte Anlagenprojekte, nicht für‘s Teppichbahning.

https://www.merkur-styroplast.de/Gleisbett-Zubehoer/PIKO-A:::46_88.html?MODsid=ddb99248789199dff522b2ef88a76f8c

Mittig der Streifen für Böschungen, falls auch bei Weichen gewünscht. Rechts eine Bettung für den ‚Gegenbogen‘.
Zuschnitt ab Werk. Perspektive als Zitat.

2. Nun hat Piko eine eigene Bettung entwickelt, Branchen-üblich grau gefärbt, und mit etwas groberer Schotter-Struktur, als bei RocoLine oder märklin/Trix-C. Dennoch oder gerade deswegen wirkt Pikos Bettung seit dem ersten Betrachten auf mich äußerst sympathisch. Dabei ist das Konzept sehr einfach: Die vorhandenen A-Gleise sind ab Werk quasi unverändert auf die Bettungen geschraubt. Rocos umständliche Verrenkungen, die das Line Gleis so komplex machen, vor allem bei den Bettungs-Weichen, hat Piko stur ignoriert. Gut so.

Längs- und Querstreben als Stabilisatoren.

Die Bettungsteile bestehen aus unerwartet stabilem, leicht flexiblem Kunststoff. Piko war so klug, im Böschungskörper durchgehende Längs-Streben anzuformen, die exakt unter den beiden Schienen angeordnet sind, also dem Schienenverlauf folgen. Schwere Fahrzeuge machen dem Gleis also nichts aus, und dennoch ist die Bettung flexibel genug, um die Fahrgeräusche zu dämpfen. Viel Gedankenschmalz, das zu diesem Ergebnis geführt hat. Respekt. Man fragt sich da schon, warum Roco in seiner speziellen Situation 2005 nicht auch so eine Lösung gefunden hat…

Ordentliche Übergänge.

Schienen-Laschen umgebogen.

Das Zusammenstecken ist noch immer ein bisschen fummelig, weil Piko darauf verzichtet, die Schienenfüße unten anzuschrägen. Durch die weit herausragenden Laschen der Schienenverbinder kann man sich schnell mal unfein pieksen. Diese Dinger gehören umgebogen: Wenn man schon abguckt, dann bitte richtig. Die Bettungs-Enden haben zueinander keine nennenswerten Abstände, beim Zusammenstecken entsteht ein recht homogenes Bild.

Verbogene Gebogene.

Ich stelle fest, dass auf der „Platte“ nicht alle Gleise wirklich eben aufliegen. Man kann sie aber leicht aufdrücken, da ist kein Widerstand. Diese Verwerfungen entstehen durch die ‚Buchsen’, in die die Gleisklammern einschnappen. Diese Buchsen wurden mit sich nach unten schräg erweiternden Seiten gestaltet. Das ist unklug, denn dadurch wird die Bettung hochgedrückt. Fällt sowas eigentlich vor Auslieferung niemandem auf…?

So verdrehen sich die A-Bettungen gegeneinander.
So sehen die ‚Verwerfungen‘ von unten aus.

Beim Ankleben während des Anlagenbaus ist das allerdings kein Thema mehr.

Rechts die ‚Buchse‘ mit schrägen Seiten.

Für den hauseigenen Prellbock hat Piko eigens eine Viertelgleis-Bettung konstruiert. Ein schönerer, komplett neuer Prellbock wäre die bessere Alternative gewesen…

Prellbock mit Spezialbettung.

Das Schwellenband ist jeweils mit zwei bis vier Schrauben auf der Bettung befestigt. Weil die Schwellen etwas nach oben aus dem Schotter hinausragen, kann man die A-Gleise auch später noch mit echtem Schotter veredeln. So bleiben nicht nur die Investitionen sondern bei sinnvollem Aufbau auch die lärmdämmenden Eigenschaften erhalten.

Ruhe macht Freude.

Denn einer der wichtigsten Vorteile der Bettungen aus flexiblem Material ist das Dämpfen der Fahrgeräusche. Um diesen Effekt weiter zu optimieren, sollte man Pikos Bettungsgleis nicht direkt auf die Holzplatte kleben, sondern erst den gesamten Gleisbereich zum Beispiel mit Matten aus Zellkautschuk bekleben – und erst darauf die Bettungsgleise kleben, jeweils ausschließlich dauer-elastischen Kleber verwenden. Beim Befahren bemerkt man dann sofort, dass vom Rollgeräusch kaum etwas übrig bleibt, ein sehr eleganter Eindruck entsteht. Und mir zumindest macht es so mehr Spaß, meine Züge fahren zu lassen.

Auf Pikos A-Bettungsgleis entsteht beim Befahren ein ‘Rausch-Geräusch‘ im mittleren Frequenzbereich, das zwar vernehmlich ist, mich zumindest aber nicht stört. Manche vergleichen das Roll-Geräusch auf Pikos Bettung mit dem Eindruck von Vorbild-Fahrzeugen. Und da ist echt was dran.

Fairerweise muss man sagen, dass das RocoLine-Gleis mit Bettung bis heute in Sachen Lärmdämmung unübertroffen ist: Dessen weiche Böschung erstickt wirklich jegliche Eigenschwingung, hat dafür aber den Nachteil, eben nicht die eigene Form zu wahren: Zwischen den Schwellen muss man immer wieder von unten die Bettung hochdrücken, damit keine unästhetischen Dellen bleiben. Außerdem sind bei RocoLine die Übergänge von Gleis zu Gleis in den meisten Fällen trotz aller Beteuerungen unübersehbar.

Dagegen vibrieren die Gleise Fleischmann-Profi und Märklin-C und Trix-C recht vernehmlich wegen ihres harten Materials, und sie reflektieren den Schall zusätzlich. Sensible Gemüter sind für deutlich weniger Krach beim Fahren sehr dankbar.

Die Schrauben in den Schwellen mögen bei Vorbild-Fanatikern einen veritablen Kulturschock verursachen, aber für diese Zielgruppe ist Pikos Gleis ohnehin nicht gemacht. Diese seriös und bequem von oben lösbare Verbindung von Gleis und Bettung bietet nämlich einen einzigartigen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern: Ganz einfach kann man das Schotterbett farblich verändern, auch nachträglich noch, mit sauberem Ergebnis, ohne umständliche Abklebe-Aktionen.

Umfärben leicht gemacht!

Die Farbgebung der Böschung ist typisch für die Branche. Wählte man früher Wohlfühl-Farben, greift man heute zu kaltem, Neutralem. Zum Glück kann man Pikos Bettung besonders einfach aufwerten.

Umlackieren macht schön! ?

Die Böschung lässt sich nämlich unabhängig vom Schwellenband einfärben, und das eben auch im Fall der Weichen. Man kann also die Bettungen separat lackieren, auch noch nachträglich, und nach dem Trocknen der Farbe die Gleise einfach wieder draufschrauben. Für kreative Modellbahner ist das eine wirklich tolle Sache.

Gut geeignet für Pikos Böschungen sind zum Beispiel die Granit-Effekt Farben der Marke ‚Montana‘, weil sie auf Wasser basieren. Mit dem Farbton Granit Effekt braun wurden die oben gezeigten Gleise eingefärbt. Es gibt außerdem noch grau und hellgrau.

So sieht Pikos Bettung ‚nackt aus‘.

Beim direkten Konkurrenten RocoLine ist das Nacharbeiten im Fall der meisten Weichen nur mit extremem Aufwand möglich, weil diese fest mit Platinen im Sockel verlötet sind.

Wer sich an Pikos sichtbaren Schrauben stört, kann die Gleise beim Anlagenbau mit dauerlastischem Kleber in der Böschung befestigen, die Löcher mit Kitt von Revell füllen und im RAL Farbton 8022 ‚Schwarzbraun’ betupfen – fertig. Auch hier ein Vorteil gegenüber Roco, deren rötliche Schwellen mir seit 1989 nicht gefallen.

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, das A-Bettungsgleis schöner aussehen zu lassen. Piko war so klug, die Schwellen etwas nach oben aus dem Schotterbett herausragen lassen. Hier lässt sich später beim festen Aufbau zusätzlich Modellbahn-Schotter aufbringen. Mir gefällt das alles sehr gut.

So fährt man vielleicht jahrelang auf seinen Gleisen herum, erweitert über die Zeit seinen Gleis-Fundus, und wenn eine ‚richtige’ Anlage aufgebaut werden soll, verwendet man weiterhin seine geliebten Gleise und professionalisiert ihr Aussehen mit schönem Schotter. Dazu hat Piko ein kurzes Video online gestellt. Später werde ich dazu noch ergänzende Tipps posten.

Schnippeln leicht gemacht.

Links die Schnittkante.

Bei Geraden, die an die Weichen angesteckt werden, müssen die Bettungen schräg abgeschnitten werden, das kennt man von RocoLine mit Bettung. Im Fall des A-Gleises ist der abzutrennende Bereich allerdings kürzer, weil die Bettung weniger ausladend gestaltet ist.

Allerdings hat Piko versäumt, wirklich überall Schneide-Linien anzubringen, wie das Foto zeigt. Auch bei der Weiche oben fehlt diese Linie an einem Ende. Das ist schon ein bisschen eigenartig und wird hoffentlich noch nachgebessert.

Innen fehlen die Schneide-Linien, am anderen Ende sind sie ebenfalls nur auf einer Seite. Unpraktisch.

Mit einem Lineal aus Stahl und einem scharfen Cuttermesser ist das schnell und sauber erledigt. Diffizil wird diese Sache bei den Bogenweichen. Unter allen Gleisen finden sich Hilfslinien zum Schneiden, auch das kennt man von einigen RocoLine Gleisen.

Oben Roco-Line, unten Piko-A.
Oben Fleischmann-Profi, unten Piko-A.
Oben Pikos aufgeräumter Unterbau, unten Roco Line.

Rocos gefühlt (!) überbreite Bettung lieferte meiner Erfahrung nach einen der Gründe, warum viele Einsteiger lieber zu Fleischmann-Profi gegriffen haben: Das Gefühl, etwas „kaputtmachen“ zu müssen, nur, um die Bahn aufzubauen, ist gerade Einsteigern eher unangenehm. So ist Pikos schmalere Bettung nicht nur weniger aufdringlich und dadurch sympathisch, sie hat gegenüber Roco Line einen unschlagbaren Vorteil…:

Update: Denn inzwischen führt Piko wirklich alle A-Bettungen auch einzeln im normalen Programm. Also auch für Weichen. Das ist wirklich sehr gerissen, denn der größte Stressfaktor von RocoLine fällt bei Pikos A-Gleis weg: Eine verschnippelte Bettung ist kein Drama mehr. Man ersetzt sie einfach gegen eine neue. Rocos Idee der unpraktischen Reparaturstreifen ist nicht nur von Merkur abgekupfert sondern im Ergebnis alles andere als unauffällig.

Dieser entspannte Umgang mit dem Produkt ‚Bettung‘ wird sicher viele Interessenten überzeugen. Plus: Man kann sich verschiedene Bettungs-Varianten hinlegen. Ein klarer System-Vorteil gegenüber RocoLine mit Bettung, dessen Hersteller seit 1989 Chancen zur Verbesserung ungenutzt verstreichen ließ. Tschä.

Apropos Schnippeln: Beim Anschrägen der Weichenzungen geht man in Pikos Werk offenbar recht ruppig vor, wie dieses Foto zeigt.

Wie mit der Heckenschere… Das darf so nicht aussehen!

A-Zubehör.

Interessant ist das Bettungs-Zubehör. Wo andere Hersteller die Strom-Anschlüsse oder Weichen-Antriebe unter der Böschung verbergen, setzt Piko diese Dinge sogar ausdrücklich in Szene: Kleine Sockel mit Mauerstruktur stützen die bekannten, seitlichen Weichen-Antriebe und auch die Anschlusskästen zur Fahrstrom-Einspeisung. Das wird diejenigen freuen, die auch nach dem Anlagenbau noch bequem von oben an diese Dinge herankommen möchten.

So bezieht man die Modellbahn-spezifische Technik in die Anlagen-Gestaltung mit ein. Andere tun das, indem sie Mittelpunkt-Kontakte feiern. Jedem das Seine.

Und längst nicht jeder krabbelt gern unter seiner Anlagenplatte herum, um kopfüber an Elektro-Anschlüssen herumzuschrauben…

Viessmann-Sockel lassen sich zum Spielen unterstellen.
Die rechte Lasche muss man plattbiegen. Dann passt es.

Zubehör anderer Hersteller lässt sich für den Spielbetrieb mit dem neuen Bettungsgleis kombinieren: Viessmanns Oberleitungsmasten lassen sich ganz einfach unter der Böschung platzieren, dazu muss man nur mit einer Zange die Lasche vor dem Mast plattbiegen.

Wer preiswerte Fahrleitungs-Masten bevorzugt, kann die bekannten Hobbex-Masten einfach auf zurechtgeschnittene Plastikplättchen kleben und diese unter der Böschung einklemmen. Passt. Allerdings ist die Herstellung dieser äußerst günstigen Masten beendet, Interessenten sollten also flink sein.

Oder man findet sich auf dem Gebrauchtmarkt alte Fahrleitungs-Masten von märklin oder Vollmer zusammen.

Auch märklins günstige Hobby-Signale kann man mit dem A-Gleis verwenden: Den passenden Signal-Decoder gibt es für elf Euro bei diesem Anbieter (bitte das gewünschte Digitalformat DCC oder MM angeben): 123info@moba-digital.de

Für den Signal-Decoder von moba-digital schneidet man einfach Abschnitte der Plastik-Stege heraus. Dann lässt sich der Decoder in der A-Bettung versenken.

Kritik.

Gibt es was zu meckern? Ein bisschen.

Das A-Gleis hat sich vor allem durch seinen günstigen Preis bei höchst feiner Optik verbreitet. Mehr sollten Gleise nicht kosten.

Für die neuen Bettungsgleise hebt Piko das Preis-Niveau energisch an. Und das, obwohl die Bettungen aus nur jeweils einem einzigen Kunststoff-Teil bestehen. So etwas sollte sich günstiger und dennoch gewinnbringend anbieten lassen.

Immerhin bei den Weichen ist der Preis-Unterschied marginal. Aber die Standardgleise fallen auf: Ohne Bettung rund €1,50, mit Bettung etwa €2,70. Ob die quasi-Verdoppelung wirklich sein musste? Ich zweifle. Piko-Fans sind eine mildere Denke gewohnt. Und so könnte man eben auch direkt zu den oben erwähnten ‚professionellen’ Styroplast-Bettungen greifen.

Auch A-Gleise fühlen sich im Styroplast-Bett wohl. Wer mag, kann die Schwellen noch matt RAL 8022 schwarzbraun lackieren.

Offenbar nicht eingeplant hat Pik
o einen Weichen-Antrieb, der sich ‚unsichtbar’ innerhalb der Böschung verstecken lässt, wie das bei Roco und Märklin/Trix möglich ist. Dieser Antrieb müsste sehr flach sein, vielleicht ist dies eine prima Baustelle für Viessmann-Modell. Als Ergänzung wäre es schön, die glatte Kante neben den Weichen-Schwellen mit einem schmalen Streifen Bettungs-Plastik ausfüllen zu können. Aber selbstverständlich kann man auch die Bettungs-A-Gleise durch Unterflur-Antriebe stellen.

Die Sockel für Weichenantriebe bietet Piko im unpraktischen Sechserpack an, dessen Listenpreis rund €14 beträgt. Nicht gerade einladend für – technisch gesehen – überflüssige Dekorationsartikel, zumal, wenn man den Modellbahn-Nachwuchs mit (immer zuwenig) Taschengeld im Blick hat, der sich kaum fünf überschüssige Teile hinlegen möchte.

Ein Vergleich: Rocos digitaler (!) Bettungs-Weichenantrieb kostet nur rund 20 Euro, ohne Sockel oder Ähnliches zu benötigen. Und das bei einem allgemein anerkannten Gleis-System. Piko verlangt allein 23.- für den Weichen-Antrieb, plus Einzeldecoder von einem externen Anbieter für rund elf Euro oder deutlich mehr für die hauseigenen Bausteine, plus Deko-Sockel. Dieses (Preis-) Konzept kommt mir etwas … überambitioniert vor.

Antrieb: https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=artikel&vw_id=664&vw_name=detail

Einzeldecoder: https://modellbahnshop.moba-digital.de/epages/12489450.mobile/de_DE/?ObjectPath=/Shops/12489450/Products/WeichEi&Locale=de_DE

Schrubb-Schienen.

Pikos 150 mit deutlichen Spuren.

Es gibt leider einen Aspekt, der mich noch davon abhält, Pikos schönes A-Gleis wirklich zu verwenden. Es geht um die Schienenprofile: Bereits beim ersten Testen der A-Gleise 2006 stellte ich fest, dass darauf vor allem Schlepptenderdampfloks von Roco mit Kardan-Antrieb vom Tender zur Lok eine Art Metallstaub neben den Schienen zurückließen. Farblich eindeutig Rocos Rädern zuzuordnen.

Die Radreifen der via Kardan angetriebenen Lok-Treibräder glänzten auf einmal hell poliert, obwohl sie vorher noch dunkel und matt ausgesehen hatten. Bei keinem anderen Gleis-System war mir so etwas jemals vorgekommen. An den Rädern lag es also nicht.

Eine damals augenblicklich an Piko geschriebene E-Mail blieb ohne Resonanz. Auch mehrfaches späteres Nachfragen brachte kein Ergebnis.

Deutliche Riefen nach zwei Tagen Betrieb auf dem A-Gleis.

Da ich nun in 2019 ahnte, was für Folgen der Betrieb auf dem A-Gleis haben kann, setzte ich für diese Online-Besprechung nur eine kleine Auswahl meiner Lokomotiven den A-Schienen aus.

Und siehe da: Die Räder der grünen 150 von Piko, einem übrigens wirklich wunderschönen Modell, zeigten nach nur zwei Tagen Betrieb auf dem Test-A-Oval deutliche Polier-Spuren und Riefen.

Zuvor glichen diese Räder noch denen der hier zum Vergleich gezeigten Räder einer 141, ebenfalls von Piko:

Normale Spuren auf Rädern einer 141 von Piko nach drei Jahren Betrieb auf Roco-Line und Trix-C.

Testhalber habe ich meine Piko-221 einen Tag lang über das A-Gleis geschickt, mit nahezu identischem Ergebnis.

Auch die Räder der 221 waren schnell hell geschrubbt.

Leider interessiert man sich bei Piko trotz diverser Hinweise nicht für eine Optimierung der A-Profile, obwohl auch intern längst Verdachts-Momente bestehen sollen.

Wenn man mit der Fingerkuppe vergleichend über Schienen von Piko-A und dann z.B. über Trix-C streicht, bemerkt man, wie rau sich Pikos Schienen anfühlen, und wie glatt die Trix Oberflächen sind. Sowas müssten doch eigentlich auch Andere bemerken.

Schienen, die Räder verkratzen können, so etwas dürfte es gar nicht geben.

Dabei geht es nicht um die Form des Profils, wie ich anfangs dachte, die könnte ebenfalls sinnvoller sein, es geht um die Oberflächen-Beschaffenheit.

Das Metall, aus dem die Schienen gezogen werden, ist nicht so hochwertig, wie das anderer Gleis-Anbieter. So einen klaren Mangel trotz mehrfacher Hinweise einfach weiter zu verkaufen, das ist schwer bedauerlich.

Wie ich inzwischen erfahren habe, ist sich Piko der destruktiven Eigenschaften seiner A-Gleise durchaus bewusst, sieht aber offenbar keine Veranlassung, daran etwas zu verbessern. Mehr dazu hier auf diesem Blog: https://blog.mobaz.de/2019/10/07/piko-bestaetigt-a-gleis-kann-raeder-bei-dauerbetrieb-schaedigen/

Pikos Profil ist wirklich elegant und schmal – aber leider am Fuß nicht angeschrägt, wie beim Wettbewerb, und oben praxisfern platt.
Piko Schienenprofil in 20facher Vergrößerung. Die Rauheit lässt sich klar erkennen.
Zum Vergleich das Trix-C-Profil, ebenfalls in 20facher Vergrößerung. Eindeutig glatter und klug nach oben gewölbt.

Die beiden Aufnahmen wurden angefertigt von Simply, Köln-Deutz. Vielen Dank dafür!

Und für märklin H0?

Pukos als Pikos logische Erweiterung.

Pikos hohes und dennoch zierliches Schienen-Profil legt den Gedanken nahe, darauf auch märklin-Modellbahnen fahren zu lassen. Denn das K-Gleis findet bei märklins Entscheidern inzwischen wenig Beachtung. Leider.

Eine uralte 01 von märklin konnte ich durch die Herzstücke der A-Weichen schieben, ohne dass es irgendwo geklemmt hätte. Es bedarf lediglich flacher, vorgebogener Punktkontakt-Einsätze, die unter die Schwellen geklippst werden.

Es wäre also naheliegend, dass Piko sein A-Gleis in der Zukunft sowohl für DC als auch AC anbieten könnte. Eine wirkliche Konkurrenz dieser Art wäre für ‚Märklinisten’ sicher eine völlig neue Erfahrung.

Fazit:

Mir gefällt Pikos A-Gleis mit Bettung ziemlich gut. Weder folgt Piko Rocos und märklins Bestreben, technisch das Aufwändigste umzusetzen, noch verbleibt man auf ehemaligem „Hobby“-Niveau. Man beschreitet einen entspannten Mittelweg, den man als Modellbahner eigentlich schon verloren geglaubt hatte.

Piko gibt sich alle Mühe, das eigene Sortiment auf immer solidere Säulen zu stellen, das ist sehr erfreulich.

Folgen sollten zeitnah das 8mm-Mini-Gleis und ein Entkupplungsgleis.

Aber: Solange das Schienen-Profil aus verschiedenen Gründen die Räder meiner Fahrzeuge beschädigen kann, mag ich Pikos Gleis nicht für meine Sammlung verwenden. Für den Fall der AC-Tauglichkeit ist ebenfalls dringend ein hochwertigeres Material anzuraten, denn gerade betuchte ‚Märklinisten‘ sind -zurecht- humorlos, wenn es um ihre kostspieligen Sammlungen geht. Die will man sich nicht durch ein minderwertiges Schienenprofil entwerten.

Sollte man bei Piko ein Einsehen haben und ein neues, in vielerlei Hinsicht hochwertigeres Profil verwenden, könnte man die Lage neu bewerten. Bis dahin beobachte ich aufmerksam die Entwicklungen.

(…wird immer wieder mal ergänzt.)

Weihnachtszug von Hornby mit DCC-Decoder, Weihnachtsmann und Licht.

Hornbys Xmas Train. Echt niedlich. 🙂

Hornbys kleine, zweiachsige Dampflok ist seit Jahrzehnten erhältlich. Schnell und preiswert lässt sie sich mit einem DCC-Decoder und Licht aufwerten.

Aktuell gibt es diese hübsche Lok in einem Set als Weihnachtszug, mit zwei hübschen Waggons, Steuergerät und Gleiskreis. Zum Glück rollen die drei Fahrzeuge einwandfrei auch auf kontinentalen DC-Gleisen wie RocoLine oder Trix-C, Fleischmann-Profi oder Piko-A. Nur die Kupplungen verlangen artverwandte Fahrzeuge.

Für diese drollige Lokomotive habe ich den €10-Decoder von LaisDCC ausgewählt. Der Einbau ist schnell erledigt. Zum Schluss gab es noch eine schaltbare Kabinen-Beleuchtung für den thematisch passenden Lokführer. Denn, wenn der Weihnachtsmann gerne arbeitet, haben wir alle etwas davon. 🙂

Demontage

So ist das Gewicht befestigt.

Zum Auseinandernehmen zieht man das Gehäuse mit sanfter Gewalt nach oben aus seinem Klemmsitz. Dann schraubt man das Gewicht los, dessen Schraube sitzt von unten im Fahrgestell. Nun kämpft man kurz mit der eigenartigen Feder, die den Motor auf dem Gewicht festhält. Danach lötet man sehr vorsichtig sämtliche Kabel von allen Kontakten ab, nimmt den Motor und schließlich auch das Gewicht heraus. Vom Gehäuse lässt sich der Tender-Einsatz abklippsen.

Decoder

Vom Decoder werden eigentlich nur vier Kabel benötigt: Schwarz und Rot für die Stromversorgung, Grau und Orange für den Motor. Diese werden auf eine praktische Länge abgeschnitten. Wer die Kabinen-Beleuchtung einbauen möchte, belässt Blau und Grün unverändert lang. Alle anderen Kabel werden auf das Minimum gekürzt.

Anschluss der Radschleifer.

An die Radkontakte werden Schwarz (links) und Rot (rechts) angelötet, dabei wirklich sehr schnell arbeiten, damit der Kunststoff des Fahrwerks nicht zu heiß werden und schmelzen könnte.

Motor-Anschluss.

Dann setzt man das Gewicht wieder ein und schraubt es fest. Anschließend setzt man den Motor ein, dabei fädelt man die beiden Kabel Schwarz und Rot an außen vorbei, und fixiert ihn wieder mit der speziellen Drahtfeder.

Motor und Kabel sind fixiert.

Ein kurzer Streifen Doppelklebeband fixiert den Decoder auf dem Motor. Im Zweifelsfall mit 100% Alkohol die Motor-Oberseite entfetten. Die Kabel Orange und Grau werden an die Motor-Kontakte gelötet. Das war es schon.

LED-Plättchen von einer Innenbeleuchtung.
Lokführer am richtigen Platz.

Ich wollte gern die Kabine beleuchten, dazu verwendete ich ein LED-Platinenstück, von einer gekürzten Innen-Beleuchtung übrig geblieben. Zuerst klebt man mit Sekundenkleber den Lokführer auf die Bodenplatte.

Energie für das Kabinenlicht.

Dann werden die Kabel Grün und Blau durch Öffnungen des Gehäuses in das Führerhaus geschoben. Dort verlötet man sie vor dem Festkleben (!) mit der LED-Platine und macht einen Funktionstest (Taste F1). Falls nichts passiert, die Anschlüsse vertauschen.

Die bunten Kabel sollten durch schwarze Litzen ersetzt werden. Aber auf dem Foto sieht‘s gut aus. ?

Sobald die LED aufleuchtet, die Platine mit Sekundenkleber im Dach befestigen und später, nach dem Zusammenbau, der Optik halber mit Seidenmattschwarz tarnen. Dazu ein Hinweis: Erst nach dem völligen Durchtrocknen der Farbe die LED einschalten, am Besten über Nacht abwarten. Sonst besteht die Gefahr eines Kurzschlusses.

Bald gibt’s Geschenke! 🙂

Nun zieht man die Kabel vorsichtig in das Innere des Gehäuses und klippst sehr behutsam den Tendereinsatz wieder fest. Die Kabel müssen dabei neben den Steckern vorbei verlaufen. Die Kabel werden ins Gehäuse gezogen, dort verstaut, und das Gehäuse wird wieder aufgesetzt.

Fertig ist der digitale Weihnachtszug! 🙂

Hinweis: Irgendwann fuhr die kleine Lok nur noch ruckelig. Als Ursache stellten sich kleine Stoff-Vliese heraus, die ab Werk in den Zylindern saßen. Man hatte sie mit Öl getränkt, das nun verharzt war. Man entfernt diese Teile einfach mit einem schmalen Schraubendreher und gibt auf die Stellen, an denen die Stangen aufliegen, jeweils einen Tropfen guten Öls. Dann fährt die Kleine wieder manierlich.

Hinweise zum LaisDCC-Decoder: Diese Bauteile zeigen ein paar Besonderheiten, was die Programmierung betrifft. Nur, weil sie den Programmier-Befehl ignorieren, sind sie noch lange nicht kaputt. Dazu werde ich in naher Zukunft einen erhellenden Text veröffentlichen. 🙂

Rocos BR110 72564 in aufrechter Haltung.

Ende der Nullerjahre konstruierte Roco seine Modelle der „Neubau- E-Loks“ der Bundesbahn neu. Signifikanzen dieser Modelle sind eine Plux22- Schnittstelle, LED-Lichtwechsel rot/weiß – und reduziertes Gewicht.

Schief ist selten modern….

Leider hat man bei Roco diverse Fehler in diese Loks hineinkonstruiert. Zum einen ließ man die Möglichkeiten der vielen Plux22-Kontakte ungenutzt, sodass sich die Schlusslichter ab Werk nicht separat schalten lassen. Zum Anderen sitzen die Gehäuse vieler dieser Neukonstruktionen schief auf dem Rahmen. Sie lassen sich nicht dauerhaft festklippsen. Festgestellt habe ich diesen Konstruktionsfehler bei verschiedenen BR110 und BR110.3, der grünen BR140 mit Doppellampen und der verkehrsroten BR110.3. Es könnten weitere Loks betroffen sein.

Nun sollte man annehmen, dass ein vorgeblich anspruchsvoller Hersteller wie Roco solche Mängel unverzüglich abstellt. Weit gefehlt. Mehrmals habe ich Roco auf diese Dinge hingewiesen. Auch mit Fotos von ihrer eigenen Website. Bis heute ohne Nachbesserung der Modelle. Irgendwann wurde mir das Warten zu blöd, und ich begann, selber nachzuforschen.

Es sind gleich drei Bereiche, die fehlkonstruiert wurden: Außer der Schnittstelle wurden auch einige Klippse innen unten am Gehäuse nicht sinnfällig ausgeführt, diese ragen nicht weit genug nach innen. Zum Anderen ist der Lok-Rahmen aus Zink-Druckguß zu schmal, als dass sich das Gehäuse wirklich festkrallen könnte. Auf Rahmen von Loks dieser Bauart aus den 90er Jahren, damals unter „ExclusiV“-Logo angeboten, sitzen diese Gehäuse übrigens wunderbar fest.

Elektrik

Ich habe also zuerst die roten Schlusslichteran die Platine angeschlossen, damit sie sich einzeln schalten lassen. Das ging recht einfach. (Bild folgt) Die kaltweißen LED des Modells habe ich ausgetauscht gegen LED mit Glühlampen-Effekt:

https://www.railroad24.com/epages/es10595924.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/es10595924/Products/5611

Gehäuse-Sitz:

Das gelbe Quadrat rechts ist der Fiesling.

Danach habe ich mir genau angesehen, warum die Gehäuse meiner beiden 110er verflixt nochmal so eigenartig zurückfedern. Ohne Lüftergitter wurden die Schuldigen schnell gefunden: Die Führerstands-Einsätze dieser Loks tragen quadratische Abdeckungen für die oberen Lichtleiter. Diese ragen zu weit nach unten und werden (zu) fest auf die Platine gepresst. Außerdem sind die Widerstände für die oberen Spitzenlicht-LED dämlicherweise genau dort angeordnet, wo diese Quadrate aufsitzen. WER kommt auf solche Ideen…

Rechts original, links bearbeitet.

Man nimmt also die Führerstände heraus und ebnet die Überstände mit einer guten Feile und viel Geduld sanft ein. Es muss lediglich der hochstehende Rahmen entfernt werden.

…Entspannung. 🙂
Versetzte Widerstände.

Dann vesetzt man die Widerstände der LED entlang der Leiterbahn an weniger störende Orte. Dazu die Widerstände ablöten, an den neuen Stellen mit einem Cutter-Messer die Leiterbahn zweimal nebeneinander einschneiden und das Zwischenstück herausschieben. Vorsichtig etwas Lack auf der Leiterbahn vor und hinter der Trennstelle wegkratzen (mit einem Schraubendreher) und den Widerstand neu festlöten. Abschließend die nun offenen, ehemaligen Kontakte mit einer sehr ‚flachen Fläche‘ Lötzinn überbrücken.

So schön kann eine BR 110 von Roco aussehen. 🙂

Das Gehäuse rutscht nun prompt bei der ersten ‚Anprobe‘ weit genug über den Rahmen hinab. Das Fixieren erfolgt mit gutem, flachen Doppelklebeband, das seitlich auf den Rahmen gepappt wird. Das hält unerwartet gut und lässt sich auch sanft wieder lösen, komplett abrubbeln und ersetzen. Hauptsache, die schöne Lok sieht wieder gut aus.

Warum Roco diese Mängel auch bei den allerneuesten Auflagen dieser Lokomotiven in blau/elfenbein nicht abgestellt hat (bis auf eine verbesserte Schnittstelle), ist nicht nachvollziehbar. Denn eigentlich sind Rocos „Neubau-E-Loks“ wirklich schön gemacht. So hilft man sich eben selbst! 🙂

Schlanke Drehgestelle für Rocos Schlepptenderloks: BR 041, 042, 001…

Seit ein paar Jahren wirken die Fahrwerke der Schlepptender von Roco eigenartig breit. Mit wenig Aufwand kann man das beheben.

Links die angelegte Blende, rechts original abstehend.

Die eigentlichen Drehgestell-Blenden sind völlig in Ordnung. Aber Roco hat zwischen ihnen und dem Rahmen Plättchen angeordnet, die die Bremsbacken tragen. In der Montage vielleicht einfach handzuhaben, für den Modellbahner optisch ein Rückschritt.

links Originalzustand, rechts bearbeitet.

Um die Tender sozusagen schlanker aussehen zu lassen, zupft man die vier Blenden einfach seitlich komplett heraus, zieht die Zwischenplättchen ab und trennt die Bremsbacken mit ihren Aufnahmen sauber heraus. Dann muss man die Länge beiden runden Stege der Drehgestellblenden um zwei Millimeter reduzieren. Nun die Blenden wieder in den Metallrahmen einstecken und gut andrücken.

links oben angelegt, rechts oben original.

Auf die Öffnungen der Buchsen der Bremsbacken gibt man einen winzigen Punkt Sekundenkleber und steckt sie sinnfällig von innen in die Blenden. Dabei werden sie so ausgerichtet, dass sie zwar so nah wie möglich an die Räder heranreichen, ohne sie aber zu berühren.

Das war es schon. Ab sofort wirkt die Dampflok schnittiger. 🙂

Lenz-Gold+ mit USP (Beispiele)

Die Technik der Gold+ Decoder von Lenz mit dem USP Modul bewirkt eine wirklich intelligent erdachte Perfektionierung der Stromaufnahme. Besser, als es mit herkömmlichen Decodern mit Kondensatoren möglich ist. Allerdings befürchten viele Modellbahner, dass das USP-Modul nicht in ihre Loks hineinpasst. Doch nicht nur Mini-Loks freuen sich über eine optimierte Stromaufnahme. Mehr dazu auch hier: https://blog.mobaz.de/wp-admin/post.php?post=236&action=edit

Roco BR 152:

Ganz links ist das USP-Modul zu erkennen.

Schöner Krach für Rocos BR 232.

Rocos Varianten der DR ‚Ludmilla‘ (die offenbar zu „DDR“-Zeiten niemals so genannt worden ist) gibt es nun schon seit 1992. Zwischenzeitlich wurde das Modell überarbeitet; zuletzt kam eine neue Platine mit rot/weißen LED und Plux-Schnittstelle. Ich werde später prüfen, ob diese Platine auch in ältere Modelle hineinpasst. Allerdings erzeugen die aktuellen Sound-Varianten keineswegen eine brachiale Kulisse, wie man sie sich von so einem Modell wünscht. Esus neue Lautsprecher-Bausätze helfen.

Versuchs-Anordnung.

Lautsprecher-Einbau.

Roco hat im Rahmen dieser Lokreihe mehr Platz geschaffen für größere Lautsprecher. Für die Lok eines Freundes habe ich das Esu Set 50340 ausgewählt. Darin finden sich Teile für einen runden Lautsprecher mit 28mm Durchmesser. Dieser passt genau in die Rahmen-Aussparung und hält dort mit wenigen Tropfen Klebers gut fest.

Der Zusammenbau des Klangkörpers ist mit gutem Sekundenkleber schnell erledigt. Dabei auf ein luftdichtes Ergebnis achten. Erst zum Schluss werden die beiden Lautsprecher hineingeklebt, ebenfalls mit einem lückenlosen Ring aus Kleber. Die Löt-Kontakte sollen auf derselben Seite liegen.

Mit Esus Lautsprecher 50340 klingt die 232 voluminöser.

Die Kabel werden so an die Lautsprecher angelötet, wie im Bild zu sehen: Erst beide Strippen an den einen Lautsprecher, danach sinngemäß von dort aus an den anderen. Schon vor dem Aufsetzen des Gehäuses stellt man einen voluminöseren Klang fest, noch mehr Bass wäre freilich noch fetter. Die Lautstärke des Zimo-Decoders sollte reduziert werden, auf einen Wert zwischen 20 und 35, damit der Klangeindruck überzeugend bleibt.

Rotes Rot statt Orange.

Tauchlack sorgt für ein schönes Schlusslicht.

Seit langer Zeit färbt man bei Roco Lichtleiter mit einer eigenartigen orange-roten Farbe ein, die nie wirklich gut aussieht. Also habe ich die Lichtleiter mit reinem Alkohol von dem orangefarbenen Unsinn befreit und dann die Enden mit wenig Tauchlack für Glühlampen tiefrot eingefärbt. So hat die 232 auch mit Glühlampen endlich ein schönes Schlusslicht.

Absichtlich unscharf fotografiert erkennt man das schönere Rot.

Material:



KKK für einen alten H0 Roco-Containerwagen

Zwei Produkte der 70er Jahre bereiten auch heute noch Freude.

Auf einem Flohmarkt kaufte ich einen alten aber ungebrauchten Containerwagen von Roco. Für zwölf Euro nimmt man den gerne mit, zumal man von diesem Waggon-Typ nie genug haben kann. 🙂

Und tatsächlich rollt er einwandfrei auf aktuellen RocoLine- und Trix-C-Gleisen, nur Kulissen für Kurzkupplung besitzt er nicht. Seine Kupplungen sind in Drehpunkten gelagert. Aber bereits in den 70er Jahren bot Roco Nachrüstsets mit Kulissen und eigenen Kurzkupplungen an. Für diesen Container-Waggon ist das Set 4591 das passende. Diese Teile findet man oft über Ebay.

Wer sich für ältere Roco-Modelle interessiert, sollte sich Kataloge aus den 70er oder frühen 80er Jahren besorgen. Diese listen alle Teilenummern auf.

Der Nachrüstbeutel.
Hier bitte versäubern.

Für ein paar Euro landete das Beutelchen in meinem Briefkasten, natürlich ohne Anleitung. Den Umbau beschreibe ich nachfolgend. Ein paar Unsauberkeiten entfernt man vorab mit einem schmalen Bastelmesser. Die Puffer braucht man eigentlich nur im Fall des Ab-Fallens.

So sieht der Waggon ab Werk von unten aus.

Man erkennt sofort die Kupplung mit Drehpunkt. Die rechteckige Abdeckung muss beidseitig vorsichtig herausgeklippst werden. Kupplungsträger und Deckel legt man zur Seite.

Die neue Feder.

Die speziell geformten Federn legt man so in den Wagenboden, dass ihre beiden Ösen die zwei Stäbchen umfassen.

Schmiermittel sorgt für langfristig sichere Funktion.
Der Kupplungsträger ist eingesetzt.

Nun wird der neue Kupplungsträger eingesetzt. Dazu schiebt man ihn aus Richtung Wagenmitte gegen die überkreuzten Federbeine. Nicht von außen, dann funktioniert die Federung nicht. Der vordere Pin gehört in die schwalbenförmige Aussparung, die beiden Pins der Enden in die rückwärtigen Mulden.

Deckel drauf, fertig. 🙂

Abschließend setzt man die Deckplatte wieder richtig herum ein. Mit einer Kurzkupplung nach eigener Wahl kann man diesen 40 Jahre alten Waggon nun in aktuelle Garnituren einreihen. Schön, dass Roco damals so weit voraus gedacht hat.

Zwei Generationen, 70er und Nuller-Jahre.
…davon braucht man Viele. (Viele!)


Roco geoLine – ein ‚MakeOver‘.

GeoLines Haupt-Kritikpunkt, das künstliche Aussehen des Schotters, lässt sich mit zwei einfachen Methoden abstellen. So bewahrt man sich seine vorhandenen geoLine Gleise und damit Investitionen, die vielleicht über Jahre erfolgt sind, und auch etwaige Erinnerungen an Geschenke bleiben. Aber das geoLine Gleis bereitet nun mehr Freude.

Originalfarbe – lackiert – mit Schottermatte beklebt.

Farbe ist die einfachste Maßnahme, um den blaugrauen Eindruck zu verbessern. In bräunlichen Farbtönen lackiert sieht geoLine angenehmer aus. So oder ähnlich hätte Roco es natürlich von Anfang an machen sollen. Man verwendet dazu entweder Pinsel oder Airbrush und Farben nach Wahl, etwa Revell oder elita-Color.

Mit N-Schottermatte von Merkur beklebtes geoLine-Gleis.

Geradezu dramatisch verändert wirkt geoLine, wenn man es unter einer Schotterschicht verschwinden lässt. Besonders geeignet dafür sind die bewährten Schotterfmatten der Firma Merkur. Der feinen Optik wegen haben sich besonders die dunkelbraunen Matten empfohlen, die früher für die Spur-N angeboten worden sind. Leider werden diese nicht mehr produziert, sodass man eben zu den Matten für H0 greifen sollte:
https://www.merkur-styroplast.de/Gleisbett-Zubehoer/Korkschotter-Schottermatten/Orig-Schottermatte-HO-Artikel-Nr-702060::331.html?MODsid=ed6f53433377f6671c813e0f53a58e39

Links Schottermatten für N, rechts für H0.

Mit ein bisschen Probieren findet man die passenden Abmessungen für die Bögen und Quadrate schon heraus. Dann klebt man die Folienstücke einfach mit dünn aufgetragenem Pattex auf die geoLine-Bettung – fertig. Im Ergebnis könnte man meinen, ein neues Gleissystem zu besitzen, so schick sehen die geoLine Gleise jetzt aus.

Stein-Schotter kann unordentlich aussehen.

Herkömmlicher Schotter aus Stein ist für geoLine weniger geeignet, weil die Schwellen nur unwesentlich über die Böschungs-Oberfläche hinausschauen. Man müsste schon extrem feinen Schotter auswählen; letztlich ist die Verwendung der Merkur-Produkte die einfachste Lösung, mit der man am Schn ellsten zum Ergebnis kommt.

So kann geoLine aussehen.

Den letzten Schliff erzielt man mit einer braunen Färbung der Schienenprofile, die die typischen Rostspuren der Vorbildgleise nachahmen. Dazu reicht ein Pinsel, ein rostbrauner Farbtopf und ein langes aber spannendes Hörspiel. Man pinselt die Seiten der Schienen mit nicht zuviel Farbe ein und streicht direkt danach die Oberseiten mit einem quer gehaltenden Streichholz sauber. Dabei nur sanft aufdrücken. Meistens dunkelt die Farbe beim Trocknen nach und wirkt dann noch vorbildgerechter. So kann geoLine gefallen. Und man fragt sich, warum die Böschung nicht schon ab Werk so aussehen durfte…

Antriebe unter die Platte!

Für Teppichbahner ist es eine praktische Sache, den Antrieb und Digital-Decoder in der Gleis-Bettung zu verstauen. Man hat keine nervigen Kabel quer durch die Wohnung liegen, und dennoch genießt man die Vorteile des Digitalbetriebs. Falls mal etwas kaupttgeht, nimmt man die Weiche einfach heraus und repariert die Sache. Für fest installierte Anlagen gilt das so aber nicht mehr, und Weichenantriebe können schnell mal kaputtgehen.

Es gibt nun den Tipp, in die Anlagenplatte riesige Löcher unter die Weichen einzubringen, durch die man höchst umständlich den Antrieb austauschen könnten, aber das ist wirklich Quatsch. An dieser Stelle schlage ich den Wechsel der Hardware vor: Bettungs-Antrieb und Decoder werden herausgenommen und einfach verkauft, sicher freuen sich andere Teppichbahner darüber.

Statt dessen wählt man einen hochwertigen Unterflur-Weichenantrieb aus, der dann unter der Anlagenplatte befestigt wird. Für den Stelldraht bohrt man ein kleines Loch in die Anlagenplatte, und für die Ansteuerung nimmt man einen Weichendecoder nach Wahl. Falls so ein Antrieb wirklich einmal kaputtgeht, ist er schnell ausgetauscht. Rocos geoLine Weichen sind dafür sogar klugerweise vorbereitet, erkennbar an der kleinen Öffnung in den Stellschwellen und dem Langloch in der Böschung.

Mittig die runde Öffnung für den Stelldraht.

Dort hinein führt man den Stelldraht. So kombiniert man die Vorteile beider Welten: Bettungsgleise, die einem vielleicht schon viele Jahre gut gedient haben & Unterflur-Antriebe.

Roco Donnerbüchsen mit LED-Beleuchtung

Roco Donnerbüchse gleichmäßig mit LED beleuchtet.

Rocos „Donnerbüchsen“ gibt es zwar schon seit den 70er Jahren. Man gab sich damals aber so viel Mühe mit der optischen Gestaltung, dass diese Modelle auch heute noch neben aktuellen Konstruktionen bestehen können. Zudem gibt es vier verschiedene Fahrzeug-Typen, was die Züge schön abwechslungsreich aussehen lässt.

Um diese Fahrzeuge innen zu beleuchten, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man verwendet Rocos Set mit altmodischen Glühlampen, das außerdem zwei neue Achsen erfordert. Oder man sucht sich das passende Zubehör zusammen, was mir persönlich im Ergebnis besser gefällt: Eine günstige LED-Lichtleiste (pufferbar) und Radschleifer von Esu. Dazu ein Elko. Da Rocos Modellgenerationen dieser Waggons stark artverwandt sind, dürfte diese Anleitung für alle seit Erstauslieferung verfügbaren Waggons passen. Falls nicht, bitte ich um Hinweise. 🙂

Einbau

Zuerst wird das Waggon auseinandergenommen. Das Dach fasst man an den Enden an und zieht es sanft drehend nach oben. Dann nimmt man den Wagenkasten ab, die Klippse finden sich innen unten. Der Kunststoff älterer Waggons ist manchmal etwas spröde, hier sollte man die Klippse sanft mit einem Schraubendreher entriegeln.

Der Elko wird mit Doppelklebeband in das Abort-Abteil geklebt und seine Anschlüsse gekürzt. Für den elektrischen Anschluss braucht man insgesamt sechs Litzen. Um entspannt arbeiten zu können, sollte die Länge viermal 14cm (f+r die Radkontakte) und zweimal 7cm (für den Anschluss des Elkos) betragen.

Oben kommen die Litzen herein, unten der Flackerschutz.

Die langen Litzen lötet man bereits jetzt an die Radschleifer, noch bevor diese befestigt werden. Die kurzen Litzen lötet man an den Elko.

Während die Lötstellen abkühlen, entfernt man oben aus dem Gehäuse alle Querverbindungen, weil diese dem Licht im Weg sein können. Das Gehäuse bleibt auch ohne diese Streben stabil.

Nun fädelt man die Kabel der Radkontakte seitenweise von außen nach innen durch den Wagenboden und gibt Kleckse des Sekundenklebers auf die Querstreben der Bremsklötze. Die Radkontakte richtet man darauf so aus, dass sie mittig sitzen. Hier sollte man sich von einer Achse zur Anderen vorarbeiten. Nicht gleich beide mit Kleber versehen. Das mittige Ausrichten dauert schon ein paar Sekunden.

Die Radschleifer von Esu klebt man auf die Querstange.

Wenn alles festsitzt, zieht man die Litzen weiter durch den Wagenboden. Zwei Streifen Tesafilm halten sie geordnet. Die Litzen einer Waggonseite (zum Beispiel beide Kabel aus in Fahrtrichtung links) sollte man ganz am Ende der Litze mit einem kleinen Knoten markieren. Im Elko-freien Abort wird mit der heißen Lötspitze ein Loch in den Boden gestochen. Dort hindurch fädelt man die vier Litzen nach oben und setzt oder klebt die Einrichtung auf den Wagenboden. Nun das Gehäuse wieder aufklippsen.

Die Lichtleiste befestigt man mit dickem Doppel-Klebeband im Dach, schön mittig. Etwaige Anguss-Reste mit einer kräftigen Zange umfassen und drehend entfernen. Wer mag, kann den Poti zuvor gegen einen festen Widerstand austauschen, z.B. 2kOhm.

Alles gleichmäßig beleuchtet.

Die Litzen werden nun so weit gekürzt, dass das Dach später noch abgenommen werden kann, zusammengebaut die Kabel aber unsichtbar bleiben. Die langen Litzen gehören natürlich an das äußerste Ende der Lichtleiste, die kurzen Litzen vom Elko sollte man direkt an den hinteren Kontakten des Gleichrichters anlöten, dabei unbedingt die Polarität beachten. Die Kabel nun vorsichtig etwas zur Seite streichen und das Dach aufklippsen.

‚Goldweiße‘ LED passen gut zur älteren Waggon-Art.

Fertig ist der Umbau, und ein älterer Waggon ist modern illuminiert.

Material

Piko Pimping – V200 / BR 220 der Bundesbahn 59502 etc.

Pikos Modell der Bundesbahn-V200/BR 220 ist nicht nur gut gemacht und günstig – diese Lok bietet auch alle Möglichkeiten, sie technisch nach eigenem Geschmack zu ‚personalisieren‘.

Pikos wModell der V200 / BR 220 der Bundesbahn ist rundum gelungen.

Überraschend hatte Piko 2013 ein neues Modell der Bundesbahn-V200/BR220 angekündigt. Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen, qualitativ wie auch kommerziell: Vor allem im ersten Weihnachts-Geschäft 2013 verkauften sich diese Lokomotiven buchstäblich wie frischgebackene Brötchen: Kaum geliefert, waren sie auch schon wieder ausverkauft. Ohne und mit Mittelschleifer, ein echter Überraschungserfolg.

Pikos V200 erfüllt alle Grund-Forderungen an ein modernes Lokomotiv-Modell: Leiser Motor mit wirksamer Schwungmasse, Plux-Schnittstelle für den Digitaldecoder, rot/warmweißer Lichtwechsel mit LED, Mechanik für Kurzkupplungen, feine äußere Gestaltung. Auch Beschriftung und Lackierung überzeugen. Dabei stellt man fest, dass die V200-Varianten einer fortlaufenden Entwicklung unterliegen: Lack und Rahmen der ersten Auflage sind eine Nuance zu düster lackiert, eine später aufgelegte V200 aber ist perfekt purpurrot eingefärbt, und auch der Rahmen entspricht dem RAL-Farbton. Ob die Vorbilder nun graue oder schwarze Drehgestelle hatten, entzieht sich meiner Kenntnis. Piko zeigt beides.

Ein besonderes Feature besitzen Pikos Modelle der V200 mit Nachbildungen der erhabenen Zierleisten: Diese sind nämlich nicht auflackiert, sondern sie bestehen aus separaten Kunststoff-Einsteckteilen. Wer von unten auf das Gehäuse blickt, kann das erkennen. So erklärt sich auch die randscharfe Linienführung. Eine großartige Idee mit überzeugender Wirkung.

Allein die 220 in blau/elfenbein ist weniger perfekt lackiert: Überdeutlich erkennt man extra auflackierte elfenbeinfarbene Flächen auf der Front. Außerdem ließ sich von meinem Modell der schwarze Druck der seitlichen Maschinenraum-Fensterrahmen abreiben. Es wäre schön, entspräche eine mögliche Neu-Auflage dem zu erwarteten hohen Piko-Niveau.

Meine neue Lok wollte ich mir ‚pimpen‘, soweit es geht: Möglichst gutes Fahrverhalten, Licht schaltbar seitenweise, Diesel-Sound, digital schaltbare (Ent-)Kupplung, Rangiergang. Dazu bedarf es einer bunten Produkt-Kombination. Aber es macht Spaß, eine Lok zu besitzen, die eben nicht jeder so im Regal hat. Von der Stange kaufen kann jeder.

Farbe auf die Räder!

Dunkel ausgelegte Rädern mit metallischen Radreifen.

Die metallisch blinkenden Räder fallen auf den ersten Blick unangenehm auf, zusätzlich sind die einseitigen Isolierbuchsen keine wahre Zierde. Mit Farben von Elita habe ich die Räder meiner Loks sauber eingefärbt. Vorher unbedingt die Räder entfetten, am Besten mit in Alkohol getränkten Wattestäbchen, weil die Farbe später wieder abblättern kann. Nach dem Trocknen wirkt das Fahrgestell wie aus einem Guß.

Lok-Decoder mit Power-Puffer.

Als Decoder wählte ich einen LenzGold+ aus, um die USP-Technik von Lenz auszuprobieren. Die Werbung verspricht, in dieser Kombination seien Schmutzstellen quasi inexistent. Da es keinen Gold-Decoder mit Plux-Stecker gibt, wurde ein passender Kabelbaum mit Plux-Stecker von Tams an den Decoder gelötet. Das USP-Modul erfordert sehr sorgfältiges Löten. Man verstaut es in einer der rechteckigen Aussparungen der Platine. Das USP-Prinzip funktioniert fast magisch; man merkt das schon bei der ersten Probefahrt: Unbekümmert zieht die rote Lok ihre Bahnen. Aus dem Stand Anfahren klappt eigentlich immer.

Mittig der Lenz Gold+ Decoder, links das USP-, rechts das Soundmodul.

Die Technik habe ich so verstanden: Der Unterschied zu einem herkömmlichen Kondensator ist, dass der Gold+Decoder das elektrische Feld der Schienen belauscht. Wenn er dort trotz Schmutzstelle eine Fahrinformation mithört, bezieht er kurzzeitig seine Kraft zum Weiterfahren aus dem USP-Modul, bis die Schmutzstelle überfahren ist. Dieser Vorgang vollzieht sich blitzschnell. Auf einem abgeschaltetem Gleis bleibt die Lok wie gewünscht stehen, da dort kein mitzulauschendes Fahr-Signal existiert.

Zaubern kann Lenz allerdings noch nicht: Wenn die Lok längere Zeit stromlos stehenbleibt und stur nicht losfahren will, dann hilft zum Losfahren eben doch nur ein sanfter Stubs. Dennoch, das USP-Prinzip macht viel Spaß und sollte eigentlich Standard-mäßig in allen Loks ab Werk eingebaut sein. Es ist cooler, als jeder Ski-Schleifer. (Kleines Wortspiel. 🙂 )

Manchmal wird das USP-Modul etwas heiß, das wird nicht allen Fahrzeugen genehm sein. Beim Einbau sollte man also darauf achten, dass immer etwas Luft um das USP-Modul zirkulieren kann.

CV-Werte für gute Fahr-Eigenschaften (Lenz Gold+, ebenso Lenz Silver & Lenz Standard):

  • CV 02 = 00
  • CV 03 = 35
  • CV 04 = 20
  • CV 05 = nach Vorliebe reduzieren. 125 ist schon mal ein guter Anfang.

Die Mindestgeschwindigkeit aller aktuellen Lenz+ Decoder kann weiter reduziert werden:

  • CV 50 = 04
  • CV 113 = 01
  • CV 114 = 01

Sound von Uhlenbrock

Von Uhlenbrock gibt es Soundmodule, das sich an die LenzGold+Decoder anschließen lassen, Susi-Schnittstelle mit Steckern sei Dank. Verstaut wird das ‚Intellisound‘ genannte Bauteil im zweiten Hohlraum unter der Lokplatine. Zwar entspricht die Qualität der Sound-Files nicht mehr dem, was man in 2019 erwartet (die Lok klingt ein bisschen, wie ein aufgeregter Fön, rückwärts abgespielt). Aber für diesen Versuch war es erstmal okay.

Zimos kleiner Lautsprecher passt gerade eben in die Bodenwanne.
Hier das versteckte Soundmodul von Uhlenbrock.

Als Lautsprecher käme bei der hier gezeigten 220 018 eigentlich nur der ovale von Uhlenbrock infrage. Dessen Klang gefiel mir aber nicht, also habe ich den kleinsten Lautsprecher von Zimo genommen. Der passt so gerade in die Ausbuchtung hinein. Beim Anlöten der Kabel an den Lautsprecher sollte man sehr vorsichtig arbeiten, weil schnell ein Kurzschluss entstehen kann.

LED mit Glühlampen-Licht

Die ursprünglich in der V200/220 und E41/141 Familie verbauten LED von Piko zählten zu den angenehmsten LED mit Glühlampen-Wirkung, die großserienmässig in Loks eingebaut worden sind. Das hat sich leider geändert, inzwischen wirken viele LED in Piko-Loks fast rosafarben.

Mann kann diese allerdings austauschen, wenn man mit den Mini-LED umgehen kann. Denn tatsächlich gibt es LED-Typen, die wirklich Glühlampen-Licht nachempfinden. Sie besitzen den leicht rötlichen Licht-Anteil, der so typisch für Glühlampen ist. Bei railroad24.com gibt es solche LED im Zehnerpack. Ich habe inzwischen bei sämtlichen Loks diese LED eingesetzt, auch, wenn das manchmal eine elende Fummelei gewesen ist. Im Zweifel sollte man einen Freund bitten, das zu erledigen. Denn die kleinen Bauteile müssen schon exakt positioniert werden.

Wer die Erstauflage dieser Lok besitzt (BR 220 018), muss noch zwei Kabel umlöten, damit sich die roten LED separat schalten lassen. Piko zeigt das in folgender Anleitung:

https://www.piko-shop.de/media/org/orgb_P/orgid_1/k11/thumbs/11481_52743.png

Um die Stirn- und Schlußbeleuchtung jeweils seitenweise ausschalten zu können, zum Beispiel für Wendezüge, muss der Golddecoder wie folgt programmiert werden. Die Taste F0 (Licht) schaltet dabei den Führerstand 1, die Taste F1 Führerstand 2. Man aktiviert einfach die Seite, die vom Zug weg zeigt, und den Lichtwechsel rot/weiß übernimmt der Decoder. Decoder anderer Hersteller können das noch etwas komfortabler, aber derzeit ist das bei Lenz eben so.

  • CV 33 = 01
  • CV 34 = 02
  • CV 35 = 04
  • CV 47 = 08

Digital-Kupplung

In die beweglichen Schürzen kann man digital schaltbare Kupplungen einsetzen. Damit kann sich die BR220 überall von ihrem Zug lösen; zu enge Kurven natürlich ausgenommen. Man bekommt solche Kupplungen einzeln zum Beispiel über ebay. Beliebt sind die Varianten für Fleischmann-Profi, Roco-Universal, märklin-Kurzkupplung und von Krois für Rocos bewährte längliche Kurzkupplung.

Rocos digital lösbare Kupplung.

Die Kabel der Kupplungen wurden unter der Schürze hindurchgefädelt und dann durch den oberen Kasten der Kupplungsträger ins Lok-Innere zurückgeführt. Das Verkabelung erfolgte fliegend. Das Aktivieren der Kupplung habe ich auf die Taste F5 gelegt. Das reicht für beide Seiten aus. Nach ein bisschen Probieren hat man das Abkuppeln schnell erlernt.

Wichtig dafür ist der sogenannte ‚Kupplungswalzer‘, den auch der Lenz Gold+ ermöglicht. Man drückt kurz die Taste F5 (oder schaltet die Funktion direkt wieder aus), und eine automatische Abfolge von Bewegungen setzt ein: Die Lok fährt wenige Millimeter an ihren Zug heran, um die Kupplungen zu entlasten. Dann hebt sich der Entkupplungshaken, und erst danach die Lok rollt automatisch ein paar Milimeter von den Waggons weg. Dabei rutscht die Waggon-Kupplung herunter und die Lok ist frei. Erst jetzt fällt die Lok-Kupplung wieder in die normale Lage zurück. Das funktioniert ganz wunderbar.

So programmiert man den GoldDecoder für die Digitalkupplung:

  • CV 145 = 16
  • CV 146 = 16
  • CV 147 = 30
  • CV 148 = 60 (Weg des Wegfahrens verkürzt)

Mehr Gewicht!

Um Pikos 220er ein bisschen schwerer zu machen, habe ich von unten in den Lokboden zwei Stapel Gewichtsplättchen eingeklebt. Tatsächlich könnten Pikos Loks insgesamt deutlich schwerer sein, wenn Piko die Maschinenraum-Nachbildungen anstelle aus Plastik aus Zinkdruckguß hergestellt hätte.

Zum Abschluss habe ich meiner 220 einen Lokführer von Preiser gegönnt, und die einfarbigen Puffer ausgetauscht gegen solche mit weißem Ring, ob nun streng vorbildgerecht oder nicht: Mir gefällt’s.

Material:

  • Lenz Gold-Decoder 10433-01
  • Lenz USP-Modul 10490
  • Tams-Plux Stecker 70-01021-01
  • Uhlenbrock Intellisound-Modul 32304 Sound: VL 220
  • Zimo Lautsprecher LS8X12
  • Roco Digitalkupplung (zum Beispiel via Ebay)
  • Piko Puffer mit weißem Rand 59561-19
  • Elita-Farben 59005 (tiefschwarz) oder 58019 (graubraun)
  • LED mit Glühlampen-Effekt:

https://www.railroad24.com/epages/es10595924.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/es10595924/Products/5611

Weiter: Lötstation, Litze, Schrumpfschläuche, Doppelklebeband mit Gewebe.

Roco geoLine, die verpasste Gleis-Chance.

Roco Line mit Bettung (links) und geoLine (rechts).

Am Anfang war der Schreck: Das erste Mustergleis mit dem Aufdruck „geoLine“ verbiesterte mir im Frühjahr 2006 den Vormittag. Durch die damals aktuellen Umstände waren Rocos Stammkunden ohnehin genug beunruhigt. Und nun ersetzte man auch noch das beliebte RocoLine Bettungs-Gleis durch…, nunja, das da…?


Gleis-Anschluss ohne Schnippelei aber in schlichter Optik.

Dabei war es eigentlich eine gute Idee von Roco, ein alltagstaugliches Spiel-Gleis anzubieten. Damit ließen sich unbeschwert alle möglichen Gleisfiguren aufbauen, ohne an der Bettung herumschnippeln zu müssen; ein Komfort, den Märklin- und Fleischmann-Modellbahner bereits seit vielen Jahrzehnten genießen. Aber Rocos ‚geoLine‘ geriet zum ästhetischen Albtraum.

Mit den engen Weichen und drei Radien hätte man anfangs vielleicht noch leben können, nicht aber mit der schlichten optischen Gestaltung. Nachdem man 17 Jahre lang RocoLine mit Bettung als das NonplusUltra angepriesen hatte, war geoLine schon dreist. Und natürlich war die erste Bewertung des Produktes allerorten einhellig: Daumen runter.

Ausgerechnet der künstliche Farbton der Bettung wurde als Reminiszenz an RocoLine mit Bettung verklärt. Denn gerade die Bettungs-Farbe nervt viele Käufer von Roco Line seit dem Erscheinen 1989. Menschen kaufen nicht immer nur nach Faktenlage („…sehr exakt gemacht!“), sondern auch nach Gefühl („…wie sieht DAS denn aus?“). In der Schule nennt man sowas übrigens ‚Folgefehler‘.

RocoLine Muster (1989), RocoLine Serie und geoLine.

Und auch deswegen ist im deutschsprachigen Raum das erfolgreichste DC-Bettungsgleis noch immer das Fleischmann-ProfiGleis, trotz seiner altmodischen Konstruktion. Eben, weil es schön aussieht, und sowas mögen die Menschen. Ich selbst erlebte es in den 90er Jahren im Fachhandel, wie Neu-Einsteiger fortwährend die Roco-Sets verschmähten, weil ihnen die „künstlich aussehenden Gummigleise“ von Roco nicht gefielen. Gekauft wurden Startsets von Fleischmann oder märklin, oder Spur-N natürlich.

Sehenden Auges wiederholte man also den eklatantesten Ästethik-Fehler aus den 80er Jahren und versenkte den möglichen Sympathie-Bonus ein zweites Mal: Ursprünglich war die Bettung von RocoLine nämlich in braun gefärbt gewesen. Noch vor der Auslieferung ließ Roco per Umfrage über alternative Farbtöne abstimmen, eben das ursprüngliche Braun sowie drei aufwändig gesprenkelten Grau-Töne. Die Modellbahner wählten die aufwändigen Farben (also grau in diesem Fall) und Roco änderte das Ergebnis dann heimlich in das blaugrau, das wir alle kennen. Irgendwie eine heimtückische Sache.

Um die negativen Dinge von geoLine aufzulisten:

– Die lieblose Optik mit blaugrauem, glänzenden Kunststoff und schwacher Struktur des Schotters lässt das Produkt künstlich und spielzeughaft aussehen. Man hätte hier einen Sympathie-Träger schaffen können, diesen findet man statt dessen beim Mitbewerber in Form des inzwischen beliebten Trix C-Gleises. Ja, man darf mit Roco Zügen auf märklin DC-Gleisen fahren, das ist erlaubt, und es funktioniert. 🙂

Die kurzen End-Stücke sitzen immer etwas schief.

– geoLines Böschung ist nicht nur unansehnlich gestaltet, sie ist auch viel zu dünn: Direkt auf Holz oder Parkett aufgelegt, erzeugen rollende Züge beim Fahren ein extrem lautes, rauschendes Geräusch. Auch das Klicken der Räder auf den Übergängen von Gleis zu Gleis ertönt ungewohnt laut. Dieses harte, fortwährende Klick-Geräusch ist eine Art unerwünschtes Markenzeichen von geoLine. Die Gummibettung des RocoLine Gleises hatte genau diese Geräusche wirksam unterbunden. Langjährige Roco-Kunden dürften bei den ersten Fahr-Versuchen auf geoLine eine Art Kultur-Schock durchlitten haben.

Beauty & the Beast.

– Die Auswahl ist sehr beschränkt, der avisierte Ausbau mit weiteren Gleis-Elementen unterblieb. Es gibt keine Kreuzungen, nur eine DKW, die im professionellen Ausbau mit jeweils zwei Antrieben und Decodern besonders teuer ist: Unpassend für ein Einsteiger-Gleis. Von schlanken Weichen war leider nie die Rede, bei Trix sind sie übrigens von Anfang an dabei. Und erneut hatte man bei Roco auf Weichen-Laternen verzichtet. Übrigens, die derzeit bei Trix-C noch fehlenden Kreuzungen kann man sich aus märklin-Kreuzungen zurechtbasteln.

– GeoLines Haltbarkeit ist recht bescheiden. Im Katalog nannte man das Produkt ‚trittfest‘, aber das ist natürlich Quatsch. geoLine bricht sogar extrem leicht, eben wegen der dünnen Böschung. Und dann gibt es noch geoLine Gleise, deren Böschung sich nach Jahren grünlich verfärbt. Aber das betrifft wohl nur vereinzelte Produkt-Chargen.

Unten eine ‚vergrünte‘ und zerbrochene geoLine Bettung.

– Das Schienenprofil von geoLine war ganz am Anfang auf der Oberseite platt. Nach ein paar Jahren wurde ein neues Profil entwickelt, sowohl seitlich als auch nach oben ausgerundet. Damit sieht geoLine schon mal filigraner aus, und auch die Stromaufnahme wird verbessert, weil Schmutz beim Befahren zur Seite weggedrückt wird. Das funktioniert wirklich, auch bei RocoLine und märklin/Trix C. Man hat sehr klug nachgearbeitet. Allerdings gibt es geoLine Gleise, die beide Profiltypen zeigen, platt und gewölbt. Warum? Man mag schon gar nicht mehr fragen.

Fehlkonstruktion.

Einen Konstruktionsfehler besitzt die Dreiweg-Weiche: Eins der Herzstücke zeigt schräg aufwärts und ragt damit über das angrenzende Schienenprofil hinaus. Was das auf Dauer mit den Rädern und Haftreifen anstellt, kann man sich wohl ausmalen.

– Rocos Preis-Gestaltung von geoLine-Zubehör ist recht ambitioniert: Roco fordert 26.- für den Antrieb und nochmal 25 Euro für den Weichendecoder. Plus Weiche wohlgemerkt. Welche normalen Jugendlichen können sich das leisten? Schließlich dürften diese die Haupt-Zielgruppe von geoLine sein. Aber zum Glück gibt es Alternativ-Anbieter, deren Decoder für Weichen, Entkuppler und Signale nur jeweils elf Euro kosten und ebenfalls in der Bettung verschwinden. Dazu kommt natürlich Rocos geoLine-Antrieb.

https://modellbahnshop.moba-digital.de/epages/12489450.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/12489450/Categories/Category1

Oder man wählt direkt Viessmanns digitalen Weichenantrieb, der kostet rund 30 Euro.

Rechts unten fehlt ein Mini-Gleis.

– Auch bei geoLine fehlt das typische Mini-Gleis, das den Längenunterschied der beiden Standard-Geraden ausgleicht. Damit ließen sich noch kompaktere Weichenstraßen aufbauen. Die Frage nach diesem Mini-Gleis wurde von Roco beantwortet mit der lapidaren Aussage, genau dafür gebe es ja die unterschiedlichen Standardgeraden. Nicht zu fassen. In einer Anlagenecke, in der sich viele Weichen tummeln sollen, helfen Standard-Geraden übrigens gar nichts.

So sah eins meiner geoLine Gleise aus, das ich sich in Ruhe ‚entwickeln‘ ließ.

Eine besonders ärgerliche Sache ist der Rostbefall (oder sowas) von geoLine Gleisen. Es gibt gar nicht wenige geoLine-Exemplare, deren Schienen irgendwann kleine dunkle Punkte entwickeln. Wie aus dem Nichts heraus. Diese Punkte können größer werden, bis sich schließlich großflächige rotbraune Flecken über die Schienen ausbreiten.

so kann es anfangen: Kleine Punkte, die sich vermehren und größer werden…
geoLine Gleise „können nicht korrodieren“. Achso! 🙂
Impfgegner dürften bei diesem Anblick frohlocken…
Ein Freund sandte mir dieses Foto seines geoLine Gleises.
So sah eine meiner geoLine Weichen aus.

Solchermaßen verunstaltete Gleise habe ich selbst im Jahr 2015 bei Roco reklamiert, und anstandslos wurden sie ausgetauscht. Das fand ich sehr nett. Ein Jahr später reklamierte ich genau diese ausgetauschten Gleise erneut, weil sie wiederum von Rost befallen waren (wie von mir bereits befürchtet). Dieses Mal aber tauschte Roco die Gleise nicht um. Statt dessen verzögerte sich der Vorgang mehr und mehr, und schließlich lag der Rücksendung ein fünfseitiges Schreiben aus Rocos „Justizabteilung“(!) bei, dessen Kernaussage in etwa lautete, dass geoLine gar nicht „korrodieren“ könne, weil dessen Schienen kein Eisen enthielten. Mit in der Sendung lagen meine rostigen Gleise. Das fand ich weniger nett. In diese Sache eingemischt hatten sich zudem ein allzu kommunikativer Außendienstler und ein unseriöser Händler; es war, als hätte Roco ‚Stille Post‘ gespielt, bis jeder auf jeden sauer ist. Wegen ein paar rostiger Gleise, man stelle sich vor.

Unten ein Korrosions-Fleck, oben Gleis-„Karies“.

Von den verrosteten Gleise habe ich mich natürlich getrennt, das bemerkenswerte Schreiben aber bewahre ich auf. Letztlich gab es von Rocos ‚ganz oben‘ eine wirklich großzügige Entschuldigung wegen dieser Angelegenheit – und das war dann doch wieder nett. Währenddessen im Fachhandel wegen möglicher weiterer angerosteter Gleisen heimliche Anrufe ankamen.

Pluspunkt: Die geoLine-Geometrie

Trotz der Kritik findet sich bei geoLine ein unerwarteter Vorteil. Und das ist die, *surprise*, Geometrie. Die Geometrie von geoLine ist dermaßen bestechend klug erdacht, dass man sich wünscht, sie wäre in einem attraktiveren Gleis verwirklicht worden. Fast jede (un-)mögliche Figur geht auf, das Planen mit geoLine macht richtig Spaß. Wenn es nur mehr Elemente gäb und das Gleis schöner aussähe…

Mir sind ein paar geometrische Tricks aufgefallen, über die der Hersteller selbst bislang kein Wort verloren hat. Interessante Tatsache. Letztlich macht die Geometrie geoLine trotz aller berechtigter Kritik sehr geeignet für kompakte Spiel-Anlagen, auf denen etwas los sein soll. Optisch kann man nachhelfen, dazu mal später mehr.

So kann man eine geoLine Weiche mit einer kurzen R2 in einen Halb-Kreis R3 einsetzen.

Eine Gebogene R3 lässt sich oft ersetzen durch eine Weiche zusammen mit einer kurzen Gebogenen R2. Man muss nur auf den Längenausgleich achten: Wo sich oben eine lange 200mm Gerade findet, braucht es unten eine kurze Gerade mit 185mm. Das funktioniert so gut, dass sich einige Weichenkombinationen eben doch in eine Anlagenecke einbauen lassen. Ebenso lässt sich der typische Bahnhof aus einem Roco-Startset mit diesem Trick nach außen verlegen, sodass die Züge keine unschöne S-Kurve mehr durchfahren müssen. Und die möglichen Bahnhofsgleise werden länger.

So einfach lässt sich das Bahnhofs-Gleis auslagern: Die hellblauen Gebogenen entsprechen dem R2, die blauen dem R3, die dunklen geraden 185mm, die hellen 200mm. Eine prima Geometrie.
So lassen sich die geoLine Weichen anstelle von Bogenweichen einsetzen. Klappt! 🙂
Die rosa-farbenen Gleise oben deuten Rocos große Bogenbrücke an, darauf sind RocoLine-geraden ohne bettung, Länge jeweils 23cm. Geometrisch einwandfrei.

Rocos klassische Bogenbrücken lassen sich in die geoLine Geometrie einpassen, darin werden natürlich die RocoLine Gleise (ohne Bettung) montiert. Das geht geometrisch so perfekt auf, dass man wohlwollende Absicht vermuten darf. Zum Anschluss von geoLine an die RocoLine-Gleise auf den Brücken empfehlen sich die Übergangsgleise.

Kehr- oder Wendeschleifen lassen sich ganz prima mit geoLine aufbauen; hier mal ein etwas überaufwändiger Entwurf. Wer es schlichter bevorzugt, kann sich hier das Passende heraussuchen.

Viele Lokschuppen erwarten enge Gleis-Abstände. Die meisten dieser Bausätze stammen konstruktiv aus Zeiten, als die H0-Gleissysteme noch dem Normabstand von 57mm folgten. GeoLines Parallelgleise sind dagegen rund 77mm auseinander. Aber mit einem Trick lassen sich diese Lokschuppen dennoch verwenden, wie das Beispiel mit den kurzen R1 Gebogenen zeigt. So findet der gewünschten Lokschuppen doch seinen Platz auf der Anlage.

Fazit: geoLine ist von der ersten Intention her sicher klug erdacht worden, und es hätte den Markt wirklich bereichern können. Aber in Aussehen und Fertigungs-Qualität gab es eine Bruchlandung. Ich kann mir gut vorstellen, dass Roco-Kunden weltweit über ein optisch und technisch renoviertes geoLine-System mit mehr Auswahl und in solider Qualität überglücklich wären, sogar glücklicher als mit…

…mit dem Relaunch von RocoLine mit Bettung. Ob im Zeitalter von Apps und Smartphones die Modellbahner überhaupt noch Lust haben auf kompliziertes Abschneiden der Bettungen und die vielen unterschiedlichen Mini-Ausgleichsgleise? Ohne Ersatzbettungen? Wenn die Welle der ersten Begeisterung abgeklungen ist, wird sich zeigen, ob der Erfolg langfristig sein kann oder nur eine Laune darstellte; ein erleichtertes Aufatmen derer, die die Gummibettung vermisst haben. Denn nicht jedes Comeback hat eine lange Laufzeit. Und auch Piko hat seinem A Gleis jetzt eine schönere Bettung mitgegeben, eine Idee, die 2006 exakt so von Roco hätte umgesetzt werden sollen.

Tipps und Tricks zu geoLine:

Rocos hat sich für geoLine unübersehbar an märklins C-Gleis orientiert. Das hat für den Modellbahner unerwartete Vorteile in Bezug auf die Auswahl des Zubehörs:

– Die neuen Märklin-Signale mit Sockel für die C-Gleise (mit DCC/mfx-Decoder) passen auch unter geoLine. Sie sind also gut geeignet für eine Steuerung über Rocos Multimaus, die Z21, Fleischmanns ProfiBoss, Uhlenbrocks Daisy2, oder anderen DCC-Zentralen.

– Auch märklins preiswerte Hobby-Lichtsignale sind prima geeignet zum unbeschwerten Modellbahn-Spielen: Den passenden, preiswerten DCC-Decoder kann man sich für knapp elf Euro hier ordern (bitte dazu das gewünschte Digitalformat DCC oder MM angeben): 123info@moba-digital.de.

Man klebt diesen Decoder einfach mit Doppelklebeband in die Bettung. Das Programmieren erfolgt am Besten vor dem festen Einbau in die (Teppich-)Anlage. Damit lässt sich zwar nur der rot/grüne Lichtwechsel anzeigen, aber das Gleis wirklich abzuschalten braucht man im digitalen Spiel(!)-Betrieb ja nicht mehr. Und ganz sicher ist diese Decoder-Lösung eleganter, als märklins kilometerlange, superdicke Kabel für das spezielle Schaltpult.

– Auch die Oberleitungen sind kompatibel, ob nun Viessmann, Märklin neu oder gar märklin alt: Die Masten lassen sich unter die geoLine Bettungen klemmen. So können sogar Teppichbahner so tun, als sei eine Fahrleitung vorhanden und sich nach und nach einen großen Fundus an Masten zulegen.

– Wer beleuchtete Prellböcke mag, kann sich märklins Artikel 7389 auf die Abstellgleise schrauben und die Kabel im Böschungskörper diskret an die Profile löten.

So einfach ist das: Die gelben Geraden haben 76mm, die dunklen 185mm, die hellen 200mm.

Bahnsteige sind im Fall von geoLine meistens sehr schmal gehalten, weil man sie einfach zwischen die Parallelgleise stellt. Das ist zwar praktisch, sieht aber eigenartig aus, weil die Proportionen nicht einmal ansatzweise stimmen. Natürlich kann man mit geoLine auch breitere Bahnsteige verwenden, wie die Gleis-Beispiele zeigen. Zum Beispiel Faller (ex-Pola), Kibri und auch Piko bieten breite Kandidaten an.

Prinzip-Darstellung.

Zimo Decoder MX600, der günstige (fast) Alleskönner

Für rund 20 Euro bietet Zimo den Lokdecoder MX600 an. Das ist ein flacher Decoder mit hochwertiger Lastregelung, den es derzeit in drei Varianten gibt: Mit achtpoligem Stecker nach NEM652, mit Plux12 Stecker und mit Kabeln. Derzeit versteht er DCC mit bis zu 128 Fahrstufen, ist also von HighEnd-Systemen bis runter zur Lokmaus1 oder märklins alter „DCC“-Zentrale 6029 verwendbar (dazu die CV29 auf ’04‘ programmieren, damit in der Lok die Beleuchtung funktioniert).

Die Lego-Figur zeigt, wie flach Zimos MX600 Decoder ist.

Leistung, Abmessungen und die vier schaltbaren Funktionen prädenstinieren den MX600 vor allem für herkömmliche H0-Lokomotiven mit rot/weißem Lichtwechsel – oder natürlich Dampfloks mit Rauchentwickler. Quer durch alle Marken und Modell-Generationen lässt sich der günstige MX600 also in ziemlich viele Modelle sinnvoll einbauen, sodass auch eine Sammlung analoger Loks zügig und ohne zu große Belastungen auf digitalen Betrieb umgestellt werden kann.

Das erste Beispiel ist eine BR189.

Klar gibt es auch Decoder anderer Hersteller, die diese oder ähnliche Features mitbringen. Für mich persönlich aber ist der MX600 wegen seiner Kombination aus fantastischen Fahreigenschaften und vielen, einfach zu programmierenden Funktionen so empfehlenswert.

Features

Das Besondere an diesem Decoder ist, dass er trotz seines relativ niedrigen Preises vier Schalt-Funktionen mitbringt, deren Effekte sich sehr klug auf die meisten Modell-Loks nach Vorbildern der (europäischen) Epochen 1 bis 5 programmieren lassen, zum Beispiel für den weiß/roten Lichtwechsel oder intelligent eingestellte Rauch-Entwickler, die beim Anhalten weniger stark qualmen.

Weiterhin ermöglicht der MX600 seitenweises Abschalten der Spitzen- und Schlusslichter, zum Beispiel für Wendezüge. Schaltbar sind sowohl ein Rangiergang sowie der so genannte ‚Kupplungs-Walzer‘ für digitale Ent-Kupplungen. Sanftes Auf- und Abblenden der Lampen sollte heute ohnehin zum Standard gehören. Außerdem ist der MX600 platt wie eine Flunder, man bringt ihn also leicht in allen möglichen Loks unter.

Damit ist Zimos MX600 meiner persönlichen (!) Einschätzung der beste Decoder der Einsteiger-Klasse. Als erstes Umbau-Beispiel zeige ich eine moderne BR189 aus 2004. (…Moment, die ist jetzt 14 Jahre alt. Ist das eigentlich noch ‚modern’…? Zurück zum Thema. 🙂 )

Beleuchtung


So verkabelt man den MX600 direkt mit Motor und LED.

Anschluss der Beleuchtung ‚vorn‘ (Führerstand 1).

Quer unter der flexiblen Leiterbahn liegt der Decoder.

Um die Lampen sinnvoll ansteuern zu können, muss man sie separat anschließen. Gemäß der Norm: Stirnlampe in Führerstand 1 an weiß, Stirnlampe in Führerstand 2 an gelb, Schlusslicht rot in Führerstand 2 an grün, Schlusslicht rot in Führerstand 1 an braun. Die Fotos zeigen, wie das geht. Im Fall der 189 klebt man die flexiblen Leiterbahnen einfach oben auf die Platine und lötet die Kabel dort an.


Die 19V LED und Tesafilm zur Isolierung.

Tipp: Die Glühlampen habe ich gegen 19 Volt-LED ausgetauscht, die keine Vorwiderstände benötigen. Die minimalen Mehrkosten sind schnell vergessen, weil die Gefahr von Schmelzschäden durch zu heiße Glühlampen gebannt ist. Bei einigen Loks sollte das Gehäuse innen mattschwarz lackiert werden, um Durchleuchten auszuschließen.

Dieser Austausch empfiehlt sich für fast jede Lokomotive, zumal fast alle Modellbahn-Lokomotiven seit den 60er Jahren bis Mitte der Nuller-Jahre mit 12V Lämpchen ausgeliefert wurden. Mehr zu diesem Thema später auf diesem Blog.

LED 19V 3mm warmweiß:
https://www.modelsector.com/leuchtdioden-und-zubehoer/led-spannungsfest-bis-19v/led-3mm-zylinderform-warmwei-4-19v.php

LED 19V 3mm rot:
https://www.modelsector.com/leuchtdioden-und-zubehoer/led-spannungsfest-bis-19v/led-3mm-klar-rot-4-19v.php

Fahr-Eigenschaften

Für optimale Fahreigenschaften kann man Zimos Decoder mit nur zwei Werten auf die jeweilige Lok einstellen. Ratz-fatz ist das erledigt:

  • Roco-Lok mit typischem Flachmotor: CV09 => 95, CV56 => 33
  • Fleischmann Rundmotor: CV09 => 89, CV56 => 91
  • N-Motor (in kleinen Loks): CV09 => 95, CV56 => 55
  • Glockenanker-Motor: CV09 => 51, CV56 => 133

Tipp: Meiner Erfahrung nach kann man einige Loks von Roco und Piko auch fahren mit CV09 = 37. Dann ist das Brummen im Motor leiser und tieffrequenter, was für mein Empfinden angenehmer klingt.

Tipp: Zur geschmeidigen Bewegung der Lokomotiven kann man beispielsweise die CV03 auf ’20‘ setzen und die CV04 auf ’12‘. Die Vmax sollte man deutlich reduzieren, weil die meisten Modell-Loks viel zu schnell unterwegs sind.

…und analog:

Tatsächlich sind diese günstigen Decoder auch analog tauglich. Zwar kann man mit fast jedem Decoder seine Loks auch analog irgendwie in Bewegung setzen. Ich habe aber den Eindruck, dass die Zimo Decoder sich dabei etwas mehr im Hintergrund halten, was Nebenwirkungen betrifft. Und so soll‘s ja sein mit guter Elektronik.

Licht-Konfiguration

So kann die Standard-Konfiguration aussehen. So sind die umgebauten Loks übrigens voll mit Lokmaus2 oder einer alten märklin 6029 Zentrale ansteuerbar:

  • Taste F1 = Spitzen- und Schlusslichter an Führerstand 1 ausgeschaltet
  • Taste F0 = Licht weiß/rot an, wechselt mit der Fahrtrichtung
  • Taste F2 = Spitzen- und Schlusslichter an Führerstand 2 ausgeschaltet
  • Taste F4 = Rangiergang; also Beschleunigung und Bremsen minimiert

Dazu geht man schrittweise vor:

Seitenweises Abschalten der Lampen

  • CV107 => 01
  • CV108 => 02
  • CV109 => 02
  • CV110 => 01

Für den Fall, dass die Lampen augenscheinlich unsinnig arbeiten, einfach zwei weitere Werte verändern:

  • CV35 => 08
  • CV36 => 04

Rangiergang auf F4

  • CV124 auf den Wert 23 programmieren.

Sanftes Auf- und Abblenden der Lampen

  • CV125 => 88
  • CV126 => 88
  • CV127 => 88
  • CV128 => 88

Fazit:

Mit diesem Decoder und der kurzen CV-Einstellerei wertet man seine Modellbahn-Lokomotiven ungemein auf. Auch ältere Loks mit ungeregelten Decodern aus den 90er Jahren lassen sich mit Zimos MX600 günstig in die Jetzt-Zeit holen. Mehr dazu später auf diesem Blog.

Roco Lokmaus 10792 mit orange-farbenen LED

Lokmaus-Customizing in orange.

Früher mal war die Hausfarbe der „Roco“-Produkte ein knalliges Orange. In diese Farbe war auf der kurzzeitig lieferbaren Lokmaus ‚R3‘ ein Kreis aufgedruckt. Diese neu designte Lokmaus2 besitzt beleuchtete Tasten, unter denen herkömmliche rote LED arbeiten. Mir kam der Gedanke, dass LED in der ehemaligen Hausfarbe netter aussehen könnten. Der Umbau ist schnell erledigt.

Man benötigt nur einen Beutel mit zehn ‚axial‘-LED in orange, dazu einen Lötkolben mit Lötzinn und einen Schraubendreher. Die LED habe ich über ebay bezogen; man sucht einfach nach LED orange axial, dann findet man schon die Richtigen.

Umbau

Das Kabel der Lokmaus2 abziehen. Dann die vier Gummifüße sanft abheben und zur Seite legen. Die vier recht langen Schrauben herausdrehen und die Lokmaus ‚R3‘ auseinandernehmen.

Oben: ‚axial‘ LED aus der Tüte, unten: So gekürzt passen die LED in die Maus.

Eine (!) der LED herauslöten. Dazu vorsichtig mit der Lötspitze wechselseitig nur kurz die gelöteten Kontakte der LED berühren, bis sie sich mit einer Pinzette wegschieben lässt.

Neun LED müssen ausgetauscht werden.

Von einer der neuen LED die Kontaktfahnen auf etwa drei oder vier Millimeter kürzen, wie im Foto zu sehen, und mit einer Pinzette schräg Richtung Kuppe abwinkeln. Nun probehalber in die Platine einsetzen und anlöten, dabei nur sehr wenig Lötzinn verwenden.

Testweise das Kabel zur Zentrale anschließen, wenn die LED orange aufleuchtet, stimmt die Ausrichtung. Wenn nicht, die LED einfach mit vertauschten Kontakten erneut anlöten. Die Markierung innerhalb der LED beachten: Gleichlautend müssen alle anderen orangefarbenen LED eingelötet werden. Immer wieder testhalber die Platine an das Kabel zur Zentrale anstecken, um die Funktionen zu überprüfen.

LED zu fotografieren ist nicht so einfach. 🙂

Abschließend die Lötstellen kontrollieren, und wenn alles sauber ist, die Lokmaus3 ‚R3‘ wieder zusammenschrauben und die Gummikappen festkleben. Das war es schon. Fertig ist die „Custom-Lokmaus2 R3“. 🙂

Märklins Diesellok BR212 für DC Gleise

märklins ehemalige ‚delta‘ Lok rollt nun auf Roco-Gleisen.

Als ein junger Bekannter sein Modellbahnhobby reaktivieren wollte (mit 26!), fragte ich ihn angelegentlich, ob denn unbedingt der Mittelleiter bleiben müsse… Nein, musste er nicht. Zu märklins Glück bleibt man dem C Gleis treu, aber nun mit ‚Trix‘-Logo. Die Fahrzeuge werden Stück für Stück auf DC umgebaut, damit trotz des komfortableren Betriebs auf international kompatiblen Gleisen die Zügen ‚von früher‘ weiterhin unterwegs sein können. In etwa zwanzig Jahren wird er vermutlich verstehen, warum der Erhalt der geliebten alten Züge eine gute Idee war. 😉

Die erste Lok, die internationalisiert wurde, war sein Diesellok-Klassiker BR 212. In diesem Fall in orientrot, das ich noch als ’neurot‘ kenne; für ihn war es die „alte Farbe“. Also, das mit dem Älterwerden ist ja so eine Sache…

Im Grunde ist der ganze Umbau sehr einfach, wenn man bastlerisches Geschick mitbringt. Schrauben und Löten, mehr braucht man nicht zu können.

Anstelle einer (heißen) Glühlampe arbeitet hier nun eine LED.

Decoder & Licht

Der vorhandene Delta-Decoder, ohnehin wenig brauchbar, wurde ausgetauscht gegen einen aktuellen Sounddecoder von märklin, der auch DCC versteht. Statt Glühlampen stecken nun warmweiße LED für 19V in den Buchsen. Das Aufbohren der roten Lampen habe ich unterlassen, weil märklins Gehäuse aus der betreffenden Fertigungs-Zeit spröde werden können, bis hin zum Zersplittern. Dann lassen wir die ‚historische Substanz‘ aus 2002 sicherheitshalber unangetastet.

Im Gegensatz zu früheren märklin-Verkabelungen dient der Rahmen elektrisch nur noch für den zweiten Gleis-Pol, das ’schwarze Kabel‘ des Decoders. Die Beleuchtung wird direkt vom Decoder aus versorgt.

Wer unbedingt Glühlampen verwenden möchte, sollten bei Conrad oder Ebay nach Lämpchen für 22V oder 24V schauen. Mit anderen Lampen setzt man seine Lok der Gefahr von Schmelzschäden aus.

Ich habe 19V-LED verwendet, deren Drähte gekürzt und vor dem Einsetzen leicht angespitzt. Dazu verwendet man einfach einen guten Seitenschneider, mit dem man das Draht-Ende schräg ablängt. Mit einer Pinzette drückt man die LED-Beinchen in die Buchsen, danach sitzen sie wirklich fest.

Die verwendeten LED gibt es hier zu kaufen: https://www.modelsector.com/leuchtdioden-und-zubehoer/led-spannungsfest-bis-19v/led-2x5mm-warmwei-5-19v.php

Bei der ersten Probefahrt stellte sich heraus, dass das helle Licht an vielen Stellen zwischen Gehäuse und Rahmen zu sehen ist. Um das wirksam zu unterbinden, klebt man kurze Streifen Moosgummi auf den Rahmen.

Lautsprecher

Zuerst steckt man den Stecker des Lautsprechers in die Buchse auf der Schnittstellen-Platine. Tatsächlich ist der einzige passende Befestigungs-Platz für den Lautsprecher ein Knubbel am Rahmen. Um den Lautsprecher dort langfristig zu fixieren benötigt man einen wirklich guten „Kraftkleber“, ich habe einen von UHU ausgewählt. Man gibt also jeweils einen Klecks Kontakt-Kleber auf den hochstehenden Knubbel und auf die später darauf liegende Ecke des Lautsprechers. Nach wenigen Minuten presst man die Teile exakt aufeinander. Der Lautsprecher sitzt damit wirklich fest und strahlt seinen Klang nach unten Richtung Gleis.

Klassische märklin-Technik auf DC-Gleisen. Mir macht es Spaß.

Antrieb

Märklins fünfpolige Anker mit neuem Magneten sind schon eine nette Sache: Klassische Technik in solider Qualität. Im Fall dieser Variante der 212 braucht man glücklicherweise am Rahmen nichts auszufräsen, weil sie bereits ab Werk für den besseren Antrieb vorbereitet wurde. Bei älteren märklin-Modellen muss man für den neuen Magneten eine Aussparung herausfräsen, das kann man auch in einer Werkstatt erledigen lassen. Alternativ verwendet man eben den vorhandenen dreipoligen Anker und kauft einen Magneten von Esu dazu.

Tipp: An dieser Stelle ein grundsätzlicher Tipp für alle drei- und fünfpoligen Anker der klassischen märklin-Motore. Ein typisches Merkmal für diese Anker sind die leider recht scharfkantigen Kollektor-Kanten. Im normalen Fahrbetrieb fräsen diese Kanten die Kohlen regelrecht ab. Der entstehende Staub setzt die Kollektor-Ritzen zu, bis die Lok schließlich ruckelig fährt. Selber Abhilfe schaffen kann man, indem man die Kollektor-Kanten glättet. Am Besten poliert man den Kollektor vorsichtig mit sogenanntem Polierleinen in extrem feiner (!) Körnung. Das geht ganz einfach, ist schnell erledigt, und beim Anfahren rollt die Lok noch etwas sanfter los.

Erst glättet man den Kollektor mit ‚groberem‘ Leinen, dann poliert man die geglättete Oberfläche mit feinem Material nach, bis sie im Wortsinn spiegelglatt ist. Im Fall von wenig gefahrenen Loks ist es oft ausreichend, den Anker mehrfach mit den Fingern in sanft um den Kollektor gewickelten Polierleinen zu drehen. Nur in stark gebrauchten Loks sollte man den Kollektor in eine Bohrmaschine einspannen und mit dem Polierleinen semi-professionell glätten. Stets äußerst umsichtig vorgehen!

Ich habe meine Streifen Polierleinen hier gekauft: http://www.meshy.de/ Brauchbar sind auch Polierfeilen aus dem Kosmetik-Bedarf.

Decoder

Anstelle des Delta-Moduls wird märklins neuer Sounddecoder eingesetzt, inklusive 21poliger Schnittstellen-Platine von märklin. Die Verkabelung erfolgt nach NEM-Farbschema, nicht nach märklins Hausnorm, denn immerhin wird die Lok zukünftig in reiner DCC Umgebung unterwegs sein. Da braucht ein DC-Newbie keine unterschiedlichen Farb-Schemata zu lernen.

Klar zu erkennen sind die beiden neuen Radschleifer.

Neue Drehgestelle

Bei märklins Service war man von meiner Anfrage nach passenden DC Rädern überfragt bis belustigt. Zufälligerweise hatte ein Bekannter zwei passende 212-Drehgestelle mit DC Rädern im Fundus, die er sich irgendwann hatte anfertigen lassen. Bis heute wissen wir nicht, von welchem Fahrzeug diese Räder eigentlich stammen. (Zielführende Hinweise nehme ich gerne entgegen!)

Im DC Betrieb sollten nur zwei Haftreifen eingesetzt werden, am besten über Kreuz angeordnet. Das verbessert die Stromaufnahme. Den separaten Radkontakt klebt man mit UHU-Kontaktkleber unter das Antriebs-Drehgestell. Das schwarze Kabel führt man im Rahmen nach oben.

Vor dem Einbau des Laufgestells sollte in dessen Rahmen das schwarze Massekabel am Metall angelötet werden, diesen Bereich dazu etwas blank reiben. Ein rotes Kabel kommt an den ehemaligen Schleifer-Anschluss. Beide Kabel führt man durch den Rahmen nach oben, dann baut man die Drehgestelle in den Rahmen. Erst abschließend wird der neue Rad-Schleifer angeschraubt.

Innen braun eingefärbt, Radreifen metallisch. Schon edel.

Der metallische Glanz der seitlichen Radscheiben hat mich gestört, also wurden sie des netteren Aussehens wegen seitlich im zum Drehgestell-Rahmen passenden RAL-Farbton Graubraun 8019 eingefärbt. Die äußeren Radreifen bleiben metallisch. Ich finde, die Fahrzeuge gewinnen so an Attraktivität

Kupplungen

Märklins Kurzkupplung funktioniert prima im märkliniverse, aber wenn andere Fabrikate dazukommen, kann es hakelig werden. Also wurde die märklin Kupplung ausgetauscht werden gegen Rocos Universalkupplung. Da die betreffenden Halterungen nicht wirksam waagerecht zu befestigen waren, wurden später die höhenverstellbaren Universalkupplungen angebracht, die für sicheres Einkuppeln sorgen.

Der Widerspenstigen Zähmung. Tesafilm hilft.

Tipps:

  • Auf der Motor-Rückseite fixiert man die Kabel dauerhaft mit einem Streifen Tesa-Film.
  • Das Gehäuse dieser Lok entwickelte über die Zeit seitlich einen kleinen Sprung. Es zeigte sich, dass märklins Kunststoff aus den 90er Jahren wirklich spröde wird. Beschädigungen bei diesen Lokmodellen lassen sich vermeiden, indem beim Zusammenbau die Gehäuseschraube nicht zu fest hineindreht: Sicher fest ja, zu stramm nein. Lieber etwas lockerer lassen.
  • Das Fahrwerk war recht schwergängig, Verursacher dürfte märklins berüchtigtes Werks-Schmieröl sein, auch als „Getriebekleber“ bekannt. Also wurde die Lok anfangs komplett zerlegt, selbst der Motor wurde auseinander genommen. Das ‚Modellbahn-Öl SR24‘ ist sehr geeignet, feste Getriebe wieder gangbar zu machen. Man pinselt das Zeug großzügig über die betroffenen Stellen und prüft alle paar Minuten vorsichtig, ob sich irgendetwas bewegen lässt und pinselt nach. Irgendwann bewegt sich alles wieder. Mit einem festen, sauberen Borstenpinsel entfernt man später alte Öl-Brocken, bis alles wieder sauber ist und sich frei dreht. Über Nacht trocknen lassen und mit einem guten Schmier-Öl vorsichtig nachölen.

NEM Räder für Roco BR 210 / Fleischmann BR 225 und Artverwandte…

Die Modellbahn ist voller Normen. Das ist auch richtig so, damit möglichst viele DC-Fabrikate harmonisch miteinander funktionieren. Im Allgemeinen klappt das ganz gut, auch international betrachtet. Blöd, wenn ein Hersteller wie Roco dann nicht-normgerechte Spurkränze verwendet, die dafür sorgen dass nicht einmal haus-eigene Weichen einwandfrei durchfahren werden.

Der Radsatz links plumpst in Rocos Herzstück.

Bei Roco ist man auf die Idee gekommen, einige Lokomotiven mit neuartigen Rädern auszuliefern. Deren Spurkränze sind so niedrig, dass sie in die Herzstücke der Roco Line Weichen hineinfallen.

Bei diesen Großserien-Modellen, die ja kein ‚High End‘ darstellen, sondern für normale Kunden gemacht sind, die gern mit „feinen“ Modellbahn spielen möchten, eine unnötige Verkomplizierung des Hobbys. Denn eigentlich funktioniert unsere Welt so, dass Diejenigen extra bezahlen müssen, die etwas Besonderes haben möchten. Bei einigen Roco-Lokomotiven muss man also extra zahlen, um überhaupt den genormten Standard wiederherzustellen. Sehr borniert von Roco.

Betroffen sind meines Wissens nach die neuen Konstruktionen der V160 Familie von Roco & Fleischmann (BR 218, BR 225, BR 210…), sowie Rocos neukonstruierte BR 151 und einige Varianten der E94. Allerdings gibt es eine Lösung für diesen Unsinn:

Für die neuen Loks der E94 und Varianten kann man auf Achsen älterer Modell-Versionen zurückgreifen, das ist praktisch. Für die neueren Varianten der BR151 kann man sich Räder der älteren Modell-Varianten mit NEM-Spurkränzen auf die Achsen der neuen Lok setzen lassen. Zwar verursacht das zusätzliche Kosten, weil man dafür am besten eine Fachwerkstätte beauftragt.

Aber solange Roco sich so stur anstellt, geht es eben nur so. Und das mit dem Verzicht klappt real ohnehin eher selten. 🙂

Ähnlich bei der V160-Familie. Weil mir meine BR210 von Roco in blau/elfenbein wirklich gut gefällt, habe ich mir von Roco Achsen mit passenden Rädern und NEM Spurkränzen empfehlen lassen: 1 x 122484 (mit Haftreifen) und 3 x 122485 (ohne Haftreifen). Wer den Mehrpreis scheut, kann sich per Email bei Roco beschweren. roco@roco.cc lautet deren aktuelle Email-Adresse.

…so rollt Rocos BR210 mit NEM-Spurkränzen sicher über Weichen..

Für rund €25 habe ich mir in der Werkstatt ‚APC Adams‘ die Räder dieser neuen Achsen auf die Achsen meiner BR210 setzen lassen. Das klappte sehr unkompliziert: Ich habe einfach die acht Achsen dorthin eingesandt mit der eindeutigen Beschriftung ‚diese Räder auf die anderen Achsen‘. 🙂 Seither benimmt sich meine Lok manierlich. Gut, dass es solche Werkstätten gibt.

Tipps:

  • Zusätzlich wurden die Radscheiben seitlich im RAL Farbton graubraun (8019) lackiert. Die Radreifen habe ich ausgespart; die metallischen Reifen sehen irgendwie schick aus. 😀
  • Bei der Montage müssen die Plastik-Plättchen der Wippen von der Lok weg Richtung Bodenplatte zeigen.

Kommentar: Leider mangelt es seit einigen Jahren an der klaren Definition des Produktes „Roco H0“. Zwischen Spielzeug-Loks mit aufgedruckten Fenstern und extrem aufwändigen HighEnd-Lokomotiven war inzwischen alles dabei.

Drei verschiedene Wagen-Längenmaßstäbe, vier Kupplungssysteme und ehedem vier Gleissysteme machen das Sortiment unübersichtlich. Immerhin erwirbt man solche Produkte über viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, da möchte man nicht dauernd nachdenken, was jetzt wozu passt.

Die Idee der niedrigen Spurkränze ist wirklich dämlich, schließlich ist Roco ein normaler Großserien-Hersteller. Will Roco seine Kunden zu ihrem Glück zwingen? Besser nicht.

Ab Werk sollte alles den Normen entsprechen. Denn die Modelleisenbahn ist ein System-Spielzeug. Für den Fall einer nennenswerten Nachfrage nach niedrigen Spurkränzen könnte man diese als Tunig-Teile in Beuteln zu jeweils vier (bzw. sechs) Achsen anbieten. Der massiven Kritik in vielen Modellbahn-Foren folgend dürfte die Zielgruppe aber überschaubar sein. Was den Entscheidern in Österreich zu denken geben sollte.

Roco Köf 43437 mit Nano-Decoder von Esu.

Kein Decoder zu sehen…

Die kleine Lok ist in Rocos Programm seit 1983, und dank ihres klug konstruierten Fahrgestells mit Dreipunkt-Lagerung erfreut sie ihre Besitzer mit ausgezeichneten Fahreigenschaften. Viele Digital-Fahrer packen den Decoder nun umständlich ins Führerhaus. Und das muss ja nicht sein.

Diese Umbau-Idee entstand eigentlich aus Übermut. Irgendwann fiel mir die große Aussparung in der Bodenwanne auf. Da könnte doch ein kleiner Decoder hineinpassen…

Zuerst schraubt man die Köf auseinander und nimmt den Motor heraus. Dann befreit man die Platine aus dem Fahrgestell restlos von elektrischem ‚Vogelfutter‘, bis nur die Radschleifer übrig sind.

Der Decoder wird mit einem Klecks Sekundenkleber auf der Platine befestigt, sodass er später gut in der Vertiefung der metallenen Bodenplatte verschwinden kann. Am Decoder kürzt man die Kabel weiß, gelb, grün, violett und blau und bändigt sie mit einem kurzen Schrumpfschlauch: Vielleicht möchte man in der Zukunft digital schaltbare Funktionen einbauen.

…der Decoder ist perfekt versteckt.

Die Kabel schwarz und rot kürzt man ebenfalls sinnvoll und lötet sie direkt an die Platinen der Radschleifer. Nur orange und grau belässt man zunächst lang. Platine, Radsätze und Kupplungshalter werden wieder eingesetzt, dabei führt man die Kabel grau und orange nach oben zum Motor, kürzt sie und lötet sie an die Kontakt-Ösen des Motors. (Wieso hat der Motor meiner Lok eigentlich keine Schwungmasse…?)

…zwei Litzen zum Motor, das ist schon alles. Na gut, und die beiden zu den Radkontakten. 🙂

Nun die Bodenplatte einsetzen, die erste Schraube festdrehen, den Gehäuse-Vorbau einschieben, die zweite Schraube eindrehen und schließlich das Führerhaus aufstecken. Fertig.

Tipps:

Lampen: Die Optik gewinnt, wenn man alle sechs Lampengläser innen weiß auslegt. Zum Herauslösen der gläsernen Einsätze habe ich einen Pin verwendet. Von unten sanft zwischen Lampe und Gehäuse pieken, dann lösen sich die Gläser fast von allein. Nun die Rückseiten dünn (!) mit weißer Farbe auslegen und über Nacht trocknen lassen. Erst danach wieder einsetzen.

Lokführer: Anstelle von Rocos stoischem Standard-Beamten kann man eine freundlichere Person einkleben, in den Sortimenten von Noch und Preiser gibt es dazu eine nette Auswahl. Zu einer Rangierlok in relativ moderner Lackierung passt vielleicht besonders gut ein (halbierter) Rangierer mit orangefarbener Weste.

Piko Pimping: Silberling – Steuerwagen aus 58113.

Die S-Bahn im Ruhrgebiet der 70er Jahre: Piko 58113 (DC)

Pikos Silberlinge gibt es derzeit in einer Sonder-Auflage nach Vorbild eines S-Bahnzuges aus dem Ruhrgebiet der 70er Jahre. Die passende Lokomotive, eine grüne BR 141, lässt sich dank Plux22 Schnittstelle problemlos mit einem Steck-Decoder bestücken. Aber der Steuerwagen kommt technisch geradezu archaisch daher. Diese Waggons waren eben als ‚Hobby‘-Modelle auf den Markt gekommen, und sie sind seitdem nicht überarbeitet worden. Diverse Bauteile von Esu versetzen ihn technisch in die Jetzt-Zeit.

Radschleifer

Pikos altmodische Radkontakte für Personenwagen greifen den Strom ausgerechnet dort ab, wo die Drehbewegung am Langsamsten ist, an der Achse. Der fester Anpressdruck erhöht den Rollwiderstand spürbar. Eine elegantere Lösung bietet Esu an. Deren klug geformte Radschleifer erfüllen diese Aufgabe weitaus sinnfälliger.

Oben Pikos Achsschleifer, unten Esu Radschleifer.

Man kann a.) die Original-Verkabelung belassen, der Strom wird weiterhin nur ‚vorne links‘ und ‚hinten rechts‘ aufgenommen, oder aber b.) man legt Wert auf eine sichere Versorgung der Beleuchtung. In diesem Fall müssen alle acht Räder in die Stromaufnahme einbezogen werden. Dazu bedarf es zweier weiterer Kabel, und man benötigt insgesamt vier Pärchen der Esu-Radkontakte.

Eine wirksame Stromabnahme von allen Rädern.

Zur Befestigung der Radschleifer verwende ich Sekundenkleber von Uhu. Dieser zieht schnell und hält recht sicher, aber zum Glück nicht ‚bombenfest‘, wie das früher der Fall war. Bei Bedarf lassen sich die Teile also wieder voneinander lösen, zum Beispiel mit der Klinge eines Schraubendrehers.

Schnittstelle & Decoder

Pikos LED-Platine besitzt weder Schnittstelle, noch Decoder On-Board. Einen Lichtwechsel-Decoder anzuschließen, erfordert schon gewissen Aufwand. Umso wichtiger, hier eine Schnittstelle einzusetzen, um im Fall eines Decoder-Aus-Falles nicht schon wieder löten zu müssen.

Vier angelötete Kabel, weiß, blau, gelb und grün.

Zunächst entfernt man zwei Widerstände mit dem Wert ‚0‘, wie im Foto und auf Pikos Zeichnung zu sehen:
https://www.piko-shop.de/media/org/orgb_P/orgid_1/k11/thumbs/3571_10619.jpg

Die Schnittstellen-Platine wird einfach direkt auf die Rückseite von Pikos LED-Platine geklebt, dabei darauf achten, den Durchlass unter den Platinen für die Verbindungskabel frei zu halten! So bleibt der Decoder später unsichtbar. (Das sollte natürlich besser ab Werk so gelöst sein…) Zwei Tröpfchen Sekundenkleber reichen dazu aus.

Litzen von der LED-Platine zur Schnittstelle.

Der Kabel-Anschluss ist recht einfach, wenngleich fummelig. Die Zeichnungen zeigen die Kabelfarben. Um die Schnittstelle mit der LED-Platine zu kontaktieren, reichen Kabel in weiß, gelb und blau mit jeweils zwei Zentimetern Länge.

Wer alle Räder zur Stromaufnahme heranziehen möchte, sollte direkt zwei weitere Kabel verlegen, jeweils rot und schwarz, kurz und lang, an einem Ende zum leichteren Anlöten verdrillt. Das Foto zeigt, wie das aussehen muss.

Flacker-Schutz ‚PowerPack mini‘

Als zusätzlichen Flackerschutz dient ein ‚Power Pack‘ von Esu. Diesen habe ich so plaziert, dass er von außen möglichst wenig zu sehen ist. Seine Kabel werden direkt an den Lichtwechsel-Decoder angeschlossen, aber das ist gar nicht so einfach: Ausdrücklich sei hier darauf hingewiesen, dass diese Löt-Arbeit wegen der winzigen Löt-Pads auf dem Decoder eine Herausforderung darstellt.

Das PowerPack könnte man noch durch eine Holzkiste tarnen.

So wird das PowerPack direkt an den Decoder angeschlossen .

Beim Programmieren mit Esus Lokprogrammer überschreibe ich gern die Werkswerte mit meinen eigenen Präferenzen, sodass diese nach einem möglichen Reset wieder aktiv sind: Sanftes Auf- und Abblenden der Lichter, eigene Adresse. Hin und wieder gibt es eine aktuelle Firmware; schön, dass sowas angeboten wird.

Mit Sandkästen am Drehgestell gefällt der Steuerwagen besser.

Radsätze

Wie viele andere Modelle von Piko besitzen auch diese Fahrzeuge Räder mit recht rauer Oberfläche. Darauf setzt sich auffallend schnell Schmutz ab, und bei meinen ‘Schnellzugwagen’ von Piko hatten sich die Radspitzen nach nur wenigen Stunden Fahrbetrieb in die Drehgestelle hineingefräst. Das muss ja nicht sein. Also ersetzte ich Pikos Achsen gegen DC Achsen von märklin:

https://www.lokmuseum.de/shopartikel.php?SArt=10016150&SBez=E700580_Marklin_Scheiben_Radsatz_DC

Sicherheitshalber wurden zusätzlich Messinglager von Peho in die Drehgestelle eingebracht. Vor dem Einsetzen der Achsen unbedingt ein Tröpfchen Öl spendieren.

Tipps

  • Die unteren, sichtbaren Bereiche der messingfarbenen Radschleifer kann man tiefschwarz lackieren, bzw. RAL graubraun 8019 bei den Silberlingen mit blauem Längs-Träger
  • In denselben Farben sollte man die Radscheiben seidenmatt schwarz bzw. graubraun 8019 auslegen. nur die äußeren Radreifen und natürlich die Spitzen bleiben frei. Dadurch wirken die Fahrzeuge ’schwerer‘ und vorbildgerechter.
  • Das Pult im Führerständ sollte mattgrün eingefärbt werden, ein Lokführer schadet nie.
  • Die Drehgestelle wurden zwischenzeitlich von Piko etwas überarbeitet. Seitdem halten sie die Wagenkästen auf gesundem Abstand. Hier im Vergleich sieht man links ein schwarzen Drehgestell neuer Fertigung, rechts ein braunes, älteres. Man kann neue Drehgestelle als Ersatzteile ordern, dabei immer auf aktuellste Artikelnummern und die passenden Farben achten.
links ein aktuelles Drehgestell, rechts die erste Ausführung.

Unterhalb der Klippse ist rechts mehr Raum bis zur Kante zu erkennen.

Materialliste

Esu Radkontakte 50707
http://www.esu.eu/produkte/innenbeleuchtungen/powerpack-radkontakt/

Esu Platine 51967
www.esu.eu/produkte/zubehoer/adapterplatinen/21mtc-adapterplatine-2/

Esu FX Decoder 54621 21mtc
http://www.esu.eu/produkte/lokpilot/lokpilot-fx-v40/

Messing-Lager
http://peho-kkk.de/mshop/index.php/spur-h0.html

Radsätze
https://www.lokmuseum.de/shopartikel.php?SArt=10016150&SBez=E700580_Marklin_Scheiben_Radsatz_DC

LED 0603 in Glühlampen-Farbtemperatur
https://www.railroad24.com/epages/es10595924.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/es10595924/Products/5611

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„Verarbeitung“ ist jeder mit oder ohne Hilfe automatisierter Verfahren ausgeführte Vorgang oder jede solche Vorgangsreihe im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten. Der Begriff reicht weit und umfasst praktisch jeden Umgang mit Daten.

„Pseudonymisierung“ die Verarbeitung personenbezogener Daten in einer Weise, dass die personenbezogenen Daten ohne Hinzuziehung zusätzlicher Informationen nicht mehr einer spezifischen betroffenen Person zugeordnet werden können, sofern diese zusätzlichen Informationen gesondert aufbewahrt werden und technischen und organisatorischen Maßnahmen unterliegen, die gewährleisten, dass die personenbezogenen Daten nicht einer identifizierten oder identifizierbaren natürlichen Person zugewiesen werden.

„Profiling“ jede Art der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten, die darin besteht, dass diese personenbezogenen Daten verwendet werden, um bestimmte persönliche Aspekte, die sich auf eine natürliche Person beziehen, zu bewerten, insbesondere um Aspekte bezüglich Arbeitsleistung, wirtschaftliche Lage, Gesundheit, persönliche Vorlieben, Interessen, Zuverlässigkeit, Verhalten, Aufenthaltsort oder Ortswechsel dieser natürlichen Person zu analysieren oder vorherzusagen.

Als „Verantwortlicher“ wird die natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten entscheidet, bezeichnet.

„Auftragsverarbeiter“ eine natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die personenbezogene Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet.

Maßgebliche Rechtsgrundlagen
Nach Maßgabe des Art. 13 DSGVO teilen wir Ihnen die Rechtsgrundlagen unserer Datenverarbeitungen mit. Sofern die Rechtsgrundlage in der Datenschutzerklärung nicht genannt wird, gilt Folgendes: Die Rechtsgrundlage für die Einholung von Einwilligungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. a und Art. 7 DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer Leistungen und Durchführung vertraglicher Maßnahmen sowie Beantwortung von Anfragen ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer rechtlichen Verpflichtungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO, und die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Wahrung unserer berechtigten Interessen ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Für den Fall, dass lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person eine Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich machen, dient Art. 6 Abs. 1 lit. d DSGVO als Rechtsgrundlage.

Sicherheitsmaßnahmen
Wir treffen nach Maßgabe des Art. 32 DSGVO unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten und der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen, geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten.

Zu den Maßnahmen gehören insbesondere die Sicherung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten durch Kontrolle des physischen Zugangs zu den Daten, als auch des sie betreffenden Zugriffs, der Eingabe, Weitergabe, der Sicherung der Verfügbarkeit und ihrer Trennung. Des Weiteren haben wir Verfahren eingerichtet, die eine Wahrnehmung von Betroffenenrechten, Löschung von Daten und Reaktion auf Gefährdung der Daten gewährleisten. Ferner berücksichtigen wir den Schutz personenbezogener Daten bereits bei der Entwicklung, bzw. Auswahl von Hardware, Software sowie Verfahren, entsprechend dem Prinzip des Datenschutzes durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen (Art. 25 DSGVO).

Zusammenarbeit mit Auftragsverarbeitern und Dritten
Sofern wir im Rahmen unserer Verarbeitung Daten gegenüber anderen Personen und Unternehmen (Auftragsverarbeitern oder Dritten) offenbaren, sie an diese übermitteln oder ihnen sonst Zugriff auf die Daten gewähren, erfolgt dies nur auf Grundlage einer gesetzlichen Erlaubnis (z.B. wenn eine Übermittlung der Daten an Dritte, wie an Zahlungsdienstleister, gem. Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO zur Vertragserfüllung erforderlich ist), Sie eingewilligt haben, eine rechtliche Verpflichtung dies vorsieht oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (z.B. beim Einsatz von Beauftragten, Webhostern, etc.).
Sofern wir Dritte mit der Verarbeitung von Daten auf Grundlage eines sog. „Auftragsverarbeitungsvertrages“ beauftragen, geschieht dies auf Grundlage des Art. 28 DSGVO.

Übermittlungen in Drittländer
Sofern wir Daten in einem Drittland (d.h. außerhalb der Europäischen Union (EU) oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)) verarbeiten oder dies im Rahmen der Inanspruchnahme von Diensten Dritter oder Offenlegung, bzw. Übermittlung von Daten an Dritte geschieht, erfolgt dies nur, wenn es zur Erfüllung unserer (vor)vertraglichen Pflichten, auf Grundlage Ihrer Einwilligung, aufgrund einer rechtlichen Verpflichtung oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen geschieht. Vorbehaltlich gesetzlicher oder vertraglicher Erlaubnisse, verarbeiten oder lassen wir die Daten in einem Drittland nur beim Vorliegen der besonderen Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO verarbeiten. D.h. die Verarbeitung erfolgt z.B. auf Grundlage besonderer Garantien, wie der offiziell anerkannten Feststellung eines der EU entsprechenden Datenschutzniveaus (z.B. für die USA durch das „Privacy Shield“) oder Beachtung offiziell anerkannter spezieller vertraglicher Verpflichtungen (so genannte „Standardvertragsklauseln“).

Rechte der betroffenen Personen
Sie haben das Recht, eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob betreffende Daten verarbeitet werden und auf Auskunft über diese Daten sowie auf weitere Informationen und Kopie der Daten entsprechend Art. 15 DSGVO.
Sie haben entsprechend. Art. 16 DSGVO das Recht, die Vervollständigung der Sie betreffenden Daten oder die Berichtigung der Sie betreffenden unrichtigen Daten zu verlangen.

Sie haben nach Maßgabe des Art. 17 DSGVO das Recht zu verlangen, dass betreffende Daten unverzüglich gelöscht werden, bzw. alternativ nach Maßgabe des Art. 18 DSGVO eine Einschränkung der Verarbeitung der Daten zu verlangen.
Sie haben das Recht zu verlangen, dass die Sie betreffenden Daten, die Sie uns bereitgestellt haben nach Maßgabe des Art. 20 DSGVO zu erhalten und deren Übermittlung an andere Verantwortliche zu fordern.

Sie haben ferner gem. Art. 77 DSGVO das Recht, eine Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde einzureichen.

Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, erteilte Einwilligungen gem. Art. 7 Abs. 3 DSGVO mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen.

Widerspruchsrecht
Sie können der künftigen Verarbeitung der Sie betreffenden Daten nach Maßgabe des Art. 21 DSGVO jederzeit widersprechen. Der Widerspruch kann insbesondere gegen die Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung erfolgen.

Cookies und Widerspruchsrecht bei Direktwerbung
Als „Cookies“ werden kleine Dateien bezeichnet, die auf Rechnern der Nutzer gespeichert werden. Innerhalb der Cookies können unterschiedliche Angaben gespeichert werden. Ein Cookie dient primär dazu, die Angaben zu einem Nutzer (bzw. dem Gerät auf dem das Cookie gespeichert ist) während oder auch nach seinem Besuch innerhalb eines Onlineangebotes zu speichern. Als temporäre Cookies, bzw. „Session-Cookies“ oder „transiente Cookies“, werden Cookies bezeichnet, die gelöscht werden, nachdem ein Nutzer ein Onlineangebot verlässt und seinen Browser schließt. In einem solchen Cookie kann z.B. der Inhalt eines Warenkorbs in einem Onlineshop oder ein Login-Status gespeichert werden. Als „permanent“ oder „persistent“ werden Cookies bezeichnet, die auch nach dem Schließen des Browsers gespeichert bleiben. So kann z.B. der Login-Status gespeichert werden, wenn die Nutzer diese nach mehreren Tagen aufsuchen. Ebenso können in einem solchen Cookie die Interessen der Nutzer gespeichert werden, die für Reichweitenmessung oder Marketingzwecke verwendet werden. Als „Third-Party-Cookie“ werden Cookies bezeichnet, die von anderen Anbietern als dem Verantwortlichen, der das Onlineangebot betreibt, angeboten werden (andernfalls, wenn es nur dessen Cookies sind spricht man von „First-Party Cookies“).

Wir können temporäre und permanente Cookies einsetzen und klären hierüber im Rahmen unserer Datenschutzerklärung auf.

Falls die Nutzer nicht möchten, dass Cookies auf ihrem Rechner gespeichert werden, werden sie gebeten die entsprechende Option in den Systemeinstellungen ihres Browsers zu deaktivieren. Gespeicherte Cookies können in den Systemeinstellungen des Browsers gelöscht werden. Der Ausschluss von Cookies kann zu Funktionseinschränkungen dieses Onlineangebotes führen.
Ein genereller Widerspruch gegen den Einsatz der zu Zwecken des Onlinemarketing eingesetzten Cookies kann bei einer Vielzahl der Dienste, vor allem im Fall des Trackings, über die US-amerikanische Seite http://www.aboutads.info/choices/ oder die EU-Seite http://www.youronlinechoices.com/ erklärt werden. Des Weiteren kann die Speicherung von Cookies mittels deren Abschaltung in den Einstellungen des Browsers erreicht werden. Bitte beachten Sie, dass dann gegebenenfalls nicht alle Funktionen dieses Onlineangebotes genutzt werden können.

Löschung von Daten
Die von uns verarbeiteten Daten werden nach Maßgabe der Art. 17 und 18 DSGVO gelöscht oder in ihrer Verarbeitung eingeschränkt. Sofern nicht im Rahmen dieser Datenschutzerklärung ausdrücklich angegeben, werden die bei uns gespeicherten Daten gelöscht, sobald sie für ihre Zweckbestimmung nicht mehr erforderlich sind und der Löschung keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Sofern die Daten nicht gelöscht werden, weil sie für andere und gesetzlich zulässige Zwecke erforderlich sind, wird deren Verarbeitung eingeschränkt. D.h. die Daten werden gesperrt und nicht für andere Zwecke verarbeitet. Das gilt z.B. für Daten, die aus handels- oder steuerrechtlichen Gründen aufbewahrt werden müssen.

Nach gesetzlichen Vorgaben in Deutschland, erfolgt die Aufbewahrung insbesondere für 10 Jahre gemäß §§ 147 Abs. 1 AO, 257 Abs. 1 Nr. 1 und 4, Abs. 4 HGB (Bücher, Aufzeichnungen, Lageberichte, Buchungsbelege, Handelsbücher, für Besteuerung relevanter Unterlagen, etc.) und 6 Jahre gemäß § 257 Abs. 1 Nr. 2 und 3, Abs. 4 HGB (Handelsbriefe).

Nach gesetzlichen Vorgaben in Österreich erfolgt die Aufbewahrung insbesondere für 7 J gemäß § 132 Abs. 1 BAO (Buchhaltungsunterlagen, Belege/Rechnungen, Konten, Belege, Geschäftspapiere, Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben, etc.), für 22 Jahre im Zusammenhang mit Grundstücken und für 10 Jahre bei Unterlagen im Zusammenhang mit elektronisch erbrachten Leistungen, Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehleistungen, die an Nichtunternehmer in EU-Mitgliedstaaten erbracht werden und für die der Mini-One-Stop-Shop (MOSS) in Anspruch genommen wird.

Geschäftsbezogene Verarbeitung
Zusätzlich verarbeiten wir
– Vertragsdaten (z.B., Vertragsgegenstand, Laufzeit, Kundenkategorie).
– Zahlungsdaten (z.B., Bankverbindung, Zahlungshistorie)
von unseren Kunden, Interessenten und Geschäftspartner zwecks Erbringung vertraglicher Leistungen, Service und Kundenpflege, Marketing, Werbung und Marktforschung.

Agenturdienstleistungen
Wir verarbeiten die Daten unserer Kunden im Rahmen unserer vertraglichen Leistungen zu denen konzeptionelle und strategische Beratung, Kampagnenplanung, Software- und Designentwicklung/-beratung oder Pflege, Umsetzung von Kampagnen und Prozessen/ Handling, Serveradministration, Datenanalyse/ Beratungsleistungen und Schulungsleistungen gehören.
Hierbei verarbeiten wir Bestandsdaten (z.B., Kundenstammdaten, wie Namen oder Adressen), Kontaktdaten (z.B., E-Mail, Telefonnummern), Inhaltsdaten (z.B., Texteingaben, Fotografien, Videos), Vertragsdaten (z.B., Vertragsgegenstand, Laufzeit), Zahlungsdaten (z.B., Bankverbindung, Zahlungshistorie), Nutzungs- und Metadaten (z.B. im Rahmen der Auswertung und Erfolgsmessung von Marketingmaßnahmen). Besondere Kategorien personenbezogener Daten verarbeiten wir grundsätzlich nicht, außer wenn diese Bestandteile einer beauftragten Verarbeitung sind. Zu den Betroffenen gehören unsere Kunden, Interessenten sowie deren Kunden, Nutzer, Websitebesucher oder Mitarbeiter sowie Dritte. Der Zweck der Verarbeitung besteht in der Erbringung von Vertragsleistungen, Abrechnung und unserem Kundenservice. Die Rechtsgrundlagen der Verarbeitung ergeben sich aus Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (vertragliche Leistungen), Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (Analyse, Statistik, Optimierung, Sicherheitsmaßnahmen). Wir verarbeiten Daten, die zur Begründung und Erfüllung der vertraglichen Leistungen erforderlich sind und weisen auf die Erforderlichkeit ihrer Angabe hin. Eine Offenlegung an Externe erfolgt nur, wenn sie im Rahmen eines Auftrags erforderlich ist. Bei der Verarbeitung der uns im Rahmen eines Auftrags überlassenen Daten handeln wir entsprechend den Weisungen der Auftraggeber sowie der gesetzlichen Vorgaben einer Auftragsverarbeitung gem. Art. 28 DSGVO und verarbeiten die Daten zu keinen anderen, als den auftragsgemäßen Zwecken.

Wir löschen die Daten nach Ablauf gesetzlicher Gewährleistungs- und vergleichbarer Pflichten. die Erforderlichkeit der Aufbewahrung der Daten wird alle drei Jahre überprüft; im Fall der gesetzlichen Archivierungspflichten erfolgt die Löschung nach deren Ablauf (6 J, gem. § 257 Abs. 1 HGB, 10 J, gem. § 147 Abs. 1 AO). Im Fall von Daten, die uns gegenüber im Rahmen eines Auftrags durch den Auftraggeber offengelegt wurden, löschen wir die Daten entsprechend den Vorgaben des Auftrags, grundsätzlich nach Ende des Auftrags.

Teilnahme an Affiliate-Partnerprogrammen
Innerhalb unseres Onlineangebotes setzen wir auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (d.h. Interesse an der Analyse, Optimierung und wirtschaftlichem Betrieb unseres Onlineangebotes) gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO branchenübliche Trackingmaßnahmen ein, soweit diese für den Betrieb des Affiliatesystems erforderlich sind. Nachfolgend klären wir die Nutzer über die technischen Hintergründe auf.

Die von unseren Vertragspartnern angebotene Leistungen können auch auf anderen Webseiten beworben und verlinkt werden (sog. Affiliate-Links oder After-Buy-Systeme, wenn z.B. Links oder Leistungen Dritter nach einem Vertragsschluss angeboten werden). Die Betreiber der jeweiligen Webseiten erhalten eine Provision, wenn Nutzer den Affiliate-Links folgen und anschließend die Angebote wahrnehmen.

Zusammenfassend, ist es für unser Onlineangebot erforderlich, dass wir nachverfolgen können, ob Nutzer, die sich für Affiliate-Links und/oder die bei uns verfügbaren Angebote interessieren, die Angebote anschließend auf die Veranlassung der Affiliate-Links oder unserer Onlineplattform, wahrnehmen. Hierzu werden die Affiliate-Links und unsere Angebote um bestimmte Werte ergänzt, die ein Bestandteil des Links oder anderweitig, z.B. in einem Cookie, gesetzt werden können. Zu den Werten gehören insbesondere die Ausgangswebseite (Referrer), Zeitpunkt, eine Online-Kennung der Betreiber der Webseite, auf der sich der Affiliate-Link befand, eine Online-Kennung des jeweiligen Angebotes, eine Online-Kennung des Nutzers, als auch Tracking-spezifische Werte wie z.B. Werbemittel-ID, Partner-ID und Kategorisierungen.

Bei der von uns verwendeten Online-Kennungen der Nutzer, handelt es sich um pseudonyme Werte. D.h. die Online-Kennungen enthalten selbst keine personenbezogenen Daten wie Namen oder E-Mailadressen. Sie helfen uns nur zu bestimmen ob derselbe Nutzer, der auf einen Affiliate-Link geklickt oder sich über unser Onlineangebot für ein Angebot interessiert hat, das Angebot wahrgenommen, d.h. z.B. einen Vertrag mit dem Anbieter abgeschlossen hat. Die Online-Kennung ist jedoch insoweit personenbezogen, als dem Partnerunternehmen und auch uns, die Online-Kennung zusammen mit anderen Nutzerdaten vorliegen. Nur so kann das Partnerunternehmen uns mitteilen, ob derjenige Nutzer das Angebot wahrgenommen hat und wir z.B. den Bonus auszahlen können.

Amazon-Partnerprogramm
Wir sind auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (d.h. Interesse am wirtschaftlichem Betrieb unseres Onlineangebotes im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann (sog. Affiliate-System). D.h. als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen.

Amazon setzt Cookies ein, um die Herkunft der Bestellungen nachvollziehen zu können. Unter anderem kann Amazon erkennen, dass Sie den Partnerlink auf dieser Website geklickt und anschließend ein Produkt bei Amazon erworben haben.
Weitere Informationen zur Datennutzung durch Amazon und Widerspruchsmöglichkeiten erhalten Sie in der Datenschutzerklärung des Unternehmens: https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=201909010.

Hinweis: Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen.

Registrierfunktion
Nutzer können ein Nutzerkonto anlegen. Im Rahmen der Registrierung werden die erforderlichen Pflichtangaben den Nutzern mitgeteilt und auf Grundlage des Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO zu Zwecken der Bereitstellung des Nutzerkontos verarbeitet. Zu den verarbeiteten Daten gehören insbesondere die Login-Informationen (Name, Passwort sowie eine E-Mailadresse). Die im Rahmen der Registrierung eingegebenen Daten werden für die Zwecke der Nutzung des Nutzerkontos und dessen Zwecks verwendet.

Die Nutzer können über Informationen, die für deren Nutzerkonto relevant sind, wie z.B. technische Änderungen, per E-Mail informiert werden. Wenn Nutzer ihr Nutzerkonto gekündigt haben, werden deren Daten im Hinblick auf das Nutzerkonto, vorbehaltlich einer gesetzlichen Aufbewahrungspflicht, gelöscht. Es obliegt den Nutzern, ihre Daten bei erfolgter Kündigung vor dem Vertragsende zu sichern. Wir sind berechtigt, sämtliche während der Vertragsdauer gespeicherten Daten des Nutzers unwiederbringlich zu löschen.

Im Rahmen der Inanspruchnahme unserer Registrierungs- und Anmeldefunktionen sowie der Nutzung des Nutzerkontos, speichern wird die IP-Adresse und den Zeitpunkt der jeweiligen Nutzerhandlung. Die Speicherung erfolgt auf Grundlage unserer berechtigten Interessen, als auch der Nutzer an Schutz vor Missbrauch und sonstiger unbefugter Nutzung. Eine Weitergabe dieser Daten an Dritte erfolgt grundsätzlich nicht, außer sie ist zur Verfolgung unserer Ansprüche erforderlich oder es besteht hierzu besteht eine gesetzliche Verpflichtung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO. Die IP-Adressen werden spätestens nach 7 Tagen anonymisiert oder gelöscht.

Kommentare und Beiträge
Wenn Nutzer Kommentare oder sonstige Beiträge hinterlassen, können ihre IP-Adressen auf Grundlage unserer berechtigten Interessen im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO für 7 Tage gespeichert werden. Das erfolgt zu unserer Sicherheit, falls jemand in Kommentaren und Beiträgen widerrechtliche Inhalte hinterlässt (Beleidigungen, verbotene politische Propaganda, etc.). In diesem Fall können wir selbst für den Kommentar oder Beitrag belangt werden und sind daher an der Identität des Verfassers interessiert.

Des Weiteren behalten wir uns vor, auf Grundlage unserer berechtigten Interessen gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO, die Angaben der Nutzer zwecks Spamerkennung zu verarbeiten.

Die im Rahmen der Kommentare und Beiträge angegebenen Daten, werden von uns bis zum Widerspruch der Nutzer dauerhaft gespeichert.

Kommentarabonnements
Die Nachfolgekommentare können durch Nutzer mit deren Einwilligung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO abonniert werden. Die Nutzer erhalten eine Bestätigungsemail, um zu überprüfen, ob sie der Inhaber der eingegebenen Emailadresse sind. Nutzer können laufende Kommentarabonnements jederzeit abbestellen. Die Bestätigungsemail wird Hinweise zu den Widerrufsmöglichkeiten enthalten. Für die Zwecke des Nachweises der Einwilligung der Nutzer, speichern wir den Anmeldezeitpunkt nebst der IP-Adresse der Nutzer und löschen diese Informationen, wenn Nutzer sich von dem Abonnement abmelden.
Sie können den Empfang unseres Abonnemenets jederzeit kündigen, d.h. Ihre Einwilligungen widerrufen. Wir können die ausgetragenen E-Mailadressen bis zu drei Jahren auf Grundlage unserer berechtigten Interessen speichern bevor wir sie löschen, um eine ehemals gegebene Einwilligung nachweisen zu können. Die Verarbeitung dieser Daten wird auf den Zweck einer möglichen Abwehr von Ansprüchen beschränkt. Ein individueller Löschungsantrag ist jederzeit möglich, sofern zugleich das ehemalige Bestehen einer Einwilligung bestätigt wird.
Abruf von Profilbildern bei Gravatar

Wir setzen innerhalb unseres Onlineangebotes und insbesondere im Blog den Dienst Gravatar der Automattic Inc., 60 29th Street #343, San Francisco, CA 94110, USA, ein.
Gravatar ist ein Dienst, bei dem sich Nutzer anmelden und Profilbilder und ihre E-Mailadressen hinterlegen können. Wenn Nutzer mit der jeweiligen E-Mailadresse auf anderen Onlinepräsenzen (vor allem in Blogs) Beiträge oder Kommentare hinterlassen, können so deren Profilbilder neben den Beiträgen oder Kommentaren dargestellt werden. Hierzu wird die von den Nutzern mitgeteilte E-Mailadresse an Gravatar zwecks Prüfung, ob zu ihr ein Profil gespeichert ist, verschlüsselt übermittelt. Dies ist der einzige Zweck der Übermittlung der E-Mailadresse und sie wird nicht für andere Zwecke verwendet, sondern danach gelöscht.
Die Nutzung von Gravatar erfolgt auf Grundlage unserer berechtigten Interessen im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO, da wir mit Hilfe von Gravatar den Beitrags- und Kommentarverfassern die Möglichkeit bieten ihre Beiträge mit einem Profilbild zu personalisieren.

Durch die Anzeige der Bilder bringt Gravatar die IP-Adresse der Nutzer in Erfahrung, da dies für eine Kommunikation zwischen einem Browser und einem Onlineservice notwendig ist. Nähere Informationen zur Erhebung und Nutzung der Daten durch Gravatar finden sich in den Datenschutzhinweisen von Automattic: https://automattic.com/privacy/.

Wenn Nutzer nicht möchten, dass ein mit Ihrer E-Mail-Adresse bei Gravatar verknüpftes Benutzerbild in den Kommentaren erscheint, sollten Sie zum Kommentieren eine E-Mail-Adresse nutzen, welche nicht bei Gravatar hinterlegt ist. Wir weisen ferner darauf hin, dass es auch möglich ist eine anonyme oder gar keine E-Mailadresse zu verwenden, falls die Nutzer nicht wünschen, dass die eigene E-Mailadresse an Gravatar übersendet wird. Nutzer können die Übertragung der Daten komplett verhindern, indem Sie unser Kommentarsystem nicht nutzen.

Abruf von Emojis und Smilies
Innerhalb unseres WordPress-Blogs werden grafische Emojis (bzw. Smilies), d.h. kleine grafische Dateien, die Gefühle ausdrücken, eingesetzt, die von externen Servern bezogen werden. Hierbei erheben die Anbieter der Server, die IP-Adressen der Nutzer. Dies ist notwendig, damit die Emojie-Dateien an die Browser der Nutzer übermittelt werden können. Der Emojie-Service wird von der Automattic Inc., 60 29th Street #343, San Francisco, CA 94110, USA, angeboten. Datenschutzhinweise von Automattic: https://automattic.com/privacy/. Die verwendeten Server-Domains sind s.w.org und twemoji.maxcdn.com, wobei es sich unseres Wissens nach um sog. Content-Delivery-Networks handelt, also Server, die lediglich einer schnellen und sicheren Übermittlung der Dateien dienen und die personenbezogenen Daten der Nutzer nach der Übermittlung gelöscht werden.
Die Nutzung der Emojis erfolgt auf Grundlage unserer berechtigten Interessen, d.h. Interesse an einer attraktiven Gestaltung unseres Onlineangebotes gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO.

Kontaktaufnahme
Bei der Kontaktaufnahme mit uns (z.B. per Kontaktformular, E-Mail, Telefon oder via sozialer Medien) werden die Angaben des Nutzers zur Bearbeitung der Kontaktanfrage und deren Abwicklung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO verarbeitet. Die Angaben der Nutzer können in einem Customer-Relationship-Management System („CRM System“) oder vergleichbarer Anfragenorganisation gespeichert werden.
Wir löschen die Anfragen, sofern diese nicht mehr erforderlich sind. Wir überprüfen die Erforderlichkeit alle zwei Jahre; Ferner gelten die gesetzlichen Archivierungspflichten.

Hosting und E-Mail-Versand
Die von uns in Anspruch genommenen Hosting-Leistungen dienen der Zurverfügungstellung der folgenden Leistungen: Infrastruktur- und Plattformdienstleistungen, Rechenkapazität, Speicherplatz und Datenbankdienste, E-Mail-Versand, Sicherheitsleistungen sowie technische Wartungsleistungen, die wir zum Zwecke des Betriebs dieses Onlineangebotes einsetzen.
Hierbei verarbeiten wir, bzw. unser Hostinganbieter Bestandsdaten, Kontaktdaten, Inhaltsdaten, Vertragsdaten, Nutzungsdaten, Meta- und Kommunikationsdaten von Kunden, Interessenten und Besuchern dieses Onlineangebotes auf Grundlage unserer berechtigten Interessen an einer effizienten und sicheren Zurverfügungstellung dieses Onlineangebotes gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO i.V.m. Art. 28 DSGVO (Abschluss Auftragsverarbeitungsvertrag).

Google Tag Manager
Google Tag Manager ist eine Lösung, mit der wir sog. Website-Tags über eine Oberfläche verwalten können (und so z.B. Google Analytics sowie andere Google-Marketing-Dienste in unser Onlineangebot einbinden). Der Tag Manager selbst (welches die Tags implementiert) verarbeitet keine personenbezogenen Daten der Nutzer. Im Hinblick auf die Verarbeitung der personenbezogenen Daten der Nutzer wird auf die folgenden Angaben zu den Google-Diensten verwiesen. Nutzungsrichtlinien: https://www.google.com/intl/de/tagmanager/use-policy.html.

Google Analytics
Wir setzen auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (d.h. Interesse an der Analyse, Optimierung und wirtschaftlichem Betrieb unseres Onlineangebotes im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google LLC („Google“) ein. Google verwendet Cookies. Die durch das Cookie erzeugten Informationen über Benutzung des Onlineangebotes durch die Nutzer werden in der Regel an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert.
Google ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt000000001L5AAI&status=Active).

Google wird diese Informationen in unserem Auftrag benutzen, um die Nutzung unseres Onlineangebotes durch die Nutzer auszuwerten, um Reports über die Aktivitäten innerhalb dieses Onlineangebotes zusammenzustellen und um weitere, mit der Nutzung dieses Onlineangebotes und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen, uns gegenüber zu erbringen. Dabei können aus den verarbeiteten Daten pseudonyme Nutzungsprofile der Nutzer erstellt werden.
Wir setzen Google Analytics nur mit aktivierter IP-Anonymisierung ein. Das bedeutet, die IP-Adresse der Nutzer wird von Google innerhalb von Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum gekürzt. Nur in Ausnahmefällen wird die volle IP-Adresse an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gekürzt.
Die von dem Browser des Nutzers übermittelte IP-Adresse wird nicht mit anderen Daten von Google zusammengeführt. Die Nutzer können die Speicherung der Cookies durch eine entsprechende Einstellung ihrer Browser-Software verhindern; die Nutzer können darüber hinaus die Erfassung der durch das Cookie erzeugten und auf ihre Nutzung des Onlineangebotes bezogenen Daten an Google sowie die Verarbeitung dieser Daten durch Google verhindern, indem sie das unter folgendem Link verfügbare Browser-Plugin herunterladen und installieren: http://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de.
Weitere Informationen zur Datennutzung durch Google, Einstellungs- und Widerspruchsmöglichkeiten, erfahren Sie in der Datenschutzerklärung von Google (https://policies.google.com/technologies/ads) sowie in den Einstellungen für die Darstellung von Werbeeinblendungen durch Google (https://adssettings.google.com/authenticated).
Die personenbezogenen Daten der Nutzer werden nach 14 Monaten gelöscht oder anonymisiert.

Google Adsense mit personalisierten Anzeigen
Wir nutzen auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (d.h. Interesse an der Analyse, Optimierung und wirtschaftlichem Betrieb unseres Onlineangebotes im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) die Dienste der Google LLC, 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA, („Google“).
Google ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt000000001L5AAI&status=Active).
Wir Nutzen den Dienst AdSense, mit dessen Hilfe Anzeigen in unsere Webseite eingeblendet und wir für deren Einblendung oder sonstige Nutzung eine Entlohnung erhalten. Zu diesen Zwecken werden Nutzungsdaten, wie z.B. der Klick auf eine Anzeige und die IP-Adresse der Nutzer verarbeitet, wobei die IP-Adresse um die letzten beiden Stellen gekürzt wird. Daher erfolgt die Verarbeitung der Daten der Nutzer pseudonymisiert.

Wir setzen Adsense mit personalisierten Anzeigen ein. Dabei zieht Google auf Grundlage der von Nutzern besuchten Websites oder verwendeten Apps und den so erstellten Nutzerprofilen Rückschlüsse auf deren Interessen. Werbetreibende nutzen diese Informationen, um ihre Kampagnen an diesen Interessen auszurichten, was für Nutzer und Werbetreibende gleichermaßen von Vorteil ist. Für Google sind Anzeigen dann personalisiert, wenn erfasste oder bekannte Daten die Anzeigenauswahl bestimmen oder beeinflussen. Dazu zählen unter anderem frühere Suchanfragen, Aktivitäten, Websitebesuche, die Verwendung von Apps, demografische und Standortinformationen. Im Einzelnen umfasst dies: demografisches Targeting, Targeting auf Interessenkategorien, Remarketing sowie Targeting auf Listen zum Kundenabgleich und Zielgruppenlisten, die in DoubleClick Bid Manager oder Campaign Manager hochgeladen wurden.
Weitere Informationen zur Datennutzung durch Google, Einstellungs- und Widerspruchsmöglichkeiten, erfahren Sie in der Datenschutzerklärung von Google (https://policies.google.com/technologies/ads) sowie in den Einstellungen für die Darstellung von Werbeeinblendungen durch Google (https://adssettings.google.com/authenticated).
Google AdWords und Conversion-Messung
Wir nutzen auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (d.h. Interesse an der Analyse, Optimierung und wirtschaftlichem Betrieb unseres Onlineangebotes im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) die Dienste der Google LLC, 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA, („Google“).
Google ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt000000001L5AAI&status=Active).

Wir nutzen das Onlinemarketingverfahren Google „AdWords“, um Anzeigen im Google-Werbe-Netzwerk zu platzieren (z.B., in Suchergebnissen, in Videos, auf Webseiten, etc.), damit sie Nutzern angezeigt werden, die ein mutmaßliches Interesse an den Anzeigen haben. Dies erlaubt uns Anzeigen für und innerhalb unseres Onlineangebotes gezielter anzuzeigen, um Nutzern nur Anzeigen zu präsentieren, die potentiell deren Interessen entsprechen. Falls einem Nutzer z.B. Anzeigen für Produkte angezeigt werden, für die er sich auf anderen Onlineangeboten interessiert hat, spricht man hierbei vom „Remarketing“. Zu diesen Zwecken wird bei Aufruf unserer und anderer Webseiten, auf denen das Google-Werbe-Netzwerk aktiv ist, unmittelbar durch Google ein Code von Google ausgeführt und es werden sog. (Re)marketing-Tags (unsichtbare Grafiken oder Code, auch als „Web Beacons“ bezeichnet) in die Webseite eingebunden. Mit deren Hilfe wird auf dem Gerät der Nutzer ein individuelles Cookie, d.h. eine kleine Datei abgespeichert (statt Cookies können auch vergleichbare Technologien verwendet werden). In dieser Datei wird vermerkt, welche Webseiten der Nutzer aufgesucht, für welche Inhalte er sich interessiert und welche Angebote der Nutzer geklickt hat, ferner technische Informationen zum Browser und Betriebssystem, verweisende Webseiten, Besuchszeit sowie weitere Angaben zur Nutzung des Onlineangebotes.
Ferner erhalten wir ein individuelles „Conversion-Cookie“. Die mit Hilfe des Cookies eingeholten Informationen dienen Google dazu, Conversion-Statistiken für uns zu erstellen. Wir erfahren jedoch nur die anonyme Gesamtanzahl der Nutzer, die auf unsere Anzeige geklickt haben und zu einer mit einem Conversion-Tracking-Tag versehenen Seite weitergeleitet wurden. Wir erhalten jedoch keine Informationen, mit denen sich Nutzer persönlich identifizieren lassen.

Die Daten der Nutzer werden im Rahmen des Google-Werbe-Netzwerks pseudonym verarbeitet. D.h. Google speichert und verarbeitet z.B. nicht den Namen oder E-Mailadresse der Nutzer, sondern verarbeitet die relevanten Daten cookie-bezogen innerhalb pseudonymer Nutzerprofile. D.h. aus der Sicht von Google werden die Anzeigen nicht für eine konkret identifizierte Person verwaltet und angezeigt, sondern für den Cookie-Inhaber, unabhängig davon wer dieser Cookie-Inhaber ist. Dies gilt nicht, wenn ein Nutzer Google ausdrücklich erlaubt hat, die Daten ohne diese Pseudonymisierung zu verarbeiten. Die über die Nutzer gesammelten Informationen werden an Google übermittelt und auf Googles Servern in den USA gespeichert.

Weitere Informationen zur Datennutzung durch Google, Einstellungs- und Widerspruchsmöglichkeiten, erfahren Sie in der Datenschutzerklärung von Google (https://policies.google.com/technologies/ads) sowie in den Einstellungen für die Darstellung von Werbeeinblendungen durch Google (https://adssettings.google.com/authenticated).

Google Doubleclick
Wir nutzen auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (d.h. Interesse an der Analyse, Optimierung und wirtschaftlichem Betrieb unseres Onlineangebotes im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) die Dienste der Google LLC, 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA, („Google“).
Google ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt000000001L5AAI&status=Active).

Wir nutzen das Onlinemarketingverfahren Google „Doubleclick“, um Anzeigen im Google-Werbe-Netzwerk zu platzieren (z.B., in Suchergebnissen, in Videos, auf Webseiten, etc.). Double Click zeichnet sich dadurch aus, dass Anzeigen in Echtzeit anhand mutmaßlicher Interessen der Nutzer angezeigt werden. Dies erlaubt uns Anzeigen für und innerhalb unseres Onlineangebotes gezielter anzuzeigen, um Nutzern nur Anzeigen zu präsentieren, die potentiell deren Interessen entsprechen. Falls einem Nutzer z.B. Anzeigen für Produkte angezeigt werden, für die er sich auf anderen Onlineangeboten interessiert hat, spricht man hierbei vom „Remarketing“. Zu diesen Zwecken wird bei Aufruf unserer und anderer Webseiten, auf denen das Google-Werbe-Netzwerk aktiv ist, unmittelbar durch Google ein Code von Google ausgeführt und es werden sog. (Re)marketing-Tags (unsichtbare Grafiken oder Code, auch als „Web Beacons“ bezeichnet) in die Webseite eingebunden. Mit deren Hilfe wird auf dem Gerät der Nutzer ein individuelles Cookie, d.h. eine kleine Datei abgespeichert (statt Cookies können auch vergleichbare Technologien verwendet werden). In dieser Datei wird vermerkt, welche Webseiten der Nutzer aufgesucht, für welche Inhalte er sich interessiert und welche Angebote der Nutzer geklickt hat, ferner technische Informationen zum Browser und Betriebssystem, verweisende Webseiten, Besuchszeit sowie weitere Angaben zur Nutzung des Onlineangebotes.

Es wird ebenfalls die IP-Adresse der Nutzer erfasst, wobei diese innerhalb von Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum gekürzt und nur in Ausnahmefällen ganz an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gekürzt wird. Die vorstehend genannten Informationen können seitens Google auch mit solchen Informationen aus anderen Quellen verbunden werden. Wenn der Nutzer anschließend andere Webseiten besucht, können ihm entsprechend seiner mutmaßlichen Interessen auf Grundlage seines Nutzerprofiles auf ihn abgestimmten Anzeigen angezeigt werden.

Die Daten der Nutzer werden im Rahmen des Google-Werbe-Netzwerks pseudonym verarbeitet. D.h. Google speichert und verarbeitet z.B. nicht den Namen oder E-Mailadresse der Nutzer, sondern verarbeitet die relevanten Daten cookie-bezogen innerhalb pseudonymer Nutzerprofile. D.h. aus der Sicht von Google werden die Anzeigen nicht für eine konkret identifizierte Person verwaltet und angezeigt, sondern für den Cookie-Inhaber, unabhängig davon wer dieser Cookie-Inhaber ist. Dies gilt nicht, wenn ein Nutzer Google ausdrücklich erlaubt hat, die Daten ohne diese Pseudonymisierung zu verarbeiten. Die von Google-Marketing-Services über die Nutzer gesammelten Informationen werden an Google übermittelt und auf Googles Servern in den USA gespeichert.

Weitere Informationen zur Datennutzung durch Google, Einstellungs- und Widerspruchsmöglichkeiten, erfahren Sie in der Datenschutzerklärung von Google (https://policies.google.com/technologies/ads) sowie in den Einstellungen für die Darstellung von Werbeeinblendungen durch Google (https://adssettings.google.com/authenticated).

Facebook-Pixel, Custom Audiences und Facebook-Conversion
Innerhalb unseres Onlineangebotes wird aufgrund unserer berechtigten Interessen an Analyse, Optimierung und wirtschaftlichem Betrieb unseres Onlineangebotes und zu diesen Zwecken das sog. „Facebook-Pixel“ des sozialen Netzwerkes Facebook, welches von der Facebook Inc., 1 Hacker Way, Menlo Park, CA 94025, USA, bzw. falls Sie in der EU ansässig sind, Facebook Ireland Ltd., 4 Grand Canal Square, Grand Canal Harbour, Dublin 2, Irland betrieben wird („Facebook“), eingesetzt.

Facebook ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt0000000GnywAAC&status=Active).

Mit Hilfe des Facebook-Pixels ist es Facebook zum einen möglich, die Besucher unseres Onlineangebotes als Zielgruppe für die Darstellung von Anzeigen (sog. „Facebook-Ads“) zu bestimmen. Dementsprechend setzen wir das Facebook-Pixel ein, um die durch uns geschalteten Facebook-Ads nur solchen Facebook-Nutzern anzuzeigen, die auch ein Interesse an unserem Onlineangebot gezeigt haben oder die bestimmte Merkmale (z.B. Interessen an bestimmten Themen oder Produkten, die anhand der besuchten Webseiten bestimmt werden) aufweisen, die wir an Facebook übermitteln (sog. „Custom Audiences“). Mit Hilfe des Facebook-Pixels möchten wir auch sicherstellen, dass unsere Facebook-Ads dem potentiellen Interesse der Nutzer entsprechen und nicht belästigend wirken. Mit Hilfe des Facebook-Pixels können wir ferner die Wirksamkeit der Facebook-Werbeanzeigen für statistische und Marktforschungszwecke nachvollziehen, in dem wir sehen ob Nutzer nachdem Klick auf eine Facebook-Werbeanzeige auf unsere Website weitergeleitet wurden (sog. „Conversion“).

Die Verarbeitung der Daten durch Facebook erfolgt im Rahmen von Facebooks Datenverwendungsrichtlinie. Dementsprechend generelle Hinweise zur Darstellung von Facebook-Ads, in der Datenverwendungsrichtlinie von Facebook: https://www.facebook.com/policy.php. Spezielle Informationen und Details zum Facebook-Pixel und seiner Funktionsweise erhalten Sie im Hilfebereich von Facebook: https://www.facebook.com/business/help/651294705016616.
Sie können der Erfassung durch den Facebook-Pixel und Verwendung Ihrer Daten zur Darstellung von Facebook-Ads widersprechen. Um einzustellen, welche Arten von Werbeanzeigen Ihnen innerhalb von Facebook angezeigt werden, können Sie die von Facebook eingerichtete Seite aufrufen und dort die Hinweise zu den Einstellungen nutzungsbasierter Werbung befolgen: https://www.facebook.com/settings?tab=ads. Die Einstellungen erfolgen plattformunabhängig, d.h. sie werden für alle Geräte, wie Desktopcomputer oder mobile Geräte übernommen.
Sie können dem Einsatz von Cookies, die der Reichweitenmessung und Werbezwecken dienen, ferner über die Deaktivierungsseite der Netzwerkwerbeinitiative (http://optout.networkadvertising.org/) und zusätzlich die US-amerikanische Webseite (http://www.aboutads.info/choices) oder die europäische Webseite (http://www.youronlinechoices.com/uk/your-ad-choices/) widersprechen.

Bing Ads
Wir setzen innerhalb unseres Onlineangebotes auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (d.h. Interesse an der Analyse, Optimierung und wirtschaftlichem Betrieb unseres Onlineangebotes im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) das Conversion- und Tracking-Tool „Bing Ads“ der Microsoft Corporation, One Microsoft Way, Redmond, WA 98052-6399, USA, ein. Dabei werden von Microsoft Cookies auf den Geräten der Nutzer gespeichert, um eine Analyse der Benutzung unseres Onlineangebotes durch die Nutzer zu ermöglichen, sofern Nutzer über eine Microsoft-Bing-Anzeige auf unser Onlineangebot gelangt sind (sog. „Conversion-Messung“). Microsoft und wir können auf diese Weise erkennen, dass jemand auf eine Anzeige geklickt hat, zu unserem Onlineangebot weitergeleitet wurde und eine vorher bestimmte Zielseite (sog „Conversion Seite“) erreicht hat. Wir erfahren dabei nur die Gesamtzahl der Nutzer, die auf eine Bing Anzeige geklickt haben und dann zu der Conversion Seite weitergeleitet wurden. Es werden keine IP-Adressen gespeichert. Es werden keine persönlichen Informationen zur Identität der Nutzer mitgeteilt.

Microsoft ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt0000000KzNaAAK&status=Active).

Wenn Nutzer nicht an dem Tracking-Verfahren von Bing Ads teilnehmen möchten, können Sie auch das hierfür erforderliche Setzen eines Cookies per Browser-Einstellung deaktivieren oder die Opt-Out-Seite von Microsoft nutzen: http://choice.microsoft.com/de-DE/opt-out.

Weitere Informationen zum Datenschutz und zu den eingesetzten Cookies bei Microsoft Bing Ads finden Nutzer in der Datenschutzerklärung von Microsoft: https://privacy.microsoft.com/de-de/privacystatement.

Onlinepräsenzen in sozialen Medien
Wir unterhalten Onlinepräsenzen innerhalb sozialer Netzwerke und Plattformen, um mit den dort aktiven Kunden, Interessenten und Nutzern kommunizieren und sie dort über unsere Leistungen informieren zu können. Beim Aufruf der jeweiligen Netzwerke und Plattformen gelten die Geschäftsbedingungen und die Datenverarbeitungsrichtlinien deren jeweiligen Betreiber.
Soweit nicht anders im Rahmen unserer Datenschutzerklärung angegeben, verarbeiten wir die Daten der Nutzer sofern diese mit uns innerhalb der sozialen Netzwerke und Plattformen kommunizieren, z.B. Beiträge auf unseren Onlinepräsenzen verfassen oder uns Nachrichten zusenden.
Einbindung von Diensten und Inhalten Dritter
Wir setzen innerhalb unseres Onlineangebotes auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (d.h. Interesse an der Analyse, Optimierung und wirtschaftlichem Betrieb unseres Onlineangebotes im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) Inhalts- oder Serviceangebote von Drittanbietern ein, um deren Inhalte und Services, wie z.B. Videos oder Schriftarten einzubinden (nachfolgend einheitlich bezeichnet als “Inhalte”).

Dies setzt immer voraus, dass die Drittanbieter dieser Inhalte, die IP-Adresse der Nutzer wahrnehmen, da sie ohne die IP-Adresse die Inhalte nicht an deren Browser senden könnten. Die IP-Adresse ist damit für die Darstellung dieser Inhalte erforderlich. Wir bemühen uns nur solche Inhalte zu verwenden, deren jeweilige Anbieter die IP-Adresse lediglich zur Auslieferung der Inhalte verwenden. Drittanbieter können ferner so genannte Pixel-Tags (unsichtbare Grafiken, auch als „Web Beacons“ bezeichnet) für statistische oder Marketingzwecke verwenden. Durch die „Pixel-Tags“ können Informationen, wie der Besucherverkehr auf den Seiten dieser Website ausgewertet werden. Die pseudonymen Informationen können ferner in Cookies auf dem Gerät der Nutzer gespeichert werden und unter anderem technische Informationen zum Browser und Betriebssystem, verweisende Webseiten, Besuchszeit sowie weitere Angaben zur Nutzung unseres Onlineangebotes enthalten, als auch mit solchen Informationen aus anderen Quellen verbunden werden.

Youtube
Wir binden die Videos der Plattform “YouTube” des Anbieters Google LLC, 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA, ein. Datenschutzerklärung: https://www.google.com/policies/privacy/, Opt-Out: https://adssettings.google.com/authenticated.

Google ReCaptcha
Wir binden die Funktion zur Erkennung von Bots, z.B. bei Eingaben in Onlineformularen („ReCaptcha“) des Anbieters Google LLC, 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA, ein. Datenschutzerklärung: https://www.google.com/policies/privacy/, Opt-Out: https://adssettings.google.com/authenticated.

Google Maps
Wir binden die Landkarten des Dienstes “Google Maps” des Anbieters Google LLC, 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA, ein. Zu den verarbeiteten Daten können insbesondere IP-Adressen und Standortdaten der Nutzer gehören, die jedoch nicht ohne deren Einwilligung (im Regelfall im Rahmen der Einstellungen ihrer Mobilgeräte vollzogen), erhoben werden. Die Daten können in den USA verarbeitet werden. Datenschutzerklärung: https://www.google.com/policies/privacy/, Opt-Out: https://adssettings.google.com/authenticated.

Twitter
Innerhalb unseres Onlineangebotes können Funktionen und Inhalte des Dienstes Twitter, angeboten durch die Twitter Inc., 1355 Market Street, Suite 900, San Francisco, CA 94103, USA, eingebunden werden. Hierzu können z.B. Inhalte wie Bilder, Videos oder Texte und Schaltflächen gehören, mit denen Nutzer Inhalte dieses Onlineangebotes innerhalb von Twitter teilen können.
Sofern die Nutzer Mitglieder der Plattform Twitter sind, kann Twitter den Aufruf der o.g. Inhalte und Funktionen den dortigen Profilen der Nutzer zuordnen. Twitter ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt0000000TORzAAO&status=Active). Datenschutzerklärung: https://twitter.com/de/privacy, Opt-Out: https://twitter.com/personalization.

Instagram
Innerhalb unseres Onlineangebotes können Funktionen und Inhalte des Dienstes Instagram, angeboten durch die Instagram Inc., 1601 Willow Road, Menlo Park, CA, 94025, USA, eingebunden werden. Hierzu können z.B. Inhalte wie Bilder, Videos oder Texte und Schaltflächen gehören, mit denen Nutzer Inhalte dieses Onlineangebotes innerhalb von Instagram teilen können. Sofern die Nutzer Mitglieder der Plattform Instagram sind, kann Instagram den Aufruf der o.g. Inhalte und Funktionen den dortigen Profilen der Nutzer zuordnen. Datenschutzerklärung von Instagram: http://instagram.com/about/legal/privacy/.

Google+
Innerhalb unseres Onlineangebotes können Funktionen und Inhalte der Plattform Google+, angeboten durch die Google LLC, 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA („Google“), eingebunden werden. Hierzu können z.B. Inhalte wie Bilder, Videos oder Texte und Schaltflächen gehören, mit denen Nutzer Inhalte dieses Onlineangebotes innerhalb von Twitter teilen können. Sofern die Nutzer Mitglieder der Plattform Google+ sind, kann Google den Aufruf der o.g. Inhalte und Funktionen den dortigen Profilen der Nutzer zuordnen.

Google ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt000000001L5AAI&status=Active). Weitere Informationen zur Datennutzung durch Google, Einstellungs- und Widerspruchsmöglichkeiten, erfahren Sie in der Datenschutzerklärung von Google (https://policies.google.com/technologies/ads) sowie in den Einstellungen für die Darstellung von Werbeeinblendungen durch Google (https://adssettings.google.com/authenticated).

Sharing-Funktionen von AddThis
Innerhalb unseres Onlineangebotes wird der Dienst „AddThis“ (1595 Spring Hill Rd Suite 300 Vienna, VA 22182, USA) zum Teilen von Inhalten dieses Onlineangebotes innerhalb sozialer Netzwerke eingesetzt (sog. Sharing).

Die Nutzung erfolgt auf Grundlage unserer berechtigten Interessen, d.h. Interesse an einer Verbreitung unseres Onlineangebotes gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO.
AddThis nutzt die personenbezogenen Informationen der Nutzer für die Zurverfügungstellung und das Ausführen der Sharing-Funktionen. Darüber hinaus kann AddThis pseudonyme Informationen der Nutzer zu Marketingzwecken nutzen. Diese Daten werden mithilfe von sog. „Cookie“-Textdateien auf dem Computer der Nutzer gespeichert. Datenschutzerklärung: http://www.addthis.com/privacy, Opt-Out: http://www.addthis.com/privacy/opt-out.

Impressum

Alexander Kath
Luxemburger Straße 124
Apartment 3010
50939 Köln
info@mobaz.de

Verantwortlich für den Inhalt (gem. § 55 Abs. 2 RStV):
Alexander Kath
Luxemburger Straße 124
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Hinweis gemäß Online-Streitbeilegungs-Verordnung
Nach geltendem Recht sind wir verpflichtet, Verbraucher auf die Existenz der Europäischen Online-Streitbeilegungs-Plattform hinzuweisen, die für die Beilegung von Streitigkeiten genutzt werden kann, ohne dass ein Gericht eingeschaltet werden muss. Für die Einrichtung der Plattform ist die Europäische Kommission zuständig. Die Europäische Online-Streitbeilegungs-Plattform ist hier zu finden: https://ec.europa.eu/odr. Unsere E-Mail lautet: info@mobaz.de
Wir weisen aber darauf hin, dass wir nicht bereit sind, uns am Streitbeilegungsverfahren im Rahmen der Europäischen Online-Streitbeilegungs-Plattform zu beteiligen. Nutzen Sie zur Kontaktaufnahme bitte unsere obige E-Mail.
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