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Allgemein Spur H0 Umbauten Lokomotiven

Leise Schleifer für ältere märklin Loks (3390, 3690, 3790)

Schigges Ding! 👍🏻

märklin bietet die eigenen, fast lautlosen Schleifer leider nicht konsequent für alle Fahrzeuge an. Aber man kann sich behelfen. Schade, dass man das muss und es märklin an Konsequenz mangelt.

märklins BR 011 ist nach wie vor eine imposante, solide Erscheinung. Nun sollte der abgenutzte Schleifer ersetzt werden, natürlich in aktueller Technik. Geeignet ist der märklin Schleifer 138079, mal wieder. 🙂 Wie bereits gezeigt, passt dieses Modell an viele ältere märklin-Lokomotiven. In diesem Fall mit Biege- und Schraub-Arbeiten.

Beauty & Beast.

Der Umbau ist schnell erledigt. Den verbrauchten Schleifer vom Tender abschrauben und sein Plastik-Plättchen mit Schraubloch herauslösen. Ebenso beim 138079 die Laschen einseitig vorsichtig hochbiegen und dessen Klipps-Platte entnehmen. Hier das alte Plättchen mit Schraubloch einsetzen und die Laschen wieder festbiegen.

So wie unten hätte man das gern als käufliches Produkt.

Zum Einbau den Schleifer kopfüber in die Hand nehmen, das Schräubchen einsetzen (magnetische Schraubendreher sind was Feines) und auf das Drehgestell des Tenders legen. 

Mit dem Schraubendreher nun an der Schleifer-Fläche vorbei die Schraube festziehen, der Schleifer federt bei sorgsamer Handhabung danach wieder in seine ursprüngliche Form zurück. Fertig. Das Schreiben dieses Textes hat länger gedauert.

Ja, manche Fotos erstellt man im Nachhinein… 😏

Fortan ist beim Fahren nichts mehr vom Schleifer zu hören, was keineswegs nur am Getriebe aus Metall liegt, wie Lästerer behaupten könnten.

märklin sollte sein Sortiment an Schleifern wirklich grundsätzlich auf diese Konstruktion-Art umstellen. Sonst stellt sich das Gefühl einer Innovations-Verschleppung ein…

Es folgen weitere Tests mit der neuen Kupplung…
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Allgemein Spur H0 Umbauten Waggons

LED Innenbeleuchtung für märklin- und Trix Waggons, gut und günstig.

Viessmann bietet für knapp zehn Euro die LED-Leiste 5050 mit Glühlampen-ähnlichem Licht an. Damit kostet sie nur die Hälfte der märklin-Produkte.

Zudem lässt sie sich dimmen, und sie trägt eine Schutzschaltung, die beim Einschalten der Anlage verhindert, dass sich alle Elkos der beleuchteten Waggons schlagartig aufladen und damit die Zentrale überfordern. Dieser Schutz fehlt auf den billigen Leisten.

Man braucht für DC Betrieb entweder ein Pärchen Radkontakte 66720 oder zwei ‚Massefedern‘ aus 72050. märklin-Fahrer dagegen benötigen ein Schleifer-Set 73406. Nützlich ist ein Streifen, da ist sie wieder, Alufolie. ✨ 

Drei dieser Mini-Klebestreifen halten die Leiste gut fest.

Zuerst befestigt man die Radkontakte (oder Artverwandtes) in den Drehgestellen und fädelt die Kabel nach oben. Märklin hat zwischen Inneneinrichtung und Boden genug Platz für die Litzen vorgesehen.

So in etwa werden die Buchsen angelötet.

Mit kleinen Streifen Doppelklebeband fixiert man die LED-Leiste auf den Querstreben und lötet Buchsen an die Kontaktstellen. Hier können märklins Stecker einfach eingesteckt werden.

Wenn man die Buchsen leicht schräg anordnet kann man die Leiste nach Belieben verschieben.
Sieht eigentümlich aus, funktioniert aber…

Abschließend kommt ein Streifen Alufolie ins Dach. Der klemmt dort zwar auch so fest, aber zwei winzige (!) Punkte Doppelklebeband halten ihn sicher fest. 

…wie man sieht. 💡

Das war es. Nach dem Aufsetzen verteilt die Alufolie das Licht der LED-Leiste gleichmäßig über den gesamten Waggon, sogar bis in die Einstiege. 🙂

Ein schöner Effekt. 🙂

Für in Summe von rund 15 bis 20 Euro erhält man so eine schöne, gleichmäßige Illumination. 💡

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Allgemein Digital Spur H0 Spur N Spur TT

Profi Boss von Fleischmann reparieren.

Namen und Funktions-Icon muss man selber eingeben. Aber das geht recht fix.

Die Firma Fleischmann brachte in ihren letzten Jahren als echtes Familien-Unternehmen ein großartiges und leider völlig unterschätztes Digital-Gerät auf den Markt, den ‚Profi-Boss‘.

Mehr zum Profi-Boss folgt demnächst in einem eigenen Text. Hier geht es um eine Reparatur. Denn wie bei fast allen Geräten mit Gummi-Tastatur tippt man irgendwann vergebens drauf herum: Die Kontaktschicht unter den Tasten nutzt sich irgendwann ab.

Der Profi-Boss ist aber mein Lieblings-Digitalgerät. Umso mehr haben mich die Ausfälle genervt.

Zufällig las ich einen unkonventionellen Tipp, wie sich Fernbedienungen reparieren lassen: Mit Alu-Folie und einem Locher. Ich möchte hierzu ausdrücklich betonen, dass eventuelles Nachahmen auf eigene Gefahr erfolgt. 

Ich hätte nicht gedacht, mal über Alufolie zu schreiben…

Man nimmt sich einen Streifen ganz normaler aber sauberer (!) Alufolie und stanzt mit einem Locher pro Profi-Boss etwa 20 Plättchen heraus. Je mehr, desto besser; es kommen immer einige zu krumm heraus. 

Nun zieht man mit sanfter Gewalt den roten Drehknopf aus Kunststoff ab und demontiert den Profi-Boss, den nur zwei Schrauben und vier Klippse zusammenhalten.

Die Tastatur kann im Gehäuse bleiben, allerdings sollte man ihr eine Grundreinigung angedeihen lassen: Immerhin hält man das Gerät über Jahre in den Händen. 

Schön sauberwischen. Und bevor jemand meckert: Klar war das Gleis ohne Spannung. 🙄

Ähnliches gilt für die Kontakte auf der Platine; ein Wattestäbchen reicht meistens aus. Auch die Buchsen für die Stecker kann man dabei säubern; das bewährte SR24 entfernt hier alles, was den Kontakt stören kann. 

Dann legt man das Gehäuse auf den Tisch und tupft auf jeden Gummi-Kreis einen Tropfen Uhu Sekundenkleber-Gel. Kurz warten und das Alufolien-Plättchen mittig aufdrücken.

Hinweis: Der hier ursprünglich genannte Alleskleber ist nicht geeignet. Wie ich feststellte, verbindet dieser sich zwar mit der Alu-Folie, nicht aber mit dem Tastatur-Gummi. Man lernt nie aus.

Zwischen-Stadium. Anstelle von Alleskleber unbedingt Sekundenkleber-Gel verwenden.

Nun die Ränder der Folien-Plättchen etwas andrücken, damit nichts übersteht.

Jetzt nur noch die Ränder andrücken.

Den Profi-Boss wieder zusammenbauen – und staunen. Fast ungewohnt direkt reagieren die Tasten wieder, das Spielen mit dem PB macht wieder Freude. 

Ausgerechnet Alufolie, dieses eigenartige und oft verlachte Produkt, hilft dem Digital-Boss zurück ins funktionierende Dasein. 🙂 Seine Bedienung und die Schriftgröße im Display gefallen mir nach wie vor sehr gut. Dazu später mehr.

Wer es professioneller handhaben will, könnte alternativ dieses Set erwerben. Vielleicht taugt das was, ausprobiert habe ich es nicht.
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Allgemein Spur H0 Umbauten Waggons

Steuerwagen 43832 von märklin für Trix (und Fleischmann etc.)

Waggon, Gleise, alles von märklin. Aber ‚pickelfrei‘.

Die neuen Waggons von märklin sind wirklich schick gemacht, aber wer auf ‚internationalen‘ Gleisen fährt, hat manchmal das Nachsehen. Es sei denn, man wird selbst aktiv.

märklins Sortiment von Waggons im Längen-Maßstab 1:93,5 ist inzwischen recht umfangreich, und ästhetische wie praktische Gründe können für diese Wagenlänge sprechen. Außerdem darf man sich ergänzend im ehemaligen Fleischmann-H0 Sortiment bedienen, der Vielfalt wegen.

Wer auf Gleisen z.B. von Fleischmann oder Piko fährt, erhält beim Neukauf von märklin-Waggons auf Wunsch passende isolierte Radsätze. Die Kupplungen lassen sich sowieso bei fast allen Fahrzeugen gegen das persönlich bevorzugte Fabrikat austauschen, Problem gelöst, Freude herrscht.

Die Radschleifer 66720 von Trix sind ein geniales Produkt.

Allerdings hat märklin nicht alle Steuerwagen als ‚Trix‘ Version angeboten. Immerhin kann man das nachholen, der Umbau dauert nur etwa zehn Minuten. Hier ist das Modell 43832 im Bild. Material:

  1. Vier DC-Achsen 700580 (beim Kauf gratis)
  2. Trix Radkontakte 66720

Und so geht’s:

  • Alle vier Radsätze aus den Drehgestellen entfernen.
  • Den Gummi-Übergang herausziehen, das Gehäuse seitlich losklippsen und über die vorderen Puffer schiebend abnehmen. Die Puffer fallen dabei meistens heraus, aber man kann sie später einfach wieder eindrücken.
  • Nun vorsichtig die Innen-Einrichtung lösen, die Rast-Nasen sind gut zu erkennen.
  • Die beiden Litzen aus dem hinteren Drehgestell von der Platine ablöten. Hinweis: Finger weg von den Litzen des vorderen Drehgestells. Diese bleiben, wie ab Werk angebracht.
  • Das hintere Drehgestell aus dem Wagen-Boden lösen und Schleifer sowie Masse-Feder entfernen (ebay freut sich)
  • Einen Radkontakt aus dem Trix-Set 66720 seitenrichtig in das hintere Drehgestell einklippsen, dann dessen Litzen durch den Wagenboden fädeln und das Drehgestell nachfolgen lassen.
  • Die Litzen sinnvoll kürzen, damit kein Gewirr entsteht, und sauber auf die zuvor genutzten Kontakte löten. Dabei auf die Farben achten, märklin denkt sich was dabei. Falls wider Erwarten später ein Kurzschluss entsteht, die Litzen gegeneinander vertauschen. Ein Tipp: Die Litzen seitlich aus dem Klipps herausführen, dann bleiben sie unsichtbar unter der Boden-Ebene.
  • Die Inneneinrichtung wieder einbauen und das Gehäuse aufsetzen. Puffer nicht vergessen. 😉
  • Den Kontakt des Schleppschalters mit einer Schere an einer Ecke weiter aussparen, mit dieser Stelle Richtung des Plastik-Rings auf die DC Achse klippsen und die Achse einsetzen.
  • Vierte Achse einsetzen, fertig.
Hier die Litzen der Trix-Radkontakte anlöten. Farben beachten.

Nun kann man diesen Waggon ganz einfach mitrollen lassen. Der Lichtwechsel weiß/rot erfolgt bei Wechsel der Fahrtrichtung, so wie märklin-Fahrer das seit Jahrzehnten kennen.

Der Schleppschalter funktioniert auch auf dem Trix Gleis. Die vergrößerte Auskerbung erkennt man im grünen Kreis.

Und solange kein Zubehör-Anbieter eine Adapter-Platine mit Schnittstelle anbietet, um märklins Steuerwagen mit einem Decoder schalten zu können, ist diese Lösung auf jeden Fall netter, als ohne Licht herumzugondeln. 🙂

Ende gut, alles… WO fährt der hin? Herr Nothaft bekommt bald einen neuen Auftrag. ☺️
So sehen märklin / Trix Waggons mit den Radkontakten 66720 aus, wie der folgende Text erläutert:

Weitere Tipps zum Einsatz der märklin-Personenwagen auf Trix- und anderen internationalen Gleisen bietet dieser Artikel:

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Allgemein Spur H0 Umbauten Lokomotiven

Flüsterschleifer von märklin e138079

Gegen kratzende oder klappernde Geräusche bietet märklin eigene Schleifer an.

Oben die 101, unten die aktuelle 120.

Der e138079 passt zum Beispiel unter märklins BR120 (Antrieb auf vier Achsen), die BR101 bis zurück zur Erst-Auflage 1997, unter die aktuelle BR74 und sogar unter die ‚Baustein-Lokomotive‘.

Für Hardcore-märklinisten mag es sein, als trüge ich Eulen nach Athen. Aber ich fand das schon cool, wie eine ehedem supernervig klappernde Lokomotive plötzlich fast lautlos über die Gleise rollt.

Ausgerechnet für die vielen Waggons mit Beleuchtung bietet märklin keinen solchen Schleifer an. Absurd, dass die „Stromzuführung“ für diese Fahrzeuge mit altmodischen (und vor allem lauten) Loch-Schleifern ausgeliefert werden, obwohl hier gar keine Schrauben zum Einsatz kommen. Etwas mehr Sinn für übergreifende Konzepte wünscht man sich da schon.

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Allgemein Gedanken H0 DC(C) märklin & friends

„nie wieder Kriegsspielzeug“

So lautete es bei märklin über Jahrzehnte, richtig so. 

Übel, dass es Jemandem möglich war, diesen Schwur aufzuheben, offenbar als Angriff auf einen Mittbewerber. Das ist schon reichlich geschmacklos, bei so einem sensiblen Thema die eigenen, ehernen Statuten zu ignorieren, zumal als global verehrtes Wahrzeichen deutscher Spielzeug-Marken.

Nun waren die avisierten Markt-Gegner seit jeher eher schmerzfrei, was Militärisches betrifft: Des Rocos Gründers‘ erstes Produkt waren nämlich ausgerechnet Panzer – und die auch noch lediglich abgekupfert, verkleinerte Kopien deutscher Produkte. Hier nachzulesen, in einem der unteren Absätze:

https://www.toymarkt.de/RocoGeschichte.html

Das Nachahmungs-Prinzip sollte sich übrigens später in Rocos Modellbahn-Sortiment fortsetzen.

Denn so sehr ich das Vorhandensein einer Berufs-Bundeswehr wertschätze, die schreibende Kreative wie mich beschützen kann, so wenig mag ich Modell-Panzer, vor allem in harmloser Umgebung wie märklins Modellbahn-Sortiment. 

Wie fragil Frieden ist, das sehen wir heute. Es ist wichtig, auf Frieden hinzuarbeiten und ihn zu bewahren.

Deswegen finde ich Kriegs-Gerät im Modellbahn-Zimmer in der Tat geschmacklos; seit gestern erst recht.

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Allgemein Gedanken H0 DC(C) märklin & friends Spur H0 Umbauten Lokomotiven

Lego ist praktisch.

Was man alles mit Lego anfangen kann…

Viele klassische Lokomotiv-Modelle besitzen den Motor direkt in einem Drehgestell. Zum Reparieren oder Umbauen möchte man diese vielleicht genauer bei der Arbeit beobachten, als das auf einem Oval möglich ist. Diese im Foto gezeigte, absolut professionelle Konstruktion hilft dabei.

Unten zwei Platten mit jeweils 2×3 Noppen. Passt perfekt auf die H0 Gleise.

Lego würde jetzt vermutlich eine Anleitung in sechs Schritten abbilden, aber ich glaube, meine Leser kriegen das auch mit einem Blick hin.😉

(…es gibt ‚Zweier‘ in doppelter Höhe? Was man alles verpassen kann!)

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märklins neue Kurzkupplung 72000 (001)

Die neue Kupplung von märklin ist offenkundig der bewährten Kupplung von RTS nachempfunden. Zwei derart verschiedene Konzepte vertragen sich nur bedingt miteinander.

Es heißt, die roten Kupplungs-Muster würden von märklin derzeit ausgegeben, um durch Feedback etwaige Fehler ausmerzen zu können, bevor die Serien-Fertigung beginnt. Soweit eine gute Idee. Während andernorts bereits die Lobhudelei eingesetzt hat, frage ich mich, inwieweit die Konstrukteure überhaupt selber mit der Modellbahn spielen. Weil, dann hätte ihnen dies oder das auffallen müssen.

Das erste mir zur Verfügung gestellte Pärchen zeigte schon bei seiner Ankunft in alle Richtungen verbogene Metall-Bügel. Beim sorgfältigen Zurechtbiegen bemerkte ich, wie irritierend weich das Metall ist.

Nach dem vorsichtigen ‚Geradebiegen‘ folgten Ankuppel-Tests in einem Modellbahn-Club, auf einer K-Gleis Anlage. Bei fast allen Versuchen drückten sich die Bügel gegenseitig hoch, das Ankuppeln verhindernd. Vier interessierte Zeugen grinsten natürlich: „Jung, isch denke, dat iss neu…?“ ☺️

Sobald die Fahrzeuge dann doch mal angekuppelt waren, wirkte die Verbindung unerwartet eng, mit sehr wenig, fein akzentuiertem Spiel. Erfahrungen aus der jüngeren Vergangenheit lassen den Verdacht aufkommen, dass diese Enge bei bestimmten märklin-Waggons das Ankuppeln verhindern wird.

Zum Lösen einfach den Waggon nach oben wegschwenken, das klappt nach wie vor nicht, im Gegenteil: Die Fahrzeuge halten superfest zusammen. Zum freien Entkuppeln braucht man entweder den märklin-Löffel, oder man greift drunter.

Beim vorsichtigen Herausziehen aus dem Kupplungs-Schacht zerbrach dann der erste Bügel seitlich, und der zweite gab beim Transport nach hause auf. An identischer Stelle. Das Metall ist entweder zu weich oder zu dünn. Die Biester sitzen übrigens extrem stramm im Schacht.

Gerade bei märklin sollte man voraussetzen können, Metall als Werkstoff professionell einsetzen zu können. Das hier verwendete Material ist für den alltäglichen Betrieb womöglich untauglich; märklins bislang verwendete Kupplungen sind zumindest stabil. Das sollte auch für diese Kupplungen gelten.

Die Kante des Plättchens zeigt viele Fransen.

Schließlich erhielt ich weitere Kupplungen, und auch die ließen mich eher ratlos zurück. So sehr ich märklin als Firma, als Marke und auch die Produkte an sich wertschätze, diese Kupplung frustriert mich. Denn sie erfüllt selbst ihre ureigenste Funktion nur selten zuverlässig, das Ankuppeln ist Glückssache.

Das Plättchen zeigt zu steil nach unten.

Zunächst störten einige Plättchen der Vorentkupplung, diese waren so weit nach unten gebogen (Handarbeit?), dass der Bügel der anderen Kupplung zuverlässig darüber hinweg gleiten konnte. Mit einer Pinzette kann man das vorsichtig nachbessern, aber will man das müssen? Die vielen Fransen lassen sich nur bei sauberer Fertigung abstellen, denn auch daran kann sich ein Bügel verfangen.

Übrigens: Ich frage mich, ob die Funktion der ‚Vorentkupplung‘ überhaupt wirklich Flächen deckend genutzt wird, oder ob das nicht eher ein Werbe-Argument der 80er Jahre gewesen ist…?

Ist der Haken ist rückseitig zu dick...?

Man bekommt den Eindruck, dass der Kupplungs-Haken auf der Rückseite etwas zu dick geraten ist, als dass der Bügel sicher herabfallen könnte. Oder man hat die Aussparung im Bügel zu eng dimensioniert. Mit einem Schubs klappt das Ankuppeln oft, aber heutige Lokomotiven fahren wunderbar sanft. Auch Rangierloks. Sogar von märklin. 😉 Und dann beginnt die Nerverei.

Kleiner Seitenhieb: Die RTS Kupplungen kuppeln superweich ein, und ihre Bügel liegen artig aufeinander.

Die RTS Kupplungen zum Vergleich, sogar unter 303mm langen Waggons von ‚Roco‘ passen sie hindurch.
RTS, wie man sich das wünscht. 😀👍🏻

Den genannten zweiten Schwung Kupplungen habe ich an allen möglichen Fahrzeugen ausprobiert, aber es macht einfach keinen Spaß. Dazu ein paar Wackel-Videos, die ‚in echt‘ zeigen, wie widerborstig sich diese neue Kupplung von märklin tatsächlich benimmt.

  1. Der märklin Klassiker: Die Bügel heben sich gegenseitig hoch. Immer und immer wieder.
Ja, ich wurde dann schon etwas sauer… 😏

2a. Die neue KK verschmäht sogar die Haus-eigene Relex-Kupplung:

Ob sanft oder fest – die neue Kupplung ignoriert jeden Test...

2b. Im Vergleich: Die RTS Kupplung braucht einen Schubs, aber es klappt.

‚HabDich!‘ 🙂

3. Frust-Deluxe. Alles märklin, die Waggons, die Gleise, die neuen Kupplungen. Ergebnis:

ob sanft oder mit Gewalt, die neue Kupplung lässt das alles kalt. 🥳

Natürlich stand auch ein Kompatibilitäts-Test mit der ‚Klotz-Telex‘ an. (Manche Vokabeln sind einfach großartig!) Das Ergebnis kann man sich leider denken, dabei hatte ich meine Klotz-Kupplungen sogar seitlich und innen etwas ausgespart, damit sie einwandfrei mit der von mir favourisierten RTS Kupplung harmonieren. Diese Kombination zumindest funktioniert klasse, so bereitet das Rangieren Freude. märklins neue Kupplung (wieso hat die eigentlich keinen Namen bekommen? Gibt märklin seine Traditionen auf?) zickt, weil der Bügel in vielerlei Hinsicht fehlgeformt ist. Wenigstens Marken-intern sollte es funktionieren. Aber:

Klotz-Telex an RTS, innen und seitlich etwas ausgespart. Funktioniert und macht auch den Vögeln Spaß. ☺️
Vor 40 Jahren hätte man gesagt „Das bockt nicht.“ Obwohl, leider genau das.

Das Anschauen tut schon ein bisschen weh. Aber ich gehe davon aus, dass man die Kritikpunkte ohne diese ‚Beweis‘-Videos in bewährter Manier einfach abstreiten würde: „Haben wir nicht feststellen können!“ oder „Sie sind der Einzige, der sich beschwert“, Branchen-weit das beliebteste wenngleich respektloseste Mantra.

Was fehlt:

Diese Kupplung wurde entwickelt mit Blick auf die Modellbahner, die ohne Mittelleiter fahren, weil man denen einen stärkeren Vorbild-Bezug nachsagt (Stichwort Puffer-Höhe), das mag sogar stimmen. Aber wenn das so ist, wieso versäumt man dann, auch für die bei anderen Herstellern oft verwendeten, speziellen Kupplungs-Aufnahmen Kupplungen anzubieten?

Wozu hat märklin einen ehemaligen Roco-Mitarbeiter eingestellt, wenn der jetzt nicht dafür sorgt, dass die ehedem betreuten Fahrzeuge mit besonderer Schwalbenschwanz-Aufnahme ebenfalls märklin-Kupplungen erhalten können? Ebenso fehlen Adapter für Fleischmanns Schlitz- oder Zapfen-Aufnahmen – mit integriertem Normschacht wohlgemerkt. Das wären mal richtig Markt-integere Produkte. Anstatt den H0-Markt vollumfänglich zu bedienen und gelassen Größe zu zeigen denkt man bei märklin wieder nur an den eigenen Mikrokosmos Ich dachte, die 80er seien vorbei…

Mir erschließt sich diese Kupplung nicht.

Wenn man das RTS-Original entweder nicht verstanden hat oder aber dessen spezifischen Eigenheiten absichtlich ignoriert, dann braucht man sich über Ergebnisse wie hier gezeigt nicht zu wundern. Die Detail-Liste fehlt hier absichtlich; wer ein Produkt derart arrogant in den Sand setzt, der bedarf auch keiner Hilfe.

Einerseits ist es angenehm, dass man bei märklin inzwischen auf Hinweise von außen reagiert und die Bereitschaft zeigt, das eigene Sortiment von Unzulänglichkeiten zu befreien. Aber das Rad (oder eben eine Kupplung) neu zu erfinden, das ist Quark. Man hätte einfach die RTS Kupplung zur neuen märklin-Kupplung erklären können, vielleicht sogar mit einer zeitlich begrenzten Umtausch-Aktion, und die Modellbahn-Welt in H0 wäre endlich sorgenfrei; zumindest die üblichen „85%“. Aber man wusste es besser.

Es bleibt zu hoffen, dass sich märklin noch besinnt und dieses Produkt so nicht als Serie ausliefert. märklin kann es besser, vor allem, wenn sie bei sich und ihrer klaren Linie bleiben. Dann sind sie sogar richtig gut. 🙂👍🏻

Eine neue, coole Kupplung von märklin wäre der Knüller. Diese Muster sind … alles Andere.

Schon Peter Pasetti sagte: „Briefe muss man eben lesen können.“ 😉

Lesehinweis: Pikos eigene Kupplung betrachte ich hier: https://blog.mobaz.de/2020/07/31/pikos-neue-h0-kurz-kupplung-56046/

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Allgemein Digital Gedanken H0 DC(C) märklin & friends Spur H0

Neuheiten 2022, oder: Au Backe.

Die Neuheiten-Auswahl 2022 ist das Langweiligste, Ödeste, zum Teil Anmaßenste, das sich die Branche jemals getraut hat. Natürlich stehen wir alle unter vor allem psychischen Belastungen durch die nervige Corona-Pandemie; das allein aber rechtfertigt keine Ideenlosigkeit.

Ein Schnappschuss, deswegen so verwaschen: Modellbahnen machen Freude, auf diese … oder jene Weise. 😼

Rühmliche Ausnahmen sind viele schöne Artikel von NOCH („lost places“!) und einige Pola-Wiederauflagen bei Faller. ❤️

Viessmann stellt ein neues Auto-System vor; das kann noch spannend werden.

Dass ‚Roco‘ und Tillig TT sich seit Ewigkeiten selbst zitieren, das kennt man, und dass Auhagen und Busch hauptsächlich Vorbilder des Unrechtsstaates „DDR“ nachbilden, auch das ist nichts Neues; wenngleich für die Mehrheit der Modellbahner unbedeutend.

Dazu fällt mir Fallers neuer Bahnhof ein, dessen Baustil frappierend an den alten „DDR“ Bausatz für TT ‚Dosse Nord‘ erinnert, der nach Aussage von Auhagen vor und nach 1989 als Neu-Auflage ein Flop war. Das hätte man bei Faller wissen können.

Bei märklin, bislang eine sichere Bank für ansprechende Ideen, herrscht offenbar Inspirations-Ebbe. Für die derzeit beliebte Epoche 4 gibt’s ein paar Standard-Güterwagen, zumeist als Nummern-Variante, dazu eine Rangierlok (!) zum unfassbaren Listenpreis von €359.- Tipp: Mit Soundloks zu rangieren macht einen wegen der im Sound unterstützten, Anfahr- und Bremsverzögerungen quasi irre. Und eine Rangierlok befindet sich auf der Coolness-Skala nicht gerade weit oben, sodass sie überhaupt Sound bräuchte. Nochwas: Den sich drehenden Lokführer hat märklin bei Lenz-Elektronik abgeschaut. Seltsames Produkt.

Eine BR 103 ohne Schnickschnack? Fehlanzeige. Eine BR 01 mit Neubaukessel? Nö. InterRegio (1987 vorgestellt) wäre cool gewesen, aber nüscht. Was der Zirkus-Zug soll, das kann man sich Fragen; Rocos ähnliche Modelle liegen zum Teil seit 30 Jahren bei Händlern herum. Die technisch und optisch schlichte 101 gehörte eigentlich ins ‚Klassiker‘ Sortiment. Oder zielt dieses nur auf Rentner?

märklins Boss Florian Sieber hat über den florierenden Gebrauchtmarkt mit märklin-Produkten geklagt, andererseits lässt er Preise ansetzen, die normale Familienväter geradezu zwingen, auf Ebay oder in der Gebraucht-Abteilung zu stöbern… Sagen und Sein passen hier nicht zusammen.

E-Loks kostet jetzt gefühlt €350.-, große Dampfloks gefühlt €500.-. Damit zielt märklin zwar erfolgreich auf die ehedem avisierten „Ärzte & Rechtsanwälte“, die sich gerne etwas ‚Exklusives‘ leisten, aber sie überfordern damit die Kaufkraft derjenigen, die in Mitteleuropa typischerweise Modellbahnen kaufen: Die Mittelschicht. Die Menschen also, die märklin H0 großgemacht haben und noch immer lieben. Und jetzt preislich überfordert sind:

Händler sagten mir bereits in 2020, märklins Preise „tun den Kunden inzwischen richtig weh“ (O-Ton). Muss das so sein? Modellbahn ist kein Upper-Class Hobby. Modellbahnen sind zum Spielen da, für Jedermann.

Ähnlich sieht es in märklins StartUp Programm aus; dort gibt’s keine moderne Lok mehr, die zu den weißen IC Waggons passt. Die BR 216 ist eine olle Schabracke. Die solide BR 185, die man damals mit großem Erfolg für €109.- ins Programm brachte, wurde später erst mit einem, natürlich, Sounddecoder auf €239.- (!) angehoben und schließlich eliminiert. Man könnte meinen, man gönnt bei märklin jungen Modellbahnern keine modernen Loks, die sie sich leisten können. Der ICE 2 genießt offenkundig Bestands-Schutz.

Dass ich als Marvel-Fan jetzt ausgerechnet DC Superhelden auf der märklin-Bahn finde… da muss ich wohl durch. Schaffe ich schon. Aber ausgerechnet ‚Green Lantern‘ ist dabei… Offenbar hat niemand in Göppingen den grütze-Streifen dazu gesehen. Aber auch das ist keine Entschuldigung. Nein, nein. ☺️

Eine sensationelle Neuheit von märklin gibt es allerdings doch, und das ausgerechnet in N von Minitrix: Eine BR 103 mit heb- und absenkbaren Pantographen! In N! Für so ein aufwändiges Modell mag der Preis von knapp über €400 angemessen sein, davon werden eben weniger gebaut, als in H0.

Pikos H0 Programm liest sich, wie ein Best-of der Programme von märklin und Roco der letzten 25 Jahre. Wie ‚die Prinzen‘ schon gesungen haben: „Alles nur geklaut“. Pikos Gleise kamen mit Bettung ähnlich Roco Line, Pikos Lok-Kartons sind inzwischen denen von märklin zum Verwechseln ähnlich konstruiert. Und sogar die Denke wird übernommen; Loks für das Mittelleiter-Gleise kommen jetzt fast ausschließlich mit Sounddecoder. Warum? Erstens will längst nicht jeder Sound (und die Piko-Decoder schon mal gar nicht), zweitens verteuert Sound Pikos Loks derart, dass märklin-Fahrer gleich zum Original-Produkt greifen können. Auch angesichts Pikos Rassel-Schleifern. Ob da zuviele Einsager am Werk sind? Mir ist das alles viel zu verkopft und ‚gerissen‘. Anstelle einen eigenen Flow zu finden kopiert Piko einfach Stilbildendes der Anderen. Uncool.

Aber den Ober-Knüller hat ESU hingelegt. Die neue ‚kleine‘ Zentrale wird mit einem stabilen Listenpreis von €519.- angegeben. Prinzipiell ist das Gerät aus dem ehemaligen Piko-Digital-Programm bekannt und wurde technisch wohl verbessert, aber mir ist schleierhaft, wer das kaufen soll zu solch‘ einem Preis. Fünf. Hundert. Euro. Für so ein Teil; eigentlich belustigend, wenn es nicht so eine vertane Chance wäre. Denn angesichts der vielen Lokmäuse und Mobile Stations, die mit Start Sets ausgeliefert werden und die zugleich die Markenbindung festigen, bemerkenswert irritierend. ☺️

Das Jahr wird zeigen, wie und wofür die Modellbahner wirklich ihr Geld ausgeben. Sollte diese Pandemie tatsächlich ihr Ende finden, könnte das für besonders habgierige Anbieter eine Bruchlandung bedeuten. Denn dann geben die Menschen ihr Geld beherzt wieder für Urlaube und Ausgehen aus – und nicht für extrateure Modellbahnen, deren Image dann womöglich von einem Tag auf den anderen „nur für Reiche“ lautet.

Dafür ist das Hobby aber viel zu schade, um von Zahlen-Menschen, die nichts verstehen von der Liebe zur Modellbahn, aus Kurzsichtigkeit und Habgier demoliert zu werden. 🚂

So Mancher hat Modellbahnen zum Fressen gern. Leider. 😸
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Allgemein Digital Gedanken H0 DC(C) märklin & friends Spur H0 Umbauten Lokomotiven

Trix 21523, ein schönes Startset von märklin.

Bereits 2012 hat märklin über den Discounter ‚Netto‘ ein richtig schönes Startset angeboten. Einen derartigen Flop hat märklin wohl selten erlebt.

Eine der besten Ideen von märklin. Brilliantes Preis-Leistungs-Verhältnis!

Dabei ist alles drin, was man braucht, um wirklich ‚Modell-Eisenbahn‘ zu spielen: Die märklin- Diesellok in klassischem blau, drei Waggons zum Rangieren, ein analoges Fahrgerät und ein Gleis-Oval mit Weiche und Prellbock. 

Alles drin! 👍🏻

Dazu ein Bastelbogen (als Kind habe ich Bastelbögen geliebt!) für drei bunte Papp-Container, die man abwechselnd auf den Flachwagen verladen kann. Die Tüte mit … Zeug für die Kipplore halte ich geschlossen. Das Ganze für unter 100 Euro. 

Heute bietet märklin Vergleichbares für über 300 Euro an – was für Haushalte meinen die damit eigentlich? Digital ist in 2022 längst keine Zauberei mehr, und auch Sound ist, dank märklin, eher allgegenwärtig; leider möchte man sagen: in Bezug auf märklins Sound-Qualität, und weil man sich diesen für mich eher lästigen Zusatz noch immer fürstlich bezahlen lässt. Alles Unsinn. Ich höre lieber Musik als quakende Loks.

Die blaue Diesellok befindet sich seit den 60er Jahren in märklins Sortiment, inzwischen natürlich technisch mehrfach modernisiert (und inzwischen fährt sie leise!). Für Kinderhände ideal stabil, mit Beleuchtung auf beiden Seiten.

‚märklin Gleichstrom‘ kann Spaß machen.

Zwar ist die Lok nur auf einer Achse angetrieben, aber dafür fährt und zieht sie recht ordentlich. Das Set ist schließlich zum Spielen konzipiert, nicht für Höchstleistungen. 

Die drei Waggons tragen die märklin-übliche Relex-Kupplung, die sich gegen die hauseigene Kurzkupplung tauschen lässt oder – noch besser – gegen neue Wagenböden mit echten KK-Kulissen, wie ich hier beschrieben habe:

KKK für Hobby oder StartUp Waggons von märklin.

Um die Trix-Gleise sauber zu halten empfiehlt sich ein sanfter aber wirksamer Jörger-Filz, diese hochwertigen Profile der Trix-C Gleise brauchen keinen ‚Rubber‘.

Das Anschlusskabel zum Gleis sollte man überarbeiten und alle Kabel in dieselbe Richtung zeigen lassen.
…denn so passt das Teil wirklich sauber unter die Gleise.
Sogar ein nettes Prellbock-Gleis ist dabei.

Für die typischen Netto-Kunden war die blaue Lok wohl zu blass, als dass fachfremde Impuls-Käufer zugreifen würden. Man ist eben knallrote Loks gewohnt. Vermutlich deswegen wird dieses Set bis heute nagelneu angeboten, es sieht so aus, als habe ein Händler vor einiger Zeit die Restbestände aufgekauft.

Für rund 80 Euro erhält man noch immer einen wunderbaren ‚bespielbaren‘ Einstieg in die DC Welt, mit schönen und stabilen Gleisen, auf denen meiner Erfahrung nach alle anderen aktuellen und viele ältere Gleichstrom-Fahrzeuge ebenfalls einwandfrei rollen. 

Ordentlich Strecke ist dabei.

„Märklin-Gleichstrom“ wäre wesentlich erfolgreicher, wenn auf den märklin-Produkten ‚märklin-DC‘ (oder so) draufstünde. Und nicht das Feigenblatt-Logo ‚Trix‘. 

Denn den meisten Leuten ist es auf Dauer zu kompliziert, jedesmal zu denken ‚ich kaufe Trix, aber eigentlich ist das märklin; nur märklin will ja nicht, dass man ohne Mittelleiter märklin fährt‘. Obwohl das in Z und H0 und 1 seit 50 Jahren der Fall ist, ne? Immer diese Fakten, schon lästig.

Als offizielles ‚märklin-DC‘ Produkt wäre diese Startpackung sicher ein Erfolg geworden; gerade wegen der blauen Lok. Es ist für junge Modellbahner wirklich so viel drin, um das Hobby Modellbahn kennenzulernen. Meine klare Kauf-Empfehlung! 👍🏻

Das Motiv wäre auch als Poster schick.

Die Lok lässt sich durch kundige Hände leicht mit einem Decoder versehen. AC Bahner sollten wissen, dass die Lok naturgemäß einseitig isolierte Achsen besitzt und so für Gleisbesetzt-Meldungen untauglich ist. Von der in dem Fall reduzierten Stromabnahme ganz zu schweigen.

Decoder Einbau in die DHG500 von Trix.

Das seitliche rote Kabel wird mit dem Pad der Radkontakte verlötet.
  • Alle Kabelverbindungen und Entstör-Teile ablöten, auch von der grünen Platine. 
  • Glühlampen herausziehen und ihre Sockel von unten herausdrücken
  • LED Platinen mit Sekundenkleber-Gel befestigen und Öffnungen nach unten mit schwarzem Karton verschließen
Die kleinen LED Platinen stammen von (zu) langen LED-Beleuchtungen. Und ja, das Geländer habe ich wieder geradegebogen. 😏
  • Lok-Decoder mit Doppelklebeband unter der Platine befestigen.
  • Das rote Kabel an das Kontakt-Pad für den Radkontakt anschließen
  • Kabel sinnvoll ablängen und anschließen. Ungenutzte Kabel kürzen und mit einem Schrumpfschlauch gesichert verstauen.
  • die Vorbauten innen entweder cremefarben anpinseln oder mit beigefarbenem Papier auskleiden, damit die Beleuchtung keinen Blaustich kriegt
  • Mit dünnem Schaumstoff habe ich das Führerhaus innen über Platine und Decoder abgedeckt, damit die Beleuchtung nicht durchscheint.
  • Meinen Lokpilot V5 habe ich per Programmer auf die kleine Lok abgestimmt; der Rangiergang schaltet die Beleuchtung beidseitig an.
  • Und testfahren! 🙂👍🏻
Die losen bunten Kabel links müssen noch mit einem Schrumpfschlauch gebändigt werden.
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Die derzeit beste Kurzkupplung für H0 Modellbahnen. RTS.

So gleitet die RTS-Kupplung unter Rocos langen Waggons durch.

märklin hat eine neue Kupplung angekündigt, aber eine auffallend bauähnliche existierte längst: Eine Kupplung, die mit einem weltweit riesigen Anteil an H0-Modelleisenbahnen ohne Einschränkungen funktioniert.

Wieder einmal war es der Zufall, der mir geholfen hat: In einem Kästchen lungerten diverse Austauschkupplungen herum. Mehr gelangweilt probierte ich einige davon aus, unter anderem irgendwas mir Unbekanntes mit der Prägung „RTS“.

Ich lernte: Es gibt Varianten mit und ohne Strom-Übertragung. Letztere steckte ich in so ziemlich alle H0 Fahrzeug-Fabrikate mit Normschächten, die ich besitze. Das Ergebnis war schnell klar: DAS ist DIE Kupplung. 🙂

Sanftes Einkuppeln, ohne Hakelei in Kurven, und optisch relativ unauffällig – wie konnte mir das über Jahre entgehen! 😁

Die RTS-Kupplung ähnelt zwar der Kurzkupplung von märklin und ihren Nachahmungen von Roco und Esu. Aber der RTS-Metallbügel ist zur Abwechslung unglaublich intelligent konstruiert. Sämtliche Probleme der genannten Kupplungen sind eliminiert. Sämtliche.

märklin hatte lange die RTS-Kupplung mit Strom-Kontakt als märklin-Produkt angeboten. Später setzte man den breiten märklin-Bügel auf den RTS-Kopf, anstelle konsequent die RTS Kupplung ins Sortiment zu übernehmen und damit sämtliche Nervereien mit Fahrzeugen anderer Hersteller abzustellen (und nebenher die Pufferhöhe eigener Loks endlich zu berichtigen).

RTS mit Lima (70er Jahre). Passt. 🙂

Vorteile:

  • Die RTS-Kupplungen schwenken frei unter allen Puffern durch, auch bei den extra-langen 32cm Speisewagen. Der Bügel klappt nämlich nicht einfach rauf und runter, sondern er besitzt Langlöcher. Mit diesen kann er sich leicht bewegen und liegt immer gerade auf, sowohl auf dem eigenen Kupplungs-Kopf als auch auf dem Bügel der Gegenüber-Kupplung.
  • Der RTS-Bügel kuppelt neben aktuellen Normkupplungen auch ältere Fahrzeuge sicher an, wie z.B. Spielzeug-Züge von Lima oder Jouef. Er besitzt zum Kuppeln eine herkömmliche Öse, kein einseitig offenes L-Bauteil. So macht das Hobby noch mehr Spaß, weil man alles querbeet mischen kann.
  • Die gesamte Kupplung wirkt filigran und weniger auffällig, als märklins Version mit dem überbreiten Bügel oder gar Rocos graue Universal-Kupplung. Denn die Öse selbst ist schön schmal gehalten.
  • Das Einkuppeln erfolgt supersanft: Vorn an der Öse befindet sich eine unauffällig angebrachte Verdickung, eine Art Nase. Diese erzeugt nur wenig Reibung.
  • Auf Vorentkupplung wurde verzichtet – gut so. Ich kenne niemanden, der diese Funktion wirklich nutzt: Entweder, die Waggons rollen in einer Senke plötzlich davon, oder aber die Lok ruckelt kurz und vergrößert dabei den Abstand zu den Waggons, die Kupplungen legen sich wieder in Ausgangsstellung. Ungewollt kuppelt die Lok die Waggons wieder an. Frust.
  • Schwarzer Kubststoff sieht edler aus, als Rocos Uni-Kuppler im Grauschleier.
RTS mit märklin-KK. Passt. 🙂
RTS mit Röwa (70er Jahre). Passt. 🙂

Nachteile:

  • Mit der bislang bekannten Digitalkupplung von Roco klemmt die RTS-Kupplung. Offenbar muss man die Digi-Kupplungen etwas angleichen.
  • Der dicke Kupplungshaken sorgt dafür, dass die Kupplungen recht fest zusammensitzen – ohne das lästige Längs-Spiel wie bei Rocos Unikupplung oder gar bei Esus Interpretation. Das wirkt schon mal seriöser als in sich schlackernde Erzzüge. Aber im Zusammenspiel mit anderen Fabrikaten kann es zu eng werden.
  • Die Stege zum Befestigen im Normschacht sind ebenfalls recht solide. Wenn sich ein Fahrzeug dem Einsatz also widersetzen sollte, dann kann man einfach einen Teil der Klipps-Enden des RTS-Bügel abtrennen und die Kupplung mit Kunststoff-Kleber im Normschacht des betreffenden Fahrzeugs fixieren. Diese Kleber sind selten ‚bombenfest‘.

Artverwandtes:

Die RTS-Kupplung ohne Strom-Kontakt, richtig prima zum Modellbahn-Spielen.
Die märklin-KK mit dem Bügel des Anstoße(n)s. Nervig seit 1987.
Rocos Universalkupplung; offensichtlich ein wenig attraktiver Nachbau der märklin-KK.
Die Kupplung von Esu. Ohne den Vorentkupplungs-Bügel, der sanftes Ankuppeln verhindert.

Fazit:

Die isses. 🙂 Ich bin davon überzeugt, dass mit dieser Kupplung die berühmten „85% der Kunden“ rundum zufrieden sein könnten. Es gibt diese Kupplungen sogar noch zu kaufen, via Ebay oder über eine Privatperson, 👉🏻 elke.luik@web.de .

Vor allem filigrane Fahrzeuge gewinnen durch die RTS Kupplung.
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Der klassische Märklin-Motor als „sieben Sterne Antrieb“.

Märklins Drehgestell-Antrieb mit „fünf Sternen“ könnte viel besser sein, als märklin ihm ab Werk erlaubt: Geschmeidiger, leiser. Mit wenig Aufwand kann man das nachholen.

Sieht aus, wie immer. Und doch…

Klar könnte man auch einen Glockenanker-Motor einbauen. Aber vielen Modellbahnern macht es Spaß, möglichst viele ‚Original-Teile‘ zu verwenden. 

Der klassische märklin-Antrieb bedarf einer präziseren Lagerung des Ankers, außerdem schmirgelt der raue Kollektor die Kohlen regelrecht ab. Deswegen setzt er sich mit Staub zu und bedarf immer wieder der Reinigung. Beides beeinträchtigt den Fahr-Komfort, technisch wie akustisch.

Etwas Zubehör, und die Loks bereiten mehr Freude

Man nehme:

1x Motorschild für Kugellager märklin E306603, zum Beispiel hier: https://www.maerklinshop.de/ersatzteile/32181/motorschild

1x Satz Kugellager außen 4mm, innen 1,5mm, Dicke 2mm, zum Beispiel: https://ghw-modellbau.de/product_info.php?products_id=3375

1x Tütchen Unterlegscheiben, zum Beispiel diese: https://knupfer.info/shop/index.php/ed-540.html

1x Polierfeile, zum Beispiel diese: https://www.dm.de/ebelin-polierfeile-p4058172785436.html

Kohlen:

Man baut den Motor komplett auseinander, auch die Kohlen herausnehmen. Wenn diese noch gut aussehen, gründlich mit einem Küchentuch von Staub befreien. Falls sie verbraucht sind: Ersetzen. Mit Wattestäbchen den gesamten Motorraum sauberwischen; in hartnäckigen Fällen das bekannte Modellbahn-Öl SR24 zuhilfe nehmen. Danach alles sorgfältig trockenwischen. 

Kollektor Überdrehen:

Der Motor-Kollektor sollte vorab sorgfältig vorsichtig gesäubert werden. Besonders einfach: Staub etc. mit Luft aus der Dose rundherum entfernen. 

Ein recht neuer Anker, bereits mit Spuren…

Dann den Anker mit seinen Zahnrädern sehr (!) vorsichtig (!!) in einen Akku-Bohrschrauber (oder sowas) einspannen, achtsam darüber wachen, dass er nur so gerade eben fest sitzt. 

Kurz testen, ob der Anker beim Einschalten mittig dreht und dann mit der Polierfeile jeweils nur wenige Sekunden lang den kupfernen Kollektor polieren, beginnend mit den Bereichen „Reinigen“, dann „Glätten“, schließlich „Polieren“. Beim Bearbeiten 1. die seitlichen Lötstellen meiden und 2. nicht übertreiben, sonst ist der Anker wegpoliert.

„Säubern“.
„Glätten“.
„Polieren“.
Sauber, geglättet und poliert. ☺️👍🏻

Als Ergebnis erhält man einen perfekt spiegelglatten Kollektor. Abschließend mit dem Luftspray seine Ritzen vom Metallstaub freipusten. Ein weicher Zahnstocher hilft auch.

Kugellager:

a.) In das Motorschild ein Kugellager geben und geduldig so positionieren, dass es sich mit einem Schraubendreher oder Ähnlichem fest in die Vertiefung eindrücken lässt. 

b.) Im Drehgestell sitzt ein Plastik-Lager für den Anker, dieses von außen nach innen herausdrücken und durch ein Kugellager ersetzen.

Prinzip-Darstellung. Kugellager gut zu erkennen.

Zusammenbau:

Erst den Magneten in das Drehgestell einsetzen. Dann kommt der Anker in das dortige Kugellager.

Vor dem Anschrauben des neuen Motorschildes setzt man in dieses die Schrauben und drückt von der anderen Seite jeweils ein Distanzplättchen auf die Schrauben, denn nur mit diesem minimal-Abstand kann sich der Anker später wieklich frei drehen.

Das Motorschild festschrauben und die Kabel-Verbindungen vom alten Motorschild an das neue anlöten. Zum Schluss die sauberen Kohlen einsetzen und ihre Federn anlegen. Fertig.

Ein Extra ist das Fetten des Getriebes; ich verwende dafür das Trix Fett 66626. Das macht die Lok zudem noch ein bisschen leiser.

Und Probefahren! 🙂👍🏻

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Kurzkupplung für StartUp- und Hobby- Waggons von märklin: Trix 66733

So kurz kann man auch günstige märklin-Waggons zusammenkuppeln.

märklin produziert seit Jahrzehnten viele günstige Waggons auf immer demselben, zweiachsigen Fahrgestell-Typ. Diesen Wagenboden gibt es inzwischen auch mit Kulissen für Kurzkupplung.

Trix 66733 – alles original märklin.

Viele ‚Märklinisten & Freunde‘ möchten ihre hübschen, oft bunten Waggons gern auf sicheren ‚KK‘ Betrieb umstellen – aber sie werden wohl nie erfahren, wie einfach das geht.

Alles dabei, was man braucht, leider nur für einen Waggon.

Denn märklin bietet dafür zwar eine professionelle Lösung an, versteckt dieses märklin-Produkt aber irgendwo tief im Trix-Sortiment und druckt auf den Karton auch noch deutlich den ‚Express‘ Schriftzug.

Das ist natürlich unsinnige Irreführung; denn die Zahl der ‚Express‘-Fahrer ist inzwischen recht überschaubar; sehr wohl aber dürfte eine große Zahl der märklin-Fans interessiert sein, auch diese Sorte Waggons zu professionalisieren. Nur möchte märklin das vielleicht gar nicht, weil die Kunden dann, einmal angefixt, Derartiges ab Werk haben wollen. Tjaja…

Herabhängende alte Kupplungen nerven.

Denn fast alle seit den 80er Jahren bis heute produzierten Hobby-Waggons wie Kühlwagen 4415, Kesselwagen, Containerwagen, Flachwagen und Kipploren rollen auf identischem Fahrgestell, mal mit mal ohne Sprengwerk. Für diese Fahrzeuge ist das Trix Set 66733 gedacht.

Kupplungsträger einsetzen.

Ich habe probehalber zwei meiner ‚Hobby‘ / ‚StartUp‘ Waggons mit diesen Sets umgebaut und bin sehr angetan: Pro Waggon braucht man nur eine Pinzette und rund fünf Minuten Zeit.

Sprungfedern einhängen – gute Augen und eine Pinzette sind vonnöten.

Der Umbau ist wirklich einfach und geht ratzfatz: Man setzt in den neuen Wagenboden die beiden Kupplungsträger ein, befestigt die zwei Sprungfedern (das einzig Fummelige) und gibt vier Tröpfchen Schmiermittel an die beweglichen Stellen. Dann legt man das Gewicht ein. 

Sechs Klebe-Kleckse fixieren das Gewicht im Wagenboden.

Das Gewicht habe ich mit nicht-gasendem (!!) Sekundenkleber an sechs Punkten am Wagenboden fixiert; im Foto mit rosa Kreuzchen markiert. Natürlich darf kein Kleber in die Kulissenbereich gelangen! Am Besten ein paar Sekunden lang das Gewicht an den Stellen auf das Fahrgestell drücken, bis der Kleber wirklich angezogen hat.

Nur Container und Radsätze werden vom alten Waggon übernommen.

Nun vom Original-Waggon den Aufbau abnehmen; dieser ist meist nur geklippst.

Kesselwagen sind oft mittig zusätzlich mit sehr wenig Kleber befestigt.

Die Klippse befinden sich jeweils am Wagenende mittig auf der Unterseite des Fahrgestells. Entweder man drückt diese sanft minimal zusammen und zieht dabei den Aufbau nach oben ab, aber dabei besteht die Gefahr, dass man zu beherzt vorgeht und die Klippse abbricht.

Hier sieht man den Spalt, den man mit Kleber wegbekommt.

Besser man zieht den gesamten Aufbau mit sanfter Gewalt horizontal hin und her wiegend erst vorn dann hinten vom Fahrgestell. 

Diesen Aufbau positioniert man vorsichtig auf dem neuen Fahrgestell, die Klippse beider Seiten nacheinander achtsam über den Öffnungen ausrichten, und erst wenn sie richtig sitzen: Festdrücken. (In der Lesezeit hat man schon drei Wagen fertig…)

Erst jetzt die Puffer einstecken (in meinen Sets waren es jeweils vier gleiche Flach-Puffer) und natürlich die Radsätze des Spender-Waggons rüberholen. Abschließend die gewünschten Kurzkupplungen einstecken, fertig!

So finden Waggons und Lokomotive sicher zusammen.

So lässt sich der hübsche Containerwagen ganz wunderbar eng mit einem Kesselwagen zusammenkuppeln. Rangierbetrieb ist nun möglich, ohne dass es zu Entgleisungen kommt, weil sich fortan keine wackelige Kupplungen mehr verheddern, sondern alles kontrolliert abläuft.

Diese Wagenböden mit KK-Kulissen ergeben ein tolles Produkt, das märklin augenblicklich ins eigene AC- und internationale DC- Sortiment übernehmen sollte. Im 50er-Set. 

Gibt es Kritik? Nur zwei Sachen. 

  1. Das Sprengwerk (diese schwarzen Plastik-Linien unter dem Fahrgestell) bricht zu schnell durch. märklin hatte hier früher stabilisierende Querstreben angebracht, die müssen da wieder hin, denn schon beim Umbau oder auch später beim Spielen brechen diese langen dünnen Linien mittig schnell kaputt. 
  2. Im Preis sollten alle Teile für zwei komplette Waggons enthalten sein – anstelle der anachronistischen Express-Kupplungen. Denn für den Kunden sieht es blöd aus, den zweiten Wagenboden mangels Kleinteilen entsorgen zu müssen PLUS dem alten Wagenboden, der ja ohnehin überflüssig wird. Schon bei zwei Waggons ist der Abfall-Berg mehr als fragwürdig.
Das alles bleibt übrig – inakzeptabel.

Kurz: Sehr empfehlenswertes Produkt, nur mit zuwenig Teilen und falschem Logo am Markt: märklin sollte diese Wagenböden mit Kleinkram-Tütchen im 50er Pack anbieten und unter ‚märklin H0‘ vermarkten.

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Allgemein H0 DC(C) märklin & friends Spur H0 Umbauten Lokomotiven

Neue Lüftergitter für Rocos BR103.

Alle Fotos dieses Artikels: (c) Adler Modellbahnmanufaktur, Köln

Als Ersatz für die ärgerlich unpräzise abgetrennten Lüftergitter von Rocos Lokomotiven der Br 103 bietet nun ein Kleinserien-Hersteller geätzten Ersatz an.

…vorher – nachher.
So sehen die Teile aus.

Ich habe die Teile noch nicht mit eigenen Augen gesehen, aber auf den Muster-Fotos sieht das Ergebnis vierversprechend aus. Bessere Fotos sind avisiert, weitere Abbildungen und Infos auch im Stummiforum: https://www.stummiforum.de/t199105f2-Verschoenerung-unserer-BR.html

Bezugs-Quelle und Preise: https://www.wagenwerk.de/adler-modellbahnmanufaktu

Der Vorgänger-Artikel dazu, der die Misere darlegt: https://blog.mobaz.de/2019/11/18/rocos-lausige-luefter-der-br103/

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Allgemein Digital Gedanken H0 DC(C)

Roco Z21 & Wlan Mäuse – vier Stunden Frust.

Kurzer Info-Eintrag: Gestern haben wir zu dritt mit allen möglichen Tricks versucht, zwei sogenannte ‚Wlan Mäuse‘ der Marke ‚Roco‘ mit ihren Router zu verbinden.

Vier. Stunden. Lang. Weder Anleitungen noch Google noch selbst gebackene Kekse konnten uns Dreien helfen.

Da hat also ein fast 80jähriger rund 600 Euro ausgegeben für drei Produkte, die ihm vier plus x Stunden Frust eingebracht, und die noch nie miteinander funktioniert haben. Trotz Einsendung an den Hersteller (!).

Ob man in Österreich jemals ausprobiert hat, wie sich AirPods von Apple mit einem Iphone verbinden? Es läuft alles automatisch, alles. Ein einziger Bestätigungs-Tipp auf dem Display reicht. Läuft.

Kein IP-Getippe, kein Gesuche, kein Nervkram. Sondern höchst charmant, fix und zuverlässig. Wlan-Mäuse sind das genaue Gegenteil, kompliziert, zickig und verbindungsunwillig. Das Internet ist voller Beschwerden über dieses Connection-Problem. 

Schlussendlich haben wir drei dann aufgegeben, und ich habe dem Herrn kabelgebundene Geräte empfohlen, an denen sich seine Digital- und Sound-Loks mit ihren Funktionen automatisch anmelden, denn das war ihm ein weiterer Graus: Alle Soundfunktionen in die Z21 App einzugeben.

Es gibt sehr komfortable Steuergeräte für die Modellbahn, allerdings nicht von Roco.

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Allgemein Gedanken Gleise H0 DC(C) Spur H0

Schlampige Trix C Gleis Fertigung.

märklin will das ‚Trix‘ Sortiment stärken. Heißt es. Man habe dazu sogar extra einen ‚Roco‘-Mitarbeiter eingestellt. Ausgerechnet. Und dennoch: Zurück nach 2007.

In einem nagelneuem Trix C Gleis-Set fanden sich heute (mindestens) fünf Gleise, die den Spielbetrieb zunächst vereitelten:

märklin verwendet beim Trix Gleis nämlich dieselben äußeren Strom-Kontakte, wie bei seinem Mittelleiter-Gleis, und diese müssen für die Trix Gleise natürlich aufgetrennt sein, damit international kompatible Loks überhaupt fahren können. Soweit die Theorie.

nix knipps.

Dies ist hier nämlich reihenweise nicht erfolgt; ein Problem, das seit 2007 eigentlich aus der Welt sein sollte.

Natürlich ist man bei märklin in der Lage, gute Gleise zu produzieren. (nur Weichenantriebe können sie eher nicht so), aber dieser Produktions-Fehler ist wirklich dramatisch, denn Einsteiger wissen nicht, was zu tun ist.

Diese denken ‚Trix funktioniert nicht‘ und lassen eventuell direkt das Hobby sein. Dieser Fehler ist deswegen so gemein, weil Unkundige den Übeltäter nicht erkennen können, der dennoch alles lahmlegt. Originelle Metapher, nicht wahr? Sehr 2021. :-))

Wenigstens in Bezug auf die Gleise kann man sich selbst behelfen; mit einem kleinen, kräftigen Seitenschneider zwickt man die orange unkreiselte Stelle durch und biegt den Kontakt platt.

Offenbar muss man diese Sache noch immer bei jedem Neukauf von Trix Gleisen kontrollieren. Warum eigentlich? Weil man sich bei märklin noch immer weniger Mühe gibt, sobald die märklin-eigenen Produkte im ‚Trix‘ Umkarton landen? …so80s.

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Allgemein Digital märklin & friends Spur H0 Umbauten Lokomotiven

S-Bahn Berlin von Lima entklappert.

Neu unter Neunziger-Jahre Modell: märklins ‚Flüster‘-Schleifer 144133.

Limas S-Bahn Züge haben eine echte Erfolgsgeschichte erzählt. Wer aber Gleise mit Mittelleiter verwendet, wird ab Werk mit ohrenbetäubendem Geklapper bestraft.

Alte märklin-Fahrzeuge aus Metall mit Waggons aus Blech, am Besten auf M-Gleis, erzeugen eine, sagen wir, bemerkenswerte Geräusch-Kulisse. Aber irgendwie ist das auch cool.

Relativ moderne Fahrzeuge mit Klapper-Schleifern sind dagegen eine Zumutung. Eben weil’s nicht zusammenpasst.

Brawa bietet einen Schleifer namens Silencio an, der tatsächlich recht leises Fahren ermöglicht. Aber für seinen Verkaufs-Preis von etwa zehn Euro bekommt man je nach Händler drei oder vier originale märklin-Schleifer der Nummer 144133. Diese passen genau unter die Drehgestelle von Limas S-Bahn.

Der Austausch ist einfach:

  1. Alten Schleifer abschrauben
Der alte Schleifer, der Ungemach bereitet…

2. Kabel ablöten

…wird losgeschraubt und das Kabel abgelötet.

3. Lima-Schleifer entfernen

oben der märklin 144133 Schleifer, unten das Lima Teil. Das Rechteck aus Plastik muss oben eingefügt werden.

4. Lima-Plastik-Plättchen in den Schleifer von märklin einbauen

Das Kabel an den märklin Schleifer anlöten.

5. Kabel an den märklin-Schleifer anlöten.

6. Schleifer einsetzen und festschrauben.

und es ward Ruhe! 🙂

Fertig! 🙂 So fahren auch Modelle aus den 90er Jahren ohne nervtötendes Geklapper.

❤️
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märklin-Vintage: LED statt Glühlampen. Auch für den 4411.

Auch märklin Waggons aus den 60er Jahren lassen sich mit LED ausrüsten.

Flackernde Schlusslichter sind ätzend, und Glühlampen werden heiß, gerade im Digital-Dauerbetrieb: Zwei Gründe, märklins noch heute verwendete Technik rauszuwerfen, um mit einer etwas unkonventionellen Bastel-Lösung einen eleganten Effekt zu erzielen. 🔴🔴

Prinzip-Darstellung.

Es ist ganz einfach: Man ersetzt märklins archaische Glühlampen-Klapparatur durch eine kurze handelsübliche Lichtleiste, entfernt deren LED und lötet statt ihrer eine eigene LED-Konstruktion drauf. Deren Lage korrigieren, einen Elko dazulöten, und das Schlusslicht leuchtet zuverlässig.

Warum die Lichtleiste? Ganz einfach, so kann man das Gehäuse wieder abnehmen, im Fall eines Falles.

Bei gebrauchten Fahrzeugen sollten Radflächen und auch der Schleifer sowie die Achskontakte sanft und wirksam gereinigt werden. Ich verwende dafür das bekannte ‚Modellbahn-Öl SR24‘ und Wattestäbchen. Für widerspenstige dunkle Schleiferflächen auch schon mal den ‚Roco Rubber‘, der hält Jahrzehnte.

Um das Mittelloch genug Platz lassen; eine Litze auf den Metall-Rahmen löten und …
…das bunte Originalkabel gegen die zweite schwarze Litze ersetzen.

Die T-förmige LED-Konstruktion muss man sich zurechtkürzen und -löten, und es sieht schon seltsam aus. Aber: Es funktioniert, und man sieht’s ja von außen nicht.

So schief darf das natürlich nicht bleiben: Die LED müssen direkt in die beiden Lichtleiter zielen.
Ein bisschen Draht-Origami, und der dicke Elko passt genau in den Waggon, trotz diverser lästiger Querstreben.

Nun noch einen Elko als Flackerschutz hinter den Gleichrichter löten, das Gehäuse wieder aufschrauben, und der Vintage-Zug von märklin hat endlich einen Waggon mit gleichmäßig leuchtendem, rotem Schlusslicht.

Vintage kann sehr nett sein. 🙂

Schon seit Jahrzehnten bietet märklin den Waggon 4411 an, ebenfalls mit einer Glühlampe, die auf einen Lichtleiter strahlt. Hier kann man ein ähnliches Prinzip anwenden, sogar mit weniger Aufwand.

Alles zu sehen: Leiste, LED, Anschluss. Es fehlt der Elko, Foto folgt.

Man entfernt die Glühlampe mit Halterung und klebt die kurze Lichtleiste auf den Boden. Die eine Litze lötet man ab, hier wird das dicke Kabel vom Schleifer angeschlossen. Die dünne Litze kommt an das quadratische Kontakt-Plättchen, das nach dem Erkalten der Lötstelle ebenfalls auf den Boden geklebt wird.

Im 4411 ist mehr Platz, hier kann man den Elko einfach so festlöten.

Die weißen LED von der Leiste entfernen, auf die hinteren Lötpads kommt eine rote LED (Richtung prüfen), die dann vertikal und horizontal so zurechtgebogen wird, dass sie direkt gegen die abgeschrägte Stelle des Lichtleiters im Gehäuse zielt. Abschließend einen Elko hinter dem Gleichrichter anlöten, Gehäuse aufsetzen: Und los.

Tipp: Den kleinen Drehregler auf höchste Helligkeit stellen.

Das gilt auch für den neuen Superhelden Schlusswagen mit Superman Aufdruck 44825, hier sollte man natürlich eine kräftige grüne oder türkisfarbene LED verwenden. Denn gerade Superhelden stehen nicht auf Flackerlicht. ☺️

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Roco Z21 + App – Die Daten-Krake.

Ich wollte über die Z21 schreiben. Mache ich aber nicht. Warum? Weil die aktuelle App persönliche Daten verschickt, die „Roco“, oder wie die sich gerade nennen, nichts angehen.

Die alte Z21 App, also diese bunte, ist okay. Soweit ich weiß, ist die harmlos.

Es geht hier um die neuere App, die ab Werk in schwarz-orange daherkommt.

Diese App schickt die gesamten, persönlich einprogrammierten Daten zu Lokomotiven etc. an die ‚Modelleisenbahn GmbH‘. Nicht immer, natürlich nicht, aber doch, wenn man es nicht erwartet:

Tippt man nämlich auf „Fehler melden“ liest man, die „Aktive Anlage“ werde mitgeschickt. Da denkt man sich erstmal nichts dabei.

Ein Mitarbeiter der Firma teilte mir auf meine Verständnisfrage ausdrücklich mit, dies bedeute, dass Folgendes mitgeschickt werde: 1. die komplette Lokliste, 2. alle persönlich dazu eingegebenen Daten wie Decodertyp, Kaufdatum, Anmerkungen etc.. Der Grund sei, dass man nur so bestimmten Fehlern auf den Grund käme.

Auch eine Wahrheit ist, dass diese Firma, die man unter ‚Roco‘ kennt, sich auf diese dreiste Weise höchst persönliche Informationen über ihre Kunden erschleicht, die ihnen sonst verwehrt blieben.

Denn natürlich mit Absicht verschleiert man diesen Daten-krakigen Vorgang unter dem kryptischen Begriff „aktive Anlage“.

So aber erhalten die freundlichen und sehr neugierigen Österreicher eine Unmenge an klaren Aussagen darüber, welche Modelle sich nicht nur gut verkaufen, sondern welche tatsächlich aktiv genutzt werden – und womöglich, wenn der Kunde vertrauensselig genug war, mit welchem Decodertyp – und wer die Lok geschenkt hat.

Ich finde das unerträglich, wie feist hier vorgegangen wird.

Um sicherzugehen, dass ich das Alles richtig verstanden habe, bat ich um eine Erklärung. Aus dem Screenshot kann man sich eine eigene Meinung bilden. Man beachte die Vokabel „großteils“.

Angesichts der Daten-Skandale großer Firmen wie beispielsweise SONY kann man natürlich darauf vertrauen, dass „Roco“ die Userdaten ganz besonders hermetisch abriegelt. Nicht.

Ich habe mein komplettes Digitalzeug von Roco augenblicklich verkauft. Mein Hobby, meine Entscheidungen. Empfehlungen für Andere kann ich hier natürlich nicht aussprechen. Aber Denken, das darf ich, ne?

Randnotiz: Bei märklin telefonisch nachgefragt, ob sie Nutzer-Daten aus MS2 oder CS3 speichern, kam die Antwort: „Wir freuen uns ja, wenn wir sehen, dass jemand viele Loks besitzt. Aber welche das sind, das interessiert uns wirklich nicht.“ So soll’s sein. 👍🏻

Man muss in Österreich schon sehr verzweifelt sein. Oder gewissenlos.

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Glockenanker-Motore für TT-Lokomotiven von Kühn-Modell. Endlich.

Die lausige Motor-Qualität von Kühn-Modell ist geradezu legendär. Kühn-Loks sind zwar schön gemacht, aber mir fahren sie zu langsam und ziehen zuwenig.

So sieht der neue Antrieb eingebaut aus.

Rund sechs Jahre lang bin ich für die Firma Kühn Modell tätig gewesen. Anzeigen-Gestaltung und -Texte fielen damals zu 100% in meine Zuständigkeit. Auch viele Interview-Anfragen wurden aus dem Hintergrund von mir beantwortet.

(Besonders amüsant war, wie das Boulevard-Blatt „TT-Total“ einmal die eigenen Fragen vor Drucklegung nachträglich in Bezug auf meine offenbar unerwarteten Antworten abänderte, um besonders ‚originell‘ zu erscheinen…)

Außerdem beriet sich Kühn-Modell mit mir regelmäßig über mögliche neue Produkte sowie Varianten vorhandener Fahrzeuge.

Oft wurden meine konkreten Ideen genau so umgesetzt: Silberlinge, BR 103, BR 111, BR 260 und sogar das komplett neue Gleissystem habe ich vorgeschlagen und manchmal in zum Teil prägenden Details mitgestaltet. Falls jetzt jemand staunt: Die schriftliche Bestätigung dessen liegt mir vor.

Dabei war Manches gar nicht so einfach in den sturen, wenngleich damals wohlwollenden Gegenüber hineinzukriegen. Aber es war eine spannende Zeit, und es hat Spaß gemacht, so ein neues Sortiment ‚from scratch‘ mitzugestalten.

Zumal in einer Nenngröße, zu der ich vorher überhaupt keinen Bezug gehabt hatte.

Endlich können TT-Loks von Kühn-Modell so fahren, wie man das ab Werk erwartet…

Nur die Fahreigenschaften der Kühn-Loks störten mich ab dem ersten Modell, das ich ausprobierte. Also begann ich frühzeitig, nach Alternativ-Antrieben zu suchen.

Nun zählt eine gewisse Hartnäckigkeit zu meinen prägenden Charakterzügen, was sich fast immer auszahlt. Über zehn Jahre hat es in diesem Fall bis zum Erfolg gedauert. Und das, obwohl ich selber schon ewig nicht mehr TT fahre: Lahmende Kühn-Loks, das durfte so nicht bleiben.

Der erste Versuch galt einem Mashina-Motor. Der war zwar zugkräftig, aber er bewegte Kühns TT-Loks allerhöchstens in flotterem Rangiergang.

Eine Anfrage bei einem bekannten Austauschmotor-Anbieter stieß zunächst auf eindeutige Ablehnung, aber später tauchte in deren Sortiment dann doch ein Umrüstsatzauf. Natürlich zum von dort gewohnten Preisniveau von knapp einhundert Euro. Typische TT-Bahner reagierten höflich distanziert.

TKU001″ heißt der Motorsatz, erst demnächst (!) erhältlich über ebay oder Modellbahn-Union.

Als man vor Kurzem begann, für die Spur-N günstige Sets mit Glockenanker-Motoren anzubieten, da galt einer meiner ersten Gedanken den Kühn-Loks: Da musste doch was gehen…

Meine ersten Anfragen bei zwei Anbietern wurden sehr freundlich aber eben abschlägig beschieden. Dennoch, die Idee stand weiterhin im Raum.

Also fragte ich bei dem sehr rührigen niederländischen Anbieter www.micromotor.eu an. Man zeigte sich sehr aufgeschlossen und forderte direkt eine Kühn-Lok als Versuchsobjekt an.

Schnell erreichte mich das erste Versuchs-Foto, und nach wenigen Wochen war das Produkt namens ‚TKU001‘ fertig. Und die rote BR140 kehrte auf meinem Schreibtisch zurück.

Abstand der Schwungmasse zum Adapter-Ende.

Zugegeben, ich war etwas nervös beim Auspacken. Aber beim ersten Hochdrehen der Fahrstufen war ich sofort begeistert:

Noch immer leise aber diesmal kraftvoll und vor allem zügig beschleunigte die Kühn-Lok auf eine ernstzunehmende Höchstgeschwindigkeit, wie man sie von diesem Fabrikat eher nicht gewohnt war.

Gesamtlänge.

Zum Preis von maximal 33 Euro erhält man alles, was man braucht, um Kühn-Loks Leben einzuhauchen: Einen kräftigen, hochdrehenden (18.000 U/Min) fünf(!)poligen Glockenanker-Motor, zwei Schwungmassen, zwei Adapter-Röhrchen, zwei Litzen in ausreichender Länge und natürlich den neuen Motorhalter, der im 3D Druck entsteht.

Dazu braucht man nur eine Tube Metallkleber; ich verwende Pattex Sekundenkleber Gel (!), das gibt es auch in ‚ultra‘, wer es besonders fest haben möchte.

Alle Einzelteile. Schön übersichtlich.

Der Einbau ist einfach, man orientiert sich am Original. Zuerst die Teile gemäß Ihrer Verwendung zurechtlegen.

  1. Kühn-Lok demontieren und den Motor herausnehmen, seine Litzen an der Lok-Platine ablöten und die beiden Plastik-Einsätze für die Kardane sowie die Kunststoff-Halterung herausnehmen, diese drei Teile werden wiederverwendet.
  2. Die Schwungmassen so auf die Röhrchen kleben, dass diese auf der Seite mit den Vertiefungen etwa 2,71mm herausschauen.
  3. Die schwarzen Kardan-Aufnahmen in die Vertiefungen der Schwungmassen einkleben, dabei nur jeweils ein winziges Tröpfchen Sekundenkleber-Gel verwenden.
  4. Die Litzen sorgsam am Motor anlöten.
  5. Den Motor mittig in den grauen 3D-Druckkörper einkleben.
  6. Nun den Sitz der Schwungmassen mit dem Originalmotor abgleichen und die Röhrchen mit den Schwungmassen exakt übereinstimmend auf die Motorwelle kleben. Dazu in das Röhrchen ein Tröpfchen Kleber geben, nicht auf die Welle.
  7. Den kompletten Motor in die Halterung stecken und in die Lokomotive einsetzen.
  8. Litzen wie gehabt unten an die Platine einlöten, über Kreuz sorgt dafür, dass Fahrtrichtung und Beleuchtung weiß/rot übereinstimmen.
  9. Das Einsetzen der Kardane ist einfacher, wenn man zuvor die Getriebedeckel der Lok abnimmt, die Kardane dann erst in die Schnecke und dann in die Schwungmasse einsetzt. Schnecken sanft auf die Getriebe legen und die Deckel wieder aufklicken.
  10. Platine festschrauben (Decoder einsetzen?) und das Gehäuse aufsetzen.
  11. Bei vielen Decodern müssen die CV Werte für die Ansteuerung des Motors auf ‚Glockenanker‘ umgestellt werden. Dazu bitte die jeweiligen Anleitungen lesen.

Praktisch ist, dass Kühn-Modell oft Baukasten-Systeme anwendet und man in sämtlichen Kühn-TT-Lokomotiven den gleichen Motor-Block vorfindet. So kann der TT-Bahner seine gesamte Sammlung von Kühn-Lokomotiven mit diesem einen neuen Motor-Set aufwerten und endlich Freude an den Loks haben.

Auf Vorrat gekauft erspart einem dieser neue Antrieb sogar möglichen Frust zukünftig gekaufter Kühn-Loks, denn das Set passt ja immer.

So sieht das aus. 🙂

Fazit: 15 Jahre nach den ersten ausgelieferten Kühn-Loks gibt es heute endlich einen seriösen und zugleich soliden Antrieb für diese schönen Modelle. Günstiger Preis und einfacher Einbau erleichtern die Entscheidung.

Ob es ähnliche Motor-Sets auch für Modelle anderer TT-Hersteller geben kann, das haben die TT-Bahner selbst in der Hand.

Übrigens, eine Anfrage beim ‚TT-Kurier‘, ob Interesse an einem Artikel zum Thema bestehe, blieb bis Ende September unbeantwortet. TT-Bahner bleiben eben noch immer gern unter sich… 🙄

Alle Fotos mit weißem Hintergrund wurden mir freundlicherweise von micromotor.eu zur Verfügung gestellt.

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Allgemein Digital märklin & friends Spur H0 Umbauten Lokomotiven

Sound für märklins Schienenbus 3016.

Neu in alt macht Spaß.

…ein kleiner Basteltipp: Wer einen leise fahrenden Schienenbus von märklin besitzt, der kann diesen sehr wohl auch mit aktuellem Sound ausrüsten. Ich habe einen Zimo Sound verwendet, den gibt es jetzt auch mit mfx, und mit einem Kondensator gepuffert.

Im Gegensatz zum Foto sollte man den alten Motor gegen einen neuen Fünfpoler austauschen. (…die Trix Gleise sind hier nur Dekoration)

Die Glühlampen habe ich gegen LED Plättchen ersetzt. Die strahlen dann flächig nur nach vorn.

Der große Lautsprecher, mit einem Klecks Sekundenkleber-Gel fixiert, macht ordentlich Radau.

Fazit: Es ist wirklich nett, solche alten Klassiker technisch in die Jetztzeit zu holen.

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Allgemein H0 DC(C) märklin & friends Spur H0 Umbauten Lokomotiven

Kurzkupplung für den märklin Vectron ‚Start Up‘.

Märklins Start Up Loks besitzen unfassbar lange Kuppelabstände. Ein Produkt-Klassiker hilft dagegen.

Etwas Sicherheits-Abstand.

Seit Mitte der 80er Jahre gibt es unter dem Produktnamen ‚Symoba‘ kleine, kompakte Kulissen für Kurzkupplungen. Damit lassen sich sogar moderne Fahrzeuge modernisieren. Denn märklins Diesel-Vectron hält seine Waggons auf Angst-Abstand. Und das sieht schon albern aus:

Original-Kupplungsabstand.

Außerdem hängen diese Kupplungen meistens schräg herab, was automatisches Ankuppeln wirksam verhindert.

Mit echter KK auf beiden Seiten.

Um diese schöne Lok mit funktionierenden Kurzkupplungs-Kulissen auszustatten braucht man nur Mut, einen flachen Schraubendreher, Sekundenkleber-Gel, eine kleine Feile und eine kompakte Zange. Dazu natürlich ein Set 120 von Symoba: http://www.schnug-modellbahn.de/Verkauf%20Dateien/SYMOBA-Startset.html

Der modernisierte Bahnräumer-Kasten von innen.

Der Umbau ist relativ einfach:

  1. Das Gehäuse abnehmen, dazu müssen vier Schrauben aus dem Boden herausgedreht werden.
  2. Mit einem flachen Schraubendreher an beiden Enden die grauen Kunststoff-Bauteile vollständig vom Metallboden lösen.
  3. Wieder mit einem Schraubendreher die Bahnräumer vom Oberteil ablösen; sollte etwas abbrechen, kann man dies später unsichtbar verkleben.
  4. Kupplungsträger herausnehmen und weglegen; wer märklins Kupplung weiterverwenden will, kann das tun: Bei mir hat das testhalber funktioniert, diese Aussage erfolgt ohne Gewähr für die eigenen Umbauten der Leser!
  5. Den großen runden Sockel im Schienenräumer entfernt man einfach, indem er mehrfach mit einer Zange zusammenquetscht wird, immer um 90 Grad versetzt. Irgendwann kann man den Sockel herausdrehen.
  6. Eventuell überstehende Grate flachfeilen.
  7. Die Kulisse im üblichen Verfahren in den Einsatz mit Treppen hineinkleben, Symoba bietet dazu eine umfassende Anleitung. Zum Fixieren verwende ich das Sekundenkleber-Gel von Pattex – andere Kleber sind sicher ebenfalls geeignet.
  8. Den Kupplungsträger aufschieben, soweit es geht, sodass er noch frei ausschwenken kann, und den Dorn sinnvoll möglichst weit kürzen.
  9. Um den Kupplungsträger wirklich horizontal zu halten: Zwei kleine Plastikplättchen erst übereinander und dann unter den Kupplungsträger kleben.
  10. Den Bahnräumer wieder mit Klebepunkten an der Oberseite befestigen und trocknen lassen.
  11. An den drei Stöpseln auf der Oberseite die kleinen Kragen wegschneiden, dann das komplette Bauteil mit Sekundenkleber-Gel im Lok-Rahmen befestigen. Kupplung einstecken – fertig.
Die beiden flachen Plastik-Plättchen unter dem Normschacht halten die Kupplung waagerecht.
Original-Zustand. Ästhetisch ist anders.
Kompakt, praktisch, passt.

Fazit: So macht die Lok mehr Freude. Andere Hobby- und StartUp Loks werde ich später mal überprüfen, ob dieser Umbau auch dort möglich ist.

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Allgemein Gleise märklin & friends Spur H0

Verbiegen bringt Segen – im Fall der DKW von märklin.

Regelmäßig verkantete sich der Schleifer meiner neuen BR74 von märklin auf der Doppelkreuzungsweiche. Das durfte so nicht bleiben.

Die kleine Lok wirkte schon sehr verzweifelt…

Lok und Gleis wurden sorgsam gecheckt, und die Ursache war gefunden:

Der Schleifer rutscht von den Punktkontakten ab; entweder er ist zu schmal, oder die Pukos in Fahrtrichtung betrachtet seitlich zu weit auseinander.

Links minimal (!) nach innen gedrückt.

Die beiden betreffenden Pukos bog ich mit einem kleinen kräftigen Schraubendreher nur einen Millimeter nach innen, also Richtung Kreuzungs-Mitte. Perfekt!

Jetzt rollen alle Schleifer-Fahrzeuge einwandfrei über die DKW. Ob ich wieder „der Einzige“ bin, dem das passiert ist? 🙂

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Allgemein H0 DC(C) märklin & friends Spur H0 Umbauten Lokomotiven

Sicheres Kuppeln für die BR74 von märklin & Trix.

So funktioniert das. Leider nicht ab Werk.

Labberig herunterhängende Kupplungen taugen nichts. Das weiß man über märklins Traxx Loks seit ihrem Erscheinen 2006. Leider betrifft das Problem auch die hübsche Dampflok der BR74.

Natürlich kann man da was machen, und zwar sehr einfach. Denn betroffen ist vor allem die vordere Kupplung. Man klebt einfach eine kleine, schwarze Plastik-Platte unter die Kupplungskammer. So wird der Kupplungsträger leicht angehoben, und das Ankuppeln funktioniert.

Ein bisschen Plastik hilft. 🙂
Der Spalt hat seinen Sinn…

Wenngleich… Überpuffern war mir bei märklin jetzt neu. Egal ob mit Original-oder anderer Kupplung.

Überpuffern gehört abgeschafft.

Kurzerhand habe ich die Kupplung ihrer rückseitigen Klippse beraubt und mit dem wirksamen aber alles andere als bombenfesten Sekundenklebergel von Pattex im Schacht fixiert, dabei etwa einen Millimeter weit herausgezogen.

Mit diesem ‚Sicherheits-Abstand‘ der Kupplung zum Schacht schiebt und zieht die Kleine ihre Waggons ohne Nervereien.

So macht die kleine Lok Freude, es gibt keine Entgleisungen, und man kann sogar erfolgreich rangieren. …vielleicht überarbeitet märklin diesen Kupplungsträger mal. 🙂

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Allgemein Digital Spur N Umbauten Lokomotiven

Hobbytrain SVT 137 in Spur N.

Schigges Ding, made in Düx. (Das Vorbild wurde in Köln-Deutz gebaut.)

Spielen oder Anschauen – der Zweck mancher Modellbahn-Fahrzeuge erschließt sich nicht immer sofort. Viele Fahrzeuge, die von Lemke geliefert werden, sehen zwar nett aus. Aber die Konstruktions-Qualität lässt (zu) oft zu wünschen übrig.

Der Triebzug SVT137 ist so ein Beispiel. Aus der Packung heraus sehr schick, fein detailliert und sauber bedruckt. Es gibt ihn sogar mit Sound. Wenn man aber mehr will, als nur draufschauen, nämlich spielen, dann geht es los.

  1. Die Beleuchtung rot/gelb müsste natürlich rot/gold-weiß sein, und die LED nebeneinander (!) anzuordnen führt zu ungleichmäßiger Verteilung. Wirklich dämlich.
  2. Stromabnahme über labberig aufgelegte Bleche, typisch z.B. für Kato, aber auf Dauer ein Stör-Faktor. Hier müssen Lötverbindungen her.
  3. Die Fahrzeuge sind allesamt viel zu leicht. Gerade in engeren Radien (R2, R3) hebeln sich die mittleren Drehgestelle heraus.
  4. Keine Innenbeleuchtung eingebaut oder gar vorgesehen.
  5. Der Lautsprecher besetzt gleich diverse Sitzreihen, deren Lehnen sogar gekürzt wurden.
  6. Die Befestigung der Gehäuse ist sehr schlampig ausgeführt. Sogar an den Spitzen bewegen sich Ober- und Unterteil auseinander.
Schni, Schna, Schnappi…

Angesichts des hohen Preises eine lumpige Konstruktion – schick, aber praxisfern. Also, was tun?

zu 1. Die blöden LED habe ich gegen goldweiße ausgetauscht: https://www.modelsector.com/leuchtdioden-und-zubehoer/led-2mm-tower/kurzkopf–led-2mm-warmwei-klar.php

Safety first – derart angeschlossen ist die Stromaufnahme ungleich sicherer. Man sollte den Litzen allerdings deutlich mehr Spiel gönnen, sie also länger halten, als ich das hier zuerst tat…

zu 2. Alle aufgelegten Bleche wurden entfernt und durch gelötete Kabelverbindungen ausgetauscht. Ja, das ist eine aufwändige, fummelige Arbeit, weil der ganze Zug neu verkabelt werden muss. Aber so minimiert man Probleme mit der Stromabnahme und bringt das Fahrzeug auf ein technisches Niveau, das bei anderen Herstellern ab Werk der Fall ist.

Gewicht im Steuerwagen, und dann klappt auch ‚rückwärts fahren‘ ohne Entgleisungen.

zu 3. Gewichte aus dem Autoreifenbedarf (!) helfen, pro fahrzeug jeweils zwei. Der Mittelwaggon bekommt zwei in seine Bodenwanne, nahe den Drehgestellen. Im Endwagen ohne Motor platziert man ein Gewicht in die Bodenwanne nahe dem inneren Drehgestell, das andere klebt man über das vordere Drehgestell, der Fahrsicherheit wegen. Der Motorwagen erhält seine zwei Gewichte auf den blauen Kunststoff.

Damit das Gehäuse wieder draufpasst, muss hier der Schaumstoff von den Gewichten weggeschnitten werden. Sekundenkleber-Gel hält die Dinger fest, lässt sich aber im Zweifel wieder entfernen.

Elektrisches Licht für alle, vom Decoder aus schaltbar.
Hier erkennt man die beiden Gewichte, dazu die kleine LED-Platine und die Kabel, die zum Decoder führen.

zu 4. Mit den üblichen, stabilen Lichtleisten von Eickmann oder Hufing lässt sich eine nette Beleuchtung einbauen. Die Verkabelung gestaltet sich zwar mühselig, weil man hier in Schlangenlinien vorgeht, aber das Ergebnis ist schon schick. …ob andere Produkte besser sind, werde ich eines schönen (Sonnen-)Tages mal ausprobieren. Der Anschluss erfolgt wegen der altmodischen Schnittstelle direkt an den Lokdecoder, der die Funktion F1 separat schalten können sollte.

zu 5. Die Einrichtung habe ich grau grundiert und die Sitze in einem netten Grün gestrichen, einfach, weil’s mir so gefällt. Die Spezial-Abteile im Steuerwagen erhielten braune Wände.

zu 6. Um die Gehäuse sinnvoll zu befestigen kann man sich erstmal mit dünnem Doppelklebeband behelfen. Aber die ‚Nasen‘ gehen dann trotzdem auseinander. Das ist echt gedankenlos konstruiert. Allerdings könnte man sich mit einer Schraub-Verbindung behelfen. Dazu reiche ich demnächst was nach. Der Schni-Schna-Schnappi-Look kann ja so nicht bleiben.

Außerdem: …ein Glockenanker-Motor wird folgen, das ist mal klar. 🙂

Fazit: Eine schöne Hülle macht noch kein gutes Modell. Die billige Stromabnahme über Bleche ist bei Lemke Usus. Aber nur, weil die das schon immer so machen ist es noch lange nicht gut. Den Ärger haben die Kunden, denn irgendwann läuft Federbronze an, und das war es mit dem Kontakt. Mir war es den Aufwand wert.

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Allgemein Digital Spur N

Die BR 01.10 von Fleischmann in N mit Glockenanker-Motor.

Auch Fleischmanns Dampfloks der BR 011 / 012 / 01.10 in Spur N sind super einfach umzubauen.

Unten der neue Motor im 3D-Druck Gehäuse, oben die zusätzlichen Gewichte.

Den passenden Motorsatz gibt es bei tramfabriek: https://tramfabriek.nl/drives-n.html

Bei der hier gezeigten Variante mit Stromlinien-Gehäuse passen zwischen Motor und Gehäuse zwei zusätzliche Gewichts-Plättchen, deren flexible Klebepads entfernt werden müssen. Für einen Decoder ließe man einfach eine Platte weg.

Sogar Modell-Konstruktionen aus den 70er Jahren machen mit den neuen Motoren noch viel mehr Spaß.

Im Ergebnis fährt die Lok nicht nur geschmeidiger, sie zieht auch mehr. 🙂

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Allgemein Gleise märklin & friends Spur H0

Doing!

Da erwirbt man eine neue, schöne märklin-Lokomotive und möchte diese nach Proberunden auf C-Gleisen auch mal versuchsweise auf K-Gleisen einsetzen, und an der ersten Weiche bleibt die Lok schlagartig hängen. Warum?

Weil die Punktkontakte der langen Weichen des K-Gleises so hoch aufragen, dass die Entkupplungsbügel der von mir bevorzugten Kupplungen daran hängenbleiben.

Also, ich habe nun nach vielen Jahren der Verzweiflung endlich eine Kupplung gefunden, die mir über alle Maßen gefällt und mit nahezu allen mir bekannten Fahrzeugen prima funktioniert.

Ein langjähriger märklin-Fahrer berichtete mir nun, das Thema seit seit „Ewigkeiten“ bekannt.

Bedauerlich, dass man bei märklin das K-Gleis nicht grundlegend überarbeitet. Denn Gerüchten zufolge ist das Schwellenband-Gleis eines Mitbewerbers für die Nachrüstung des Mittelleiter vorgesehen. Und man muss sich ja nicht die Butter vom Brot nehmen lassen…

Frustrierend.
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Allgemein Gleise H0 DC(C) märklin & friends Spur H0 Umbauten Waggons

Radau- Räder von märklin.

Meine neuen märklin-Waggons ließ ich mir direkt mit DC Achsen umrüsten. Um beim ersten Losfahren überrascht aufzusehen: Ein lautes Rauschen setzte ein; ein Geräusch, das ich derart extrem nicht kannte.

Die Spezial-Lupe zeigt es: Märklins Rad-Laufflächen sind schuld. Man möchte meinen, die Schwaben lassen die Achsen einfach komplett in irgendeine Flüssigkeit werfen, um sie schön duster zu färben, egal, was für Nebenwirkungen das erzeugt:

Oben die rauen, stumpf aussehenden Radau-Räder von märklin, unten Fleischmanns glänzende Räder.

Die Oberfläche wird angegriffen und daduch rau. Beim Rollen entsteht dann ein unfassbarer Lärm, vor allem in Verbindung mit märklins C-Gleis, dessen harter Böschungskörper fest an die Schienenprofile montiert ist.

Kurz mit (glatten) Achsen von Fleischmann im selben Waggon gegengecheckt: Ruhe. Ein typisches, elegantes Roll-Geräusch entsteht, wie ein samtiges Gleiten. Kein Vergleich zum Lärm von märklins Rädern.

Bei märklin sollte man endlich begreifen, dass die pure Grund-Funktion allein nicht mehr ausreicht. Ein bisschen Eleganz muss heute schon sein. Tipp: Sogar Piko baut inzwischen glatte Räder ein. Warum wohl.

Ein weiterer Nachteil ist, dass sich auf diesen rauen Oberflächen der typische Schmutz anlagert und irgendwann gleichmäßig über die Schienen verteilt.

So sehen raue Räder nach zwei Tagen Spielen aus.

…und so wird der Schmutz verteilt. Mit Rädern von Fleischmann oder Roco wird das Zeug zur Seite weggedrückt.

Glatte Laufflächen drücken Schmutz zur Seite weg, sofern das Schienenprofil im Querschnitt oben ausgerundet ist.

Fazit: Ich werde diese Achsen natürlich austauschen; das hält man ja nicht aus…

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Allgemein Digital Gedanken H0 DC(C) märklin & friends Spur H0 Umbauten Lokomotiven

Märklins angeknackster Zauberstab

märklin-Digital ist eine große Nummer. Seit 1984. Zwischenzeitlich von Esu versorgt, führt märklin längst alles wieder in einer Regie. Man möchte meinen: Leider.

So sieht das aus, mit verkehrt aufgedrucktem Logo und aufgestecktem Decoder, der sich nicht programmieren lässt.

Auch bei märklin-Digital, ob nun mit oder ohne Mittelleiter verwendet, kommt schnell der Wunsch auf, die Decoder nach eigenem Gusto einzustellen und ein paar Gimmicks einzustellen.

Märklin offeriert dafür einen relativ günstigen Programmer in Form eines zweiteiligen USB-Sticks. Die Software bietet märklin gratis zum Download an; das wirkt erstmal alles sehr professionell. Bis man mit märklins Denke zusammenprallt.

Das ist nämlich das eigentliche Problem von Software: Sie offenbart ungeschönt das Denken und die Mentalität ihrer Entscheider und Entwickler.

In märklins Fall hat man es hier mit vielen Verboten, Grenzen und Kompliziertheiten zu tun.

Lieferumfang. Plus marginal-Anleitung.

Software – neue Software.

Also, ich installiere die Software und erfahre danach via PopUp, dass es eine neue Version gibt. Okay, die lade ich ebenfalls runter und warte. Nichts passiert.

Denn nein, die installiert sich nicht eigenständig, das soll ich selber anschubsen. Aber wie, denn wo ist sie hin?

Schließlich finde ich die Datei, irgendwo auf dem PC, in irgendeinem Ordner, von dessen Existenz ich bis dahin nichts wusste. Leicht grummelig deswegen installiere ich das Zeug. So jetzt aber. Schaut nett aus, kein weiteres PopUp. …bisschen viel Aufwand, um einen sanften Lichtwechsel einzustellen.

Hier genau hinschauen.

USB-Stick und Schnittstellen-Aufnahme sitzen sehr locker aneinander, denkt man so. Irgendwann entdecke ich eine winzige Abstufung. Mit sanfter Gewalt eingepresst klickt es leise, und die Teile sind fest verbunden. Alles sehr … subtil.

Programmieren mit dem Programmer verboten.

Decoder aus der MHI-247 in den Schnittstellen-Abschnitt eingesetzt, den in den USB-Stick, und auslesen… Ah, wie schön, ein neues PopUp:

kein Nachrüstdecoder“. Ja, ich WEISS, Schätzchen!

Ja, stimmt. Ist ja aus der gekauften Lok, ne? Dasselbe verzählt mir das Programm beim Decoder der recht aktuellen BR 120. „kein Nachrüstdecoder“. Keine weitere Erklärung. Ich schaue auf Amazon nach einem Box-Sack.

Erst via Google erfahre ich, dass Decoder aus märklin-Loks, die ab Werk mit Decoder kommen (ähm, also inzwischen alle) nicht mit diesem Programmer programmiert werden können. An sich schon mal wenig Kunden-nah. Aber:

Anstelle genau! diese! Info! in das verflixte PopUp reinzuschreiben, steht da… Sie wissen schon.

Märklin nannte mir am Telefon „rechtliche Gründe“ als Ursache für diese Sperre, damit Kunden ihre Loks nicht (ausdrücklich kein O-Ton aber sinngemäß) ‚kapputtprogrammieren‘.

Allerdings kann man die genannten Decoder laut Service sehr wohl per CS3 individuell programmieren oder alternativ per CV Programmierung zum Beispiel mit meinem ProfiBoss von Fleischmann (!) wie gewünscht verändern. Da hegt man bei märklin in klarer Logik keine rechtliche Bedenken Mit Letzterem aber nicht fest einschreiben, wie mit dem märklin-Programmer theoretisch möglich.

Also, Märklin macht es mal wieder unnötig kompliziert. Es wird aber noch besser.

CV-Empfehlungen bleiben märklins Geheimnis.

Fragt man beim märklin Service nach, welcher CV Einstellungen ein märklin-Decoder aktueller oder vorheriger Bauart bedarf, um einem (seltsam hüpfenden) märklin-StartUp ICE2 zu optimalen Fahreigenschaften zu verhelfen, heißt es wörtlich „…gibt es keine Tabellen für die Einstellungen der verschiedensten Modelle. Dies muss ein Umrüster sich selbst erarbeiten.“ Wie bitte?

Der Zug ist tausendfach verkauft worden, aber märklin gibt die optimalen CV Werte nicht preis? Und sorry, „erarbeiten“ werde ich mir gar nichts.

Andere Decoder-Hersteller geben klare Empfehlungen, was wie zu programmieren ist, damit die Lokomotiven optimal fahren. Und märklin orientiert sich an Helmut Kohl „i sag’s net!'“? Das ist ablehnend bis autoritär. Es geht aber noch weiter.

DOS-Niveau mit Windows-Optik.

Für eine decoderfreie Lok kaufte ich einen märklin-mld3 Decoder; wenigstens der sollte sich ja einfach programmieren lassen, ne? Ziel:

F0: Licht an, weiß / rot, mit der Fartrichtung wechselnd, sanfter Lichtwechsel.

F1: Alle Lichter auf Lokseite 1 aus.

F2: Alle Lichter auf Lokseite 2 aus.

F3: Digital schaltbare Kupplungen

F4: Verzögerungen aus, rote lichter aus, weiße Lichter beidseitig an.

Klingt praxisnah, oder? Ließe sich als Projekt abspeichern und in so ziemlich sämtliche soundfreien Bundesbahn-Loks einprogrammieren, sozusagen hineinstempeln. Soweit die Theorie.

Denn diese Software ist so kryptisch konzeptioniert, dass man keine Chance hat, zu verstehen, wie sich das konkrete und keinesfalls sonderlich ambitionierte Ziel erreichen lässt. Anstelle klarer Ansagen findet man eine Fach-Terminologie vor. Für ein solches Produkt einer derart bekannten und beliebten Firma ist das inakzeptabel.

Den sanften Lichtwechsel und die Motor-Einstellungen habe ich hingekriegt. Aber dann… 🤬 …ich überlege, ob anstelle des Box-Sackes ein Trampolin mehr Effekt hätte? Und was werden die Leute gegenüber sagen…? 🙀

Natürlich beschied mich der märklin-Service auf eine Anfrage abschlägig, „keinesfalls“ erstelle man individuelle Decoderprojekte.

Eine Anfrage in einem märklin Fan-Forum brachte keinerlei Erkenntnissse – außer, dass bereits eine Vielzahl an Modellbahnern an dieser Software gescheitert ist. Das ist also ein sehr, sehr schlechtes Produkt!

Was mich daran so aufregt, das ist die Attitude, mit der sowas auf die Kunden losgelassen wird: märklin erwartet in 2021, dass der Kunde sich in die Materie „einarbeitet“. Dabei besitzen die Menschen, die so etwas entscheiden, allesamt sicher Smartphones und wissen sehr genau, was intuitive Bedienen bedeutet: Das Gegenteil von märklins Decoder Tool.

Nach vielen, vielen frustrierenden Versuchen habe ich das Projekt erstmal abgebrochen.

Der letzte Versuch. 🙂

Ich sollte eine Lok mit einem märklin mld3 Decoder umbauen. Großspurig gab ich an, das Ding „narrensicher“ mit den neuen Werten ’stempeln‘ zu können – ich habe ja den Programmer. Und beäuge online eine Schachtel Valium, ist weniger Aufwand.

Mir war bekannt, dass man in die seitliche Schraubenleiste der Schnittstellenplatine viele viele Kabel einbringen muss, um den Decoder zu programmieren. Aber irgendwozu muss ja diese achtpolige Steckdose ja gut sein. Also, Kabel sinnig gekürzt, die nicht gebrauchten zusammen in einem Schrumpfschlauch gebändigt, und ab mit dem Decoderstecker in die Platine. …Sie können es sich denken, oder? Genau. Nüscht.

Decoder antwortet nicht“.

Also denke ich mir, ‚gut, der Decoder hat ja seine Buchsenleiste drauf, also einfach das Schutzgummi wegschneiden und den Decoder mit seiner 21poligen Schnittstelle in die Platine stecken. Was man eben so denkt. Was ich aber dann sah, fand ich optisch schon etwas eklig:

Von oben so…
…von unten so: Die Litzen wurden in den Buchsen der 21poligen Schnittstelle hineingelötet.

märklin hat die Kabel IN die Buchsen hineingelötet, Bah. Unelegant und irgendwie 50er Jahre Niveau.

Zum Programmieren muss man die Litzen VOR dem Einbau hier einschrauben. Ergebnisse mal eben in der Lok ausprobieren iss nich.

Fazit: Der Programmer von märklin ist nett günstig, aber er darf zuwenig, und er bringt eine kryptische, geheimnisvolle Software mit. Liebhaber von Textaufgaben dürften ihre Freude daran haben.

Man hält den Kunden womöglich absichtlich unfrei, um entweder mehr Geld zu verdienen (Kauf der CS3) oder um sich vor angeblichen Service-Fällen zu schützen. Man hat viel Angst bei märklin.

Den Kunden doof zu halten, das war sogar Apple langfristig zu doof, und mit der MP3-Fähigkeit wurde der IPod erfolgreich. Man kann daraus lernen. Ob märklins Denke jemals wirklich in 2021 ankommt?

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Allgemein H0 DC(C) märklin & friends Spur H0 Umbauten Waggons

Ausgequietscht.

Damit sind nicht ‚Modern Talking‘ gemeint (die hören sowieso nie wirklich auf), sondern märklins Drehgestelle für die Silberlinge und deren Varianten. Hardcore-Märklinisten sollten besser nicht weiterlesen.

Zustand vorher und nachher: Zu sehen ist der Eingriff später nicht.

Die neuere Generation von märklins Silberlingen ist schon recht gut gelungen. Die Längenverkürzung fällt nun eigentlich nur noch denen auf, die aktiv darauf achten. Vorbildgerecht sind die Drehgestelle fallweise mit Bremsklötzen versehen.

Dies ist der Einsatz für die Bremsklötze; sehr intelligent konstruiert. Eigentlich.

Und genau hier kann so ein nervtötendes Qietsch-Geräusch entstehen, weil hier der Abstand zu den Laufflächen schon extrem eng gehalten ist, und die Form konstruktiv keine Rücksicht nimmt auf die in jeder Richtung beweglichen Räder.

Hier erkennt man die scharfen Kanten der Bremsklötze, die an den Rädern schleifen können.

Wenn man die Bremsklötze von hinten sanft hinterschneidet ist das Quietschgeräusch augenblicklich verschwunden, und von außen sieht alles so aus, wie vorher.

Zuviel des Guten (mein Zahnarzt kann das viel besser), aber gut zu erkennen: Hier muss man Material abtragen, danach herrscht Ruhe.

Man klippst dazu die Imitation der Bremsklötze vorsichtig heraus, entfernt vorsichtig mit einem scharfen Messer die scharfen Kanten ihrer Rückseiten und klippst sie wieder ein. Das war es.

Freie Fahrt für quietschfreie Silber- oder Mintlinge. 🙂