Plastik-Pest bei Roco (1)

Früher habe ich mich amüsiert über zerbröselnde Märklin-Modelle. Dass Ähnliches auch mit Kunststoff passieren kann, und dann auch noch mir, das wäre mir im Traum nicht eingefallen.

Metall, das sich wegen seiner unreinen Legierung selbst zerlegt, das ist mit der sogenannten ‚Zink-Pest‘ befallen. Unter märklin-Sammlern ist das ein bekanntes Schreck-Gespenst und alles andere, als lustig. Schließlich werden hier wertvolle Modelle unaufhaltbar zerstört.

Aber seit ein paar Jahren mehren sich die Berichte über splitterndes Plastik von Roco-Modellen. Erstmals habe ich über die S-Bahn-Waggons gelesen (2011?), deren braune Böden auseinanderbrechen. Dann brachen Rocos Güterwaggons auseinander, ein spezieller Fall ist das Digital-Set der Teleskop-Haubenwagen.

Mir war das Thema völlig neu. Inzwischen hat es meine eigene Sammlung erwischt. Der Bruch trifft Modelle aus unterschiedlichen Fertigungs-Jahren. Wer sowas mit ‚Alter‘ erklären möchte: Meine ältesten Roco-Loks stammen aus dem Jahr 1977, und deren Gehäuse sind tippitoppi.

Mein InterRegio stammt aus dem Jahr 2013. Die Klippse der braunen Bodenwannen brechen reihenweise ab, eine Drehgestell-Halterung ist nach innen gebrochen, und auch einen Drehgestell-Klipps hat es getroffen. Natürlich hält das Gehäuse jetzt nicht mehr fest; Ersatz-Rahmen oder -Gehäuse bietet Roco nicht an, und verkaufen kann man sowas nicht. Frustrierend.

Wie dünnes Glas bricht das Gehäuse der BR364 (2004) in der drolligen Ausführung in blau-elfenbein: Diese hier Gezeigte ist lediglich vom Gleis auf ihre Seite gekippt. Prompt war das schmale Seitendach weggebrochen. Das ist übrigens bereits ein Ersatzteil; das erste Gehäuse grinste nach dem Abnehmen geradezu boshaft. Entegen der landläufigen Meinung fährt diese Lok wenigstens ganz fein und geschmeidig.

Am Schlimmsten hat es den Glaskasten (2006) in Farbgebung der K.P.E.V. getroffen. Beim ersten Gehäuse brach beim Abnehmen seitlich ein großes Stück heraus. Das Ersatzgehäuse kam direkt mit zerstörter Rückseite bei mir an.

Das Problem dieser Lokomotiven ist, dass ihre Ersatzteile zur Zeit der Serien-Produktion mitproduziert worden sind, also exakt dieselbe Qualität darstellen. Märklin produziert schon mal Gehäuse oder ganze Loks nach, wenn die Zink-Pest mal wieder zugeschlagen hat. Und Roco…? Still ruht der See. Nett ist das nicht. Man sollte diese Teile endlich in solider Qualität nachproduzieren.

LaisDCC Decoder, die Billigen aus China.

Klein sind sie, die Decoder von LaisDCC.

Funktional eingeschränkt und moralisch fragwürdig, so lässt sich wohl am Besten beschreiben, was hier aus China angeboten wird.

Man könnte annehmen, dass nicht jede Lokomotive den besten Decoder braucht. Zehn Euro für einen DCC-Lokdecoder, das klingt nach einem Preis, zu dem man auch Spielzeug-Loks umbauen würde. Die LaisDCC-Decoder werden für viele international bekannten Schnittstellen angeboten. Es gibt sie in klein für N und etwas stärker für H0 Lokomotiven. Auch ein Lichtwechseld-Decoder ist dabei. Übrigens, die hier besprochenen Decoder wurden mir auf meine Anfrage hin vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Was können LaisDCC-Decoder?

Hauptsächlich die Basics. Man kann damit im DCC-Betrieb Loks fahren und ihre Funktionen schalten oder eben Steuerwagen digital einbinden. Eine Beschleunigungskurve lässt sich einschreiben, und um Schmutzstellen zu überbrücken, kann man günstige Elko-Pakete anschließen.

Was können LaisDCC-Decoder nicht?

Die vielen unterschiedlichen Modell-Lokomotiven erfordern es, die Lastregelung der Decoder an die jeweiligen Getriebe anzupassen. Die Lastregelung der LaisDCC Decoder ist fix auf irgendwelche Werte eingestellt. Im Ergebnis fahren einige Loks recht gut, andere aber rollen mit flotter Geschwindigkeit los (trotz CV02 = 01), ruckeln und zittern und bleiben beim Abbremsen schlagartig stehen. Das macht alles keinen Spaß. Auch weitere charmante Funktionen wie sanftes Ein- und Ausschalten des Lichtes oder dessen seitenweises aktives Ausschalten für Wendezug-Betrieb sind nicht an Bord. Susi-Buchsen sucht man vergebens.

Was nervt an LaisDCC-Decodern?

Es gibt Verschiedenes an den Fahreigenschaften zu kritisieren: Abruptes Losrasen nach einer kurzen Strom-Unterbrechung wie Schmutz oder Ähnlichem nervt nicht nur, es kann auch zu Entgleisungen führen. Vor allem bei langen Zügen. Auch kann es beim Programmieren passieren, dass die Lokomotive unvermittelt zu einer Seite wegfährt, als würde sie sich erschrecken. Meiner Erfahrung nach bis zu 50cm Strecke.

LaisDCC bietet auch Plux22 Decoder an – hier mit einem ’stay alive‘ Rucksack, bereit zum Anschluss.

Auf meine Email von vor zwei Wochen mit Detail-Fragen zu den Decodern erhielt ich leider keine Antwort.

Ich bin mir auch nicht sicher, inwiefern der Erwerb oder die Einfuhr dieser Decoder in der EU überhaupt legal ist.

Aber auch die moralische Komponente ist nicht zu unterschätzen: LaisDCC hat anfangs die Decoder des US-Herstellers ‚TCS‘ kopiert, inklusive der Software. Darauf verweisen Internet-Quellen und eine persönliche Aussage des TCS-Chefs via Email an mich. Man war ursprünglich sogar so dreist, die Hersteller-Kennung von TCS zu übernehmen. Falls das alles so stimmt, dann stellen diese Decoder in Summe einen klaren Fall von Produkt-Piraterie dar. Nachfolgend findet man eine Äußerung des TCS-Boss zur Angelegenheit: http://yourmodelrailway.net/view_topic.php?id=13788&forum_id=10&jump_to=248529#p248603

Inzwischen erscheint beim Auslesen der CV 08 eines aktuellen Decoders die Angabe ‚134‘, was immerhin auf den tatsächlichen Produzenten hinweist.

an die Kabel schwarz & blau kann man den ’stay alive‘ Baustein anschließen.

Fazit: Auch der günstigste Decoder ergibt keinen Sinn für mich, wenn die Fahreigenschaften nicht überzeugen und einem das Fahren mit der Modellbahn keine Freude bereitet. Dazu gesellt sich der Aspekt der Piraterie, deren persönliche Bewertung natürlich jedem freigestellt ist. Ich persönlich bevorzuge Original-Produkte.

Wer günstige DCC-Decoder sucht, erhält für rund 20 Euro Bausteine, die wirklich fantastische Fahreigenschaften und diverse Schaltfunktionen ermöglichen. Meine persönlichen Empfehlungen sind der Zimo MX600 (Kabel, 8poliger Stecker, Plux12) und der Lenz Standard+ V2 (8polig). Auch Esu und Tams halten gute Angebote in dieser Preisgruppe.

Kurz: Die LaisDCC Decoder erfüllen leider nicht die Erwartungen.

Piko-Stadthäuser wie Pola?

In der März-Ausgabe 1993 der Zeitschrift „Eisenbahn Magazin“ erschien eine Anzeige von Piko, die den neuen Bausatz eines wunderschönen Stadthauses avisierte.

…schräger Schnappschuss der EM-Seite.

Ich war sofort elektrisiert: Schon immer gefielen mir die Stadthäuser von Pola am Besten. Sie sehen eben so richtig ‚echt’ aus. Und nun wollte Piko diese Serie aktualisiert ergänzen: Speziell der Erker mit den großen Fensterflächen stellt eine für 1993 zeitgenössische Modernisierung dar. Im Erdgeschoss zeigt die Bank-Filiale sogar die so typischen Lamellen-Vorhänge. Großartig! 😀

Ich hätte diesen Bausatz unverzüglich gekauft! Und sicher wäre es nicht bei dem einen Gebäude geblieben, weder bei mir, noch bei Piko. Aber leider gab es die „Modelle mit Perspektive“ dann doch nicht zu kaufen, bis heute. Man hörte einfach nichts mehr davon. Sehr bedauerlich, wäre diese Serie sicher von Erfolg gekrönt: Faller wiederbelebt seit Kurzem alle möglichen Formen dieser Pola-Stadthäuser, auch die beliebte ‚Milchbar‘ wird zurückkehren. Pikos Bausätze wären die perfekte Ergänzung.

Vielleicht mag man sich bei Piko nun an dieses schöne Stück erinnern, epochengerecht sozusagen genau passend zum im Herbst auszuliefernden InterCity in orientrot mit Bundesbahn-Logo.

Die ‚Deutsche Bank‘ Filiale lasse ich mal ausdrücklich unkommentiert. :-))

Pikos neue InterCity Waggons:

https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=artikel&vw_id=28095&vw_name=detail

https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=artikel&vw_id=28097&vw_name=detail

Infos zu POLA Bausätzen:

Auf dieser sehr informativen Fansite zur Firma ‚Pola‘ findet man auch eine Aufstellung der damaligen Bausätze.

Klick: http://www.ingomoegling.de

Qualitäts-Problem Roco: Silbern reibt sich ab.

Hier gab es früher silberne Zierlinien zu sehen.

Seit Gründung der sogenannten ‚Modelleisenbahn GmbH‘ entspricht die Qualität der unter ‚Roco‘ vermarkteten Produkte nur selten dem, was man von ‚früher‘ gewohnt war. Weder in der Denke, noch in der Fertigung. Für viele Modellbahner ist Rocos Anziehungskraft längst verschwunden, und entweder wenden sie sich anderen Herstellern wie Piko zu, oder sie geben das Hobby gleich ganz auf.

Nochmal aus der Nähe, Rocos BR 10, 62191.

Rocos Modelle verlieren aber auch im Wortsinn an Glanz: Bei einigen (hochwertigen!) neueren Fahrzeugen verliert sich alles, was silbern eingefärbt ist, nach kurzer Zeit. Die Modelle sehen dann wortwörtlich abgegriffen aus, und man verliert die Lust, sie überhaupt fahren zu lassen.

So haben die Vorbilder vermutlich zum Ende ihrer aktiven Zeit ausgesehen.

Am Schlimmsten hat es meine Dampflok der Baureihe 10 getroffen. Das Modell ist vollgestopft mit Technik, und auch außen gefällt sie. Aber was nützt das alles, wenn sich binnen weniger Monate die silbernen Zierstreifen abgreifen, erneut später, bei den netterweise gratis ausgetauschten Gehäusen? Wenn dann auch noch der kleine Motor für die puffenden Dampfwolken kaputtgeht, ist der Ofen in vielerlei Hinsicht aus.

Der Halbspeisewagen 64649 mit abgegriffenen Rahmen.
Ebenso der Abteilwagen 64648.

Es ist schade, wie sehr ‚Rocos‘ Produkt-Qualität gesunken ist. Die Modelleisenbahn ist immerhin ein System-Spielzeug, das man über viele Jahr(zehnt)e pflegt. Dann fallen einem solche Veränderungen natürlich besonders auf, und „Einzelfälle“ sind das nicht. Im Gegensatz zu Lokomotiven gibt es für Personenwaggons bei Roco keine Ersatzteile. D-Zug-Wagen von Piko, die ähnliche Symptome zeigten, wurden in geradezu atemberaubendem Tempo einfach ausgetauscht. Aus solch gravierenden Unterschieden zieht man seine Schlüsse für zukünftige Entscheidungen.

Eine 110 mit Schnickschnack und ausgefranstem Fensterrahmen.
Diese ex- „E-Shop“-110 wurde später im Sonder-Angebot bei Drogerie-Müller verklappt.

Es heißt ja ‚irgendwas ist immer‘. Aber irgendwann hat man keine Lust mehr auf Modelle, die zwar nett gemeint aber frustrierend gemacht sind.

Ausgeleierte Achslager, und was man dagegen tun kann.

Neue Lagerbuchsen braucht das (Piko-)Land.

Pikos maßstäblich lange Waggons bestehen zwar aus deutlich weniger Einzelteilen, als Rocos ältere Pendants, aber sie sind dennoch nett gemacht.

Ein älterer Schnappschuss: Im Achslager links oben zeigt sich eine in diesem Fall leichte Ausfräsung.

Aus allen drei Serien erwarb ich Waggons, grüne und blaue, ein paar Popwagen und natürlich Fahrzeuge in ozeanblau/elfenbein. Um nach nur wenigen Stunden Fahrbetrieb festzustellen, dass sich diverse Achsspitzen in die Drehgestelle hineingefräst hatten.

Pikos Achsspitze in der Vergrößerung.

Da mir die Waggons aber gut gefielen, kam nur Nachbesserung infrage. Nörgeln und verkaufen kann schließlich jeder. Eine überzeugende, dauerhaft funktionierende Lösung fand ich in den Lagerbuchsen von Peho.

Man benötigt eine oder mehrere große Packung(en) Messingbuchsen und die beiden Handbohrer mit Holzgriff. Dazu guten Sekundenkleber, eine Pinzette sowie eine große Portion Ruhe, und es kann losgehen. Den Peho-Shop findet man hier: http://peho-kkk.de/mshop/index.php/spur-h0.html

Sinnvollerweise sollte man Pikos Achsen austauschen gegen die hochwertigen Achsen von Thomschke. Dank derer glatten Laufflächen verringert sich sogar das Rollgeräusch: https://www.modellbahn-radsatz.de/h0/radsaetze-h0-gleichstrom/piko/index.php

Das Aufrüsten ist eigentlich einfach und empfiehlt sich auch für andere, vielleicht ältere Lieblings-Waggons, die über die Zeit in die Achslager eingesunken sind. Die folgenden Tipps werden natürlich ohne Gewähr beschrieben, das Nachahmen erfolgt ausdrücklich auf eigene Gefahr.

Schritt 1: Achs-Lager vorbereiten.

So setzt man den größeren Bohrer vorsichtig an.
  1. Drehgestelle aus der Bodenwanne ausklippsen.
  2. Piko-Radsätze entnehmen und zur Seite legen, am Besten weit weg. Den größeren Bohrer in den Drehgestell-Rahmen führen und sanft gegen eine Achs-Öffnung drücken.
  3. Sehr VORSICHTIG und äußerst ACHTSAM und LANGSAM mit sanftem Druck den Bohrer im Uhrzeigersinn in der Achsbohrung drehen und immer nur sehr wenig Kunststoff abtragen, bis der metallische Ring den Drehgestell-Rahmen berührt. Lieber mehr Zeit lassen, als zuviel wegsäbeln.
  4. Die Öffnung sanft versäubern, vielleicht mit dem kleineren Bohrer.
  5. Den Vorgang in allen Achslagern der beiden Drehgestelle wiederholen.

Schritt 2: Messing-Lager einsetzen.

Vier neue Achslager aus Messing von Peho; zwei sichtbar. 🙂
  1. Einen winzigen Tropfen Sekundenkleber in das Achslager geben.
  2. Eine Messingbuchse hineingeben, mit der Pinzette ausrichten und dann fest hineindrücken.
  3. Wirklich trocknen lassen.
  4. Nun die Achsen sinnig einsetzen, mit den Isolierbuchsen jeweils in Fahrtrichtung zweimal links vorne, zweimal rechts hinten.
  5. Rollwiderstand prüfen. Sollten die Achsen zu straff sitzen, dient der kleine Bohrer dazu, die Messingbuchsen innen sanft etwas zu vertiefen. Mit wenig Druck vorgehen, sonst kann sich die Klebe-Verbindung lösen.
  6. Abschließend in jedes Lager einen winzigen Tropfen guten Öls geben.
  7. Gute Fahrt!
Ein D-Zug-Wagen von Piko mit neuen Achsen (Radscheiben innen schwarz lackiert) und Achslagern aus Messing. So machen diese Fahrzeuge Freude.

Das Trix C Gleis, eins für (fast) Alle.

Das C-Gleis von Trix macht viel Spaß. 🙂

märklins C-Gleis als ‚Trix‘-Variante verdient mehr Erfolg, als man ihm gönnt.

Seit seinem Erscheinen 1996 faszinierte mich märklins C-Gleis. Vor allem die Klick-Verbindung, die man einfach so auseinanderknicken konnte, gefiel mir von Anfang an.

Trix-C-Gleis ab 2005.

Im Frühjahr 2005 stand ich mit einem Freund auf der Dortmunder Messe und beäugte das damals nagelneue Trix-C-Gleis, dessen Böschung zur Unterscheidung eine schöne Farbe bekommen hatte. Dieser Farbton entspricht übrigens RAL 1019 Graubeige, die Schwellen sind (inzwischen) RAL 8017 Schokoladenbraun. Wie ein Befreiungsschlag kam es mir vor, dass märklin sein C-Gleis endlich in der Variante ohne Punkt-Kontakte präsentierte.

Unten die ursprüngliche Schwellenfarbe, oben aktuell, in kräftigem Dunkelbraun.

Vorteile Trix C-Gleis.

Die Geometrie ist sehr leicht zu überblicken, und sie kommt ohne Ausgleichsgleise aus. Genau betrachtet findet man zwei Konzepte vor, die zu einem System zusammengefasst wurden. Technisch und großteils geometrisch ist alles miteinander kombinierbar. Am Text-Ende gibt es einen Link zur offiziellen Website des Trix-C-Gleises.

  • Konzept 1: Radien 1, 2 und 3 (Parallel-Abstand jeweils rund 77mm), Standard-Gleise mit kompakten Bogenweichen sowie die dazu passenden kurzen Weichen.
  • Konzept 2: Radien 3, 4 und 5 (Abstand jeweils mit rund 64mm), längeren Standard-Geraden, großen Bogenweichen und schlanke Weichen.
Mit Mittelleiter und ohne. Ich finde das Trix Gleis schöner.

Die Qualität der Trix-C-Gleise ist meiner Erfahrung nach höher, als die der märklin-C-Gleise. Zum einen besteht das Schienenprofil nicht bloß aus Stahl, sondern aus hochwertigem Neusilber. Zum anderen gibt es seit Erstauslieferung keinerlei Berichte über etwaige bröckelnde Böschungen, was beim märklin-C-Gleis laut Foren-Berichten immer noch vorkommen kann. Übrigens sind die märklin- und Trix-Schienen im Querschnitt auf der Oberseite leicht gewölbt, was die Stromaufnahme verbessert: Im Dauerbetrieb wird Schmutz regelrecht zur Seite weggefahren.

märklins Reinigungswagen; Sonderserie für Conrad-Electronic. DC-Achsen von Thomschke.
Und auch Jörger-Filze machen gut sauber. 🙂

Wer dennoch reinigen möchte oder muss, greift am Besten zu den bekannten Filzplatten von ‚Jörger‘, die märklin seit einiger Zeit auch unter die eigenen Reinigungswagen packt. Diese polieren die Oberfläche äußerst schonend. Putzklötze wie der bekannte Roco-Rubber funktionieren etwas rabiat und ziehen die Missgunst esoterisch eingestellter Modellbahner auf sich, die behaupten, diese Dinger beschädigten die Gleise. Hm-hm, klar. Und es gab ja auch keine Mondlandung…

So einfach erfolgt der Anschluss an die C-Gleise.

Das Sortiment ist recht umfassend, fünf Radien, kurze und lange Weichen, jeweils kurze und lange Standard-Geraden, eine kurze DKW (eine lange ist bereits lange in Arbeit), ein Entkupplungsgleis und viel Zubehör wie Weichen-Antriebe, Weichen-Decoder, Weichenlaternen und digital steuerbare Signale. Die noch ausstehenden Gleise wie Kreuzungen und DWW werden sicher folgen.

Zwar entsteht beim Befahren des C-Gleises ein gewisses Rausch-Geräusch, weil die Züge die harte Böschung in Schwingungen versetzen; anders, als das bei RocoLine oder Piko-A mit weichen Bettungen der Fall ist. Man kann dem begegnen, indem die Gleise auf Filz oder festem Zellkautschuk verlegt werden; beide Materialien wirken lärmdämmend.

Fahrzeuge von ‚märklin my world‘ rollen einwandfrei auf den Trix Gleisen, auch die Loks.

Dafür rollen auf dem Trix-C-Gleis nicht nur aktuelle Modelle mit feinen Spurkränzen, sondern auch Spielzeug-Züge, deren Räder irgendwie zu H0 passen. Sogar von AC auf DC umgebaute Roco-Lokomotiven fahren einwandfrei auf dem Trix Gleis; vorausgesetzt, sie besitzen isolierte Radscheiben. Auf dem Trix-C-Gleis kann man also höchst entspannt so ziemlich alles fahren lassen.

Vorteile Trix-C-Gleis:

  • Das Aussehen. Der angenehme hellbraune Farbton erinnert an ein sauberes, befahrenes Vorbildgleis. Am Markt die vielleicht angenehmste Farbe einer Großserien-Böschung. Man fühlt sich ein bisschen an das beliebte M-Gleis von märklin erinnert.
  • Die Click-Verbinder sind der Knüller. Damit kommen Kinder und Erwachsene zurecht. Es kann nichts kaputtgehen, es hält ewig, und man braucht nichts zusammenzufummeln. Zum Isolieren von Strecken vor Signalen oder Ähnlichem steckt man einfach rote Verhüterlis über die Kontakte – prima.
  • Die Kontaktlaschen zum Strom-Anschlusse sind in der Böschung versteckt und solide mit den Schienenprofilen verschweißt. Hier kann man alles Mögliche anschließen, zum Beispiel Häuser-Beleuchtungen oder Decoder für Signale, Weichen und Entkuppler, und natürlich die normale Strom-Einspeisung. Passende Flachstecker gibt es direkt bei märklin; über Ebay findet man baugleiche Großpackungen.
  • Die Schienen aus Neusilber sind extrem hochwertig, mit glatter Oberfläche und überall abgerundet. Solchen Schienen vertraut man seine Züge gerne an. 🙂 Laut Aussage eines ranghohen Mitarbeiters eines anderen Herstellers verwendet märklin für das Trix-C-Gleis die „branchenweit höchste Materialqualität“. Das ist doch was.
  • Die Schienen sind nur 2,1mm hoch, und zwischen Schienen und Schotter hat märklin vorbildgerecht Luft gelassen. Dadurch wirken die C-Gleise äußerst zierlich.
  • Die kurzen Weichen mit steilem Abzweigswinkel brauchen nur wenig Platz, das finden alle Altersklassen praktisch.
  • Die längeren Weichen empfehlen sich für elegante Strecken. Besitzer von Personenwagen in maßstäblicher Länge um 30cm finden mit diesen „Konzept 2“ Weichen genau das Passende. Derzeit erhältlich sind normale- und große Bogenweichen.
  • Zwar ist die märklin/Trix-Bettung etwas steil geformt, wirkt aber dennoch überzeugend und vor allem weniger aufdringlich, als zum Beispiel die Bettung von RocoLine. Vor allem braucht man bei Trix nichts abzuschneiden, um zum Beispiel Weichen direkt zusammenzuklicken.
  • Die Schotternachbildung selbst ist recht fein ausgeführt. Bei einigen anderen Fabrikaten blickt man auf grobe Strukturen oder irgendwas wie Orangenhaut. 🤷🏻‍♂️ Puristen können seitlich nachschottern, dazu empfiehlt sich feiner Schotter, wie er für die Baugröße N angeboten wird. H0-Schotter sind oft zu grob.
  • Wer die C-Gleis Schwellen genauer betrachtet, findet an einigen ihrer Außenseiten kleine Querstriche. Diese ahmen die Metallbänder nach, mit denen beim Vorbild zur Sicherheit die Holz-Enden zusammengehalten werden.
  • Beleuchtete Weichenlaternen, die sich beim Stellen der Weichen mitdrehen, gibt es von märklin und Viessmann.
Viessmanns Weichenlaterne mit nachträglich eingesetzter LED in warmweiß.
Viessmanns Weichenlaterne mit originaler LED in kaltweiß. Man sieht: Inzwischen gibt es einen richtigen Pfeil in der Form. Schön!
https://shop.elita.de/epages/ElitaModelleShop.mobile/de_DE/?ObjectPath=/Shops/ElitaModelleShop
Links der Sockel für Hobby-Signale, rechts der Mastfuß von Viessmann für Fahrleitungs-Masten.

Kritik am C-Gleis:

  • märklin hat nur für die Weichen-Oberseiten neue Formen erstellt. Für die normalen Gleise wendet man bei der Fertigung einen Trick an, der die Öffnungen für den Mittelleiter verschließt. Und das erkennt man leider. Hier war märklin einfach zu geizig. Gerade märklin-Skeptiker wird man so kaum versöhnen. Kurz: Für ein seriöses Sortiment sollten neue Oberflächen-Formen gemacht werden.
  • Es ist wohl schon vorgekommen, dass beim ersten Aufbau der Trix-C-Gleise ein Kurzschluss den Betrieb lahmgelegt hat. Der Grund ist meistens ein während der Fertigung unvollkommen aufgetrennter Verbindungs-Steg der Stromkontakte. Hier kann man sich behelfen, in dem Gleis für Gleis prüfend der Übeltäter herausgefunden und der entsprechende Steg wirksam durchtrennt wird. Eine eigene Stanzform für ‚Trix-Stege‘ wäre die bessere Wahl gewesen.
  • Das Ausbleiben von Dreiwegweiche und allen drei Kreuzungen lässt auf eine beeindruckende Portion Ignoranz im Hause märklin schließen, was H0-Modellbahnen ohne Mittelleiter betrifft. Dabei machen Puko-freie Bahnen längst den Großteil des märklin-Sortiments aus: märklin 1, märklin Z, Minitrix, LGB, Trix H0: Alles ohne Mittelleiter. Anstelle nun das Trix-C-Sortiment zu komplettieren, beschwert man sich über die mangelnde Akzeptanz des Produktes. Andererseits: Wenn Roco es geschafft hat, das furchtbare geoLine Gleis in die Haushalte zu bringen, dann sollte es märklin mit dem schönen Trix C-Gleis eigentlich leichter haben. Man muss nur wollen und das eigene Produkt ernstnehmen. Hinsichtlich der Zielgruppe des Trix-C-Gleises mag eine schlanke DWW angeraten sein.
  • märklins typischer Bahnübergang fehlt bislang, dabei ist gerade der ein schönes Spiel-Element.
  • Sehr selten findet man Schienenprofile vor, die an ihren Enden etwas scharfkantig abgetrennt worden sind. Hier behilft man sich mit ein, zwei sehr sanften Strichen mit einer Nagelfeile, schräg von außen nach innen. Danach ist alles in Ordnung.
  • Die Qualität der C-Weichenantriebe (märklin 74491) ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Aber SOWAS von. 😁 Die gute Nachricht: Alle ab Frühjahr 2019 gefertigten Antriebe sind – recht wahrscheinlich – von guter Qualität.
  • Stellschienen und Herzstücke der Weichen können eine grobe Struktur besitzen. Darauf setzt sich besonders gut Schmutz ab. Märklin sollte hier ein anderes Verfahren zur Herstellung einsetzen, damit diese Bereiche den edlen Schienen entsprechen. Wen das stört: Märklins Service reagiert hier sehr entgegenkommend.
Herzstück mit rauer Oberfläche. Hier wird es schnell schmutzig.
Ebenso auf den rauen Stellschienen; man sieht die Ablagerung. Einen Haftreifen von Roco hat es hier zerrieben – aber die taugen eh‘ nichts.

Märklin und die DC-Welt.

Manche hegen Vorbehalte gegenüber dem Trix-C-Gleis aus harmloser Unwissenheit: Diese hätten doch sicher Schwierigkeiten mit Fahrzeugen anderen Herstellern, weil, das ist doch von märklin, und man hört so dies und das… Kurz: Nee, das funktioniert, meiner Erfahrung nach.

Manchmal kommt noch Antipathie hinzu, die an religiösen Fanatismus erinnert: Man WILL dieses Gleis nicht, weil’s von märklin stammt. Angesichts der hervorragenden Qualität ist das wirklich Quatsch. Ausgrenzung findet aber auch auf der anderen Seite statt:

Es spricht keineswegs für märklins Marketing, nach dem ersten Impuls 2006 kaum Werbe-Maßnahmen für das Trix-C-Gleis unternommen zu haben. Als sei Modellbahnerei ohne Mittelleiter noch immer etwas für ‚Ungläubige‘.

Mich persönlich nervt diese ideologisch geprägte Haltung, hüben wie drüben. Klare Sache: Auch Fleischmann-Roco-Piko-Lima-Kato-Rivarossi-Athearn-Bachmann-Rapido-Fahrer dürfen märklin-Produkte gutfinden. Diese Ansicht ist übrigens kein Frevel. 😏

Es ist doch eine tolle Sache, frei und quer durch alle Marken für das eigene Hobby auswählen zu können, was einem am Besten in den Kram passt. Und wenn das eben zufällig vom größten Hersteller stammt, na und? Man muss auch mal gönnen können. 😉

Wir mögen das Trix C Gleis. 🙂

Allein in meinem Freundeskreis fahren sieben völlig unterschiedliche Modellbahner auf dem Trix C-Gleis, im Alter zwischen 24 und 51. Alle sind happy mit dem Produkt. Gemecker gab es bislang keines (ja, ich habe nachgefragt).

Weiterführende Informationen rund um das Trix-C-Gleis: https://www.trix.de/de/produkte/trix-c-gleis/

Eine englisch-sprachige Seite aus Dänemark über das C-Gleis: https://railway.zone/?tag=C+Track

Viel Laminat-Bahning mit dem C-Gleis: https://www.modellbahntutzing.de/?s=c+gleis

Ein Beispiel für Teppichbahning mit dem Trix-C-Gleis: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=147191

Jemand konzipiert sich eigene Bahnsteige für die C-Gleise: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=105485

Bastel-Tipp: Prellbock

Fleischmanns Prellbock auf dem Trix-C-Gleis.

Fleischmanns Prellbock 6117 passt farblich ganz wunderbar zu den bräunlichen Trix-C-Gleisen. Um einen solchen zu beleuchten, habe ich einen märklin-Prellbock seiner Leiterplatte beraubt und diese am Fleischmann-Produkt festgeklebt. Dazu muss man nur löten können, und in die Bohle kommen rückseitig ein paar Feilstriche für die Lötstellen.

Die Kabel werden durch die Böschung nach unten geführt. Dort lötet man sie an Widerstände, die ebenfalls aus dem märklin-Prellbock stammen. Zur Stromversorgung (märklin hat keine Kontakte in der Prellbock-Böschung vorgesehen) reichen schmale Metall-Plättchen, die beim Zusammenklicken unter die jeweiligen Schienen geschoben werden.

Die weiße Fläche später einfach dunkelbraun überlackieren.

Die vielleicht beste Kurzkupplung für H0 Modellbahnen. RTS.

So gleitet die RTS-Kupplung unter Rocos langen Waggons durch.

Sie existiert längst: Eine Kupplung, die mit einem weltweit riesigen Anteil an H0-Modelleisenbahnen ohne Einschränkungen funktioniert. Nur wird sie derzeit nicht produziert.

Wieder einmal war es der Zufall, der mir geholfen hat: In einem Kästchen lungerten diverse Austauschkupplungen herum. Mehr gelangweilt probierte ich einige davon aus, unter anderem irgendwas mir Unbekanntes mit der Prägung „RTS“. Ich lernte: Es gab Varianten mit und ohne Strom-Übertragung. Letztere steckte ich in so ziemlich Alles, was ich an H0 Fahrzeugen mit Normschacht besitze. Das Ergebnis war schnell klar: DAS ist DIE Kupplung. 🙂

Sanftes Einkuppeln, ohne Hakelei in Kurven, relativ unauffällig – wieso hatte ich das verschlafen! Die RTS-Kupplung ähnelt zwar den Kurzkupplungen von märklin und ihren Nachahmungen bei Roco und Esu. Aber der RTS-Metallbügel ist zur Abwechslung unglaublich intelligent konstruiert. Sämtliche Probleme der genannten Kupplungen sind eliminiert. Wieso haben das eigentlich auch Andere verschlafen?!

Inzwischen hat märklin die RTS-Formen übernommen, und anstelle diese modernisierte Version ihrer alten Kurzkupplung flächendeckend einzusetzen und damit sämtliche Nervereien mit Fahrzeugen anderer Hersteller abzustellen (und nebenher die Pufferhöher eigener Loks endlich zu berichtigen), setzte man den breiten märklin-Bügel auf den RTS-Kopf. Nicht. Zu. Fassen. Dennoch, die Formen und Stanzwerkzeuge sollten ja vorhanden sein, und sie könnten genutzt werden.

RTS mit Lima (70er Jahre). Passt. 🙂

Vorteile:

  • Die RTS-Kupplungen schwenken frei unter allen Puffern durch, auch bei den extra-langen 32cm Speisewagen. Der Bügel klappt nämlich nicht einfach rauf und runter, sondern er besitzt Langlöcher. Mit diesen kann er sich leicht bewegen und liegt immer gerade auf, sowohl auf dem eigenen Kupplungs-Körper als auch auf dem Bügel der Gegenüber-Kupplung.
  • Der RTS-Bügel kuppelt neben aktuellen Normkupplungen auch ältere Fahrzeuge sicher an, wie z.B. Spielzeug-Züge von Lima oder Jouef. Er besitzt zum Kuppeln eine herkömmliche Öse, kein einseitig offenes L-Bauteil. So macht das Hobby noch mehr Spaß, weil man alles querbeet mischen kann.
  • Die gesamte Kupplung wirkt filigran und weniger auffällig, als märklins Version mit dem breiten Bügel oder gar Rocos graue Universal-Kupplung mit dem breiten Gußteil. Denn die Öse selbst ist schön schmal gehalten.
  • Das Einkuppeln erfolgt supersanft: Vorn an der Öse befindet sich eine unauffällig angebrachte Verdickung, eine Art Nase. Diese erzeugt nur wenig Reibung.
  • Auf Vorentkupplung wurde verzichtet – gut so. Ich kenne niemanden, der diese Funktion wirklich nutzt: Entweder, die Waggons rollen in einer Senke plötzlich davon, oder aber die Lok ruckelt kurz und vergrößert dabei den Abstand zu den Waggons, die Kupplungen legen sich wieder in Ausgangsstellung. Ungewollt kuppelt die Lok die Waggons wieder an. Frust.
  • Schwarzer Kubststoff sieht edler aus, als Rocos Uni-Kuppler im Grauschleier.
RTS mit märklin-KK. Passt. 🙂
RTS mit Röwa (70er Jahre). Passt. 🙂

Nachteile:

  • Mit der bislang bekannten Digitalkupplung von Roco klemmt die RTS-Kupplung. Offenbar muss man die Digi-Kupplungen etwas angleichen.
  • Der dicke Kupplungshaken sorgt dafür, dass die Kupplungen recht fest zusammensitzen – ohne das lästige Längs-Spiel wie bei Rocos Unikupplung oder gar bei Esus Interpretation. Das wirkt schon mal seriöser als in sich schlackernde Erzzüge. Aber im Zusammenspiel mit anderen Fabrikaten kann es zu eng werden. Möglichkeit: Den RTS-Bügel auf den märklin-Kopf setzen, ohne dessen Vorentkupplungs-Funktion.

Artverwandtes:

Die RTS-Kupplung ohne Strom-Kontakt, richtig prima zum Modellbahn-Spielen.
Die märklin-KK mit dem Bügel des Anstoße(n)s. Nervig seit 1987.
Rocos Universalkupplung; offensichtlich ein Nachbau der märklin-KK.
Die Kupplung von Esu. Ohne Vorentkupplungsbügel, der sanftes Ankuppeln verhindert.

Fazit:

Die isses. 🙂 Ich glaube fest, dass mit dieser Kupplung, oder wenigstens dem RTS-Bügel auf dem märklin-Kopf, die berühmten „85% der Kunden“ perfekt zufrieden wären. Jetzt muss man sie nur noch kaufen können.

Vor allem filigrane Fahrzeuge gewinnen durch die RTS Kupplung.

Pikos Diesel-IC 52001 & 52201 mit Licht-Spielereien

…gilt vor allem auch für Pikos Züge 59230 & 59430.

Piko hat seine Neuauflage des roten Diesel-Triebzuges der BR 612 technisch verbessert: Die Glühlampen wurden gegen warmweiße LED getauscht, und die Schnittstelle wurde sozusagen ergänzt durch Lötflächen und steckbare Kontakte.

So wird es im Digitalbetrieb möglich, die Innen- und ZugZiel-Beleuchtung jeweils separat zu schalten, zum Beispiel über die Decoder-Kabel F1 und F2. Die entsprechenden Platinen für den IC-Zug oder ältere, rote Varianten gibt es im Piko-Shop als Ersatzteile, nicht eben günstig, aber man wertet seinen vorhandenen Zug deutlich auf.

Rechts zeigen die Kreise, wo die Kabel grün und braun (violett) anzulöten sind. Die gelben Rechtecke zeigen die Positionen der Jumper.

Auf den Fotos kann man eindeutig erkennen, was dafür zu tun ist:

  1. Mit den Jumpern quer zur Fahrtrichtung die jeweils äußeren Kontakte verbinden.
  2. An die Lötfläche ‚Pad-A‘ das braune Decoder-Kabel für die ZugZiel-Anzeige anlöten. (meistens ist dieses Kabel violett)
  3. Das grüne Decoder-Kabel für die Innen-Beleuchtung ist meistens direkt am Decoderstecker angelötet. Dort sorgsam abtrennen und wie gezeigt an die Lötfläche ‚Pad-B‘ anlöten.
  4. Im Zugteil ohne Schnittstelle braucht man nichts zu erledigen: Dessen Beleuchtung wird vom motorisierten Teil geschaltet.

Mit ein paar einprogrammierten Effekten (je nach Decodertyp) wirkt der schöne Zug gleich nochmal netter. 🙂

Material:

1x Leiterplatte Wagen A: https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=artikel&vw_id=13479&vw_name=detail

1x Leiterplatte Wagen B: https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=artikel&vw_id=18861&vw_name=detail

2x LED-Platine mit warmweißen und roten LED: https://www.piko-shop.de/index.php?vw_type=artikel&vw_id=13506&vw_name=detail

H0 & TT auf Ikea-Tisch ‚Lack‘

Kein Platz – das gilt umso mehr für H0-Modellbahnen. Die Gleis-Systeme Roco-geoLine und Fleischmann-Profi passen prima auf Ikeas Lack-Tische.

Darauf kann eine schöne Modellbahn-Anlage entstehen. 🙂 (c) IKEA, Hofheim-Wallau

Nachdem der Artikel über die Minitrix fertig war, probierte ich aus, welche anderen Gleis-Systeme ohne Säge-Arbeiten auf Ikeas Lack-Tische passten. Die ‚Gewinner‘ heißen märklin K-Gleis, Roco geoLine, Fleischmann-Profi und das TT-Gleis von Kühn-Modell.

Also habe ich für diese Systeme ein paar Gleispläne zusammengeklickt. Viel Spaß beim Nachbauen. 🙂

Märklins K-Gleis passt ganz wunderbar auf die Lack-Tische von Ikea.

Minikea – Minitrix auf Ikea

Für eine Spur N ist wirklich in der kleinsten „Hütte“ Platz.

‚Kein Platz‘ ist die Ausrede für Teppichbahning oder Schachtel-Aufbewahrung. Die Ikea-Tische aus der Serie ‚Lack‘ lassen sich aber prima als Module einsetzen. Hier zum Thema Spur N – Minitrix.

Bei einem Ikea Besuch fielen mir die günstigen ‚Lack‘-Tische auf: Alle mit identischer Höhe und hübsch unterschiedlichen Grundrissen – das wären sicher schicke Module. Und dann habe ich mal mit einem Programm herumgeklickt…

Für die Marke Minitrix von märklin realisierte ich diese Idee auf drei verschiedenen Tischen. Wesentlich mehr Gleispläne habe ich vorausgeplant. Egal, ob Jugendlicher oder Erwachsener mit wenig Platz – hier kann man sich eine kleine Welt aufbauen, die sich bei Bedarf schnell wegstellen lässt. Zwei der Artikel findet man online.

Teil 1: https://www.maerklin.de/fileadmin/media/journal/maerklin-magazin/05-2018/Fo.1_Kompakte_Tischbahn_mit_Minitrix_MM0518.pdf

Teil 2: https://www.maerklin.de/fileadmin/media/journal/maerklin-magazin/01-2019/Fo.3_Kompakte_Tischbahn_mit_Minitrix_MM0119.pdf

Hier ein Screenshot der einzelnen Tisch-Pläne. Wer lesbare Dateien haben möchte, schreibt einfach eine Email-Anfrage. 🙂

Wer hätte gedacht, dass solche schönen Fotos im 31. Stock entstehen können… 😉